Frage von DunkelElfe3344, 102

Ich bin gewissermaßen gezwungen, das englisch reiten aufzugeben und westernreiter zu werden. Wie gewöhne ich mich daran?

Hey,

also ich musste aus privaten Gründen meine beiden Reitbeteiligungen abgeben. Einer der gründe war, das ich keinen Reitlehrer mehr habe und da die RB´s noch junge Pferde sind, konnten wir beide nichts mehr lernen. Es ist so, der Hof auf dem ich 3 Jahre geritten bin, wird von einer inzwischen gesundheitlich beeinträchtigten Frau geleitet, und sie kann keinen Reitunterricht mehr geben. Nun war ich etwa ein halbes Jahr ohne Reitlehrer, und ich wollte aber unbedingt wieder Reitstunden ( auf dem alten Hof bin ich sowieso nicht mehr wirklich weiter gekommen).

Nun ja, es fiel mir schwer die RB´s abzugeben, aber ich denke es war das beste ( und hatte ja auch so seine anderen Gründe...) Auf jeden Fall werde ich ab November zum Westernreiter. Eine gute Freundin meiner Eltern leitet seit etwa 10 Jahren eine Westernranch ( Züchtet auch Quarter Horses), bei der ich auch schon oft in den Ferien war, entweder um zu helfen oder um zu reiten.

Ich habe ihr von meiner "misslichen Lage" erzählt und sie hat angeboten, bei ihr zu reiten und auch später, wenn ich besser Western reiten kann, eine RB bei ihr zu bekommen. Meine Eltern haben gemeint, ich soll zuschlagen, was ich nach einigem überlegen auch getan habe. Aber die Sache ist die, ich trauere eben noch wahnsinnig meinen Springstunden nach, meinen geliebten Eskadron Schabracken und auch meinen normalen Reitstunden in der englischen reitweise. Ich reite eben seit ich denken kann nur englisch.

Versteht mich nicht falsch, ich bin echt froh eine sehr nette neue RL bekommen zu haben, die ich auch schon lange kenne, und ihr Hof liegt wirklich schön am Rande unseres Nachbarsdorfes, ich kann sogar alleine mit dem Bus hin, niemand muss mich fahren, die anderen Schüler kenne ich z.T. auch und bin mit einigen lose Befreundet, und naja, es ist schon recht perfekt. Zumindest für Western reiter. Ich kann mich aber einfach (noch) nicht daran gewöhnen, das ich jetzt andere Sättel, andere Pferderassen und andere Turniere reiten werde ( bei ihr gibt es die Möglichkeit, an Turniere teil zu nehmen, sie fährt einen auch hin- natürlich auf ihren Zucht- oder Schulpferden.)

Ich möchte halt gerne weiter englisch reiten, da mein Traum vom eigenen Pferd ein springpferd ist- und das sind ja keine Apaloosas oder so. Ich habe echt Angst, das ich das englische total verlerne und irgendwann neu anfangen muss, vor allem mit dem Springen.

Sorry für den langen Text, aber ich musste mir das mal von der Seele schreiben. Gibt es hier andere, die in der selben Situation waren? Wie seit ihr damit umgegangen? Wie war die umstellung? Seit ihr wieder englisch geritten?

PS: Falls sich manche fragen, wieso ich nicht einfach einen anderen englischen reiterhof suche- es gibt keinen. Also naja, einen, aber dort war ich mal als Kind , und die RL dort sind sehr unfreundlich. Hat mir nicht gefallen. Es gäbe noch eine große Reitschule, die auch springunterricht anbietet, aber die ist ersten sehr sehr teuer und zweiten geht man da nicht gut mit den Pferden um.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von LeonieSaskia, 14

Hey,
ich bin mit Pferden und dem Englisch reiten aufgewachsen, mit 13 sind wir auf Western umgestiegen, da mein Pony westerngeritten war. Ich konnte damals mit diesem "komischen" Sattel und den Zügeln auch nichts anfangen, aber jetzt würde ich nie nie wieder englisch reiten!! Es gibt so viele coole Disziplinen im Westernreiten! Es ist alles viel relaxter, auch die Pferde!:) Probier es aus, du wirst es lieben!:) Man kann beim Westernreiten auch total viel lernen und sich immer weiterbilden!:) Geh einfach ohne Vorurteile hin! Da du schon Reiterfahrung hast, wird dir die Umstellung nicht sehr schwer fallen. Am Anfang ist alles anders und es wird bestimmt auch nicht sofort perfekt klappen, aber geb dem ganzen eine Chance!
Viel Glück und Spaß👍🏼

Antwort
von sukueh, 24

Meine beiden Stallbesitzer kommen ursprünglich ebenfalls von der klassischen englischen Reiterei, reiten jetzt aber bestimmt schon über 15 Jahren Western. Beide können sich aber immer noch sehr gut umstellen, wenn sie ein englisch gerittenes Pferd reiten sollen/wollen.

