Frage von nemox, 29

Ich bin ratlos. Was ist der beste Weg?

Hiho, ich bin ziemlich ratlos wie es mit mir weitergehen soll. Vor einem Monat habe ich ein Arbeitsverhältnis an meinem alten Werkstudentenbetrieb wiederaufgenommen. Ich war total happy über all die Unterstützung des Chefs, die netten Kollegen und die Möglichkeit endlich wieder einer geregelten Aufgabe nachzugehen. Um das Gehalt ging es mir gar nicht. Ich wollte einfach nur arbeiten und mich endlich entsprechend meiner Qualifikation wieder einbringen. Da ich den Abschluss meines Studiums nicht geschafft habe und viel Zeit verloren ging, ich auch schon persönlich immer wieder mit Niedergeschlagenheit und Depressionen zu kämpfen hatte, war ich froh über diese Unterstützung. Die Chefs kannten mich noch gut von meiner Werkstudentenzeit und hatten gute Erfahrungen mit meiner Arbeit gemacht. Doch ich merke schon nach einem Monat, dass es nicht funktioniert. Ich arbeite im IT-Bereich, gehe einer geistigen Tätigkeit nach und dort muss auch der Geist eben funktionieren. Während all meine Kollegen um mich herum topfit wirken und voranschreiten, komme ich mir langsam und abgehangen vor und lande automatisch in einem Leistungsdruck. Ich habe das Gefühl für meinen Lohn nichts zu erbringen und dem Betrieb am Ende nur zu Schaden, wenn ich im Vergleich dazu meine Kollegen betrachte... Ich habe schon letzte Woche keine gute Figur gemacht, da ich mich infolge meiner fehlenden Leistungsfähigkeit krankgemeldet habe. Nun stehe ich kommende Woche vor dem gleichen Problem und weiß nicht, ob es eine gute Idee ist mich in dem Betrieb einzubringen. Ich wirke total zerstreut und habe einfach Angst den Erwartungen meiner Chefs nicht gerecht zu werden und sie am Ende doch zu enttäuschen. Ich stehe nun wirklich schon kurz davor den Empfehlungen von Familie und Ärzten nachzugeben und mich in die Klinik einweisen zu lassen, in der Hoffnung wieder auf die Beine zu kommen, nur habe ich dann Bedenken, dass ich mein neues Arbeitsverhältnis an dieser Firma dann komplett an den Nagel hängen kann, denn letzten Endes brauchen sie ja auch zuverlässige Arbeitskräfte, die auch stets verfügbar sind... Vielleicht hilft auch die Info, dass ich in den knapp letzten 2 Jahren ziemlich eingegangen bin. Meine Chefs wissen zwar, dass ich auf eine schiefe Bahn geraten bin, aber ich denke ihnen ist nicht klar in welchen Ausmaßen sich diese Jahre auf meine körperliche Gesundheit und meine Psyche ausgewirkt hat. Fakt ist, ich möchte es nicht so stehen lassen. Was sollte ich eurer Meinung am besten tun? Ich bin von unzähligen Misserfolgen gezeichnet und fürchte, dass alles was ich tue wieder von Versagensängsten geprägt ist, vor allem wenn es mit anderen Mitarbeitern, Konkurrenz und unter Zeitdruck geschieht...

Antwort
von 007Alkl, 1

Hallo,

den Weg musst Du selbst finden.

Wie Du schreibst, hast Du Versagensängste.

Ich würde Dir raten, lerne zu meditieren.

Lerne dabei Deine Ängste in den Griff zu bekommen. Bitte beachte, dass negative Gedanken (Ängste) weitere Ängste anziehen. Also musst Du lernen positive Gedanken zu formulieren. Diesen Schritt kannst Du meiner Meinung nach nur in der Meditation finden. In der Meditation kann so vieles stecken, was Dir keiner durch Bücher lehren kann (ich weiss wovon ich spreche, da ich seit 25 Jahren meditiere).

Mein Ratschlag daher an Dich:

Meditieren ist ein langsamer und langer Prozeß. Als erstes versuche eine Atemtechnik zu finden, die Dir gut tut (hier kann man natürlich Anregung aus dem Internet suchen). Versuche diese Atemtechnik immer wieder und regelmäßig um eine bestimmte Uhrzeit durchzuführen, bis Du irgendwann merkst, jetzt fällt mir die Atemtechnik leicht und Du kannst sie z.B. ganz problemlos in den Alltag integrieren.

Erst wenn dieses Ziel erreicht wurde, kann der nächste Meditationsschritt angepackt werden.

Wenn Du zuviele Schritte auf einmal anpackst, weil Du z.B. im Internet viele Möglichkeiten gelesen hast, wirst Du irgendwann deprimiert sein, weil keines der  Ziele erreicht wurde.

Mit der für Dich passenden  Atemtechnik wirst Du auch Deine innerere Ruhe finden. Nur Geduld. 

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