Frage von fuchsi1970,

Ich bin der Herr dein Gott; du sollst keine anderen Götter neben mir haben.

Schon das erste der 10 Gebote gibt mir eine Rätsel auf.

Wenn 'unser' Gott uns befiehlt an keinen anderen zu glauben, könnte man doch direkt darauf schliessen, dass es neben 'unseren' Gott noch andere Götter gibt.

Warum dieses Gebot, wenn Gott doch sowieso einzeigartig ist?

Ein Hinweis zur Frage Support

Liebe/r fuchsi1970, gutefrage.net ist eine Ratgeber-Plattform und um einen Rat scheint es Dir nicht zu gehen, oder? Wenn Du diskutieren möchtest ist das Forum der richtige Ort dafür: http://www.gutefrage.net/forum

Bitte beachte zukünftig unsere Richtlinien unter http://www.gutefrage.net/policy. Deine Beiträge werden sonst gelöscht.

Vielen Dank für Dein Verständnis!

Herzliche Grüße,

Klara vom gutefrage.net-Support

Hilfreichste Antwort von Reisswolf53,
8 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Ich verstehe die ersten drei Gebote v. a. als Aufforderung, die Macht der damaligen und heutigen Glaubens- und Kirchenfürsten nicht anzutasten. Auch liegt darin das eine Grundübel JEDER Religion, die da der Meinung sind, ihre Glaubensrichtung und ihr Glaubenskonstrukt sei das einzig Wahre, und damit natürlich auch ihr Gott.

Kommentar von Fred4u,

Wenn dem so wäre hätte der Sohn Gottes, die damaligen religiösen Führer nicht so vor dem Kopf gestoßen. In den ersten vier der zehn Geboten geht es ausschließlich um die Beziehung Mensch - Gott, in den weiteren um die Beziehung Mensch - Mensch. Kirchenoberhaupt ist nicht mit Gott gleich zu setzen! http://www.10gebote.at

Kommentar von wellihamster,

@Fred4u: DH !

Kommentar von Reisswolf53,

Freddy, die 10 Mosaischen Gebote wurden erdichtet, da gab es den "Sohn Gottes" noch gar nicht. Und womit soll "er" sie denn vor den Kopf gestoßen haben? Ich setze die Oberhäupter auch nicht mit "Gott" gleich, das machen die gewöhnlich selbst auf freche und anmaßende Art! Hamsterchen, kannst wieder abtakeln!

Kommentar von wellihamster,

Schade, hätte Dir sonst was erklären wollen. Z.B. womit er ihnen vor den Kopf stieß und das Jesus sogar auf das mosaische Gesetz des öfteren Bezug nahm. Aber wer nicht will... Ich takel dann mal ab. xD

Kommentar von Fred4u,

Du irrst, wenn Du meinst Christus gab es erst mit der Geburt in Betlehem. Es war ebenso der Sohn Gottes der in Dan.03:24-25 im Hochofen von Nebukadnezar in Babylon war und Sadrach, Mesach und Abed-Nego beschützte. "Durch seinen Sohn wirkte der Vater bei der Erschaffung aller himmlischen Wesen. "Denn in ihm ist alles geschaffen, ... es seien Throne oder Herrschaften oder Reiche oder Gewalten; es ist alles durch ihn und zu ihm geschaffen." (Kol.1,16). Engel sind Gottes dienstbare Geister. Sie strahlen von dem Licht, das immerwährend von seiner Gegenwart ausgeht, und eilen auf raschen Flügeln, seinen Willen auszuführen. Aber der Sohn, der Gesalbte Gottes, "der Abglanz seiner Herrlichkeit und das Ebenbild seines Wesens ... trägt alle Dinge mit seinem kräftigen Wort" (Heb.1,3) und hat den Vorrang vor allen. "Der Thron der Herrlichkeit, erhaben von Anbeginn", (Jer.17,12) war die Stätte seines Heiligtums. "Das Zepter der Gerechtigkeit ist seines Reiches Zepter." (Heb.1,8). "Hoheit und Pracht sind vor ihm, Macht und Herrlichkeit in seinem Heiligtum." (Ps.96,6). "Gnade und Treue gehen vor dir einher." (Ps.89,15)." http://www.patriarchen-und-propheten.de/html/ppint01.htm

Kommentar von Reisswolf53,

Ja ja, ich weiß schon, das alte Märchen der "Präexistenz", das Du genau wie vieles andere NUR mit ein paar Bibelsprüchen "belegen" kannst! Nimm bitte zur Kenntnis, die Bibel ist für mich kein "Beleg"!

