Frage von fuchsi1970,

Ich bin der Herr dein Gott; du sollst keine anderen Götter neben mir haben.

Schon das erste der 10 Gebote gibt mir eine Rätsel auf.

Wenn 'unser' Gott uns befiehlt an keinen anderen zu glauben, könnte man doch direkt darauf schliessen, dass es neben 'unseren' Gott noch andere Götter gibt.

Warum dieses Gebot, wenn Gott doch sowieso einzeigartig ist?

Hilfreichste Antwort von Reisswolf53,
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Ich verstehe die ersten drei Gebote v. a. als Aufforderung, die Macht der damaligen und heutigen Glaubens- und Kirchenfürsten nicht anzutasten. Auch liegt darin das eine Grundübel JEDER Religion, die da der Meinung sind, ihre Glaubensrichtung und ihr Glaubenskonstrukt sei das einzig Wahre, und damit natürlich auch ihr Gott.

Kommentar von Fred4u ,

Wenn dem so wäre hätte der Sohn Gottes, die damaligen religiösen Führer nicht so vor dem Kopf gestoßen. In den ersten vier der zehn Geboten geht es ausschließlich um die Beziehung Mensch - Gott, in den weiteren um die Beziehung Mensch - Mensch. Kirchenoberhaupt ist nicht mit Gott gleich zu setzen! http://www.10gebote.at

Kommentar von wellihamster ,

@Fred4u: DH !

Kommentar von Reisswolf53 ,

Freddy, die 10 Mosaischen Gebote wurden erdichtet, da gab es den "Sohn Gottes" noch gar nicht. Und womit soll "er" sie denn vor den Kopf gestoßen haben? Ich setze die Oberhäupter auch nicht mit "Gott" gleich, das machen die gewöhnlich selbst auf freche und anmaßende Art! Hamsterchen, kannst wieder abtakeln!

Kommentar von wellihamster ,

Schade, hätte Dir sonst was erklären wollen. Z.B. womit er ihnen vor den Kopf stieß und das Jesus sogar auf das mosaische Gesetz des öfteren Bezug nahm. Aber wer nicht will... Ich takel dann mal ab. xD

Kommentar von Fred4u ,

Du irrst, wenn Du meinst Christus gab es erst mit der Geburt in Betlehem. Es war ebenso der Sohn Gottes der in Dan.03:24-25 im Hochofen von Nebukadnezar in Babylon war und Sadrach, Mesach und Abed-Nego beschützte. "Durch seinen Sohn wirkte der Vater bei der Erschaffung aller himmlischen Wesen. "Denn in ihm ist alles geschaffen, ... es seien Throne oder Herrschaften oder Reiche oder Gewalten; es ist alles durch ihn und zu ihm geschaffen." (Kol.1,16). Engel sind Gottes dienstbare Geister. Sie strahlen von dem Licht, das immerwährend von seiner Gegenwart ausgeht, und eilen auf raschen Flügeln, seinen Willen auszuführen. Aber der Sohn, der Gesalbte Gottes, "der Abglanz seiner Herrlichkeit und das Ebenbild seines Wesens ... trägt alle Dinge mit seinem kräftigen Wort" (Heb.1,3) und hat den Vorrang vor allen. "Der Thron der Herrlichkeit, erhaben von Anbeginn", (Jer.17,12) war die Stätte seines Heiligtums. "Das Zepter der Gerechtigkeit ist seines Reiches Zepter." (Heb.1,8). "Hoheit und Pracht sind vor ihm, Macht und Herrlichkeit in seinem Heiligtum." (Ps.96,6). "Gnade und Treue gehen vor dir einher." (Ps.89,15)." http://www.patriarchen-und-propheten.de/html/ppint01.htm

Kommentar von Reisswolf53 ,

Ja ja, ich weiß schon, das alte Märchen der "Präexistenz", das Du genau wie vieles andere NUR mit ein paar Bibelsprüchen "belegen" kannst! Nimm bitte zur Kenntnis, die Bibel ist für mich kein "Beleg"!

Antwort von TeeEi,
4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Die Stelle ist dir zurecht aufgefallen. Es gibt nämlich mehrere Stellen in der Bibel, wo man den Text so verstehen kann, dass die Existenz anderer Götter impliziert werden. Hier ein Beispiel:

5.Mose 10,17: "Denn der Herr, euer Gott, ist der Gott über den Göttern und der Herr über den Herren. Er ist der große Gott, der Held und der Furchterregende. Er lässt kein Ansehen gelten und nimmt keine Bestechung an."

