Frage von Vyrox, 17

Ich bin demnächst an einer Gruppendiskussion als Teil einer mündlichen Prüfung für eine Stelle beteiligt, helfen mir dabei meine "Youtube-Diskussionen"?

Also ich bin regelmäßig in vor allem politische Diskussionen in der Youtube-Kommentare-Sektion beteiligt und ich wollte fragen, ob ihr glaubt, dass mich dieser Umstand ein wenig mein Diskussionsvermögen und naja, meine Hirnareale, die dafür zuständig sind, trainiert? Mir ist klar, dass ich im Internet immer die Möglichkeit habe, meinen Standpunkt mit so hochverlässlichen Lexika wie Wikipedia zu untermauern und das mir das da fehlen wird, aber was meint ihr? Komische Frage, ich weiß.

Antwort
von missproduced, 14

Jegliche Kommunikationsform, die nicht der realen - also mit einem Gesicht vor deinen Augen, gesprochenem und Emotionen gleicht, wirken sich tendenziell schlecht auf die sozialen Bereiche des Gehirns aus. Die zuständigen Areale im Gehirn wurden im Kleinkind Alter auf "reale Kommunikation" programmiert, heißt alle anderen, später erlernten Formen, die der Grundform nicht wirklich gleichen, wirken sich in der Theorie schlecht aus - diese "angeborenen" Sozial-Areale verkümmern dann wortwörtlich, da z.B. das Deuten von Mimiken außen vor steht. Das haben auch mehrere Studien belegt.

Trotz allem haben diese Diskussionen sicherlich auch eine positive Seite. Es werden stark subjektive Gedanken und Standpunkte vermittelt, die einem neue Gedankenwege zubereiten können. Im Allgemein solltest du derartige Diskussionen eher als Anregung für neue Blickwinkel sehen, anstatt sie als allgemeine und totale Bereicherung für sämtliche Bereiche dieser Kategorie in deinem Kopf zu sehen. Ein ausgeprägtes Diskussionstalent erlernst du nur durch reale Übungen und (möglichst) unpersönliche Ansammlungen von Wissen (z.B. über Enzyklopädien). Zudem immer möglichst eine kritische Sichtweise auf jeglichen Input (und deren Information) von Außen legen.

Antwort
von mychrissie, 7

Jede Auseinandersetzung mit den Argumenten Anderer schult Dich. Allerdings solltest Du dich von dem Irrglauben frei machen, dass Wikipedia "hochverlässlich" ist. Ich habe in den Bereichen, in denen ich mich gut auskenne, schon so viele Fehler dort gefunden, dass ich Verständnis dafür habe, dass Zitate aus Wikipedia in einer Doktorarbeit bei jedem Professor ein absolutes No-go sind (es sei denn, Du promovierst über die Unzuverlässigkeit von Wikipedia).

Damit kein Irrtum aufkommt, ich schätze Wikipedia durchaus und gehöre sogar zu den regelmäßigen Spendern.


Kommentar von Vyrox ,

Ich meinte das ironisch. Aber danke sonst :)

Kommentar von mychrissie ,

Das Verständnis für Ironie geht leider in dem Maße verloren, in dem mündliche Kommunikation durch schriftliche Postings ersetzt wird. Offensichtlich haben das unsere Ur-ur-urväter bei der Entwicklung der Schrift nicht berücksichtigt. Da helfen auch keine Emoticons.

Antwort
von jonasNTR15, 17

Einen vorteil wirst du dadurch bestimmt haben. Hast ja ein wenig erfaheung gesammelt

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