Frage von BertDanke, 138

Ich bin schon 53 Jahre,Lehrer,seit ca 30 Jahren leide ich unter Angst - und Schmerzzuständen,Ich will nicht mehr leben?

Wie erwähnt, ich bin 53 Jahre alt, seit 30 Jahren Angstzustände, seit fast 20 Jahren Schmerzen, Lehrer von Beruf. Einer meiner Schüler beendete vor einigen Tagen mit 20 Jahren sein Leben, warf sich bei Montabaur vor den Zug, bzw. wurde vom Sog eines Schnellzuges aus einem Tunnel mitgenommen... Seitdem bin ich traurig- und in mir wächst mehr und mehr der Gedanke Gleiches zu tun. Ich habe keine Angst vor dem Tod, aber Angst vor dem Schritt, dies zu tun. Habe gelesen, viele Tabletten zu nehmen, Alkohol zu trinken und sich dann auf die Schienen zu legen... Sorry, ich sollte intelligent genug sein, dies aus bekannten Gründen nicht zu tun, aber meine Vernunft wird "aufgefressen" durch Angst und Schmerzen. Danke !

Support

Liebe/r BertDanke,

Deine Situation klingt besorgniserregend. Aber auch wenn es hier um einen guten Rat geht, ist es schwierig Dir einen zu geben, ohne Deine tatsächliche Situation genauer zu kennen. Sprich bitte mit einem Menschen darüber, dem Du vertraust. Das kann ein guter Freund, ein Verwandter oder auch eine andere Vertrauensperson sein. Du kannst Dich zudem jederzeit an die Telefonseelsorge wenden. Dort ist rund um die Uhr jemand erreichbar und Du hast die Möglichkeit, ein anonymes und vertrauliches Gespräch zu führen. Telefon: 0800/1110111 oder 0800/1110222 (gebührenfrei aus dem deutschen Fest- und Mobilfunknetz).

Herzliche Grüße

Oliver vom gutefrage.net-Support

Antwort
von Bruthus, 61

Ob wir leben oder sterben wollen entscheiden wir bis zu einem gewissem punkt selber und deswegen kann kein anderer für dich entscheiden ...

Kommentar von DoeJohn101 ,

Doch, Mama Merkel hat entschieden dass sie nicht möchte, dass unheilbar Kranke in Deutschland eine angemessene Sterbehilfe bekommen.

Und alleine dafür hasse ich die Frau abgrundtief.

Kommentar von AndreeAB ,

Sehe ich auch so. Nur, weil man sich nicht legal bei einem Arzt Schmerzfrei und Stressfrei mit einem Gift umbringen lassen kann, oder es erwerben könnte, werfen sich Menschen vor Züge, wo teilweise auch Kinder die Innereien und Reste der Selbstmörder sehen werden. So etwas passiert wahrscheinlich auch noch nach der Legalität, aber das würde es dann definitiv weniger.

Antwort
von huldave, 26

Mache es nicht, hörst du, mache es nicht.
Du willst nicht mehr leben, d.h. du willst so nicht mehr leben, so wie es jetzt ist.
Anders zu leben, kannst du dir durchaus vorstellen.
Ja, der Weg dorthin, zum anderen Leben ist nicht immer einfach, alleine schafft man es selten. Du hast dir sicher schon Unterstützung gesucht, vielleicht passt es nicht und du brauchst etwas anderes.
Ist leicht gesagt, wenn man so down ist, aber es ist der einzige Weg.
Stehe zu dir, glaub an dich und sei es dir wert.
Alles Gute für dich und dein weiteres Leben

Antwort
von erik0223, 38

Ich würde dir raten zum Psychiater bzw. Therapeuten zu gehen. Selbstmord ist nie eine Lösung.

Kommentar von BertDanke ,

Da war ich schon, aber will nicht über meine Absicht reden.

Antwort
von Nemo75, 29

Schon mal an den Lokführer gedacht oder die Leute die diese Sauerei sauber machen dürfen??

