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Ich bin in allem was ich tu viel zu extrem. Wie kann ich das ändern? Wer hat einen Tipp für mich?

gefragt von KesskoKessko am 01.09.2009 um 13:59 Uhr

Ich bin eine Extremikerin und ich würde mich gerne ändern und völlig "normal" werden. Wer kann mir einen Tipp geben, wie ich das anstellen soll? Ich nenne einige Beispiele: Entweder trinke ich wochenlang gar keinen Alkohol oder ich geh auf ein Fest und trinke so viel, das man denkt es gibt das letzte Mal Alkohol zu trinken oder ich rauche wochenlang, ja monatelang nicht, wenn ich dann mal eine rauche, dann rauche ich nicht nur eine Zigarette, ich rauche dann meistens eine ganze Schachtel hintereinander oder wenn ich esse: Ich kann nicht mal 1 Brot essen, nein, wenn ich ein kleines Brot anschneide muß ich so viel essen, bis das Brot alles aufgegessen ist. Es geht nicht anders. Oder ich muß immer meinen Teller leer essen, auch wenn ich längst satt bin oder auch in anderen Dingen: Z.B. hat es bei Mc Donalds doch diese Gläser gegeben zu jedem Mc Menü. Wenn ich keins davon habe geht es, aber wenn mein Sohn bei MD war und 1 Glas mitbringt, muß ich am nächsten Tag hinfahren und die restlichen Gläser dieser Serie auch noch holen. Bei mir muß immer alles komplett sein. Das ist wie ein richtiger Zwang. Oder auch bei den Kindern. Wenn sie z.B. von Playmobil das Krankenhaus haben muß ich wegfahren und alle zusätzlichen Teile dieser Serie auch noch kaufen, z.B. Hubschrauber, Krankenwagen und alles was dazu gehört. Sowas ist doch völlig unnormal oder??? Was kann ich tun um mich zu ändern?

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Maximus40
beantwortet von Maximus40 am 1. September 2009 14:02
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Die Frage ist doch erst mal, wie du dich dabei fühlst.
Hast du ein schlechtes Gewissen oder fühlst du dich gut dabei?
Versuch doch jeden Tag ein wenig zu genießen und dir was Gutes zu gönnen.

Kommentar von A481f435f8f65cd964baa441d3207574smallKessko am 1. September 2009 14:05

Also wenn ich esse und alles muß immer aufgegessen sein fühle ich mich sehr schlecht. Ich habe auch sehr starkes Übergewicht dadurch. Aber wenn ich trinke oder rauche ist es mir egal. Aber das "Kaufen" das ich immer alles komplett haben muß regt mich auch sehr auf.

Kommentar von 27e2430137aafcdababea4c2adbb79ebsmallMaximus40 am 1. September 2009 14:18

Wenn immer alles aufgegessen sein muss, dann mach dir doch den Teller nicht so voll.
Ich würde an mehreren Stellen ansetzen, nicht gleichzeitig, aber intensiv.
Versuch es mal mit Bewegung, vielleicht bekommst du davon auch nicht genug.
Evtl. hast du einen Partner oder eine gute Freundin, die dich unterstützen können.
Ich würde zuerst an das Gewicht rangehen.
Bewegung + langfristige Ernährungsumstellung.
Dabei ein monatliches Ziel setzen und wenn du es erreichst, erfüllst du dir einen kleinen Wunsch!

Kommentar von A481f435f8f65cd964baa441d3207574smallKessko am 1. September 2009 14:39

Ja, der Teller muß nicht so voll sein, aber wenn ich koche esse ich auch immer alles auf, was die Kinder u.der Mann nicht essen. Alle Töpfe müssen leer sein, weil es "zu schade" zum wegwerfen ist. Abnehmen versuche ich seit 15 Jahren. Naja, seit 4 Jahren "halte" ich mein Gewicht von 134 Kilo und nehme wenigstens nicht mehr zu aber es belastet mich alles so sehr. Wenn ich doch nur mal unter 100 Kilo kommen würde, dann wäre das schon eine große Leistung. Ja, Sport und Bewegung wäre das A und O. Das sagt mir mein Hausarzt immer wieder aber ich konnte mich noch nicht dazu aufraffen mich zu bewegen. Manchmal möchte ich am liebsten nicht mehr leben....

Kommentar von 27e2430137aafcdababea4c2adbb79ebsmallMaximus40 am 1. September 2009 14:43

Wenn du dieses Problem schon so lange hast, wird es sicher schwer da alleine heraus zu kommen.
Ein erster Schritt wäre sicher das offene Gespräch mit der Familie.
Erzähle deinem Mann, dass du unter der Situation leidest.
Überlegt, wie ihr gemeinsam da raus kommen könnt.
Wenn du bereits in ärztlicher Behandlung bist, würde ich mich ihm anvertrauen und evtl. wirklich zusätzlich psychologischen Rat einholen.
Ich denke, dass es ganz wichtig ist, kleine Ziele zu setzen, die du erreichen kannst.
Würde auf jeden Fall bei der Ernährung und Bewegung anfangen, weil man hier den Erfolg sofort merkt.