Natürlich kann man die Passagen unterschiedlich(st) interpretieren. Neben theologischen sollte man aber auch linguistischen Aspekten berücksichtigen, warum an manchen Stellen Plural steht.

Kommentar von Alleyne ,

der Furchterregende..
.
das spricht für sich...

Kommentar von earnie1 ,

Alleyne, da irrst Du Dich. "Furchterregend" ist der HERR nur in Bezug auf seine Feinde. Das sind die Spötter, Lästerer, Unbußfertigen, Dauerankläger usw. - mit einem Wort: Die Summe der Gottlosen.

Jedoch denen die IHN fürchten (im Sinne von Ehrfurcht), IHN lieben & Seine Gebote halten: Denen ist er der barmherzige & gnädige Gott, reich an Erbarmen und voller Gnade ...

Kommentar von Alleyne ,

aber liebt er nicht alle seine "Kinder"?? Wie kann er da furchterregend sein?

Kommentar von earnie1 ,

Wer sind "Gottes Kinder"? Doch die, die an ihn glauben, ihm vertrauen, seine Gebote halten. Dafür gibt es eine ganze Reihe Bibelstellen.

Gottlose, Spötter, vorsätzlich sündigende Leute sind nicht seine Kinder. So einfach ist das.

Kommentar von earnie1 ,

Auch Menschen werden in der Bibel "Götter" genannt. Siehe dazu die Kommentare von Fred4you

Kommentar von abibremer ,

erich v. däniken hat also DOCH recht!

Antwort von riara,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Damals wie heute gab es natuerlich andere Kulte, Glauben und Religionen. Dieses Gebot ist schon wichtig, denn wenn man sich von Ihm abwendet, gibt man auch all die anderen Dinge auf fuer die man als Glaebiger lebt...

Viele deuten dieses Gebot als ein Zeichen der Eifersucht und wundern sich wieso ein Gott ueberhaupt solche minderen Gefuehle haben koennte. Sehen wir es mal am menschlichen Beispiel - vor allem unter der Praemisse, dass wir nach seinem Ebenbild erschaffen wurden -, welcher Vater oder Mutter ist nicht eifersuechtig wenn es um die Liebe des Kindes zu seinen Erzeugern geht. Scheidungskinder werden zum Spielball der alten und neuen Erziehungsberechtigten und nicht selten drehen sich alle Spannungen in der nachehelichen Beziehung um die Liebe/Aufenthaltsrecht der Kinder.

Man kann Gott diese menschlichen Adjektive absprechen, dann muss man aber die Bibel und das Christentum komplett neu schreiben, denn so wie Gott manchmal zornig mit uns ist, ist seine Liebe und Nachsicht sehr gut mit der Liebe einer Mutter oder Vaters zu vergleichen...

Dazu passt diese Bibelstelle:

„Als Israel ein Kind war, gewann ich es lieb, rief aus Ägypten meinen Sohn. Doch je mehr ich sie rief, liefen sie weg von mir. Den Baalen opferten sie, und den Gußbildern räucherten sie. Dabei hab‘ ich doch Ephraim laufen gelehrt, ihn auf meine Arme genommen – doch sie merkten nicht, daß ich sie heilte. Mit Menschen- Stricken zog ich sie, mit Liebes-Seilen“ (Hos 11,1-4).

Antwort von jesusfreaks5,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

man kann andere Gegenstände z.B. zu Göttern machen, obwohl es keine Götter sind. Der PC kann zu einem Gott werden oder das neugekaufte Auto, weil man sich nur noch darum kümmert, das es blitzt und gibt damit an, opfert nur noch dem Auto die Zeit. So wird jetzt zB. ein Auto zu einem Gott, obwohl es eigentlich kein Gott ist! Darum dieses Gebot.. J.

Kommentar von wellihamster ,

Zur damaligen Zeit ging es in erster Linie um Götzen und um Menschen (Pharao), die als Götter betrachtet wurden. Jesus sprach aber auch von den alltäglichen Dingen- wie Du schon richtig erwähnt hast. Die Bibel spricht davon, dass manche sogar ihren Bauch (bezieht sich auf's Essen) und den Mammon zu ihrem Gott machen.

Antwort von quopiam,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Ob es andere Götter gibt oder nicht war damals wie heute nicht die eigentliche Frage. Das Gebot sagt, man soll sich einfach nicht darum kümmern, sondern nur den einen Gott anbeten und verehren. Man soll sich vor allem keine Idole machen und denen irgendwelche Eigenschaften zuschreiben und von denen dann irgendeine Heilswirkung erwarten. Die Religionen um das alte Israel herum hatten alle Kultbilder, die verehrt und angebetet wurden und von denen man Wirkungen erwartete. Und das sollte so bei den Israeliten nicht sein - und bei den Christen auch nicht! Gruß, q.

