Ich bin als freiberuflicher Journalist tätig. Darf ich für nicht-journalistische Tätigkeiten eine Rechnung schreiben?

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4 Antworten

Natürlich kannst du eine Rechnung ausstellen, es ist aber nicht freiberuflich unter § 18 EStG zu verstehen.

Gewerblich oder Einkünfte aus Leistung (§ 22 EStG).

Kommentar von hoaligamoasta
12.09.2016, 10:50

Danke, ich dachte mir schon, dass es so ist, da die Tätigkeit ja artfremd ist. Das heißt, ich müsste ich dann ein separates Gewerbe anmelden, oder?

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Das ist keine freiberufliche Tätigkeit.

Die richtige Antwort hast Du schon von @kevin1905 und @grubenschmalz bekommen.

Aber bei Deinem Sachverhalt fällt mir auf, wer  ist Dir so böse, dass er Dir zur Kleinunternehmerregelung geraten hat?

Eine unvorteilhaftere Lösung gibt es ja für Dich nicht.

Als Journalist bekommst Du doch Honorare nur von Unternehmen die selbst Umsatzsteuerabführen udn somit Vorsteuer abziehen können.

Warum verzichtest Du also auf die Vorteile der Regelbesteuerung?

Kommentar von hoaligamoasta
12.09.2016, 10:54

Danke, ich dachte mir schon, dass es so ist, da die Tätigkeit ja artfremd ist. Das heißt, ich müsste ich dann ein separates Gewerbe anmelden, oder?

Bzgl. Kleinunternehmerregelung ist es bei mir so, dass ich den allergrößten Teil meiner Einkünfte von einer öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt als freier Mitarbeiter bekomme. Die Rundfunkanstalt führt auch Steuer und Sozialabgaben für mich ab. Das wirklich voll freiberufliche ist nur ein geringer Bruchteil meines Gesamteinkommens, weshalb sich die USt nicht lohnt.

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Selbstverständlich darfst Du als "Freiberufler" und "Kleinunternehmer" auch Rechnungen über Tätigkeiten schreiben, die nichts mit der Haupttätikeit zu tun haben.

Allerdings gilt auch hier die "gewerbliche Einfärbetherie".

Im Rahmen der Kleinunternehmerregelung gem. § 19 Abs. 1 UStG sollte dies aber kein Problem sein, da die Betriebseinnahmen unter dem Freibetrag zur Gewerbesteuer liegen.

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