Frage von 36037z60363, 25

Hilft ein Arztbesuch der mir versichert das ich nichts habe?

Wichtig: Ich denke für Meine Frage werde ich weit ausschweifen müssen und einiges schreiben - wer also Lese Faul ist sollte lieber einer anderen Frage Beachtung schenken. Danke an alle die sich jedoch trotzdem die Zeit nehmen und sich meine Frage durchlesen.

Ich "leide" seit einiger Zeit unter Hypochondrie, Angst und Panik. Ich bilde mir ständig, bei den kleinsten Wehwehchen ein, etwas furchtbares zu haben, bei jeder Kleinigkeit bekomme ich Panik. Ich konnte mir mittlerweile schon eigenständig, halbwegs abgewöhnen ständig zu googlen was ich haben könnte - was es sein könnte o.ä.

Seit einiger Zeit habe ich das Gefühl keine Luft zu bekommen, als würde sich die Luft an einer bestimmten Stelle einfach aufhängen und nicht mehr weiterkommen. Manchmal im Hals, manchmal im Rachen und gelegentlich in der Brust. Alleine die Tatsache das es mal hier - mal dort ist sagt mir das ich nicht ernsthaftes habe, wenn es jedoch dazu kommt das die Luft mal wieder "hängen bleibt" bekomme ich direkt Angst, springe auf und kann kaum unterdrücken nicht in unfassbare Panik auszubrechen.

Vor kurzem, hatte ich zumindest laut einer kurzen Recherche einen einfachen "Schwächeanfall" des Kreislaufs. Langsam schwarz vor Augen - Schwindel - Rauschen auf den Ohren. Ich hatte das früher öfter, hat sich jedoch gelegt als ich begonnen habe mehr Sport zu machen als noch zuvor.

Als ich es vor einigen Tagen wiederbekam brach ich natürlich sofort wieder in Panik aus, bekam Angst und hatte seit diesem Zeitpunkt noch größere Angst einfach in Ohnmacht zufallen o.ä als zuvor. Dieser Zwischenfall hat mich in meiner "Selbsttherapie" mich davon abzubringen ständig in Panik abzubrechen Kilometer zurückgeworfen.

Meine größte Angst, ist wahrscheinlich die, vor dem Tod. Ich weiß nicht woher diese kommt. Ich habe Angst davor einfach umzukippen und nicht mehr aufzustehen - einfach einzuschlafen und nicht mehr aufwachen zu können. Ich habe ernsthafte Angst davor einzuschlafen, da ich Angst habe nicht mehr aufzuwachen - der "Schlaf" ist für mich eine Art Nah - Todeserfahrung.

Ich versuche stets höflich zu sein weil ich Angst davor habe das meine letzten Worte jemanden verletzen könnten, ich sage nicht einmal mehr "Gute Nacht" oder "Tschüss" weil das für mich unpassende/verletzende letzte Worte währen. Ich impliziere mit solchen Aussagen stets eine endgültige Verabschiedung - ich traue mich höchstens "Schlaf' gut" oder "Bis später" zu sagen.

Vor dieser Hypochondrie war ich voll und ganz ein Atheist. Ich bete zwar nicht, mittlerweile denke ich aber ernsthaft darüber nach was nach dem Tod kommt, ob es einen Gott gibt und was der wohl für ein Bild von mir hat.

Meine Beine sind ständig ganz weich, werden plötzlich ganz warm und wieder kalt, alles schläft ständig ein, es schlägt mir auf den Magen, ich bin ständig nur noch Müde und fühle mich kränklich. Schwindelig. Schlecht Luft.

Hilft ein Arztbesuch der mir versichert das ich nichts habe?

Es nervt mich.

Danke.

Antwort
von Andrastor, 24

Ein Arztbesuch kann natürlich helfen. Deine Erläuterung legt zwar die Vermutung nahe, dass deine Symptome deiner Hypochondrie zuzuschreiben und nicht das Produkt einer tatsächlichen Krankheit sind, aber ein klärendes Gespräch zu führen um tatsächliche Krankheiten auszuschließen ist nicht verkehrt, solange es nicht zur Gewohnheit wird.

Wenn du Angst vor dem Tod und dem was danach kommen mag, hast, dann kann ich dir nur raten dein Leben zu genießen.

Wenn du in einen Vergnügungspark gehst denkst du auch nicht daran wie schlimm es sein wird im Anschluss wieder nach Hause zu fahren, du nutzt deine Zeit so gut es geht und hast Spaß, damit du auf dem Nachhauseweg sagen kannst, "Das war es Wert!"

