Frage von FriedenImIslam, 227

Ich bin Moslem und finde, dass der "IS" der größte Abschaum der Menschheit ist und den Islam in den Dreck zieht - wie kann man den IS aktiv bekämpfen?

Militärdienst?

Antwort
von ArbeitsFreude, 23

Auf keinen Fall Militär, lieber FriedenImIslam!

Das probieren derzeit verdammt viel militärisch erprobte ohne nennenswerten Erfolg!

Ich bin, ein überzeugter Vertreter der Meinung von SibTiger,

meine allerdings, dass Dahika und Monster hier den richtigen Rat geben:

Auf mich als Buddhisten wird kein Moslem hören, wenn ich sage:

"Argumentiere im Deinem Alltag für die AKZEPTANZ ALLER (Nicht-)Religionen und GEGEn den Überlegenheitsanspruch des Islam!" (so wie ich in meinen Kreisen auch gegen den Überlegenheitsanspruch des Buddhismus argumentiere)

Wer das hier als Muslim auf GF bspw. hervorragend macht: Das ist DottorePsycho.

Zeige durch Dein mitfühlendes, positives Handeln auch nicht-Muslimen gegenüber, dass Du einen Islam vertrittst, der das Gegenteil vom IS will.

Damit kannst Du eine Vielfaches von dem bewirken, was Du im Militär könntest (denn dort müsstest Du Deine Entscheidungs- und Handlungsfreiheit abgeben!)


Antwort
von SibTiger, 108

Ich habe ein großes Problem damit, einer Religion, die insbesondere wenn sie fundamentalistisch ausgelegt wird, ein Gottesbild beinhaltet, das Milliarden von Menschen mit höllischen Qualen bedroht, ihre grundsätzliche Friedlichkeit abzukaufen.

Dazu gehört nicht nur, aber natürlich insbesondere auch der fundamentalistische Islam mit seinem Gott Allah. Eigentlich finde ich es gar keine Überraschung, dass in so einer Religion eine Organisation wie der IS entsteht.

Die gesamte Religion bedarf einer Aufklärung und einer Reform ihrer Gedanken.

Antwort
von Dahika, 49

Bestimmt nicht, indem man selbst die Knarre in die Hand nimmt und in den Krieg zieht.

Aber du als Muslim hast natürlich mehr Möglichkeiten, den IS zu bekämpfen, als z.B. Christen.  Du hast nämlich auf deine Glaubensgenossen in deinem Alter viel mehr Einfluss, dass sie sich eben nicht von Salafisten und Hasspredigern einfangen lassen.

Das ist zwar nur ein indirektes Bekämpfen, aber sehr wirkungsvoll. Wenn du und deine muslimischen Freunde den Boden austrocknen, auf dem der Nachwuchs heranwächst, ist der IS schnell am Ende.

Antwort
von MonsterHD, 100

Du kannst leider nichts "aktiv" dagegen machen !
Du kannst dich zB. gegen Gewalt und Terrorismus aussprechen.

Eins ist wichtig, dass du deiner Religion treu bleibst. Da ja der IS offiziell im Namen des Islams handelt, wir aber alle wissen, dass der Islam komplett andere Werte anstrebt wie die IS Kämpfer.

Kommentar von maxim65 ,

Wissen wir das? Woher wissen wir es denn?

Kommentar von Agentpony ,

Eins ist wichtig, dass du deiner Religion treu bleibst.

Ich verstehe den Zusammenhang nicht, den du hier ziehst.

Kommentar von MonsterHD ,

Da man evt sich von seinem Glauben distanzieren könnte, um nicht als zB. Terrorist abgestempelt zu werden.
Davon sollte man sich, meiner Meinung nach, nicht beeinflussen lassen, da die IS Kämpfer unnormal brutal und unmoralisch unschuldige Menschen angreifen !

Antwort
von Tobeonest, 81

Ich muss AirControl leider recht geben.

