Frage von KaniDerBoss, 180

Ich bin bereits soweit, hier nach Hilfe und Rat zu suchen, Suizidgedanken und Sozialphobien zerfressen mich, gibt es Auswege, habt ihr ein offenes Ohr?

Also, hallu ihr Lieben ! ^^

Ich möchte euch nicht mit meiner unglaublich spannenden Lebensgeschichte plagen, aber versuche mal die Gesamtsituation zusammenzufassen. Ich leide an schweren Depressionen und einem unglaublich ausgeprägten Selbsthass. Ich hab Psychologen und Medikamente ausprobiert, aber diese haben mich nur noch mehr abgestumpft und desinteressierter gemacht, mein Leidensdruck blieb, aber eben mehr im Hintergrund. Ich isoliere und verkrieche mich in meinem Zimmer und habe keinerlei Antrieb mich aus dem Bett zu bewegen, stattdessen wünsche ich mir nur schnell und schmerzlos in die Bewusstlosigkeit hinab zu schwinden. Ich verbringe mittlerweile mehr Zeit in meinen Träumen und dem Grübeln in der Vergangenheit, als in der Realität. Ich bin ein einsamer Idiot der sich von Zeit zu Zeit mit Alkohol und Kippen betäubt und durch Selbstverletzung nur noch zu Kenntnis nehmen kann, dass er überhaupt noch lebt. Ich bin gerade mal 18 und jetzt schon vollkommen ausgebrannt und am Tiefpunkt meiner Existenz angelangt. Ich möchte sterben, einfach nur vergessen und nicht mehr sein...

Ich lag vor einer Woche für 2 Tage auf der Intensivstation mit einem Puls an die 195 auf Grund einer Tablettenüberdosis und habe es überlebt, hurra...^^

Ich habe kein Ziel für mich auf diesem Planeten, keine Lust mich weiter in zwischenmenschliche Komplikationen zu verirren. Ich halte mich für absolut lebensunwert, nur ein weiteres, schwaches Bindeglied in einer Kette von Milliarden von Menschen die täglich nun mal leben und sterben und ich bin gänzlich verzweifelt, einfach am Ende aller Kraftreserven. Ich vegetiere nur so vor mich hin und finde keinen Spaß mehr an irgendwelchen Beschäftigungen.

Ich fühle mich leer und werde das Gefühl nicht los, dass mich ALLE hassen und ich einsam und kränklich verrecken werde, als weiteres, trauriges Schicksal auf dieser Welt. Ich lebe nun isoliert, habe eine vielversprechende Ausbildung auf Grund von Depressionen abgebrochen, bin gefangen in meiner kleinen, ungeliebten Welt, in der ich so lange alles unterdrücke, bis ich vom beschissenen 16ten Stock springe, da kann auch nicht viel schiefgehen. Ich bin dermaßen allein und gefangen in meiner Depression, lethargisch und angsterfüllt, alles zieht an mir vorbei und Bekannte im Freundes und Familienkreis verstehen einfach nicht was in mir vorgeht...

Das klingt alles so unglaublich erbärmlich und selbstbemitleidend, trifft wohl auf meine Lebensart zu. Ich weiß nicht warum ich das hier überhaupt noch schreibe und diese unendlichen Gedankengänge in meinem Kopf hier publik mache. Ich habe mir vielleicht nur im Illusionären gedacht, so wieder Kontakte zu knüpfen, die vielleicht vergleichbares kennen, jap, eine seltsame Art auf Menschen zu zugehen, ein wenig ausgefallen, aber man wird erfinderisch. Ich wurde von vielen Menschen hinterrücks enttäuscht und bin heute einfach nur niedergeschlagen vom Leben. Alle haben Berufsziele, Beziehungspläne usw, ich hab nix dergleichen. :(

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Antwort
von Psychotrix, 83

Wie von ein paar anderen Communitymitgliedern erwähnt, können wir dich da nicht rausziehen, so hart das auch klingen mag.
Es sieht wirklich so aus, als wärst du ein hoch intelligenter Mensch, was das ganze wirklich nicht vereinfacht...

Denk doch nochmal über einen Klinikaufenthalt nach. Vielleicht nicht die selbe in der du warst, vielleicht eine andere, die auch nicht zu weit weg ist.
Wobei, vielleicht tuht dir Abstand zu deinem momentanen Umfeld ganz gut.
Hast du Freunde/ Verwandte die vielleicht etwas weiter weg wohnen? Bei denen du vielleicht unterkommen kannst, um vielleicht einen neuen Eindruck zu bekommen?

Ich wünsche dir wirklich alles, alles gute...