Ich würd das ganze auch nicht so negativ sehen - versuch es doch erstmal, beim Westernreiten gibt es ja unterschiedliche Diszipline, die dir ebenso viel Spaß wie das Springen machen könnten (ich denke gerade an die Rinder-Sachen).

Antwort
von Crassiella, 29

Ich bin in gewisser Weise der Meinung der anderen.

Geh erstmal hin und "erlebe" 1/2 Stunden.  Sollte es dir danach immernoch nicht gefallen,rate ich dir folgendes: 

-Such dir einfach eine etwas ältere und erfahrenere RB,die dir beim "weiterbilden/lernen" helfen kann. Im besten Falle vielleicht noch eine RL auf dem Hof dazu.

-Im schlimmsten Falle musst du eben wirklich LANGE zum englischen-Reitstall fahren um dort Reiten zu können.  (Außerdem musst du dann noch einen finden.)

-Gewöhne dir den anderen Stil an, mit allen Konsequenzen,die es mit sich trägt= (keine Eskadron Schabracken, keine "englischen" Pferderassen etc,etc).

Aaaber auch die schönen Dinge, GLAUBE mir,auch diese Reitweise hat SCHÖNE Seiten,lass sie dir zeigen.😉

Kommentar von DunkelElfe3344 ,

Dein erstes Rat ist gut, ich werde aber erst mal sehen ob ich das weiterhin zeitlich schaffe. Und gant muss ich nicht auf "meine" Hannoveraner etc verzichten, da ich weiterhin an Springkursen in den Ferien teilnehmen werde ( natürlich auf anderen Höfen).

Expertenantwort
von Heklamari, Community-Experte für Pferde, 33

Geh doch erstmal zum Western Hof  und laß dich drauf ein - für mich war es auch eine große Umstellung.

Aber es ist halb so schlimm!

Und in den Ferien machst du springkursurlaub. So bleibst du drin, ganz sicher#!!!

Viel Spaß und Erfolg!

Antwort
von Boxerfrau, 29

Einfach nicht so viele Gedanken machen. Probiers aus. Vielleicht sieht sie Welt in einem halben Jahr ganz anders aus und du willst in nem halben Jahr einen Quater oder Paint :-) ich wollte auch mal ein eigenes Springpferd haben, bis ich Westernluft geschuppert habe.... das ganze ist 16 jahre her und ich hatte nie wieder das Bedürfnis Englischreiten zu wollen.

Antwort
von onuzz, 31

Einerseits kann ich deine “Bedenken“ gut nachvollziehen, andererseits - nicht schon vorher jammern u. sich Sorgen machen, wenn du doch nicht mal angefangen hast. Das bringt doch nix! Und sorry, aber du tust ja grad so, als könntest du nie wieder Englisch reiten. Wart doch erst mal ein paar Wochen/Monate ab, wenn dir das Westernreiten dann echt nicht liegt, kannst du dich immer noch umorientieren und es ergeben sich vllt andere Möglichkeiten. Ich würde es positiv sehen: neuer Input, neue Pferde, neue Leute, neue Turnierwelt - kann doch nicht schaden.

Kommentar von DunkelElfe3344 ,

Du hast recht ^^ aber Wester Tuniere reite ich erst mal sicher nicht, ich werde in den Ferien an einigen Springkursen auf anderen Höfen teilnehmen und so dann im laufe des nächsten Jahres an Springtunieren teilnehmen. 

Antwort
von Ssissi, 31

Ich war am Anfang auch der Meinung das western nicht meins ist. Und war am überlegen  ob ich vllt die klassische Reitweise verlerne. Aber das ist wie Fahrrad fahren einmal gelernt immer im Gedächtnis. Du kannst mit Westernpferden zwar nicht so hoch springen, aber Abwechslung ist immer gut😉 wer weiß vllt verlierst du dein Herz ja ein Ranch riding oder der reining. 

LG Ssissi 

Antwort
von Arashi01, 5

Ich komme auch aus dem "Englisch Reiten" und dachte, das Westernreiter schreckliche Angeber sind und nicht richtig (schlampig) reiten.

Bis ich mich in mein erstes Pferd, eine Appaloosa verliebte. Und dann wurde alles anders. Es war einfach easy. Obwohl man ganz viel lernen muss. Vor allem am Anfang.

Probiers einfach mal, Du wirst Spass haben.

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