Aber Du hast ja gefragt was Du machen kannst.
Du könntest mit Deinem Verhalten zeigen, dass Du besser bist. Christen respektieren, Frauen als das schwächere Geschlecht achten und respektieren und wenn Du Moslems kennst, die die IS gut finden, überzeuge sie vom Gegenteil.

Kommentar von AirControl ,

ist schon alles gelöscht. weil die mods moslems sind......

Kommentar von Tobeonest ,

Krass, Scha(n)de das das gelöscht wurde.

Kommentar von JustusMorgan ,

Die Diskussion war so schön im Gange :(

Antwort
von Hugito, 80

Militärdienst nützt kurzfristig nichts.

Am besten kann man den IS dadurch bekämpfen, in dem man seine Meinung dazu sagt. Indem man darüber informiert, dass das mit Religion nichts zu tun hat. Sondern dass das nur eine Verbrecherorganisation ist.

Denn die wichtigste Machquelle des IS sind junge, irregeleitete Menschen, die der Propaganda des IS verfallen. Die meinen, sie kämen ins Paradies, wenn sie für den IS morden. Wenn es gelingt, solche Menschen davon abzuhalten, für den IS zu kämpfen, bekämpft man den IS am meisten.

Vielleicht kann man gerade als Moslem einiges tun. Klar seine Meinung sagen und sagen, dass Menschen umbringen oder unterdrücken nichts mit Gott zu tun hat.

 

Kommentar von marylinjackson ,

Hugito, 

das habe nichts mit Religion zu tun und das sei eine Verbrecherorganisation, denn es

"...sind junge, irregeleitete Menschen, die der Propaganda des IS verfallen. Die meinen, sie kämen ins Paradies, wenn sie für den IS morden...." 

So, wie es auch heute wieder in der Zeitung steht, werden diese jungen Menschen in Moscheen und im Internet radikalisiert. Und dort wird von der "Verbrecherorganisation" ständig der Koran rezitiert, mit dem sie Djihadisten anwirbt.

Antwort
von Margita1881, 114

Das überlass mal den Experten.

Du kannst allerdings Deine Frage im Chatforum stellen, da wird gerne diskutiert.

Antwort
von eleteroj3, 2

Das Kernproblem der Muslime ist, denke ich, sich von der bisher geübten religiösen Gewaltlegitimierung überzeugend zu distanzieren, und zwar mit theologischer Begründung. Die Ausbreitungsgeschichte des Islam ist die Geschichte von barbarischen Raub- und Eroberungskriegen, von Spanien und Nordafrika über Orient bis nach Zentralasien. Im Okzident wurde die antike christlich/jüdische Hochkultur zerstört, in Nordindien die buddhistische Hochkultur - und all das immer im Namen Allahs und des angeblich von Allah befohlenen Dschihad.

Solange ich von sunnitischen Autoritäten bestenfalls zu hören kriege, alle diese Gewalttaten hätten immer zur Verteidigung gedient, endet eigentlich die Diskussion, angesichts der Unfähigkeit, historische Verbrechen als historische Verbrechen zu erkennen.

Die religiöse Rechtfertigung von Gewalt ist ja nicht nur Ideologie des IS, sondern ebenso die der Taliban, von al Kaida, von Boko Haram und auch die Ideologie saudischer Wahhabiten und iranischer Mullahs. IS kann sich mit gutem Recht auf Koransuren und Hadithe stützen, in denen Massenmord und sadistische Terrorakte wie das Verbrennen der Feinde, als Gott wohlgefälliges Werk gepriesen wird.

Dass du eine andere Auffassung hast, ehrt dich. Aber dann muss man auch aus dem Koran heraus, mit dem Koran in der Hand argumentieren, warum Gewalt gegen die Unglaubigen kein Gott wohlgefälliges Werk ist. Das wäre eine muslimische Aufklärung und Humanisierung.

Solang diese aber nicht stattfindet, sind Muslime in Europa nicht willkommen, weder als Einwanderer, noch als Missionare noch als Verbandssprecher.

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