Wirf dein Leben nicht weg.. auch wenn das für dich sehr schwer sein mag und es wohl möglich leichter gesagt als getan ist, versuche das beste draus zu machen und wir alle wünschen dir alles, alles gute für deine Zukunft!

Kommentar von KaniDerBoss ,

Vielen Dank für die investierte Zeit, ich weiß so etwas zu schätzen ! 

Kommentar von Psychotrix ,

Hey! Das ist nun wirklich nicht der Rede wert.. ich fände es einfach Schade wenn du dein Leben weg wirfst und so viele tolle Sachen verlierst und nicht mehr erleben würdest... Was wäre es für eine Qual für deine Freunde und Familie? Bitte! Bitte Bitte Bitte versuche alles, um ein schönes, abwechslungsreiches und einzigartiges Leben führst! :)

Antwort
von georgiaaa, 58

Ich war wo du warst. Eine psychosomatische Klinik (schön Klinik prien) hat mich gerettet.
Einfach mal raus aus der bekannten Umgebung und dem Alltag.
Vorgegebener Alltag damit du wieder Struktur bekommst. Du musst dort genug essen, was dir Energie gibt. Du wirst dort Leute treffen die dich verstehen und sich fühlen wie du. Und Mega gute Therapeuten gibt es auch. Und und und..

Antwort
von Jupiter7, 20

Mir kommt deine Situation bekannt vor. Vor ca. 3-5 Jahren ging es mir ähnlich. Zwar nicht so extrem aber doch in gewisser Hinsicht ähnlich. Ich weiß nicht, was genau die Lösung war, aber mit der Zeit verging diese Phase. Du musst wissen, dass sowas in den meisten Fällen irgendwann weg geht. Du darfst nur nicht davor aufgeben.


Ich habe irgendwann eine extrem hedonistische Mentalität entwickelt und habe alles vermieden, was für Schmerz und Trauer gesorgt hat und habe mich nur noch voll und ganz auf gute Gefühle konzentriert und nach einiger Zeit ging es wieder. In dem Prozess musste ich mich von einigen Freunden trennen und Gewohnheiten loswerden sowie den einen oder anderen Job kündigen und Jahre lang arbeitslos sein, da es mich einfach nicht glücklich gemacht hat. Inzwischen werde ich von Freunden als einer der fröhlichsten Menschen bezeichnet, den sie kennen.


Liebe wieder überbewertet und sie verschwindet letztendlich immer, egal was passiert. Es reicht oft, wenn man jemanden hat, mit dem man über alles reden kann.


Ich kann dir nur empfehlen, dich nicht zu sehr auf die Schule/Ausbildung/Arbeit zu konzentrieren, da das nur ein Mittel zum Zweck ist. Man sollte nicht leben, um zu arbeiten - sondern arbeiten, um zu leben. Was mir persönlich auch noch geholfen hat, waren massenweise Filme und Serien. Es gab Wochen, in denen ich nichts anderes gemacht habe, als Filme und Serien schauen. Hast du das schon ausprobiert? Sind zwar keine super professionelle Tipps aber ich spreche aus Erfahrung. Ich würde dir auch empfehlen, mehr an deinem Selbstbewusstsein zu arbeiten. Im Internet findet man zig tausende Guides darüber. Mit Selbstbewusstsein kann man so einiges schaffen. Vor allem den möglichen Selbsthass loswerden, da man anfängt, sich selbst etwas mehr zu schätzen und auch zu lieben.


Was du noch versuchen kannst, ist es, dir Ziele zu setzen und ein Tagebuch zu führen. Das hat mir meine Psychologin empfohlen und es hat wirklich sehr geholfen. Nach jedem Eintrag fühle ich mich leichter und gelassener.

Antwort
von Hase1oo1, 4

Ich glaube zu wissen was dich bedrückt. Kann es sein das du in deiner Kindheit sehr viel schlechte Zeiten hattest? Wenn das so ist würde ich dir raten einen Psychologen aufzusuchen der mit dir deine Vergangenheit bewältigt. Denn so wie du hier geschrieben hast erinnerst du mich sehr an meinen Mann, der auch eine sehr schlechte Kindheit hatte. Ich kann nur sagen, jeder Mensch ist einzigartig in sich. Und bei dir habe ich das Gefühl das du ein sehr sensibler aber schlauer Mensch bist. Und es wäre wirklich sehr schade wenn ein solcher Mensch sein Leben wegwerfen würde. 

Auch ich hatte schon drei mal versucht mir das Leben zu nehmen. Ich kann nur sagen, Gott sei dank das es nicht geklappt hat. Denn im Leben weis man nie was am noch alles über den Weg läuft und was noch alles passieren kann. 