Dein Leben ist nichts anderes als ein Vergnügungspark. Du hast unendlich viele Möglichkeiten dich zu amüsieren, Spaß zu haben, Glücklich zu sein und dich produktiv zu formen und zu entwickeln. Nutze sie so, dass du auf dem Sterbebett sagen kannst, du hast dein Leben so gelebt, dass es lebenswert war!

Kommentar von voayager ,

schon Heinrich Heine merkte mal an, dass jeden Tag Kirmes sein sollte. Dem kann ich nur beipflichten.

Es wird daher Zeit, dass alle größeren Städte dauerhaft einen Vergnügungspark sowie dauerhaft Kirmesangebot bereithalten. Erinnert sei dabei an den Wiener Prater, der ja auch ständig im Betrieb ist. Wenn es dort funktionieert, dann auch in anderen Städten.

Antwort
von 5612Maria3478, 25

Hallo, Ich hab mir gerade eben deinen Beitrag durchgelesen und muss feststellen, dass es mit wirklich haargenau so geht wie dir.. Bei jeder Kleinigkeit wird sofort Dr Google gefragt und das ist vermutlich immer das schlimmste was man dann genau machen kann :(

Ich habe auch ständig ein Gefühl als würde mir der Brustkorb zugeschnürt, als wäre ein riesiger Stein mitten auf meiner brust... Es ist einfach ekelhaft... Ich habe zudem auch panische Angst bei jedem kleinsten stechen oder zwicken egal wo, dass es irgendwas schlimmes sein könnte...

Irgendwann hab ich es nicht mehr ausgehalten und bin zu meinem Arzt gegangen. Nach Bluttest, Brustkorb abhören und alles mögliche, hat sich herausgestellt, dass ich durch meine vielen Gedanken, die ich mir dauernd über alles mache, extreme Verspannungen in meinem Rückenbereich habe. Und diese Verspannungen führen nochmals verstärkt zu dem Effekt mit dem schlecht Luft bekommen etc... Als ich vor zwei Monaten im Urlaub war, hatte ich nicht einmal dieses Gefühl. Dies kam einfach davon, dass ich alles andere genossen habe und keinen Gedanken daran verschwendet habe.

Vllt würde es dir helfen, wenn du einfach mal zu deinem Hausarzt gehst, lässt ein Blutbild und alles drum und dran machen. Mit ihm kannst du oftmals auch am besten über deine Ängste und sorgen reden und der weiß genau was zu tun ist :) ich nehme nun auch seit einiger Zeit Herz Kreislauf tropfen, die helfen mir auch sehr.. Da ich durch meine PanikAttacken immer totales Herzrasen bekommen, sind diese tropfen schon mal eine richtige Hilfe, dann kann ich mich schon mal schneller wieder entspannen. Vllt weiß dein Arzt ja auch so kleine pflanzliche Mittel, die dich in so einer Situation entspannen :)

Antwort
von Barbdoc, 15

Es ist nicht möglich ausszuschließen, dass ein Patient an keiner noch so abwegigen Krankheit leidet. Es geht dabei nicht nur um die Kosten, auch die diagnostischen Maßnahmen sind vielfach für den Patient zu eingreifend ,um ins Blaue zu diagnostizieren. So ist es nicht zu verantworten, eingreifende diagnostische Eingriffe, wie z.B. die Punktion des Brustbeins oder des Nervenkanals in der Wirbelsäule vorzunehmen, ohne dass ein konkreter Grund davor vorliegt. Vielleicht sprichst du mal einem Psychiater. Da gibt's einige, die mit beiden Beinen auf dem Boden stehen. Alles Gute B.

Antwort
von AllButNotFunny, 13

Ich habe mir deine Frage kompkett durchgekesen ubd habe keine Ahnung von Ngst, aber Angst loest Stress aus, Stress verkrampft dich und verstaerkt den einen oder anderen negativen Effekt.
Ein Arztbesuch kann nie schaden. Vielleicht wuerde auch etwas Urlaub helfen.

Antwort
von Dahika, 11

Du  kannst zum Arzt gehen. Es ist halt die Frage, ob du dem Arzt dann glaubst, oder ob du zum nächsten Arzt rennst, weil der Erste vielleicht was übersehen hat. ETc...

Geh zum Psychotherapeuten.

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