Frage von Ellesmeraly, 75

Ich bin Autorin, schreibe einen Epilog . Dort stirbt der Hauptprota an Krebs. Doch habe ich keine Ahnung, wie ich die Szene dann dort im KH schreiben soll?

Ich weiß nicht genau, die Szene dort ablaufen soll. Anderseits weiß ich nicht, wie jemand aussieht, der gerade stirbt, oder wie er stirbt. Wikipedia gibt nur professionelle Sachen von sich.

Antwort
von Vegeta57, 47

Er überlegt sich, ob er zufrieden ist mit seinem Leben, was er hätte anders machen können und ob er bereit ist zu sterben mit einer riesen Portion Melodramatik.

Kommentar von Ellesmeraly ,

Hihi :D Danke auf jeden Fall. Nur war es schwer, meine Frage in ka wie vielen Zeichen zu formulieren. Ich meinte, wie sieht es denn aus, wenn jemand stirbt? Also welche Symptome. :D

Kommentar von Vegeta57 ,

jetzt hab ich mich um sonst reingesteigert. aber du kannst es dir ja überlegen, vielleicht änderst du ja was dran.

Kommentar von JohnWilliams ,

hahaha.. umsonst "reingesteigert" :D

Antwort
von Bethmannchen, 22

Du möchtest also schreiben, wie jemand aussieht, der gerade an Krebs stirbt. Als ob es in gerade der Szene nicht wichtigere Inhale zu schildern gäbe.

Wie dein Protagonist dabei aussieht ist nur dann wirklich wichtig, wenn die Szene aus der Sicht einer Person (kein Arzt, Schwester oder Pfleger) geschrieben ist, die deinen Protagonisten dann auch beim Sterben einfach nur genau beobachtet.

Deinem Protagonisten ist sein Aussehen während seines Dahingehens mit absoluter Sicherheit völlig egal. Der beschäftigt sich gerade gedanklich mit viel essentielleren Dingen.

Ärzte, Schwestern, Pfleger sehen da auch nicht genau hin, denn sie kennen das zur Genüge, dass sie daran keine Aufmerksamkeitseinheiten mehr verschwenden würden. Sie würden tatsächlich die "Fakten" wie in Wikipedia beschrieben sachlich für sich abhaken.

Es ist ein ungeschriebenes Gesetz, dass man den Sterbevorgang selbst nicht literaarisch beschreibt, wenn man nicht gerade wirklich einen Soziopathen näher umreißen und bis in seine tiefsen Abgründe vorstellen will. Wer da nur "glotzend beisteht" kann nur herzlos sein, keinen noch so geringen Bezug zu dem Sterbenden haben, ist hoffnungslos schwachsinnig oder Autist.

Personen, die am Sterbebett eines Menschen stehen, würden dazu später auch nie ein Wort verlieren, weil es pietätlos wäre. Deshalb werden solche Beobachtungen auch niemals in einem Werk ausführlich beschrieben. Deshalb findest du dazu auch so wenig.

Als Leser würde ich es schon für sehr merkwürdig und sogar pietätlos
halten, wenn sich jemand  in der Situation über das Aussehen des
sterbenden überhaupt Gedanken macht. Eine solche Person müsste schon der Erzfeind, oder der "gierig lauernde Erbe" des Protagonisten sein, der sich aus niedersten, perfiden Beweggründen damit gedanklich  beschäftigt.

Ein Epilog ist besonders bei dramatischen Werken gebräuchlich und soll meist Gedanken des Dichters ausdrücken oder Fragen beantworten, die im Buch oder im Theaterstück offengeblieben sind, oder geben „die Moral von der Geschichte“. Wenn deine Beschreibung des Sterbevorgangs dazu nichts klärendes oder erläuterndes oder erhellendes rüberbringen kann, dann kannst du sie getrost weglassen.

Kommentar von Ellesmeraly ,

Also ich meine das so, zb. Laura sitzt an dem Bett, wo ihr Freund gerade stirbt. Ich meine, wenn man erstickt, dann wird die Haut so bläulich oder so XD Aber ich weiß halt nicht, wie das so bei Krebs aussieht. Oder, ob man einfach da nur einschläft.