Also wie schon hier gesagt wurde, werfe dein Leben nicht einfach so weg. Es gibt immer eine Chance im Leben weiter zu machen. 

Antwort
von Locked1688, 57

Ich hab sowas auch hinter mir, Depressionen, Angstzustände, saufen, viele Ausbildungen abgebrochen. Aber im Endeffekt wird niemand kommen und dich retten oder dir helfen. Du musst alleine da raus und dein Leben ändern. Und Selbstmord ist keine gute Lösung. Es kann so viel schief gehen dabei und es ist auch nicht leicht sich umzubringen. Antidepressiva können schon helfen ... Das andere was gut ist, ist wenn man sich vielleicht nicht dauernd mit anderen Menschen vergleicht. Ich glaub, das macht viele heute krank. Es wir immer irgend wen geben der mehr hat und mehr leistet. Besser man lernt sich täglich über kleine Dinge freuen.

Antwort
von Piratin2000, 31

Erstens finde ich, dass es nicht "unglaublich erbärmlich und selbstbemitleidend" klingt, eher... verzweifelt, aber mit einer winzigen Hoffnung. Zweitens... sag nicht, dass du überhaupt gar kein Ziel hast - du willst doch bestimmt dass irgendwann alles besser wird. Und mit dieser Frage / Hilferuf zeigst du doch auch, dass du was dafür tust. Egal wie unbedeutend dieser Versuch auch scheint. Ich hoffe du fühlst dich dadurch ein bisschen besser. Ein offenes Ohr hab ich übrigens auch meistens, falls du mal eine Zuhörerin brauchst. Liebe Grüße

Antwort
von andreah131, 93

Geh in eine Klinik, da wird man dir sicher helfen können. Es gibt mehr Menschen mit dem Problem als du denkst. Du bist jung, alles kann gut werden, wenn du dir helfen lässt. Ich drück dir die Daumen.

Antwort
von xhopefulx, 57

Hi. ^^

Erst einmal muss ich sagen, dass du, obwohl du solche Probleme hast, trotzdem noch unglaublich gefasst wirkst und ich glaube, du bist ein sehr intelligenter Mensch. 

Da kann ich erstmal gar nicht verstehen, wieso dich irgendwer hassen sollte. :D Auf mich machst du den Eindruck, als wärst du ein Mensch, den ich sehr gerne als Freundin bezeichnen würde.

Und ja- was soll man sagen- sche*ß auf die anderen, egal wie hart und schwierig und unmöglich das klingt. Es gibt immer Leute, die dich toll finden und lieben, auch wenn du das selber nicht glaubst.

und dazu, dass du dich jeden Tag schlecht fühlst, kann ich dir nur den Tipp geben, der mir selber immer sehr hilft: Wenn du abends im bett liegst, dann denk darüber nach, was toll am diesem Tag war- und auch wenn dir gar nichts einfällt, Fang mit etwas ganz einfachen an. Auch wenn es nur der Donut am Morgen war. 

Beende den Tag mit etwas positiven. Und dann heißt es einfach nur kämpfen- sich durchbeißen, egal wie hart es ist, glaube an dich selbst, und ich bin mir 100% sicher,  du kannst das schaffen.

Antwort
von diesercookie12, 69

Wenn du noch eine Familie hast dann Schütte bei ihnen dein Herz aus !!!
Ich dachte am Anfang auch nur ... Naja ich habs nicht so eine Nähe Bindung zu meiner Familie aber sie haben mich soo lieb aufgenommen und haben mir geholfen und ich bin so dankbar das ich mich getraut habe mit ihnen zu reden

Antwort
von hsvsshshsus, 91

WENN du über dein Leben und deine Makel offen reden kannst geht die Depression tatsächlich weg.. Kenn ich selber

Antwort
von antonczerwinski, 66

Ich verzweifle hier an meiner Antwort. Es ist aber so, dass Dir hier niemand helfen kann. Du scheinst ein hochintelligenter Mensch zu sein. Vielleicht liegt hier das Problem. Warst Du denn schon in einer Klinik? Schmeiß Dein Leben bitte nicht weg.


Kommentar von KaniDerBoss ,

Tatsächlich stand ich kurz vor einem Klinikaufenthalt, als ich mir dann aber besagte Klinik angesehen habe, überkam mich direkt ein extrem negativer Eindruck. Ich konnte mich in dem Moment einfach nicht überwinden, das durch zu ziehen...

Kommentar von andreah131 ,

Mach es trotzdem. Es gibt auch noch mehr Kliniken.

Kommentar von Psychotrix ,

Ja! Versuche sonst, eine bessere in deiner Nähe zu finden.

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