Antwort von Sonnenschnauz,
5 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Dem ersten Gebot geht die Präambel voraus: "Ich bin der Herr, dein Gott, der ich dich aus der Sklaverei geführt habe..." Insofern ist das erste Gebot eine Art Aufforderung zur Dankbarkeit.

Sodann ist das erste Gebot ein Gebot des Monotheismus. Israel lebte in einer Welt der Vielgötterei (Polytheismus), fiel auch oft von dem Glauben an den einen Gott ab, der sich in der Geschichte Israels als der Eine erwiesen hatte, und wandte sich anderen Göttern zu.

Die Sprache der Bibel, mit der Gott beschrieben wird, ist sehr menschlich (anthropomorph). Gott ist eifersüchtig, es gereut ihn, man kann mit ihm handeln, "Jahwe brüllt über die Aue hinweg", er sit ein Liebhaber, er tröstet wie eine Mutter, er will Israel sammeln unter seinen Flügeln wie eine Henne.

Dass Gott einzigartig ist, stimmt zwar, aber dass er das im Leben eines Menschen und eines Volkes wird, ist ein Kampf. Und da ist dieses Gebot sehr aktuell.

Kommentar von andisazi,

DH - Klasse formuliert. Mit einem frohen Schmunzeln gelesen...

Antwort von Fred4u,
4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Das Wort "Gott" hat einige verschiedene Bedeutungen. In einem begrenzten Sinne werden Menschen auch Götter genannt. Das griechische Wort "theos" und das hebräische Wort "elohim", die meistens mit "Gott" übersetzt wurden, werden in bezug auf Menschen gebraucht. (2.Mose 7:1; Psalm 82:6; Joh. 10:34) Wenn das Wort "Gott" also in diesem Sinne gebraucht wird, dann gibt es Hunderte und Tausende Götter. In einem noch begrenzteren Sinne werden Engel auch Götter genannt. David schrieb über den Menschen: "Du hast ihn nur wenig unter die Engel [elohim] erniedrigt, mit Herrlichkeit und Ehre ihn gekrönet." (Psalm 8:6) Das Wort "Engel" in diesem Vers kommt von dem hebräischen Wort elohim. Ein wenig höher als die Menschen, aber dennoch "Gott" in einem begrenzten Sinne. Solche "Götter" gibt es immer noch viele. Wenn das Wort "Gott" in seinem absoluten Sinne gebraucht wird, um den "allerhöchsten Gott", den "allein Gewaltigen" oder den "allein wahren Gott" zu kennzeichnen, dann gibt es nur ein einziges Wesen, der so bezeichnet werden kann. Dieses Wesen ist Gott, der Vater, und außer ihm ist kein anderer Gott! http://www.heart4truth.de/htm/glaubstdutrinitaet.htm

Antwort von TeeEi,
4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Die Stelle ist dir zurecht aufgefallen. Es gibt nämlich mehrere Stellen in der Bibel, wo man den Text so verstehen kann, dass die Existenz anderer Götter impliziert werden. Hier ein Beispiel:

5.Mose 10,17: "Denn der Herr, euer Gott, ist der Gott über den Göttern und der Herr über den Herren. Er ist der große Gott, der Held und der Furchterregende. Er lässt kein Ansehen gelten und nimmt keine Bestechung an."

Natürlich kann man die Passagen unterschiedlich(st) interpretieren. Neben theologischen sollte man aber auch linguistischen Aspekten berücksichtigen, warum an manchen Stellen Plural steht.

Kommentar von Alleyne,

der Furchterregende..
.
das spricht für sich...