Kommentar von 27e2430137aafcdababea4c2adbb79ebsmallMaximus40 am 1. September 2009 14:47

Vielen Dank für die positive Bewertung und dir viel Erfolg und alles Gute! Sei optimistisch und gib nicht auf! :-)

Kommentar von A481f435f8f65cd964baa441d3207574smallKessko am 1. September 2009 14:48

Ja, ich fange bei der Ernährung an. Danke, daß du mir Mut machst!!! Da ich durch das Übergewicht ja auch noch Diabetes bekommen habe muß ich abnehmen und auch meine Ernährung umstellen. Der Arzt wiegt mich auch alle 1/4 Jahre und ich soll pro Woche 1 Pfund abnehmen (Ist ja bei dem Gewicht eigentlich nicht so schwer). Ich werde ganz langsam anfgangen mit dem Ergometer zu fahren und zwar täglich. Morgen fange ich an! Das ist ganz sicher!!! Ich bin echt momentan mit den Nerven völlig am Ende und ich muß einfach abnehmen, ich will nicht mehr so dick sein, aber ist ist halt sooo schwer...

Kommentar von A481f435f8f65cd964baa441d3207574smallKessko am 1. September 2009 14:48

Ja, ich fange bei der Ernährung an. Danke, daß du mir Mut machst!!! Da ich durch das Übergewicht ja auch noch Diabetes bekommen habe muß ich abnehmen und auch meine Ernährung umstellen. Der Arzt wiegt mich auch alle 1/4 Jahre und ich soll pro Woche 1 Pfund abnehmen (Ist ja bei dem Gewicht eigentlich nicht so schwer). Ich werde ganz langsam anfgangen mit dem Ergometer zu fahren und zwar täglich. Morgen fange ich an! Das ist ganz sicher!!! Ich bin echt momentan mit den Nerven völlig am Ende und ich muß einfach abnehmen, ich will nicht mehr so dick sein, aber ist ist halt sooo schwer...

Kommentar von 27e2430137aafcdababea4c2adbb79ebsmallMaximus40 am 1. September 2009 14:57

Nur der Anfang ist schwer. Wenn du den erst mal geschafft hast, dann kommt der Rest von alleine.
Wie wäre es mit Weight Watchers? Das hilft, wenn du zu den Treffen hingehst. Dort findest du Menschen mit den gleichen Problemen.
Das schöne daran ist, dass du alles essen darfst!
Überleg dir auch, ob du tatsächlich jeden Tag auf das Ergometer möchtest oder nicht lieber 3x die Woche für 30-45 Minuten.
Die anderen Tage kannst du ja ausgiebige Spaziergänge "mit der Familie" machen.


Fang heute an, nicht morgen! Tu es jetzt nicht irgendwann!
Hol dir einen frischen Salat, Tomaten, Gurken, Mohrrüben und Hähnchenbrust.
Dazu ein leckeres Joghurtdressing und Schwarzbrot.
Das macht richtig satt! :-)

Kommentar von blaueFee am 1. September 2009 14:54

mache dir bewusst, dass du weder ein Resteverwerter noch ein Müllschlucker bist. Du bist ein Mensch, dein Mann und deine Kinder denken ja auch nicht so, Sie können Reste übriglassen, warum sollst du der Müllschlucker für alle sein? Außerdem stürzt nicht der Himmel ein, wenn einmal etwas weggeworfen wird. Mach dir das bewusst. Vielleicht fängts du erstmal damit an, bewusst etwas essbares wegzuwerfen, den rest von deinem Brot heute Abend zum Beispiel, den wirfst du ganz bewusst in den Müll, das ist dann der erste Schritt.

Kommentar von 27e2430137aafcdababea4c2adbb79ebsmallMaximus40 am 1. September 2009 15:01

Keine schlechte Idee!

Kommentar von A481f435f8f65cd964baa441d3207574smallKessko am 1. September 2009 15:16

Danke für Euren Rat. Ich fange nicht morgen damit an, sonder jetzt, ihr habt recht! Ich miste jetzt den Kühlschrank aus. Danach geht es mir besser, das weiß ich, weil es immer so ist und heute Abend mache ich mir einen guten Tomatensalat und falls ich satt bin werfe ich den Rest in den Müll!! Morgen hole ich mir Hähnchenbrust, Putenschnitzel, Seelachsfilet, Salat, Tomaten, Paprika, Gurken und Wassermelone, die ich für mein Leben gerne esse. Ich fange jetzt damit an! Danke für alles! Ihr habt mir Mut gemacht und ich hoffe, ich halte diesmal durch!!!


