Frage von Pinguin2201, 377

Ich bin Beamter im Ruhestand und ich habe mich noch vor der Regelaltersgrenze wiederverheiratet mit 62 jahren. Wie hoch ist die Witwen Pension bei Tot?

Die Problematik ist ich war schon vor der Heirat im Ruhestand und ich bekomme Mindestpension 59% von Hundert zuzüglich bekomme ich noch etwas Rente , da die aber wegen der Mindestpension eine Grenze überschreitet wird die " Ruhensregelung" angewandt. Bei meinem Tod möchte ich wissen, wieviel meine über 20 Jahre jüngere Frau dann als Witwenpension bekommt in Prozent. Bei der Witwenrente ist es ja so wegen des Altersunterschieds , dass die nur ein oder zwei Jahre gezahlt wird. Was ist danach , wenn die Witwenrente nicht weiter gezahlt wird, dann müßte doch theoretisch die "Ruhensregelung" von der Mindestversorgung ( Witwenpension ) wieder zurückgenommen werden und von diesem Zeitpunkt an wieder die Witwenberechnung zur Witwenpension von den nicht mehr betroffenen Ruhensregelungen Versorgungsbezügen berechnet werden? Also wieviel würde meine Frau nach meinem Ableben bekommen, ( Rente , Versorgungsbezüge) Dauer meiner Ehe , derzeit 3 hjahre . Danke für die schwierige Antwort

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Antwort
von wabby58, 326

Könnte sein, dass es inzwischen unterschiedliche Regelungen in den unterschiedliche Landesbeamtenversorgungsgesetzen oder dem Bundesbeamtenversorgungsgesetz gibt. Wahrscheinlich ist es avber überall das gleiche: Die Ehe muss mindestens ein Jahr alt sein. Dann gibt es das reguläre Witwengeld, das sind 55 % des Ruhegehaltes des verstorbenen Beamten oder Mindestwitwengeld (55 % des Mindestruhegehaltes - das sind 65 % der Endstufe von A4 zuzüglich 30,68 EUR).

Ist die der Beamte innerhalb des ersten Ehejahres verstorben, kann die Witwe einen Unterhaltsbeitrag erhalten (wie oben beschrieben).

Antwort
von Apolon, 229

Manchmal hilft ein Blick ins Gesetz:

§ 19 Witwengeld

(1) Die Witwe eines Beamten auf Lebenszeit, der die Voraussetzungen des § 4 Abs. 1 erfüllt hat, oder eines Ruhestandsbeamten erhält Witwengeld. Dies gilt nicht, wenn

1.
die Ehe mit dem Verstorbenen nicht mindestens ein Jahr gedauert hat, es sei denn, dass nach den besonderen Umständen des Falles die Annahme nicht gerechtfertigt ist, dass es der alleinige oder überwiegende Zweck der Heirat war, der Witwe eine Versorgung zu verschaffen, oder
2.
die Ehe erst nach dem Eintritt des Beamten in den Ruhestand geschlossen worden ist und der Ruhestandsbeamte zur Zeit der Eheschließung die Regelaltersgrenze nach § 51 Abs. 1 und 2 des Bundesbeamtengesetzes bereits erreicht hatte.

§ 22 Unterhaltsbeitrag für nicht witwengeldberechtigte Witwen und frühere Ehefrauen

(1) In den Fällen des § 19 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 ist, sofern die besonderen Umstände des Falles keine volle oder teilweise Versagung rechtfertigen, ein Unterhaltsbeitrag in Höhe des Witwengeldes zu gewähren. Erwerbseinkommen und Erwerbsersatzeinkommen sind in angemessenem Umfang anzurechnen. Wird ein Erwerbsersatzeinkommen nicht beantragt oder wird auf ein Erwerbs- oder Erwerbsersatzeinkommen verzichtet oder wird an deren Stelle eine Kapitalleistung, Abfindung oder Beitragserstattung gezahlt, ist der Betrag zu berücksichtigen, der ansonsten zu zahlen wäre.(2) Der geschiedenen Ehefrau eines verstorbenen Beamten oder Ruhestandsbeamten, die im Falle des Fortbestehens der Ehe Witwengeld erhalten hätte, ist auf Antrag ein Unterhaltsbeitrag insoweit zu gewähren, als sie im Zeitpunkt des Todes des Beamten oder Ruhestandsbeamten gegen diesen einen Anspruch auf schuldrechtlichen Versorgungsausgleich nach § 1587f Nr. 2 des Bürgerlichen Gesetzbuchs in der bis zum 31. August 2009 geltenden Fassung wegen einer Anwartschaft oder eines Anspruchs nach § 1587a Abs. 2 Nr. 1 des Bürgerlichen Gesetzbuchs in der bis zum 31. August 2009 geltenden Fassung hatte. Der Unterhaltsbeitrag wird jedoch nur gewährt,
1.
solange die geschiedene Ehefrau erwerbsgemindert im Sinne des Sechsten Buches Sozialgesetzbuch ist oder mindestens ein waisengeldberechtigtes Kind erzieht oder
2.
wenn sie das sechzigste Lebensjahr vollendet hat.
Der Erziehung eines waisengeldberechtigten Kindes steht die Sorge für ein waisengeldberechtigtes Kind mit körperlichen oder geistigen Gebrechen gleich. Der nach Satz 1 festgestellte Betrag ist in einem Vomhundertsatz des Witwengeldes festzusetzen; der Unterhaltsbeitrag darf fünf Sechstel des entsprechend § 57 gekürzten Witwengeldes nicht übersteigen. § 21 gilt entsprechend.(3) Absatz 2 gilt entsprechend für die frühere Ehefrau eines verstorbenen Beamten oder Ruhestandsbeamten, deren Ehe mit diesem aufgehoben oder für nichtig erklärt war.

Dies trifft für Bundesbeamte zu.

Sollte das Landesbeamtenrecht zutreffen, dann suche dir bitte das entsprechende Landesversorgungsgesetz heraus.

Sinnvollerweise sollte die 20 Jahre jüngere Frau sich eine Arbeitsstelle suchen und für ihre eigene Rente etwas tun.

Gruß Apolon

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