Ich arbeite als Friseurin und fahre zu den Kunden. Meine Chefin zahlt pro Kilometer 0,30€. Die ARGE zieht mir davon 0,10€ ab dürfen die das?

... komplette Frage anzeigen

3 Antworten

Alle Einnahmen in Geld oder Geldeswert sind abzüglich evtl.Freibeträge anzurechnendes Einkommen !

Also JA,es darf angerechnet werden,allerdings kann man hier nicht pauschal von 0,10 € Kürzung pro Km ausgehen.

Du hast auf dein Erwerbseinkommen in der ersten Stufe deiner Freibeträge einen Grundfreibetrag von 100 €,der sich aus deinem Bruttoeinkommen nach § 11 b SGB - ll berechnet.

In diesen 100 € ist eine 30 € Versicherungspauschale enthalten + 15,33 € pauschal für Werbungskosten,ergibt zusammen dann 45,33 €,bleibt ein Rest von 54,67 € und diese müsstest du für deine Unkosten wegen der Beschäftigung erst einmal einsetzen.

Das Jobcenter würde auf Antrag pro Km für die einfache Strecke dann 0,20 € berechnen,dazu kannst du z.B. noch gesetzlich vorgeschriebene Beiträge / Steuern für Versicherungen geltend machen.

Hier kann das Jobcenter also nicht pauschal von den 0,30 € dann 0,10 € als Einkommen anrechnen,sondern muss das zunächst voll als Einkommen zu deinem anrechenbaren Erwerbseinkommen addieren,dass ergibt dann zusammen dein gesamtes anrechenbares Einkommen.

Erst danach kann man berechnen was dir laut Jobcenter für die Aufwendungen mit deinem PKW - zustehen würde,also pro Km für die einfache Strecke 0,20 € + die monatlichen Aufwendungen für z.B. KFZ - Versicherung und Steuern.

Das würde dann alles addiert und von deinem gesamten anrechenbaren Einkommen abgezogen bzw.von dem,was nach Abzug deines Bedarfes nach dem SGB - ll ( min. Regelsatz + die KDU - Kosten der Unterkunft und Heizung( Warmmiete ) noch übrig wäre.

Musst du denn ein Fahrtenbuch schreiben und bekommst danach dann deine Fahrkosten von 0,30 € gezahlt oder gibt es das monatlich pauschal ?

Du solltest vorsorglich einen schriftlichen Widerspruch einlegen,rechnest dir aus was du im Monat für die einfache Strecke an Km fahren musst,dass nimmst du dann mal die 0,20 € die dir das Jobcenter anerkennt.

Dazu dann noch deine KFZ - Versicherung / Steuern auf einen monatlichen Betrag berechnet.

Von dieser Summe ziehst du dann diese zu verbrauchenden 54,67 € aus den 100 € Grundfreibetrag ab und deine Fahrkosten die du monatlich vom Chef bekommst,dann solltest du den Betrag haben der dir von den Fahrkosten angerechnet werden dürfte.

Aber wie gesagt,normalerweise wird dies so gerechnet wie oben beschrieben,man kann hier nicht einfach mal 0,10 € pro Km von deinen 0,30 € abziehen,sondern muss das erst einmal als Einkommen ansehen und zu deinem anrechenbaren Einkommen addieren.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Nein, die Arge darf dir nichts von deinen Gehalt abziehen!! Wieso auch?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Nein, das Kilometergeld ist für das Fahrzeug gedacht und NUR dafür! Da dürfen die niemals dran. Wende Dich an einen geeigneten Advokaten, ohne Rechtsbeistand machen die Bagaluten was sie wollen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?