Frage von DerGuteAlteBud, 143

Ich bin auch gegen die Waffenpolitik der USA, aber haben in folgendem Punkt die Waffenbefürworter nicht absolut recht?

Und zwar die gun free zones. Waffenbefürworter sagen immer, dass diese der größte Mist sind und dass diese zones sofort abgeschafft gehören. Und genau diesen Standpunkt teile ich. Solange es kein landesweites Verbot für Waffen in der Öffentlichkeit gibt, halte ich fun free zones auch für die absoluten Todesfallen.

Denn Schützen gehen statistisch verstärkt in gun free zones, wo üblicherweise kein Opfer bewaffnet ist und richten dort ihr Massaker an.... Also solange sich die Waffenpolitik der USA nicht grundlegend bessert, bin ich persönlich auch für die Abschaffung von gun free zones, da sie solche Bluttaten nur begünstigen.

Macht mich jetzt bitte nicht als Idioten runter... ich lasse mich gerne von euch belehren.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Galgenvogel1993, 44

Ja, die Waffenbefürworter haben recht. Und du hast den Grund dafür auch schon benannt, Massenmörder suchen sich immer den Weg des geringsten Widerstandes und am liebsten damit halt Orte, in denen ein "No Guns Allowed" Schild bestätigt, dass sie dort die einzigen Bewaffneten sind. 

Sonst (jaja, ich bin einer der Waffenbefürworter, ich gebs ja zu), ich seh nicht, was es an der Waffenpolitik der USA zu verbessern gibt. Kriminalität erhöht sich nicht durch lockere Waffengesetze und Mass Shootings gibt es auch nicht wegen Waffen, sondern aufgrund einer Kombination von blutrünstiger Presse und Politik, die jeden Massenmörder zum Märtyrer für scharfe Waffengesetze macht, und einer Generation mit ziemlich vielen Persönlichkeitsgestörten, die Berühmt werden wollen.

Kommentar von Gaskutscher ,

http://www.t-online.de/nachrichten/ausland/usa/id_76614724/schusswaffentote-in-d...

http://www.stern.de/politik/ausland/grafik-zum-waffenbesitz-viele-waffen---viele...

Beides vermutlich für dich nicht zitierwürdige da unzuverlässige Quellen?  ;)

Deine Überzeugung: »Man kann auch vom Blitz getroffen werden - daher pinkle ich immer gegen Weidezäune. Wenn es so kommen muss, dann ist es eben so.«

Wenn eine Gesellschaft das Recht haben will immer und überall Waffen tragen zu müssen (AR 15 beispielsweise, super handlich und stört auch nicht beim Inlineskaten :D ), werden auch Konflikte damit gelöst. "Spontaner Zugriff" nennt sich das dann.

Warum ich da definitiv anders denke als du? Weil ich davon indirekt betroffen bin. Einer der Vorgänger in meinem Beruf wurde - in Deutschland - von einem Amokläufer erschossen. Mit einer Waffe aus dem Besitz seines Vaters. Was würde wohl passieren wenn jeder mit so einer Waffe herumlaufen könnte?

Deine Argumentation: Nichts, denn dann wäre sicher keiner erschossen werden weil ja Abschreckung herrscht.

Sehe ich anders. Meine Sichtweise wird sich auch nicht mehr ändern. Deine aber vermutlich auch nicht mehr. Mein Fazit daher: Zum Glück ist der Atlantik zwischen uns und den USA mit ihren liberalen Waffengesetzen.

Kommentar von Galgenvogel1993 ,

Nein, die Quellen sind in Ordnung, ich bin soger überrascht, dass T-Online tatsächlich mal angibt, dass sie Suizide in die Anzahl der Schusswaffentoten mit einrechnen. Dass sie das dann mit den Toten US-Soldaten des 2.WK vergleichen ist dennoch unehrlich. Das war Krieg und von denen hat sich auch keiner ausgesucht zu sterben.

Auch ist unehrlich zu behaupten die Schusswaffentoten in den den USA seiem dem privatem Waffenbesitz zu verdanken. Laut dem Small Arms Survey Bericht "Elusive Arsenals - Gang and Group Firearms" hat die USA die doppelte pro-Kopf Anzahl von Gangmitgliedern wie Europa and sogar mehr als Mexiko (das trotz scharfer Waffengesetze die 4-Fache Mordrate hat). Diese Zustände mit Europa zu vergleichen um gegen Schusswaffenbesitz zu argumentieren ist lächerlich. Es gibt keine Korrelation zwischen Waffenverfügbarkeit und Kriminalitätsraten. Unsere Nachbarländer Österreich, Schweiz und Tschechien machen das vor. Dort ist auch der "Spontanzugriff" kein Problem und das hier in Deutschland der Spontanzugriff nicht gegeben ist, ist ebenfalls falsch, wenn man bedenkt, dass wir mindestens 20 Millionen illegale Waffen im Land haben. 

Wäre der ein Problem, müssten auch die lizensierten Waffenträger in den USA häufig straffällig werden, tatsächlich sind diese aber 5 mal weniger an Gewaltverbrechen beteiligt als die Durchschnittsbevölkerung, das kann man z.B. im Texas Department of Public Safety einsehen:

http://txdps.state.tx.us/rsd/chl/reports/convrates.htm

Mir tut es um deinen Vorgänger leid. Aber man kann einen Einzelfall nicht einfach mal zur Regel machen. Nur weil eine Privatwaffe missbraucht wurde, heißt das nicht, dass alle, oder auch nur die Mehrheit davon missbraucht wird (als das BKA das letzte mal nach legalen und illegalen Waffen unterschieden hat, wurden Legalwaffen bei ca. 3-5% der Schusswaffenmorde verwendet).