Kommentar von BertDanke ,

Ja, habe ich-unentwegt.

Kommentar von Nemo75 ,

Wenn sowas mal erlebt hast....

Verstehe nicht warum Du an Selbstmord denkst.
Hab seit meinem Unfall den ich knapp überlebt habe auch Einschränkungen und Schmerzen.
Schluck bis zu 8 Tabletten Ibuprofen 400er.
Deshalb aber keine Suizid Gedanken.
Wende Dich Bitte mal an einen Psychologen

Antwort
von Pescatori, 28

ich war auch Lehrer und habe auch belastende Erfahrungen gemacht. Habe immer wieder dieses belanglose Wort "Depression" benutzt, um für mein Erleben ein Etikett zu haben.

Was ich an Deinen Worten ermutigend fand, war, dass Dich das Schicksal Deines Schülers so ergriffen hat. Ist nicht Dein Mitfühlen  ein Anzeichen dafür, das andere Menschen Dich brauchen und Aufgaben vor Dir stehen, die Du nur ergreifen musst, um den sinnvollen Weg Deines Lebens wieder zu erkennen?

"Nur ergreifen .....?" Na ja, das ist leicht gesagt.

Ich wünsche Dir, dass Dir die frohe Erfahrung geschenkt wird, dass Dir Dein Leben so wichtig ist, wie Dir das Leben anderer Menschen wichtig ist.

Viel Glück!

Antwort
von DerMaster1, 41

Ich würde mir professionelle Hilfe holen. Außerdem sind Sie ein sehr guter Mensch, denn sie fühlen stark mit, was man auch merkt. Es wäre schade eine Person wie Sie zu verlieren. Holen siw sicg am besten professionelle Hilfe

Antwort
von DoeJohn101, 36

So leid es mir tut, ohne phsychotherapeuthen inkl. Medikation dürfte Dir vermutlich nur schwer zu helfen sein. Hast Du mal geschaut ob es in Deiner Umgebung einen Schmerztherapeuten gibt?

Ich kann niemanden zu Selbstmord raten, mitunter würde ich mich damit auch strafbar machen. Aber Tabletten etc. halte ich für eine ganz blöde Idee. Auch der sprung aus nem Fenster oder so. Letztendlich endet das nur in einer Querschnittslähmung oder einem Hirntrauma oder schlimmeren und Du bist immer noch da. Das kann's nicht sein.

Bist Du irgendwo in ärztlicher Behandlung? Vielleicht gibt es Selbsthilfe- oder Gesprächsgruppen. Falls Du irgendwo auf dem Land bist könntest Du - auch wenn's jetzt ganz blöd klingt  - auch mal die Telefonseelsorge anrufen. Die dürften dich an kompetente Gesprächspartner vermitteln können.

http://www.telefonseelsorge.de/

0800/111 0 111 · 0800/111 0 222

Ihr Anruf ist kostenfrei

Antwort
von BertDanke, 14

Danke an alle, ihr habt recht- aber mir fehlt die Kraft !!! Nehmt eure Energie zusammen und verwendet sie an die jungen Leute. Wer will mich denn mit 53 noch bekehren. Ich bin müde.

Antwort
von Kasumix, 18

Was für Schmerzen? Wieso Angst? Was hast du bisher an Hilfe in Anspruch genommen?

Antwort
von Gestiefelte, 27

Du solltest dir professionelle Hilfe suchen.

Sich vor den Zug legen ist keine Lösung, vor allem denk bitte mal an den armen Lokführer und auch an die Fahrgäste, die dann im Zug sitzen und diesen nach dem Crash evt. stundenlang nicht verlassen dürfen!

Antwort
von Puma68, 36

Das Leben ist zu schön um sich vor den Zug zu schmeißen. Ich würde dir empfehlen, zum Psychiater zu gehen. Deine Freunde/Familie wollen sowas bestimmt nicht erleben. Wünsche dir viel Kraft.

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