Kommentar von earnie1,

Alleyne, da irrst Du Dich. "Furchterregend" ist der HERR nur in Bezug auf seine Feinde. Das sind die Spötter, Lästerer, Unbußfertigen, Dauerankläger usw. - mit einem Wort: Die Summe der Gottlosen.

Jedoch denen die IHN fürchten (im Sinne von Ehrfurcht), IHN lieben & Seine Gebote halten: Denen ist er der barmherzige & gnädige Gott, reich an Erbarmen und voller Gnade ...

Kommentar von Alleyne,

aber liebt er nicht alle seine "Kinder"?? Wie kann er da furchterregend sein?

Kommentar von earnie1,

Wer sind "Gottes Kinder"? Doch die, die an ihn glauben, ihm vertrauen, seine Gebote halten. Dafür gibt es eine ganze Reihe Bibelstellen.

Gottlose, Spötter, vorsätzlich sündigende Leute sind nicht seine Kinder. So einfach ist das.

Kommentar von earnie1,

Auch Menschen werden in der Bibel "Götter" genannt. Siehe dazu die Kommentare von Fred4you

Kommentar von abibremer,

erich v. däniken hat also DOCH recht!

Antwort von Bidou,
4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Na, um die Konkurrenz auszuschalten!
In einer Zeit, in der die Menschen an verschiedene Götter glauben und Götzen anbeten, muss man halt schreiben, dass man nicht an Andere glauben soll.
Wie will man sonst die religiöse Weltherrschaft an sich reissen?
.
Das ist nicht die Informatik, wo man einfach nen Typen auf ne Bühne stellt und sagt:
Das ist der neue Chef. Kaufe alles, was er Dir zu kaufen befiehlt! Egal wie nutzlos, teuer oder einschränkend es für Dich ist!"
...
Moment mal...

Antwort von Vollkornkeks,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Es gibt viele Götter bzw. solche, die zu solchen gemacht wurden. Auch Satan, der Teufel, kann getrost als Gott bezeichnet werden. Wird er sogar in der Bibel, nämlich als "Gott dieses Systems der Dinge" (2. Korinther 4:4). Aber DER Gott, der wahre allmächtige, unser Schöpfer, hat dies als Grundsatz aufschreiben lassen, weil ER ein Gott ist, der "ausschließliche Ergebenheit" fordert. Wir sollten also nur IHN anbeten, wenn wir seinen Segen haben möchten. Niemand kann 2 Göttern dienen, lt. der Bibel.

Antwort von quopiam,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Ob es andere Götter gibt oder nicht war damals wie heute nicht die eigentliche Frage. Das Gebot sagt, man soll sich einfach nicht darum kümmern, sondern nur den einen Gott anbeten und verehren. Man soll sich vor allem keine Idole machen und denen irgendwelche Eigenschaften zuschreiben und von denen dann irgendeine Heilswirkung erwarten. Die Religionen um das alte Israel herum hatten alle Kultbilder, die verehrt und angebetet wurden und von denen man Wirkungen erwartete. Und das sollte so bei den Israeliten nicht sein - und bei den Christen auch nicht! Gruß, q.

Antwort von riara,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Damals wie heute gab es natuerlich andere Kulte, Glauben und Religionen. Dieses Gebot ist schon wichtig, denn wenn man sich von Ihm abwendet, gibt man auch all die anderen Dinge auf fuer die man als Glaebiger lebt...

Viele deuten dieses Gebot als ein Zeichen der Eifersucht und wundern sich wieso ein Gott ueberhaupt solche minderen Gefuehle haben koennte. Sehen wir es mal am menschlichen Beispiel - vor allem unter der Praemisse, dass wir nach seinem Ebenbild erschaffen wurden -, welcher Vater oder Mutter ist nicht eifersuechtig wenn es um die Liebe des Kindes zu seinen Erzeugern geht. Scheidungskinder werden zum Spielball der alten und neuen Erziehungsberechtigten und nicht selten drehen sich alle Spannungen in der nachehelichen Beziehung um die Liebe/Aufenthaltsrecht der Kinder.

Man kann Gott diese menschlichen Adjektive absprechen, dann muss man aber die Bibel und das Christentum komplett neu schreiben, denn so wie Gott manchmal zornig mit uns ist, ist seine Liebe und Nachsicht sehr gut mit der Liebe einer Mutter oder Vaters zu vergleichen...