Kommentar von DavidMiller2016 ,

Wo leben hier manche eigentlich? Waffen an der Schule zulassen? Die
Schulen werden meistens durch Sicherheitsbeamte mit Waffen bewacht,
soviel mal zu dem Thema. Waffengesetze bringen gar nichts, wenn es in
den Ghettos trotzdem noch Waffen gibt.

Antwort
von Tellensohn, 33

Hallo

Mir ist es bewusst, dass es viele Leute gibt, die mit mir nicht einverstanden sind, aber:

England hat in Europa das strengste Waffengesetz. England hat aber auch die meisten Schusswaffentoten in Europa. Dies ist einfach erklärbar, alle Gauner und Gangster haben ja so quasi das Monopol auf Schusswaffen.

Mit einer (illegalen) Pistole hat der Räuber die Sicherheit, auch jedem Bobby überlegen zu sein. Schön für seinen Berufsstand!

In der USA hat der Staat New York ein sehr strenges Waffenrecht und dafür die meisten Schusswaffen-Verbrechen in den USA. Begründung siehe oben.

Nun die letzte Szene: Hätte sich der Massenmörder Brevik in Norwegen nur einem einzigen Studenten mit einer Waffe erwehren müssen, könnten heute viele Opfer noch leben. Brevik hatte aber keinen Widerstand zu befürchten, er hatte niemand abzuwehren und konnte ungehindert eine Stunde jagen Menschen jagen.

Merke, es ist nie die Schusswaffe, die tötet, es ist der Mensch der diese "Maschine" missbraucht.

Schönen Abend allen! 

Kommentar von Galgenvogel1993 ,

Kleine Korrektur, England hat mit Sicherheit nicht die meisten Schusswaffentoten in Europa. Laut Wikipedia für "Firearm Related Death-Rate" ist das Land mit den meisten Pro-Kopf Schusswaffenmorden Zypern, danach kommt Italien und Belgien. UK ist ziemlich weit am Ende. Richtig ist dennoch, dass Englands Waffengesetze nach hinten losgegangen sind, denn direkt nach dem Verbot stieg die Rate der Schusswaffenmorde für 7 Jahre an....

https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_countries_by_firearm-related_death_rate

Kommentar von WDHWDH ,

England zählt nur jedes 5. Delikt. auch eine Art von Statistik.

Kommentar von Namenlos002 ,

Na ja, weder in Italien und Belgien sind die Waffengesetze wirklich liberal, und in Zypern erst recht nicht...

Antwort
von Realisti, 61

99 % der Argumente gegen die Abschaffung der Waffen in den USA stammen von der Waffenlobbie. Sie scheuen sich auch nicht die Statistiken zu fälschen um ihre Geschäfte zu schützen. Leider nehmen sie auch Einfluss auf die Berichterstattung.

Es hat sich rausgestellt, dass wenn Bewaffnete erwiesenermaßen Unbewaffnete vor sich haben, sie seltener bis zum Äußersten gehen. Somit glaube ich nicht, dass die Gunfreezonen der Grund der Massaker sind. Das ist eine vorgeschobene Behauptung von Interessengruppen. Im Gegenteil, Täter nehmen weniger gefährliche Waffen mit, wenn sie weniger stark bewaffnete Gegner vermuten. Ihr Ziel ist ja nur der Stärkere zu sein, nicht Mord. Mord wird verstärkt eingesetzt, wenn die Todesstrafe droht, um dieser zu entgehen.

Kommentar von Galgenvogel1993 ,

Das letzte mal als ich auf einer Seite der "Waffenlobby" war, haben sie Rohdaten vom CDC und vom FBI zitiert. Von Statistikfälschung keine Spur, aber wenn du eine Bemerkt hast kannst du die mir auch gerne zeigen.



Es hat sich rausgestellt, dass wenn Bewaffnete erwiesenermaßen Unbewaffnete vor sich haben, sie seltener bis zum Äußersten gehen.

Um einen Beweis hierfür will ich dich auch bitten. Der amerikanische National Research Council fand nämlich heraus, dass Verbrechensopfer, die mit Schusswaffen bewaffnet sind und diese einsetzen das geringste Risiko für Verletzungen und Eigentumsverlust haben, auch Verglichen mit Widerstandslosigkeit (von der ja mitlerweilse generell abgeraten wird). 

Und was denn eine "weniger gefährliche Waffe" ist, will ich auch wissen. Für ein unbewaffnetes Opfer ist nämlich ein Messer genauso gefährlich wie eine Pistole und Messer werden generell schneller eingesetzt.


Antwort
von SaintsRowfour, 62

Nein Gun Free Zones bildet ein Schritt in die richtige Richtung. Aber da es hunderte millionen Waffen in der USA gibt werde ich 90 sein und dort hätte sich nichts geändert. Die Ammis sind total nationalistisch und patriotisch erzogen und da die gesamtem Geschichte Amerikas nur aus Blut und Unterdrückung besteht und dies indirekt von Generation zu Generation weitergegeben wird ist das ein hoffnungsloser Fall

Kommentar von Gaskutscher ,

Sie haben vermutlich noch immer Angst vor den bösen Rotröcken da die Franzosen ihnen nicht mehr beistehen können? :D

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