Frage von rudi2603, 35

ich bin am 26.3.61 geboren ,kann ich bu rente beantragen?

Antwort
von papavonsteffi, 6

Für alle nach dem zweiten Januar 1961 Geborenen gibt es schon seit 2001
keine gesetzliche Berufsunfähigkeitsrente mehr, denn diese wurde durch
die Erwerbsminderungsrente abgelöst.

An die Stelle der staatlichen Berufsunfähigkeitsrente tritt seitdem die so genannte Erwerbsminderungsrente, die, wie der Name ja schon erahnen lässt, gezahlt wird, wenn der gesamte Erwerb gemindert ist, das ist eine enorme Verschlechterung (natürlich wieder) zu Lasten der Versicherten.


Berufsunfähigkeit

= Man kann seinen angestammten Beruf nicht mehr ausüben

Erwerbsunfähig
= Man kann überhaupt keiner Tätigkeit mehr nachgehen

Sollte man also berufsunfähig werden, muss das noch lange nicht heißen, dass es auch vom Staat eine Leistung zu erwarten gibt. Nur weil man seinen angestammten Beruf nicht mehr ausüben kann, ist dies noch lange keine Aussage darüber, ob man nicht ggf. noch in der Lage ist, einen
vollkommen anderen Beruf
durchaus noch ausüben zu können.

Kurzfassung:

Bei Berufsunfähigkeit - also, wenn man seinen erlernten und ausgeübten Beruf nicht mehr ausüben kann - bekommt man seit 2001 vom Staat nichts mehr! In diesem Fall verweist der Staat auf frei gewählte andere Berufe, die man trotzdem noch ausüben kann ... die müssen auch nichts mit dem bisherigen Beruf zu tun haben, weder vom Enkommen noch vom Ansehen.

Beispiel: Ein Chirurg der einen Arm verliert, kann immer noch Pförtner sein. Ob er dabei - wie in diesem Beispiel - einen enormen Einkommensverlust hat, ist unserem Staat egal!

Entscheidend ist bei der seit 2001 geltenden Regelung für die Bewilligung einer Rente wegen Erwerbsminderung, dass jeder nach dem 2.1.1961 geborene Antragsteller auf jede beliebige Tätigkeit des allgemeinen Arbeitsmarktes verwiesen werden kann, und der Antrag auf Zahlung einer Erwerbsminderungsrente dann abgewiesen wird. So ist es
auch möglich, qualifizierte Fachkräfte auf eine unqualifizierte Tätigkeit zu verweisen: Kann diese unqualifizierte Tätigkeit dann wenigstens sechs Stunden am Tag ausgeübt werden, führt die Verweisung dazu, dass keine Rente wegen Erwerbsminderung gezahlt werden muss. Dabei hat der Rentenversicherungsträger für die Ablehnung der Rente wegen Erwerbsminderung auch keine konkrete Verweisungstätigkeit zu benennen.

Die Regelungen zeigen: Die staatliche Absicherung bei Berufsunfähigkeit ist lückenhaft und unsicher!

Deshalb sollte sich JEDER Arbeitnehmer den bezahlbaren "Luxus" einer privaten BU-Versicherung leisten. Wichtig dabei ist, dass man eine sogg. Selbständige Berufsunfähigkeitsversicherung abschließt, die nur leistet, wenn der Schadensfall eintritt ...  diese Art der BU-Versicherung ist für Jeden bezahlbar!

Die schlechte - von den Versicherungsvertretern aber immer gerne angebotene - Variante ist eine BU-Rente in Verbindung mit einer Kapitallebensversicherung. Diese Variante ist sehr teuer und hat derzeit praktisch keine Verzinsung!



Antwort
von Faihoc, 15

"Versicherte, die vor dem 02.01.1961 geboren und berufsunfähig im Sinne

des bis zum 31.12.2000 geltenden Rechts sind, können ab 01.01.2001 im

Rahmen einer Vertrauensschutzregelung eine Rente wegen teilweiser

Erwerbsminderung erhalten."

http://www.stmas.bayern.de/fibel/sf_b105.php entnommen am 13.8.16

nein, ich glaube nicht

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