Kommentar von Bethmannchen ,

Da kommt es auf die Krebsart an. Bei Mundhöhlenkrebs wird man kaum sprechen etc, für ein Gruselheft ganz gut.Bei Lungenkrebs wird die Sauerstoffversorgung fehlen, also Trommelschlägelfinger, Luftnot, Ohnmacht geht in Tod über. 

Krebs im Endstadium ist hauptsächlich begleitet von Schmerzen und Erschöpfung. Die Person wird auf jeden Fall körperlich schwach, extrem mager und eingefallenund wegen starker Schmerzen sediert sein.

Deine Laura würde feststellen, dass sie seit dem Anfang der Erkrankung um mind. 20 Jahre gelatert erscheint. Aber wie schon geschreiben, ist das in dem Moment tatsächlich anathema. Niemsnd sieht sich das genauer an, oder denkt darüber nach.

Deine Laura würde eher darüber reflektieren, wie es begann, einzelne Stationen, den Leidensweg eben. Niemand, wirklich niemand, auch deine Laura, will wissen, was du da schreiben wilst.

An deiner Stelle wprde ich in der Szene vom Aussehen der Sterbenden fast ganz weggehen. Es ist das unwichtigste daran, und treibt auch keine <handlung voran. Es würde nur für deine eigene Eitelkeit da stehen, und jeder Lektor würde dir raten, es wieder heraus zu nehemen.

Antwort
von Anikamaaser, 35

Es ist die fantasy die in Frage kommt,der umfeld,die mitmenschen,Ärzte wie sie auf einen zu gehen,die Schwestern wie sie sich um einen kümmern,welche Atmosphäre und Wetterbedingungen es herrschen.und dann der letzte Ruhestand ,der Friede und die ruhe der letzten Minuten des patienten.

Antwort
von Jerne79, 17

Ganz ehrlich, solche Fragen verstehe ich nicht.

So ein Epilog erfüllt doch einen Sinn und Zweck, und was du damit bezwecken willst, kannst nur du selbst wissen. Schließlich kennst du deine Handlung, deinen Protagonisten.

Wie sollen nun also Außenstehende, also wir, wissen, was in dieser Szene passieren soll?

Kommentar von Ellesmeraly ,

Also, ich meine das nicht so. Es ist einfach nur schieße formuliert von mir. Z.B Ernestine sitzt an dem Bett und hält die Hand von ihrem Freund Kevin. Der stirbt gerade an Krebs. Ich weiß nicht, ob er dann einfach einschläft, oder erstickt. Das meine ich, verstehst du? :D

Antwort
von RuedigerKaarst, 10

Hallo,
es kommt natürlich auf die Geschichte an und dann hat man natürlich künstliche Freiheit, wie z.B. wie das Zimmer aussieht, Jahreszeit, Ausblick, piepsende Monitore, schnaufende Beatmungsgeräte, automatische Dosierungsgeräte für Schmerzmittel.

Eventuell solltest Du die Sterbeszene in ein Hospiz verlagern.

Kommentar von JohnWilliams ,

was ist dein Problem? Lern erstmal Deutsch.. "künstliche Freiheit" haha

Antwort
von Junkerbude, 39

Mach ein Praktikum im KH. Dort erlebst du Dinge, die du dann in dein Epilog einfließen kannst. Es muss authentisch sein, ehrlich ;) 

Kommentar von Ellesmeraly ,

Auf jeden Fall Danke :D Jedoch fehlt mir dazu leider die Zeit. Und ich bin noch nicht alt genug für Praktika...

Kommentar von Junkerbude ,

Lass dir dann Zeit, wenn du mehr auf Perfektion aus bist :)

Kommentar von Ellesmeraly ,

Danke :D

Kommentar von Rudolf36 ,

Dann bist du auch nicht alt genug, einen Sterbevorgang zu beschreiben. Weil du gar keinen kennst.

Antwort
von Vampire321, 1

Warum schreibst du nicht über etwas wovon du Ahnung hast?

Oder du gehst mal in ein sterbehospiz und redest mit den Leuten da...

DANN weißt du es!


Dann hast du auch gleich jemanden, dem du auf Seite 1 danken kannst!


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