Ich bin einfach verzweifelt und sehe keinen Ausweg mehr, Hilfe?

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8 Antworten

Du schreibst sehr gut, Du schreibst auch sehr viel. Aber Du schreibst auch gar nichts. Ist alles so vage. Viele Empfindungen, nichts konkretes. Was bedrückt Dich? Nenne das Kind beim Namen. Gefühle haben einen Trigger. Eine Handlung, eine Situation, eine Begebenheit... etwas substanzielles, das einer Empfindung vorausgeht. Wie soll Dir einer helfen, wenn Du lyrisch daherschwadronierst. 
Je ungenauer Du bist, desto ungenauer werden die Antworten auf Deine Frage(n) ausfallen. 

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Kommentar von LuzifersBae
04.07.2016, 07:10

Ich weiß selbst nicht was mich bedrückt, dass ist ja das Problem. Es ist einfach so unglaublich viel passiert, dass ich nicht mehr weiß was mich bedrücken soll ^^ es wird einfach alles zu viel ... 

Ich habe halt irgendwie alles verka.kt im Leben, sei es Familie oder Freunde. Meine Familie ist auseinandergebrochen und ich bin die einzige die noch hängengeblieben ist und hofft. Freunde habe ich auch verloren - aber die sind mir nicht so wichtig, da ich lieber einsam bin ... Und vor allem die Schule, geht mir sehr nah da ich mit Fehlern und Versagen nicht klarkomme ... Sobald ich versuche meine Probleme in die Hand zu nehmen, werden es immer mehr und immer mehr, es ist einfach ein Teufelskreis wo ich nicht mehr rauskomme.

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Hi!

Ich kenne die Online Seelsorge per Mail der Jugendkirche Sankt Peter in Frankfurt, wo man Probleme persönlich mit ausgebildeten jungen Leuten besprechen kann und ein offenes Ohr findet. Das Angebot richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene. Man kriegt garantiert eine Antwort und das auch regelmäßig.

Man kriegt also Fragen und Probleme, die z.B. Psyche, Beziehungen, Familie, Körper und Alltag betreffen ehrlich und umgehend beantwortet und ist ein super Angebot, wie ich finde. Du kannst dir also erstmal die Probleme von der Seele tippen.

hier ist der Link:  

https://www.sanktpeter.com/themen/seelsorge/probleme-sorgen-online-seelsorge/

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Oh Hilfe, ich habe Angst und bin Verzweifelt. Aber vielleicht kriege ich es hin, etwas Licht ins Dunkeln zu bringen so das es heißt: hallo Angst, was machen wir heute alles? :)

Aber eins vor weg. Die Lösung deiner Probleme finden schon in dir statt, sie passiert durch und mit dir. Auch wenn du auf das falsche Pferd setzt. Als falsch meine ich hier den Absichten entsprechend undienliches Verhalten. 

Also verzweifelt in Gewissheit, dass es das Beste ist, was dir passieren kann. Klingt komisch, aber das kann einen schon mal in eine gute Richtung bringen. 

Zum einen Kämpfst du nicht gegen an (ein Rat, denn ich bisweilen immer empfehlen kann) und zum anderen verändert es schon allein die Sicht auf die Dinge weil du dich zur Sache selbst änderst. 

Okay.

Zu aller erst ist da etwas. Es zerstückelt dich, frisst deine Glück und lässt dein Herz sterben. Es könnte fremder nicht sein, im Angesicht dessen was du bist. Es ist so toxisch für dich, das es nicht mehr Teil von dir ist. Ja du bist der Bestie, die sich an dich labt, völlig ausgesetzt. 

Stop. Glaubst du das wirklich? 

Du bist nicht der, der gefressen wird. Du bist keinen Monster ausgesetzt. Du bist das Etwas, was Etwas in dir frisst. Also ja, du bist das Monster selbst. 

In dem Sinne ist Angst etwas, was dich Zerstören muss. Dies ist so, weil du dich dazu entschieden hast etwas sterben zu lassen. 

Du lebst zurzeit eine Vorstellung von Realität. Du hast sie zu etwas benannt, du definierst Realität und somit bist du der Autor, der sein eigens Buch schreibt. Oder um es kurz zu fassen, du bist Schöpfer. Du kannst entscheiden zu sein.

Aber dir ist es nicht genug was du grade bist. Deine Welt ist zu winzig gewesen für dich, also wolltest du dich dazu entscheiden jene Wahrheit, die für dich zu klein war durch eine größere zu ersetzen. 

Dies ist ein sehr löbliches Ziel. Es ist die Evolution selbst, das Leben selbst.  

Und hier kommt das Leid in Spiel, der Teil der glaubt einen Feind ausgesetzt zu sein und sterben zu Schmerz definiert. 

