Hyperlipoproteinanämie?

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3 Antworten

In der Mehrzahl der Fälle steckt eine Kombination aus erblichen und ernährungsbedingten Faktoren hinter einer Hyperlipoproteinanämie. Genaueres dazu sowie Ernährungstipps findest Du hier.

https://www.dr-gumpert.de/html/ernaehrung_hyperlipoproteinaem.html

Allerdings hat in der Regel die Ernährung nur wenig Einfluss auf die Cholesterinwerte - dazu kannst Du auch hier in meine Antwort schauen.

https://www.gutefrage.net/frage/cholesterin-werte?foundIn=answer-listing#answer126405433

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Ballaststoffe binden Überschüssige Stoffe wie zB Cholesterin und scheiden diese dann mithilfe von Wasser aus. 

In Fettstoffwechselerkrankungen sind meist zu viel Fette und Cholesterin im Blut. Die durchschnittliche Ernährung des Otto-Normalbürgers verschlechtert die Situation meist noch:

  • ONB: KH 40%, F 40%, P 20%;
  • DGE: KH 55%, F 30%, P 15%;
  • ONB - wenig Ballaststoffe, wenig weitere Nährstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe: Mehr Auszugsmehle, günstige/Niedrigqualitative LM, Fertigprodukte,
  • DGE - ballaststoffreich, bedarfsdeckend, ausgewogen: mind. 2/3 KHs Vollkorn, hohe Lebensmittelqualität, Frische Produkte

Eine Ernährungsumstellung auf die empfohlene Ernährung nach DGE richtet sich nach dem Bedarf des individuellen Körpers und unterstützt ihn somit nicht nur durch den erhöhten Ballaststoffanteil, sondern auch durch die notwendigen weiteren Nährstoffe und Helfer bei der Selbstregulierung.
Bei Mangel oder Überschuss (bzw einseitiger Ernährung) wird die Selbstregulierung des Körpers gehemmt - er kann zB Abfallstoffe nicht mehr so gut ausleiten oder überfordert akut die Organe.

Auch bei einer erblich bedingten Fettstoffwechselstörung wird die Ernährungsumstellung daher empfohlen um mögliche Störfaktoren zu verringern und den Körper so nicht noch zusätzlich zu stressen/belasten.

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OK, ich musste googeln: Typ 2 = familiäre Hypercholesterinämie. Das sagt mir dann schon mehr. :D Hat ca. einer von 500, ist also halb so wild. Vereinfacht ausgedrückt ist bei dir jeder zweite LDL-Rezeptor defekt. Das führt nur zu geringfügig und zeitweilig erhöhten LDL-Cholesterinspiegeln - weil der maximale Durchsatz geringer ist.

Richtig problematisch ist nur die homozygote Form (da hättest du aber Cholesterinwerte jenseits von 400 oder 500). Da sind alle LDL-Rezeptoren gestört und der LDL-Spiegel kann überhaupt nicht sinnvoll reguliert werden.

Ballaststoffe binden im Darm Cholesterin und verhindern so die (Wieder-)Aufnahme eines gewissen Anteils davon. Über die Nahrung aufgenommenes oder über die Galle ausgeschiedenes Cholesterin wird so dezimiert.

Wichtiger wäre aber eine generell kohlenhydratbewusste Ernährung. Die ist mindestens so wichtig, wie eine fettbewusste. Denn erst durch viele Kohlenhydrate (Insulinspiegel!) wird die körpereigene Cholesterinsynthese angeregt und zudem die Fettverwertung ausgebremst. Mit dem Effekt, dass mehr LDL und Cholesterin im Blut zirkuliert - egal ob du fettarm isst oder nicht!

Letzten Endes solltest du also "einfach" aufpassen, dass du kein Übergewicht bekommst. Das ist der größte Risikofaktor (neben dem Rauchen).

Von Statinen (Cholesterinsenker) halte ich persönlich übrigens wenig: Sand im Getriebe senkt auch den Verbrauch - trotzdem ein fragwürdiger Ansatz. ;-))

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