Antwort von Vollkornkeks,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Es gibt viele Götter bzw. solche, die zu solchen gemacht wurden. Auch Satan, der Teufel, kann getrost als Gott bezeichnet werden. Wird er sogar in der Bibel, nämlich als "Gott dieses Systems der Dinge" (2. Korinther 4:4). Aber DER Gott, der wahre allmächtige, unser Schöpfer, hat dies als Grundsatz aufschreiben lassen, weil ER ein Gott ist, der "ausschließliche Ergebenheit" fordert. Wir sollten also nur IHN anbeten, wenn wir seinen Segen haben möchten. Niemand kann 2 Göttern dienen, lt. der Bibel.

Antwort von Raubkatze45,
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Die 10 Gebote wurden dem Volk Israel im AT unter Moses gegeben, also lange vor Entstehung des Christentums. Gott hat sich damals erstmalig in der Geschichte den Menschen geoffenbart als der einzig existierende Gott. Bis dahin hatten die Menschen und Völker ihre vielfachen Götter, die sie anbeteten, z.B. zur Zeit Mose das goldene Kalb.

Gott fordert die Umkehr von den leblosen und nicht existierenden Göttern zu Ihm, dem einzig lebendigen Gott. Er fordert Vertrauen in Seine Macht und liebende Führung. Der Gott des AT ist auch der Gott des NT, der sich in Jesus Christus offenbart hat.

Für die heutige Zeit hat das Gebot insofern noch Gültigkeit, als Gott in unserem Leben an erster Stelle stehen will und sollte und nicht andere vergängliche weltliche "Götzen" vielfältiger Art vorgezogen werden sollen.

Mit irgendwelchen Kirchenfürsten und Machtausübung hat das nichts zu tun. Wenn wir an den Gott der Offenbarung glauben, hat das nichts mit Rechthaberei zu tun, sondern es gibt gute Gründe dafür, der Bibel und den Propheten durch die Jahrhunderte zu glauben. Heidnische Gottheiten wurden von Menschen erdacht und konnten deshalb auch keine Beweise ihrer Existenz geben bzw. ihre Macht durch Wundertaten bezeugen.

Kommentar von wellihamster ,

Soweit alles in Ordnung. Bis auf die Sache mit dem goldenen Kalb. Das war eine einmalige Sache der Israeliten. Moses war wohl zu lange auf dem Berg ;)

Kommentar von Reisswolf53 ,

Kätzchen, wieder mal purer Glauben und unbewiesene Behauptungen! "Einzig existierender Gott" = schwere, überhebliche Beleidigung aller anderer Gläubigen und ihrer Götter; "einzig lebender Gott" - lächerlich! - wo lebt "er" denn; "fordert" - das hatte ich fast 40 Jahre lang - solange "er" die echten Probleme seines Supergeschöpfes nicht klären helfen will bzw., was viel wahrscheinlicher ist, nicht KANN, solange kann "er" fordern, was "er" will; da die 10 Gebote von Menschen erdacht wurden, und zwar schon lange vor Moses und seiner Story mit dem zweimaligen Geschenk aus einem brennenden Dornenbusch, genau wie die gesamte Bibel, gibt es nur einen erdachten Bezug zu irgendeinem "Gott"; "gute Gründe" - welche denn? Soll ich Dir mal "Beweise" der Wundertaten "heidnischer Götter" aufzählen? Wetten, das werden mehr, als sich noch ein Dutzend, von Deinen Kirchen - Ahnen auserwählter Evangelisten mehr ausdenken könnten! Aber das verstehen dogmatisierte Christen nicht so richtig, besser - sie wollen es nicht verstehen - leider! Denn damit geht ihnen ein Stück interessanter Menschheitsgeschichte, die sich außerhalb ihres Sprengels abspielte, verloren.

Antwort von wellihamster,
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Zu dieser Zeit gab es viele Völker, die sich jeweils ihren Gott "bauten". Ob aus Stein, Holz oder ob sie Tiere oder Menschen verehrten und anbeteten. Wenn Du den Kontext betrachtest, geht es aus dem Gebot auch hervor.

2 Mose 20:3-5

"Du sollst keine anderen Götter haben neben mir. Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was im Wasser unter der Erde ist: Bete sie nicht an und diene ihnen nicht!"