Dazu passt diese Bibelstelle:

„Als Israel ein Kind war, gewann ich es lieb, rief aus Ägypten meinen Sohn. Doch je mehr ich sie rief, liefen sie weg von mir. Den Baalen opferten sie, und den Gußbildern räucherten sie. Dabei hab‘ ich doch Ephraim laufen gelehrt, ihn auf meine Arme genommen – doch sie merkten nicht, daß ich sie heilte. Mit Menschen- Stricken zog ich sie, mit Liebes-Seilen“ (Hos 11,1-4).

Antwort von predator,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

wie jede andere religion und weltanschauung, beansprucht auch die christiliche religion den status der alleinigen und ultimativen wahrheit. das, was du zitierst, schreit förmlich nach anerkennung. der satz soll dir den kopf (gehirn?) waschen was andere götter anbelangt, damit du nur an diese eine religion glaubst.

Kommentar von Semilocon,

Die 10 Gebote entstanden bei den Juden. Meine Fresse, seid ihr echt alle so schlecht informiert?!

Kommentar von TeeEi,

Die zehn Gebote gelten auch bei den Christen, wie auch das ganze alte Testament. Von daher betreffen Kritiken an die Zehngeboten nicht nur Juden, sondern Christen gleichermaßen.

Kommentar von Raubkatze45,

das ist richtig, gemeint war aber, dass die 10 Gebote schon im AT von Gott gegeben wurden, als es das Christentum noch gar nicht gab.

Antwort von turalo,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Schon von dem "Goldenen Kalb" gehört, das von den Menschen angebetet wurde? Das stand für Reichtum und Macht. Man soll nicht das Geld und den Mammon anbeten, sondern sich bescheiden und demütig zeigen.

Kommentar von wellihamster,

Lies mal in der Bibel nach, warum sie das goldene Kalb gemacht haben.

Antwort von earnie1,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Wenn Gott der HERR sagt: "Außer mir gibt es keinen Gott" und anderseits davor warnt, anderen "Göttern" zu dienen, so ist dennoch Beides richtig. Menschen ernennen, erschaffen sich Götter. Diese "Götter" sind lediglich Ideen, die der menschlichen Einbildung entstammen. Nur Gott offenbarte sich in sichtbarer Gestalt den Menschen. ER erschien dem Abraham (ER sprach mit ihm wie mit einem Freund!), dem Mose, Den Eltern Simsons, dem Josua, usw. Es war keine Fanatsie dieser Leute, sondern der Unsichtbare Gott verbarg sich in sichtbarer Gestalt.

Zuletzt erschien der HERR in Knechtsgestalt, nämlich in Jesus Christus. In Jesus Christus wurde Gott, der DAS WORT ist(griech.: Logos), Mensch.

Antwort von jesusfreaks5,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

man kann andere Gegenstände z.B. zu Göttern machen, obwohl es keine Götter sind. Der PC kann zu einem Gott werden oder das neugekaufte Auto, weil man sich nur noch darum kümmert, das es blitzt und gibt damit an, opfert nur noch dem Auto die Zeit. So wird jetzt zB. ein Auto zu einem Gott, obwohl es eigentlich kein Gott ist! Darum dieses Gebot.. J.

Kommentar von wellihamster,

Zur damaligen Zeit ging es in erster Linie um Götzen und um Menschen (Pharao), die als Götter betrachtet wurden. Jesus sprach aber auch von den alltäglichen Dingen- wie Du schon richtig erwähnt hast. Die Bibel spricht davon, dass manche sogar ihren Bauch (bezieht sich auf's Essen) und den Mammon zu ihrem Gott machen.

Antwort von Gronkor,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Um die Zeit, als dieses Gebot offenbart wurde, haben die Nachbarvölker der Israeliten ja tatsächlich alle möglichen anderen Götter angebetet.

Und heutzutage könnte man es darauf auslegen, dass einige Leute tatsächlich andere Dinge (Geld, ihr Auto usw.) wie einen Gott anbeten.