Deine tiefstes Selbst will mehr. Doch dazu muss das Alte und verkrüppelte gehen. Und hier kommt die Falle, die du dir selbst auferlegst. 

Stat sich des Teils in dir zu widmen, der das kranke und schwache in dir frisst, sich davon ernährt und es allmählich Bissen für Bissen ersetzt, identifizierst du dich mit dem Opfer, was gefressen wird.

So kommt die Wahrheit, deine Herzensstimme dir immer näher, bereit sich dir einzuverleiben. Und zugleich sagt eine weiter Stimme in dir, dass es eine Gefahr ist und sieht sich panisch ihren Tod entgegen.  

So willst du gehen, ohne die Tür zu betreten. So willst du loslassen, ohne etwas zu verlieren. So willst du fliegen, ohne den Halt zu verlieren. Das sind die Stimmen in deinen Kopf, die die Wahrheit verzehren, sie ihrer Bedeutung beraubt und daraus eine Aufgabe macht eine Lösung für die Lösung zu finden.

Was also tun? 

Sei die Bestie in dir, die dich frisst. Sei das etwas in dir, was dich Stück für Stück zerstört. Gib dich deiner Angst hin, gib dich dem Fremden in dir hin der hinter der Maske deine bester Freund ist. 

Nein, es bist du. Es gab und gibt nichts anderes als du selbst, weil alles durch dich und in dir passiert. Jede Stimme, jeder Widerstand ist ein Ich-Teil von dir, der zum Du-Teil gemacht wurde und somit getrennt von dir war. Selbst ich bin nur eine weiter Stimme deines Wesens. Es gibt nur eins, und diese Einheit wird deine Heilung sein. Denn dadurch wirst du Ganz, wirst du wahrhaftig.

Also gehe endlich, lass dich auflösen. Höre auf dich als Opfer deiner Angst zu sehen und lass deine Welt (die vom Verstand erschaffen wurden ist) endlich sterben. 

Es wird wie eine Wiedergeburt sein, wie die ersten Strahlen der Sonne nach einer langen Nacht. Also freu dich drauf. 

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Kommentar von LuzifersBae
04.07.2016, 07:31

Was für eine lange Antwort 😳 Dafür aber sehr sinnvoll und hilfreich. Ich danke dir sehr, das hat mich wirklich zum nachdenken gebracht! :-) 

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Kann das vielleicht sein, dass du keine engherzige beziehungsweise eine vertrauliche Person an deiner Seite hast? Freunde, mit denen du sprechen kannst? Vielleicht hilft es dir ja, dich bei denen Eltern auszusprechen, sie sind meist die besten Ratgeber. So wie ich es jetzt analysiert habe, deutet es stark auf Minderwertigkeitskomplexe an, du hast gar kein Selbstwertgefühl. Mach das doch nicht, du erniedrigst dich damit doch nur selber. Was dir vielleicht fehlt sind sportliche Aktivitäten, Stress abbauen und so weiter. Es ist schwer dir zu helfen, da man jetzt nicht weiß was für Entscheidungen du treffen musstest. Wünsche dir dennoch alles Gute in Hinblick auf die Zukunft.

PS: sollte dir der Sport, das aussprechen deiner Gefühle zu einer engen Person dir nicht geholfen haben, dann würde ich dir raten einen Arzt aufzusuchen. Dir wird auf alle Fälle geholfen.

Mit freundlichen Grüßen

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Zitat: "
Egal wie sehr ich vor meinen Problemen weglaufe......"

Wenn Du davon läufst sattt die Probleme zu lösen - kann es gar nicht anders kommen....

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Kommentar von LuzifersBae
04.07.2016, 06:17

Lies doch weiter, da stehen zwei Dinge; weglaufen und sich den Problemen stellen. 

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Laufe nicht vor deinen Problemen weg, stelle dich ihnen in den Weg. Am besten holst du dir dabei Unterstützung.

Denn alleine wirst du da nie wieder raus kommen?

Was ist aus dem Plan geworden, dass du in eine Klinik gehen wolltest? Nimm diese Chance wahr!

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Du solltest Dich erst mal innerlich etwas sortieren. Ich empfehle Dir ein spannendes Buch: Grundformen der Angst von Fritz Riemann.

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Ergründe deine Gefühle. Wie genau fühlt sich das an? Woher kommt das Gefühl? Was hat es zu bedeuten? Als weitere Möglichkeit würde ich einen Therapeuten zu rate ziehen. Zusammen werded ihr da raus kriegen. Auch wenn es sich gerade nicht so anfühlt es wird alles gut. Vielleicht nicht jetzt und auch nicht morgen, aber irgendwann wird alles gut. Mach weiter kämpfe. Niemals den Mut verlieren du hast immer eine Wahl. 

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