Frage von Wasterei, 113

Ich bin Beamter und zahle ca, 1/3 meines Gehaltes für Krankenversicherungen, darin enthalten sind einige Forderungen, die fraglich sind?

Enthalten sind die Beiträge meiner Frau, die Beamtin in Mutterschutz ist, und meines Kindes. Kann es wirklich sein, dass jemand, der 3.250€ netto verdient, und voll arbeitet, für sich und seine Familie (trotz Beihife) ca. 800€ Krankenkassenbeiträge verdient (mit Miete etc. leben wir von unter 1.000€ im Monat - ich weiß, das ist aus mancher Sicht viel, aber immerhin habe ich studiert, das zweite Staatsexamen und arbeite wirklich eine volle Stelle ab und es reicht nicht).

Antwort
von DolphinPB, 28

Was meine Sie genau mit "fraglichen Forderungen" ?

Sind Sie privat restkostenversichert ? Wie einige Andere hier auch schon geäußert haben, die 800,- Euro kann man dann nicht nachvollziehen, es sei denn es bestehen horrende Risikozuschläge.

Sind Sie gesetzlich versichert ? Dann kommt das mit knapp 800,- Euro hin (Höchstbeitrag KV + Zusatzbeitrag + Höchtsbeitrag PV).

Für Sie als Beamter gibt es erstens keinen Arbeitgeberanteil (der bei vergleichbaren Arbeitnehmern immerhin ca. 350 Euro betragen würde) und zweitens gibt es erhebliche Einschränkungen bei der Beihilfe (die sich prinzipiell auf solche Leistungsbereiche reduziert die nicht im Katalog der GKV zu finden sind, z.B. Heilpraktiker).

Sollten Sie gesetzlich versichert sein, so frage ich mich wie es dazu kommen konnte. Denn selbst wenn es gesundheitliche Einschränkungen gab, hätte man über die sogenannte Öffnungsaktion nachdenken müssen. Dieser Zug dürfte aber inzwischen abgefahren sein.

Antwort
von Meandor, 3

Die 800 Euro finde ich etwas viel.

Ich zahle für mich rund 200 Euro KV und für jedes Kind knapp 30 Euro, bin also bei knapp 300 Euro KV-Beiträgen. Wenn meine Frau Beamtin wäre, dann hätte sie wohl noch eine Altversicherung und würde rund 300 Euro zahlen. Ich komm dann auf etwa 600 Euro Krankenversicherung.

Wenn Du also 800 Euro zahlst, hast Du entweder eine teure Versicherung oder irgendwas chronisches.

Vermutlich hast Du ein Brutto von rund 4.500 Euro. Bei 15,5% gesetzlicher KV wärst Du auch bei etwa 700 Euro.

3.250 Euro abzüglich der KV gibt circa 2.400 Euro. Und ihr lebt von 1.000 Euro. Wo sind die anderen 1.400 Euro?

Antwort
von grubenschmalz, 19

Was hast du denn für einen teuren PKV Tarif? Ich bezahle für mich alleine mit 50% Beihilfe knapp 180 Euro pro Monat. Ehefrau fällt ja im Mutterschutz nicht raus und bekommt ihr Gehalt weiter. Die dürfte ja auch nicht mehr kosten als knapp 200 Euro.

Antwort
von grubenschmalz, 4

Wenn deine Frau im Mutterschutz ist, bekommt sie weiter ihre Bezüge!

Und danach gibt es ggf Elterngeld.

Ich bezahle als Beamter (Lehrer) mit Beihilfe 50% knapp 180 Euro pro Monat, davon sind 150 die reine Pflichtversicherung und der Rest Wahlleistungen.

Welche KV hast du genau (!!!!! Genauen Tarif) und Glieder doch einmal alle Optionen auf die du hast mit monatlichen Kosten.

Dass man dir alles aus der Nase ziehen muss, meine Güte.

Antwort
von Wasterei, 4

Hier ist noch einmal Wasterei, ich hätte nicht mit einer solchen Reaktion gerechtet, daher melde ich mich erst jetzt mit Präzisierungen. Aber schon einmal vielen Dank! Bzgl. Aufschlägen: Wir haben beide nur einen geringen Aufschlag wegen einiger Kleinigkeiten (Brille etc.) und wir sind keine Polizisten. Wir sind privat versichert, momentan noch bei zwei unterschiedlichen Versicherungen, werden aber (haben kürzlich geheiratet) bei der nächsten Möglichkeit zu einer einzelnen wechseln. Aber mein Versicherungsagent (ist das die richtige Berufsbezeichnung?) hat gesagt, dass das preislich auch nicht wirklich merkbare Veränderungen bringen würde. Bzgl. "fragliche Forderungen" - ich habe diese Frage in einem recht aufgebrachten Zustand verfasst und meinte damit, ob ein solcher Betrag nicht irgendwelche fraglichen Forderungen enthalten könnte. Es geht mit vor allem um einen Vergleich - was zahlen denn Beamte in meiner Gehaltsklasse (Angabe oben ist netto), wenn sie eine Frau haben, die in Mutterschutz ist (und somit theoretisch ohne mich ihre Beiträge nicht zahlen könnte) mit einem kleinen Kind. Kurz: Muss ich meinen Versicherungsagenten noch einmal genauer unter die Lupe nehmen?

