Frage von darknight2606, 31

Ich bin im Berufungsverfahren und brauche Unterstützung gegen die Berufsgenossenschaft vorzugehen?

Sachverhalt:

Ich hatte am 21.07.2011 einen Arbeitswegeunfall. Ich war mit meinem Motorrad auf dem Weg zur Arbeit, eine Autofahrerin hat mich nicht gesehen, als Sie aus der Kreuzung kam, um auszuweichen, bin ich von meinem Motorrad gestürzt. Ich wurde mit dem Krankenwagen in die Kreisklinik Bad Reichenhall eingeliefert. Anfangs standen eine Distorsion der HWS und diverse Prellungen im Vordergrund. Nach einigen Tagen verspürte ich Schmerzen im rechten Kniegelenk, Beschwerden wurden am 11.08.2011 im Nachschaubericht aufgenommen, nach einigen Untersuchungen lag ein Verdacht auf eine Ruptur des Außenmeniskus vor, mit Nachschaubericht vom 14.02.2012 wurde eine Resektion eines Meniskusganglions und Radiärriss rechter Außenmeniskus und Außenmeniskusganglion diagnostiziert.

Der damals behandelnde Arzt des Kreisklinikums hat am 02.03.2012 bestätigt, das es sich bei den Verletzungen am Knie um wesentliche Unfallfolgend handeln. Ärzte meines Vertrauens habe ich aufgesucht, die durften mich nicht behandeltn, weil die Beschwerden akut als Beckengeradestand-Wegeunfall entstanden sind, diese Ärzte haben mich erneut ins Klinikum Bad Reichenhal überwiesen. Am 30.01.2012 hatte ich dort meine erste OP, Kostenträger BG Verkehr.

Anfangs lagen für folgende Zeiträume Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen vor: 21.07.11 bis 4.8.11 und 28.11.11 bis 22.04.2012, für diesen Zeitraum habe ich Verletztengeld (Träger BG Verkehr) erhalten. Mit Schreiben vom 21.01.2013 hat uns die AOK bestätigt, dass für die genannten Zeiträume ein Arbeitsunfall von der BG Verkehr anerkannt wurde. Im Jahr 2013 hatte ich die zweite OP, weil ich immer noch chronische Schmerzen hatte bzw. habe. Im gleichen Jahr sollte mein Anwalt Schmerzensgeldansprüche gegenüber der Kfz-Versicherung der Unfallverursacherin geltend machen. Die Versicherung hat bei dem neuen Arzt die Akte angefordert, in einem Bericht wurde auf eine degenerative Veränderung am Meniskus hingewiesen. Ab diesem Zeitpunkt wurde alles an die BG Verkehr geschoben, die BG Verkehr sollte durch ein Gutachten den Zusammenhang der Knieverletzungen mit dem Unfallgeschehen klären. Seitdem kämpfe ich mit der BG Verkehr. Inwischen wurden insgesamt drei Gutachten gemacht, alle zu meinem Nachteil.

Die Gutachten orientieren sich an den gegenwärtigen Literaturvorgaben und Leitlinien, alles sehr theoretisch. Es wird behauptet, dass die Schadensanlagen vor bzw. zum Unfallzeitpunkte vom 21.07.2011 vorbestanden haben bzw. ich Vorerkrankungen hatte, Beweise und Befunde gibt es hierfür nicht. Das entspricht auch nicht der Wahrheit. Die Richter des Bayerischen Landessozialgerichtes entscheiden nach den Gutachten, egal ob die Gutachten richtig sind oder auch nicht.

Inzwischen hatte ich schon die dritte OP, ich bin im Alltag eingeschränkt, wandern, klettern, spaziergehen etc. können für mich zur Belastung werden. Ich bin gerade mal 32 Jahre alt und muss mein ganzes Leben lang mit den Schmerzen leben.

Ich wäre sehr dankbar, wenn mir jemand weiterhelfen kann

Antwort
von Lokicorax, 17

Hoi.

Weiterhelfen könnten dir nur Nachweise/Gutachten, die das Gericht überzeugen, dass keine Vorschäden am Knie bestanden haben.

Hat den das LSG schon ein eigenes gerichtliches Gutachten in Auftrag gegeben oder orientiert sich der Senat an den bestehenden Gutachten? Sonst solltest du oder dein Anwalt einen entsprechenden Antrag stellen.

 

Ciao Loki

Antwort
von Konrad Huber, 6

Hallo darknight2606,

Sie schreiben unter anderem:

Ich bin im Berufungsverfahren und brauche Unterstützung gegen die Berufsgenossenschaft vorzugehen?

Antwort:

Die Berufsgenossenschaften gehören zu den absoluten Weltmeistern im Ablehnen von Leistungen!

Ohne sehr versierten und sehr kompetenten Rechtsbeistand zieht man da in der Regel den Kürzeren!

Tipp:

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Haben Sie den schon einmal an die Beantragung einer Erwerbsminderungsrente gedacht?

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Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

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