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anonym
beantwortet von blaueFee am 1. September 2009 14:51
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ich denke mal, da ist was in der Kindheit schiefgelaufen, z.B. beim Essen. Musstest du immer den Teller leeressen, unter Androhung düsterster Szenarien? Ich finde es aber seltsam, dass, da du das ja so gutr beschreiben kannst, nichts dagegen tun kannst...Also wenn mal wieder was vom mittagessen übrig ist und du dich gerade darüber her machen willst, wieso kannst du dir nicht selbst ein STOP zurufen und die reste entweder in den Kühlschrank oder in den Müll tun? ich meine, du hast doch einen freien Willen, benutze ihn! mache die Dinge langsam und überlegt, also nicht m al schnell etwas in dich rein stopfen, sondern jeden Bissen bewusst zu dir nehmen. Versuche zu trainieren: wenn der Teller halb aufgegessen ist, bewusst STOPP sagen und den Teller wegschieben. Bewusstmachung ist das Zauberwort und Steuerung durch den eigenen Willen. Ich denke auch, dass das Ganze sehr zwanghaft ist. Ein Gespräch bei einem Thearpeuten oder Psychologen kann auf jeden Fall nicht schden. Von Medikamanten würde ich auf jeden Fall abraten.

Kommentar von A481f435f8f65cd964baa441d3207574smallKessko am 1. September 2009 15:18

Nein Medikamente will ich auch nicht nehmen. Es fällt mir schwer STOPP zu sagen, aber ich muß es lernen. Ich kenne meine Schwächen und meine Fehler aber ich kann sie irgendwie nicht bekämpfen. Aber mit Kühlschrank ausmisten, da fange ich jetzt an und alle fetten Sachen und Sachen, die ich ewig aufhebe und die eh kein Mensch mehr isst, die fliegen jetzt raus! Danke für Deine liebe Antwort und den Mut, den du mir gemacht hast!!!


pruloe
beantwortet von pruloe am 1. September 2009 14:14
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Ob das eine sog. "Zwangserkrankung" ist kann nach dieser Schilderung noch niemand sagen. Natürlich könnte es sein, könnte aber auch etwas ganz anderes sein. Einen schnellen Tip gibt es da leider nicht, die gibt es nie, weil es immer eine individuelle Sache ist und KEINER nach den Infos die hier gepostet sind etwas genaues sagen kann.

Wenn es für Dich ein Problem darstellt (und so klingt es für mich) und Du etwas ändern möchtest, aber nicht weisst wie, dann hol Dir Hilfe (Lebensberater, Beratungsstelle, Psychotherapeut, Arzt, Heilpraktiker - was Dir am besten liegt).

An Medikamente würde ich eher nicht denken zu Anfang. Es gibt für alles ein chemisches Mittelchen, aber alle haben auch Nebenwirkungen und vieles lässt sich ohne lösen. Aber auch das ist Geschmackssache!

Kommentar von A481f435f8f65cd964baa441d3207574smallKessko am 1. September 2009 14:40

An Medikamente dachte ich auch gar nicht. Ich wollte mich nur irgendwie ändern das ich nicht alles so extrem mache usw.


anonym
beantwortet von PaFeNe am 1. September 2009 14:00
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Psychiater!


GbThreepwood
beantwortet von GbThreepwood am 1. September 2009 14:00
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ja hört sich schon wie ein zwang an ^^ geh mal zu einem psychiather der kann dir sicher helfen ^^


Hasii
beantwortet von Hasii am 1. September 2009 14:00
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Das sind Zwänge, geh zu einem Psychologen.

Kommentar von PaFeNe am 1. September 2009 14:01

Psychologen sind schwachsinn! Die hören nur zu. Psychiater machen hingegen da auch was ;).

Kommentar von E18378ac078a898d704d805bd4f13037smallHasii am 1. September 2009 14:01

Dann eben zum Psychiater.

Kommentar von A481f435f8f65cd964baa441d3207574smallKessko am 1. September 2009 14:06

Kann ich da einfach so hingehen oder brauche ich da eine Überweisung vom Hausarzt oder so...

Kommentar von 8336b1ab527e9361a20c00e36baa04a9smallpruloe am 1. September 2009 14:10

Wie kommst Du denn da drauf? Und warum gleich so aggressiv?

Ein Psychotherapeut macht Therapie, das kann ein Psychologe oder ein Psychiater sein. Der Psychiater ist Arzt und kann zusätzlich auch Medikamente verschreiben. Wer seine Probleme lieber gleich mit Medikamenten bekämpft, muß natürlich zum Arzt, wer psychlogisch an sich arbeiten will kann auch zum Psychologen.

Zuhören können ist eine hilfreiche und oft nicht so ganz einfache Sache. Aber ein Psychotherapeut macht trotzdem noch deutlich mehr als das.


Keckermann
beantwortet von Keckermann am 1. September 2009 14:00
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Hört sich schwer nach "Zwängen" an.

Da würde eine Therapie (Verhaltenstherapie) Sinn machen.


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