Wie so ein Götze/Gott gemacht wurde und wie er von ihm betrachtet wird, hier ein Auszug. Jesaja:44:10-19

"Wer sind sie, die einen Gott machen und einen Götzen gießen, der nichts nütze ist? Siehe, alle ihre Genossen werden zuschanden; die Meister sind auch nur Menschen. Wenn sie auch alle zusammentreten, sollen sie dennoch erschrecken und zuschanden werden. Der Schmied macht ein Messer in der Glut und formt es mit Hammerschlägen. Er arbeitet daran mit der ganzen Kraft seines Arms; dabei wird er hungrig, sodass er nicht mehr kann, und trinkt auch kein Wasser, sodass er matt wird. Der Zimmermann spannt die Schnur und zeichnet mit dem Stift. Er behaut das Holz und zirkelt es ab und macht es wie eines Mannes Gestalt, wie einen schönen Menschen; in einem Hause soll es thronen. Er haut Zedern ab und nimmt Kiefern und Eichen und wählt unter den Bäumen des Waldes. Er hatte Fichten gepflanzt und der Regen ließ sie wachsen. Das gibt den Leuten Brennholz; davon nimmt er und wärmt sich; auch zündet er es an und bäckt Brot; aber daraus macht er auch einen Gott und betet's an; er macht einen Götzen daraus und kniet davor nieder. Die eine Hälfte verbrennt er im Feuer, auf ihr brät er Fleisch und isst den Braten und sättigt sich, wärmt sich auch und spricht: Ah! Ich bin warm geworden, ich spüre das Feuer. Aber die andere Hälfte macht er zum Gott, dass es sein Götze sei, vor dem er kniet und niederfällt und betet und spricht: Errette mich, denn du bist mein Gott! Sie wissen nichts und verstehen nichts; denn sie sind verblendet, dass ihre Augen nicht sehen und ihre Herzen nichts merken können. Er kommt nicht zur Einsicht; keine Vernunft und kein Verstand ist da, dass er dächte: Ich habe die eine Hälfte mit Feuer verbrannt und hab auf den Kohlen Brot gebacken und Fleisch gebraten und gegessen, und sollte die andere Hälfte zum Götzen machen und sollte knien vor einem Klotz?"

Antwort von predator,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

wie jede andere religion und weltanschauung, beansprucht auch die christiliche religion den status der alleinigen und ultimativen wahrheit. das, was du zitierst, schreit förmlich nach anerkennung. der satz soll dir den kopf (gehirn?) waschen was andere götter anbelangt, damit du nur an diese eine religion glaubst.

Kommentar von Semilocon ,

Die 10 Gebote entstanden bei den Juden. Meine Fresse, seid ihr echt alle so schlecht informiert?!

Kommentar von TeeEi ,

Die zehn Gebote gelten auch bei den Christen, wie auch das ganze alte Testament. Von daher betreffen Kritiken an die Zehngeboten nicht nur Juden, sondern Christen gleichermaßen.

Kommentar von Raubkatze45 ,

das ist richtig, gemeint war aber, dass die 10 Gebote schon im AT von Gott gegeben wurden, als es das Christentum noch gar nicht gab.

Antwort von Sonnenschnauz,
5 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Dem ersten Gebot geht die Präambel voraus: "Ich bin der Herr, dein Gott, der ich dich aus der Sklaverei geführt habe..." Insofern ist das erste Gebot eine Art Aufforderung zur Dankbarkeit.

Sodann ist das erste Gebot ein Gebot des Monotheismus. Israel lebte in einer Welt der Vielgötterei (Polytheismus), fiel auch oft von dem Glauben an den einen Gott ab, der sich in der Geschichte Israels als der Eine erwiesen hatte, und wandte sich anderen Göttern zu.

Die Sprache der Bibel, mit der Gott beschrieben wird, ist sehr menschlich (anthropomorph). Gott ist eifersüchtig, es gereut ihn, man kann mit ihm handeln, "Jahwe brüllt über die Aue hinweg", er sit ein Liebhaber, er tröstet wie eine Mutter, er will Israel sammeln unter seinen Flügeln wie eine Henne.

Dass Gott einzigartig ist, stimmt zwar, aber dass er das im Leben eines Menschen und eines Volkes wird, ist ein Kampf. Und da ist dieses Gebot sehr aktuell.

Kommentar von andisazi ,

DH - Klasse formuliert. Mit einem frohen Schmunzeln gelesen...

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