Antwort von Schnulli00,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Wer oder was gibt dir denn das Recht dazu anzunehmen, dass "dein Gott" einzigartig sei?Christlicher Fundamentalismus?

Antwort von Charly3125,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

In der damaligen zeit war es ja so das die z.b. Ägypter, für jeden driss einen Gott hatten. Die Anhänger Moses, also die ehemaligen Sklaven der Ägypter, hatten ja in der Zeit, wo Moses die 10 Gebote bekommen hat, den glauben verloren und wieder den ein oder anderen Gott angebetet. Deswegen kann ich mir vorstellen, warum dieses das erste gebot ist. In der heutigen zeit, gibt es verschiedene Religionen, was aber im Enddefekt immer mit dem selben Gott zu tun hat.

Antwort von broete,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Ich denke. dass es darum geht Gott als die einzige wahre Größe in seinem Leben anzuerkennen. d.h. Nichts anderes soll größer sein als der Glaube. Kein Fernseher, kein Popstar, keine Frau oder kein Mann kein sonst wie geartetes goldenes Kalb um das man so tanzen könnte.

Antwort von kwon56,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Hallo, Gott bezeichnet sich an anderer Stelle als Ich bin (Jahwe), als ich bin dein Heil...Neben diesem Ich bin kann es keine andere Gottheit geben, ausserdem hat dieser Gott alle guten Elemente der anderen Götter, die es damals gab, in sich vereint. Wer sich nun nicht auf diesen Gott des Heiles verlässt, verlässt sich auf andere Götter. Das kann nicht im Sinne des Heils sein. Um sich nun nur darauf zu konzentrieren, gab es dieses Gebot. Das kann aber auch so gelesen werden: Wenn du mich als deinen Gott anerkennst, wirst du keine anderen Götter neben mir haben. Gruß

Antwort von Raubkatze45,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Die 10 Gebote wurden dem Volk Israel im AT unter Moses gegeben, also lange vor Entstehung des Christentums. Gott hat sich damals erstmalig in der Geschichte den Menschen geoffenbart als der einzig existierende Gott. Bis dahin hatten die Menschen und Völker ihre vielfachen Götter, die sie anbeteten, z.B. zur Zeit Mose das goldene Kalb.

Gott fordert die Umkehr von den leblosen und nicht existierenden Göttern zu Ihm, dem einzig lebendigen Gott. Er fordert Vertrauen in Seine Macht und liebende Führung. Der Gott des AT ist auch der Gott des NT, der sich in Jesus Christus offenbart hat.

Für die heutige Zeit hat das Gebot insofern noch Gültigkeit, als Gott in unserem Leben an erster Stelle stehen will und sollte und nicht andere vergängliche weltliche "Götzen" vielfältiger Art vorgezogen werden sollen.

Mit irgendwelchen Kirchenfürsten und Machtausübung hat das nichts zu tun. Wenn wir an den Gott der Offenbarung glauben, hat das nichts mit Rechthaberei zu tun, sondern es gibt gute Gründe dafür, der Bibel und den Propheten durch die Jahrhunderte zu glauben. Heidnische Gottheiten wurden von Menschen erdacht und konnten deshalb auch keine Beweise ihrer Existenz geben bzw. ihre Macht durch Wundertaten bezeugen.

Kommentar von wellihamster,

Soweit alles in Ordnung. Bis auf die Sache mit dem goldenen Kalb. Das war eine einmalige Sache der Israeliten. Moses war wohl zu lange auf dem Berg ;)

