ich bin jetzt aufstocker, beziehe also auch harz4. zur arbeit sind es am tag 26 kilometer.wenn ich eine steuerrückerstaung erhalte, muss ich alles abgeben-?

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1 Antwort

Wenn du eine Rückerstattung bekommst, dann zählt das als Einkommen und muß angegeben werden. Es wird dann mit den Leistungen, die du beziehst, verrechnet.

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Kommentar von scharfesonne
11.02.2016, 14:18

habe eben dieses gefunden-es gilt ab dem 1.1.2016-und kommt von der seite harz 4.

Fahrtkosten

Bei den Fahrtkosten werden bei notwendiger Fahrt
von der Wohnung zum Dienstort mit einem Kraftfahrzeug 0,20 € für jeden
Entfernungskilometer übernommen (siehe hierzu § 11b SGB II
i.V. mit § 6 Abs. 3b ALG II-V). Sind diese Kosten höher, können sie
übernommen werden, auch eine Fahrkarte oder eine Monatsfahrkarte können
hier abgesetzt werden.

Corinna aus unserem Beispiel hat nur
einen Fahrtweg von 3 Kilometer an 19 Tagen im Monat und kann keine
erhöhten Werbungskosten geltend machen. Somit ergeben sich folgende
Absetzungen bei ihr:

15,00 € Kfz-Haftpflichtversicherung 30,00 € Versicherungspauschale 15,33 € Werbungskostenpauschale 11,40 € Fahrtkosten

Damit
könnte Corinna also 71,73 € von ihrem Nettoeinkommen absetzen. Aber
eben nur „könnte“, denn in Wirklichkeit kann sie die 71,73 € auf 100 €
aufrunden. Diese 100 € sind nämlich der Grundfreibetrag,
den Corinna mit ihren Absetzungen nicht erreicht hat. Da aber der
Grundfreibetrag nach § 11b Abs. 2 SGB II für alle aus dieser
Einkommensgruppe verbindlich ist, wird das ganze eben auf 100 €
aufgerundet.

Somit sieht die bisherige Einkommensberechnung in unserem Beispiel so aus:

1.000 € Nettoeinkommen

– 100 € Grundfreibetrag/Absetzungen

900 € anrechenbares Einkommen

Das
ist aber auch noch nicht die endgültige Berechnung, denn es kommen nun
noch die Freibeträge sowie andere Absetzungsmöglichkeiten dazu.

Bei den Freibeträgen gibt es 2 Stufen und Prozentsätze nach § 11b Abs. 3 SGB II, nämlich

Stufe 1

: hier werden auf das Einkommen über 100  bis 800 € 20% Freibetrag gewährt und

Stufe 2

: hier werden auf das Einkommen über 800 bis 1.200 € 10% Freibetrag gewährt .

Die
ersten 100 € vom Erwerbseinkommen sind bereits mit dem Grundfreibetrag
abgegolten und werden hier nicht noch einmal berücksichtigt, sondern nur
das über die 100 € hinausgehende Einkommen.

Wie weiter oben
dargelegt hat Corinna ein Nettoeinkommen von 1.000 €. Nach Abzug des
Grundfreibetrages verbleiben davon 900 €, für die der Freibetrag
berechnet werden muss.

Zur Stufe 1 gehört das Einkommen von 100 bis 800 €. Somit sieht die Berechnung für diese Stufe bei Corinna wie folgt aus: 

700 € x 20% = 140,00 € 

Der Rest des Nettoeinkommen über die 800 € gehört zur Stufe 2, somit sieht die Rechnung so aus: 

200 € x 10% = 20,00 € 

Somit ergibt sich folgende (fast) endgültige Berechnung aus unserem Beispiel: 

1000,00 € Nettoeinkommen – 100,00 € Grundfreibetrag – 140,00 € Freibetrag aus Stufe 1 –   20,00 € Freibetrag aus Stufe 2 740,00 € anrechenbares Einkommen

Corinna darf somit also 260 € für sich behalten, der Rest wird auf das ALG II angerechnet.

Abzusetzen
wären jetzt noch titulierte und tatsächlich gezahlte
Unterhaltsverpflichtungen. „Tituliert“ bedeutet hierbei ein
gerichtlicher Unterhaltstitel oder eine notariell beurkundete
Unterhaltsvereinbarung.

Das somit errechnete Einkommen wird dem Bedarf gegenüber gestellt. Ergibt sich hier eine Differenz (und ist nicht zuviel Vermögen vorhanden), ergibt sich ein Anspruch auf aufstockendes ALG II.

Nehmen
wir an, dass Corinna durch ihre Alleinerziehung von 1 Kind einen Bedarf
von 1.215 € hat und keinen Unterhalt für das Kind bezieht, ergibt sich
dann folgende Bedarfs-Einkommens-Berechnung:

1.215 € Bedarf
(Regelsätze, angemessene Mietkosten, Alleinerziehendenzuschlag) – 740 €
bereinigtes Einkommen von Corinna – 184 € Kindergeld für das Kind = 291 €

Somit würde Corinna ein aufstockendes ALG II von 291 € erhalten.
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