Antwort
von moreblack, 49

Ich kenne deine Krankenvorgeschichte nicht. 800€ erscheint mir aber schon etwas hoch. Allerdings musst du ja von diesen 800€ "gedanklich" wieder die Zuschläge für Verheiratete + Kind (müsste ja auch so 250€ Brutto sein) abziehen.

Kommentar von Apolon ,

Sorry - aber mehr als sein Netto bekommt er nicht.

Also weshalb sollte er denn dann Zuschläge die er nicht hat abziehen ?

Kommentar von moreblack ,

Ich hab mich wohl etwas ungelenk ausgedrückt:

Ich meinte: Für eine PKV mit Frau und Kind muss man ja mehr zahlen als für einen Single. Gleichzeitig bekommt man als Beamter Zuschläge, wenn man eine Frau und ein Kind hat, die man sonst natürlich nicht bekommen würde. Deshalb schrieb ich ja "gedanklich".

Also als Single müsste er wahrscheinlich weniger als 800€ zahlen, dafür wäre auch sein Netto logischerweise niedriger.

Antwort
von basiswissen, 38

Ich unterstelle das Du in der PKV versichert bist? Oder doch GKV? Du sprichst von Gehalt, das bekommt ein Beamter aber nicht... Um Dir eine vernünftige Aussage geben zu können braucht man mehr Information: Frau und Kind(er)? Wenn mehrere wie viel? Das Alter und der Dienstherr/Beihilfeträger wären dann wegen der Beihilfehöhe auch noch spannend.... Gibt es Risikozuschläge wegen Vorerkrankungen? Es gibt einige Umstände warum es so sein kann, aber nicht muss. Vorschlag: A) Du suchst Dir einen spezialisierten Makler (ich betonen MAKLER, nicht Versicherungsagenten) der Dir helfen kann den "gordischen Knoten" zu lösen. B) Du schickst mir ne PN so das wir uns austauschen können und ich Dir ggf. weiterhelfe oder C) Du wendest Dich an eine von zwei unabhängigen Beratern für Beihiwww.Info-beihilfe.de. www.Info-beihilfe.de (die auch "makeln", aber sehr umfassend) Ich hoffe man kann Die in irgendeiner Art und weise helfen. Viel Erfolg!

Kommentar von Apolon ,

@Basiswissen,

Du irrst - natürlich bekommt ein Beamter ein Gehalt.

Dies kannst du z.B. auch aus dem Bundesbesoldungsgesetz erkennen.

§ 4 Abs. 2  

http://landesrecht.rlp.de/jportal/portal/t/1gnp/page/bsrlpprod.psml;jsessionid=9...

Und allein daraus, kann man schon erkennen, dass Beamten bei einem Versicherungsvertreter (Versicherungsagent) oft besser aufgehoben sind, als bei einem Versicherungsmakler.

Gruß N.U.

Kommentar von DolphinPB ,

Sie haben ja Recht mit Gehalt, aber der letzte Satz -  ich dachte das hätten Sie hinter sich.

Kommentar von Apolon ,

@DolphinPB,

ich habe mir hier schon von Beginn an abgewöhnt Stimmung gegen Versicherungsmakler zu machen. Daher schreibe ich in meinen Texten normalerweise auch immer Versicherungsvertreter.

Aber wenn ein Versicherungsmakler, hier besonders betont, dass man keine Versicherungsagenten damit beauftragen kann, dann muss er auch damit rechnen, dass man eine entsprechende Antwort parat hat.

Gruß N.U.

Kommentar von Apolon ,

Sorry - sollte heißen Versicherungsvermittler  und nicht Versicherungsvertreter !

Kommentar von basiswissen ,

Deshalb verweise ich den Mann ja an Leute die ahnung haben. Und der letzte Satz, naja, Ich würde das als Vertreter der XYZ-Versicherung wohl auch sagen wenn ich es so nötig habe...

Kommentar von Apolon ,

hm... und weshalb sollte der Beamte dann Kontakt mit ihnen aufnehmen. Der Sinn erschließt sich mir nicht.