Kommentar von Reisswolf53,

Kätzchen, wieder mal purer Glauben und unbewiesene Behauptungen! "Einzig existierender Gott" = schwere, überhebliche Beleidigung aller anderer Gläubigen und ihrer Götter; "einzig lebender Gott" - lächerlich! - wo lebt "er" denn; "fordert" - das hatte ich fast 40 Jahre lang - solange "er" die echten Probleme seines Supergeschöpfes nicht klären helfen will bzw., was viel wahrscheinlicher ist, nicht KANN, solange kann "er" fordern, was "er" will; da die 10 Gebote von Menschen erdacht wurden, und zwar schon lange vor Moses und seiner Story mit dem zweimaligen Geschenk aus einem brennenden Dornenbusch, genau wie die gesamte Bibel, gibt es nur einen erdachten Bezug zu irgendeinem "Gott"; "gute Gründe" - welche denn? Soll ich Dir mal "Beweise" der Wundertaten "heidnischer Götter" aufzählen? Wetten, das werden mehr, als sich noch ein Dutzend, von Deinen Kirchen - Ahnen auserwählter Evangelisten mehr ausdenken könnten! Aber das verstehen dogmatisierte Christen nicht so richtig, besser - sie wollen es nicht verstehen - leider! Denn damit geht ihnen ein Stück interessanter Menschheitsgeschichte, die sich außerhalb ihres Sprengels abspielte, verloren.

Antwort von katwal,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Ich meine, dass alle Gläubigen unterschiedlicher Religionen, die an "ihren Gott" glauben, überzeugt sind, dass "ihr Gott" der "wahre Gott" ist.

Ich selbst wurde römisch-katholisch erzogen. Es galt damals laut Beichtspiegel im Gebetbuch als Sünde, "mit glaubens- und sittenfeindlichen Menschen vertrauten Umgang zu pflegen" (Zitat!).

Und im Kirchenlied hieß es "... Dank sei dem Herrn, der mich aus Gnad' zur WAHREN KIRCH' berufen hat, nie will ich von ihr weichen" (Zitat!).

Später wurde der Text geändert "... in SEINE KIRCH' berufen hat..."

Sicherlich habe ich mit diesen Ausführungen Assoziationen erzeugt (?).

Antwort von wellihamster,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Zu dieser Zeit gab es viele Völker, die sich jeweils ihren Gott "bauten". Ob aus Stein, Holz oder ob sie Tiere oder Menschen verehrten und anbeteten. Wenn Du den Kontext betrachtest, geht es aus dem Gebot auch hervor.

2 Mose 20:3-5

"Du sollst keine anderen Götter haben neben mir. Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was im Wasser unter der Erde ist: Bete sie nicht an und diene ihnen nicht!"

Wie so ein Götze/Gott gemacht wurde und wie er von ihm betrachtet wird, hier ein Auszug. Jesaja:44:10-19

"Wer sind sie, die einen Gott machen und einen Götzen gießen, der nichts nütze ist? Siehe, alle ihre Genossen werden zuschanden; die Meister sind auch nur Menschen. Wenn sie auch alle zusammentreten, sollen sie dennoch erschrecken und zuschanden werden. Der Schmied macht ein Messer in der Glut und formt es mit Hammerschlägen. Er arbeitet daran mit der ganzen Kraft seines Arms; dabei wird er hungrig, sodass er nicht mehr kann, und trinkt auch kein Wasser, sodass er matt wird. Der Zimmermann spannt die Schnur und zeichnet mit dem Stift. Er behaut das Holz und zirkelt es ab und macht es wie eines Mannes Gestalt, wie einen schönen Menschen; in einem Hause soll es thronen. Er haut Zedern ab und nimmt Kiefern und Eichen und wählt unter den Bäumen des Waldes. Er hatte Fichten gepflanzt und der Regen ließ sie wachsen. Das gibt den Leuten Brennholz; davon nimmt er und wärmt sich; auch zündet er es an und bäckt Brot; aber daraus macht er auch einen Gott und betet's an; er macht einen Götzen daraus und kniet davor nieder. Die eine Hälfte verbrennt er im Feuer, auf ihr brät er Fleisch und isst den Braten und sättigt sich, wärmt sich auch und spricht: Ah! Ich bin warm geworden, ich spüre das Feuer. Aber die andere Hälfte macht er zum Gott, dass es sein Götze sei, vor dem er kniet und niederfällt und betet und spricht: Errette mich, denn du bist mein Gott! Sie wissen nichts und verstehen nichts; denn sie sind verblendet, dass ihre Augen nicht sehen und ihre Herzen nichts merken können. Er kommt nicht zur Einsicht; keine Vernunft und kein Verstand ist da, dass er dächte: Ich habe die eine Hälfte mit Feuer verbrannt und hab auf den Kohlen Brot gebacken und Fleisch gebraten und gegessen, und sollte die andere Hälfte zum Götzen machen und sollte knien vor einem Klotz?"