Antwort
von sassenach4u, 43

Du hast die Restkostenversicherung für dich. Deine frau muss auch, weil derzeit beihilfefähig, nur die Restkosten versichern und für euer Kind gilt gleiches. Leider KANN es sein, du solltest die Beiträge von einem Versicherungsmakler mal prüfen lassen. Mein Mann zahlt für seinen Sohn und sich ca. 250,-- Euro (auch Beamter)

Antwort
von Neix91, 53

Wäre es da nicht sinnvoller sich Privat zu versichern bei dem Einkommen ?

Kommentar von xXMxkaxlXx ,

ich glaube nicht so

Antwort
von Apolon, 30

@Wasterei,

800 mtl. Beiträge für einen Beamten, Ehefrau und ein Kind kann ich mir ohne Risiko-Zuschläge nicht vorstellen.

Allerdings frage ich mich hier auch, was du überhaupt wissen willst, denn deine fraglichen Forderungen kann ich nicht einordnen, da ich sie ja auch nicht kenne.

Daher wären mehr Informationen sinnvoll.

Eine Frage kann ich auch nicht erkennen.  Ein ? bedeutet nicht immer, dass es sich um eine Frage handelt.

Gruß N.U.

Kommentar von Apolon ,

Ergänzung:

Beamter  -  31 Jahre / Ehefrau - 31 Jahre / Kind 1 Jahr

Beiträge mtl. ca. 530 €  - Top-Tarif

Beiträge mtl. ca. 380 €  -  Leistungsstarker Tarif mit kleinen Einschränkungen wie z.B. bei Sehhilfe + Zahnersatz.

Berechnet nach Beihilfe - Nordrhein-Westfalen.

Kommentar von DolphinPB ,

"Beiträge mtl. ca. 380 €  -  Leistungsstarker Tarif mit kleinen Einschränkungen wie z.B. bei Sehhilfe + Zahnersatz."

Nicht doch - was soll solche, die Tatsachen verfälschende, Werbung hier, haben Sie das nötig ? So kann doch nur ein Vertreter sprechen.

Der Vision-Tarif der DBV (auf den Sie hier abzielen) ist alles Andere als ein "leistungsstarker Tarif mit kleine Einschränkungen", und die "kleinen" Einschränkungen im Bereich Zahnersatz sind Alles Andere als klein.

Kommentar von Apolon ,

@dolphinPB,

wenn ein User der Meinung ist, mit seinem Einkommen nicht mehr aus zu kommen, dann sollte man Lösungen suchen um ihm zu helfen.

Dann kann man auch mal ein wenig abgespeckte Tarife akzeptieren.

Aber Sie scheinen sich mit den Visions-Tarif noch nicht im besonderen beschäftigt zu haben, denn sonst würden Sie hier solche Reden nicht schwingen.

Auch deckt er bei stationärer Behandlung die privatärztliche Behandlung bis zum 5-fachen Satz der GOÄ ab, was bei vielen Mitbewerbern nicht der Fall ist.

Gruß N.U.

Kommentar von DolphinPB ,

Also, erstens wissen wir noch nicht einmal ob er priat versichert ist.

Zweitens, ohne diese Kenntnis verbietet sich doch jeder Hinweis auf irgendwelche Tarife, mal von der Tatsache ganz zu schweigen dass willkührlich ausgewählte und oberflächlich pauschal ausgedrückte Leistungsmerkmale nicht hilfreich sind und sicher nicht zu irgendeiner Lösung beitragen.

Drittens, zum Vision mit dem ich mich natürlich schon regelmäßig beschäftigt habe. Das Preis-Leistungsverhältnis ist OK, mehr aber auch erst einmal nicht.

Und übrigens, weil Sie hier damit ja gelegentlich werben, wieso eigentlich nur bis zum 5,0-fachen Satz der GÖÄ im stationären Bereich. Das können manche Mitbewerber aber besser.

Kommentar von Apolon ,

 Also, erstens wissen wir noch nicht einmal ob er priat versichert ist.

Davon gehe ich aus, denn sonst hätte er bei dem Beitrag seiner Krankenversicherung keinen Bezug auf die Beihilfe genommen.

  für sich und seine Familie (trotz Beihife) ca. 800€

Kommentar von DolphinPB ,

Was hat denn die Beihilfe mit der Art der KV (GKV oder PKV) zu tun ?

GKV + Beihilfe ist doch möglich, wenn auch mit z.T. erheblichen Einschränkungen bei der Beihilfe.

Kommentar von Apolon ,

Dann sollten wir mal abwarten, ob sich der Threadersteller noch mal meldet.

Antwort
von Wasterei, 50

... sry ich meine "dass jemand, der 3.250€ netto verdient, und voll arbeitet, für sich und seine Familie (trotz Beihife) ca. 800€ Krankenkassenbeiträge BEZAHLEN MUSS"

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