Antwort von moien57,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Weil die Regeln von Menschen stammen. Und Fehler in der Logik sind nun mal menschlich.

Antwort von SenorKaffee,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Die Bibel ist im Kontext eines vorherrschenden Polytheismus zu sehen. Ein Christ, soll nur den einen Gott verehren - im Gegensatz zu dem Ansatz, Jehova noch zu den Göttern hinzuzunehmen, die man sowieso schon verehrt.

Kommentar von Semilocon,

Eigentlich geht es um Juden, aber sonst stimmt es.

Antwort von coeleste,

im at steht, dass gott ein eifersüchtiger gott ist

Antwort von Bloodyrainbow,

Du sollst keine anderen Götter (Plural) haben an meiner statt! Urspr. wurde es mit Vers 9 fortgesetzt: Du sollst sie (Plural) nicht anbeten und dich nicht zu ihrem (Plural) Dienst bringen lassen!

4 Gründe sprechen für den direkten Anschluss von Vers 9 an 7. Beide Prohibitive mit den Rückverweisen im Plural können sich nicht auf das Bilderverbot in Vers 8 beziehen, weil dort nur vom Bild (päsäl) im Singular die Rede ist. Die Verbindung der beiden Verben "anbeten und dienen" gehört zur deuteronomistischen Phraseologie. Das Paar wird niemals mit Begriffen für Kultbilder, sondern stets mit Göttern als Objekten gebraucht. Dem entsprechen auch Funktion und Inhalt von Vers 9. Die Fortsetzung erläutert, was andere Götter haben heißt: eben sie anbeten und ihnen dienen. Nicht auf das Bilderverbot, wohl aber auf das Fremdgötterverbot führt dann auch die Begründung mit der Eifersucht dieses Gottes: ".. denn ich, JH, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott ... Den "anderen Göttern" steht Jahwe exklusiv als "dein Gott" gegenüber. Das "dein Gott" schlägt einen Bogen zurück zur Präambel: "Ich bin JH, dein Gott, der ich dich herausgeführte......"*

Das macht alle anderen Götter zu fremden, die mit Israel keine Geschichte haben.

Antwort von picasso100,

Laut Bibel gibt es nur 1 Gebot: das 4.

Die übrigen neun Vorschriften sind ohne Ausnahme V E R B O T E !

Im Alter von 11 Jahren habe ich das in einem Schulaufsatz vorgetragen und erhielt die Zustimmung des kath. Bischoffes von Speyer.

Antwort von abibremer,

schöne frage. christen an die front!

Antwort von elfe13,

Diese anderen "Götter" wurden bestimmt einmal als "Gott" benannt weil sie besondere Fähigkeiten hatten oder ausergewöhnliches geleistet haben. Und "DER GOTT" konnte das nicht so akzeptieren. Jetzt kann man sagen; ganz schön egoistisch ! So denke ich - also bin ich ! Weiß nicht,wenn ich an Gott denke, ihn um etwas bitte oder mich für etwas bedanke, dann tue ich dies im Grunde ohne genau zu wissen "Wer oder Was" ist Gott ! Würde dir gerne mehr sagen, kann ich aber nicht. Dieses Thema ist irgendwie unerschöpflich ! Guß Elfe13

Antwort von Swanone,

Gott ist in seiner sicht einzigartig; der Mann der Leben erschaffen hat. Die anderen Götter wie zB die 1OOO Aus der griechischen mythologie haben die liebe geschaffen wie aphrodite. Aber Gott ist halt der der das Leben gemacht hat, deswegen soll man neben ihm keinen Gott haben. Wir sollen unsere Dankbarkeit zeigen, dass wir leben.

Kommentar von koch234,

Wir sollen unsere Dankbarkeit zeigen, dass wir leben? Achwas, so ist sie gar nicht! ;-))

Antwort von flo166,

Sehr interessante Frage.

Darüber habe ich noch gar nicht nach gedacht

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten