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Hunger in der Welt und Massentierhaltung: Wie sollte man seine Ernährung umstellen?

gefragt von ravenlaughter am 07.01.2009 um 19:14 Uhr

Fleisch essen wird immer mehr dämonisiert: Erstens, weil das meiste industriell und in Massentierhaltung gezüchtetes Tiermaterial ist, zweitens, weil in Anbetracht von Klimawandel und Hunger in der Welt der verschwenderische Fleischgenuss unmodern zu sein scheint. Was sagt ihr dazu?


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wildcat53
beantwortet von wildcat53 am 7. Januar 2009 19:16
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Am Besten ist es so, wie es die Menschen früher gemacht haben: am Sonntag gab es Fleisch und unter der Woche wurde meist fleischlos gegessen.

Wir kaufen direkt vom Bio-Bauernhof. Mein Mann ist Vegetarier und ich nicht. Ich esse selten, aber doch Fleisch und es schmeckt ;-)

Kommentar von joschkaiser am 9. Januar 2009 01:19

Das fleischlose Essen muss aber auch irgendwo her kommen und wir wohl auch in Massenproduktion hergestellt. Das ihr das beim Biobauern kauft beruhigt vielleicht euer Gewissen, bringt aber auch nix, wenn der Rest die Massenware verzehrt.

Kommentar von Fb0328ba7b2c4a98a26158c1d1b044b7smallMelanie11 am 10. Januar 2009 10:07

Ja, aber man kann nunmal erst bei sich selbst anfangen, oder soll ich jetzt für alle meine Bekannten auch einkaufen, von meinem Geld, um mein Gewissen zu beruhigen?! Ich kann mich doch nicht ständig hinter der Masse verstecken und sagen: ich würde ja, aber wenn's die anderen nicht machen, bringt's ja eh nichts und dann mache ich gar nicht erst den ersten Schritt.

Kommentar von joschkaiser am 11. Januar 2009 11:10

@ Melanie: An und für sich geb ich dir ja recht. Ich bezweifle nur, daß 6-7 Milliarden Menschen so ernährt werden können und deswegen bleibt das eine Nische und bringt nicht sehr viel. Anders würde es aussehen, wenn man alle Menschen mit bio versorgen könnte. Dann würd ich dir in allen Punkten recht geben.

Kommentar von Cefdc24e20d8d24e0e76bc6d6d86500bsmallwildcat53 am 10. Januar 2009 19:36

I am what I am!

Ich handle und kaufe so, daß ich es mit meinem Gewissen vereinbaren kann.

In meinem Haus achte ich auf umweltschonenden Umgang mit den Ressourcen, d.h. da wir leider eine Ölheizung haben, beheizen wir nur die Räume in denen wir uns aufhalten in einer moderaten Temperatur.

Ich reinige mit dem umweltverträglichen Essig und Waschsoda, was es zu reinigen gibt im Haus und verwende ausschließlich Produkte, die ohne Tierversuche und die nicht auf Mineralölbasis hergestellt wurden für die Körperpflege.

Ich wehre mich mit dem Strom zu schwimmen und lebe mein Leben genauso wie ich es für richtig halte.

Kommentar von Simple_avatar4smallAmelisa am 6. Februar 2009 16:11

DH ! Ich bin vollkommen deiner Meinung und sehr erfreut, dass es doch noch Menschen mit Verstand gibt, was man leider bei den meisten Antworten (allgemein bei gf)nicht behaupten kann! Vielen Dank!


anonym
beantwortet von homosapiens am 7. Januar 2009 19:15
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Ich kaufe nur noch Bioprodukte und Produkte vom Bauern! Ich kann da die Filme Unser täglich Brot und We feed the World empfehlen!

Kommentar von 4fca1136aac61129270e7d7468048ebbsmallNudelsternchen am 7. Januar 2009 19:16

gargamel2003
beantwortet von gargamel2003 am 7. Januar 2009 19:15
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ich habe ein Fleischfressergebiss und das wird wohl seinen Grund haben. Auch ich bin Natur.

Kommentar von 85c6343d946cfb3900a694492ea0897dsmallMarah am 7. Januar 2009 19:19

Du hast das Gebiss eines Omnivoren- ein reines Fleischfrssergebiss sieht anders aus...

Kommentar von Simple_avatar4smallAmelisa am 6. Februar 2009 16:15

Genau! Du kannst auch leben ohne Fleisch zu essen, echte karnivore Tiere können das nicht!


DietrichWachsmuth
beantwortet von DietrichWachsmuth am 8. Januar 2009 23:08
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Auch als ich noch Vegetarier war hatte ich nichts gegen Fleisch-Essen, wenn man das Tier selbst fängt, abhäutet, ausnimmt etc. Die Tierzucht ist ein Segen für die Entwicklung der Menschheit. Der große Fleischkonsum dagegen ein Fluch - macht aggressiv und fördert diverse Krankheiten. Die Massentierhaltung und Fresserei ist ein Verbrechen an der Menschheit, denn für die Ernährung eines Menschen mit Fleisch wird die Menge an Pflanzen gebraucht, von der 8 Menschen leben könnten. Der große Konsum von Backwaren und Getreide ist aber ebenso krankmachend! Am schlimmsten beides kombiniert (z.B. Gulasch mit Brötchen). Auch der Mensch mit "Sammler und Jäger" Genen kann überwiegend von Pflanzen leben (Blätter, Wurzeln, Früchte, Samen, Blüten), verträgt aber Brot schlechter als Fleisch und Fisch. Dazu gehören die meisten Menschen mit Blutgruppe Null (O). Auch für die reichen 50 g Eiweiß täglich. Und tagelange Enthaltsamkeit von tierischer Nahrung tut jedem gut, auch dem Fleischesser. Gruß DW

Kommentar von joschkaiser am 9. Januar 2009 01:21

Kann man das irgendwo nachlesen, mit den acht Menschen, das glaub ich nämlich nicht.

Kommentar von Fb0328ba7b2c4a98a26158c1d1b044b7smallMelanie11 am 10. Januar 2009 09:57

Das kannst du ruhig glauben, wenn es nicht sogar eine ziemlich vorsichtige Schätzung ist. Wenn du mal nach "Getreide für 1 kg Fleisch" googlest, findest du verschiedene Seiten, die mal von "mindestens 7 kg Getreide für 1 kg Fleisch", mal von "bis zu 16 kg Getreide für 1 kg Fleisch" sprechen. Gehen wir mal davon aus, dass man zur Erzeugung von 1 kg Fleisch lediglich 7 kg Getreide benötigt. 1 kg fettes Schweinefleisch, also das, mit den eisten Kalorien, hat 3110 kcal (laut novafeel.de). Da hat 1 kg Getreide, egal welches, schon etwas mehr, nämlich, wenn wir Weizen nehmen, was wir ja sehr viel verzehren, 3140 kcal/kg. Da mann aber zur Fleischerzeugung "mindestens 7 kg" "bis zu 16 kg Getreide" benötigt, könnten 7-16 Menschen mehr ernährt werden, für jeden Sonntagsbraten, den du mit deiner Familie isst!

Kommentar von joschkaiser am 11. Januar 2009 11:18

Die Rechnung ist falsch, da du annimmst man könne mit 1 Kilo Getreide genauso viel Menschen ernähren wie mit 1 Kilo Fleisch. Dem wird aber nicht so sein, da du ja selber sagst: um 1 Kg fleisch zu erzeugen braucht es 7 kg Getreide. Nun muss der Mensch ja aber auch sein "Fleisch" (Muskulatur)irgendwie erzeugen können und braucht dazu ja auch sicher mehr kg Getreide für ein kg Muskulatur. Was beim Fleischverzehr anders ist. Stichwort: "biologische Wertigkeit", kannst ja mal danach googeln.


Nudelsternchen
beantwortet von Nudelsternchen am 7. Januar 2009 19:15
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Kein Fleisch mehr essen!!!



Melanie11
beantwortet von Melanie11 am 10. Januar 2009 09:46
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Bin seit kurzem Vegetarier und achte auch schon lange darauf, nur wenig tierische Produkte zu verzehren. Ich verzichte auf mein Frühstücksei, was mir nicht sehr schwer fällt und ersetze Milch immer häufiger durch Sojamilch oder überlege mir andere Alternativen. Bei Sojaprodukten achte ich darauf, dass für ihren Anbau nicht der Regenwald abgeholzt wurde, was bei Alpro und bei Bioprodukte der Fall ist. Mit Bio liegt man, was die Fairness (z.B. die Ausbeutung der Farmer von Kaffee und Kakao), die gute Behandlung der Tiere und die Umweltfreundlichkeit angeht, MEISTENS auf der sicheren Seite. Habe mal gehört, dass Biofleisch etwas Umweltschädlicher sein soll, obwohl ich denke, dass nicht alle Faktoren betrachtet wurden. Außerdem sage ich immer: Wenn jeder nur die Tiere essen würde, die er auch selber schlachten müsste, oder es zumindest über's Herz brächte, dann wären viel mehr Menschen Vegetarier und man könnte allen "Nutztieren" ein würdigeres Leben ermöglichen. Und natürlich, wenn die Menschen auch mit den restlichen tierischen Erzeugnissen verantwortungvoller umgängen. Jeder sollte sich vor jedem Fleisch-, Milch- oder Eigenuss die Frage stellen, ob es denn unbedingt sein muss, oder ob man nicht in diesem Moment etwas pflanzliches verzehren könnte.


WilliWinzig
beantwortet von WilliWinzig am 7. Januar 2009 19:15
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ob unmodern oder nicht, entscheide ich....und mir schmeckts und es ist gesund

Kommentar von Fb0328ba7b2c4a98a26158c1d1b044b7smallMelanie11 am 10. Januar 2009 10:06

Ja, stimmt. Man hört ja täglich: Der Mensch isst zuwenig Fleisch und sollte mal lieber seinen Gemüsekonsum einschränken, damit er seine täglich Mindestration an Fleisch noch reinbekommt! Es gibt mehr reine Vegetarier, die sehr alt werden, als Menschen, die übermäßig viel Fleisch essen. Aber missachte ruhig deine Verantwortung gegenüber dieser unseren Welt, anderen Menschen und nicht zuletzt den uns "unterlegenen" und von uns "unterworfenen" Tieren, die meist, wenn sie nicht gerade das Glück haben, auf dem Biobauernhof zu leben, ein unwürdiges, erbärmliches Leben führen müssen; denen als Babies ohne Betäubung die Hoden abgeschnitten werden; die in ihrem eigenen Mist dahinvegetieren; die sich aus Platzmangel gegenseitig anknabbern; die sich nicht einmal umdrehen können; die niemals in ihrem Leben die Sonne sehen werden...


Kristall08
beantwortet von Kristall08 am 7. Januar 2009 19:16
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Da ich eh kaum Fleisch esse ist das für mich kein Problem. Ich mag auch diese Rindfleischburger nicht, kann also gut drauf verzichten.

Würde ich es mögen, würde ich den Verzehr einschränken.


sanne172
beantwortet von sanne172 am 7. Januar 2009 19:17
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Wenn man nicht Unmengen Fleisch konsumiert, und stattdessen lieber hochwertiges Biofleisch isst, kann man das verantworten.


Tabaluga1961
beantwortet von Tabaluga1961 am 7. Januar 2009 21:06
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Fleisch in Maßen von regionalen Bauern. Viel Gemüse. Es kotzt mich auch an, wenn so maßlos gefressen wird mit viel Fett.


Frau12345
beantwortet von Frau12345 am 9. Januar 2009 10:06
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Gegen die Lebensmittelindustrie sind wir weitestgehend machtlos. Das Mindeste, was wir tun können, ist verantwortungsbewusst der Natur gegenüber zu essen. Dazu gehört für mich z.B., die Einkäufe so zu planen, dass man am Ende möglichst keine Lebensmittel wegwerfen muss. Vor allem bei Fleisch denke ich an das Tier, das für mich gestorben ist, damit ich zu essen habe. Wer genug Geld dafür hat, kann seinen Fleischbedarf im Bioladen einkaufen, damit erhöht er zumindest sehr die Chance, dass es dem Tier zu Lebzeiten etwas besser ging. Natürlich ist eine vegetarische Ernährung auch eine Möglichkeit, sich von der Massentierhaltung zu distanzieren. Aber nicht alle Menschen können das, manche sind auf Fleisch angewiesen, um gesund zu bleiben. Andere wiederum profitieren sogar vom Fleischverzicht. Das kann jeder für sich selbst mal austesten.

Kommentar von Simple_avatar4smallAmelisa am 6. Februar 2009 16:23

Gegen die Lebensmittelindustrie sind wir machtlos? Schon mal was von der Macht der Konsumenten gehört? Wenn keiner mehr dieses "Zeug", was sie Lebensmittel nennen, aber eigentlich nur aus Chemie besteht kauft, wer ist dann machtlos?


albundysohn
beantwortet von albundysohn am 7. Januar 2009 19:17
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Dämonisieren ist etwas überzogen, einschränken ja, verzichten, nein. Unmodern finde ich einen Schwachsinn


anonym
beantwortet von Ludmilla81 am 7. Januar 2009 19:18
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Bist Du einer von diesen grünen Menschen.Soll doch jeder froh sein, dass er noch die Möglichkeit hat, so viel von dem zu essen was er möchte

Kommentar von Fb0328ba7b2c4a98a26158c1d1b044b7smallMelanie11 am 10. Januar 2009 10:00

Das ist ne zeimlich ignorante Einstellung, denn, abgesehen davon, dass sich jeder Mensch mit dieser Lebensweise selbst schadet (soll mir ja noch egal sein), hat doch jeder Mensch damit, dass es ihm besser geht als anderen, eine gewisse Verantwortung denen gegenüber, denen es nicht so gut geht! Aber sei du mal lieber froh bis an dein Lebensende, dass du fressen kannst, bis dein Darm verkrebst und sieh dabei denen zu, die das nicht können und hungern müssen, um deinen Blutfettwert stabil hoch zu halten!

Kommentar von Simple_avatar4smallAmelisa am 6. Februar 2009 16:25

DH ! Melanie11 !


DietrichWachsmuth
beantwortet von DietrichWachsmuth am 22. Februar 2009 20:25
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Zum Argument von Joschkaiser am 11.1.09: Ich habe mir die Rechnung nicht aus den Fingern gesogen, sondern von Wissenschaftlern übernommen. Es wird auch nicht 1 kg Getreide gegen 1 kg Fleisch gerechnet. Sondern es wird die Ernährung durch Fleisch gegen die die vollwertige Ernährung durch Pflanzen gerechnet. Ein Fleisch-Vieh braucht angeblich soviel Weidefläche, wie ausreicht um 8 Menschen ohne Fleisch zu ernähren! Aber auch das ist nur in den Regionen richtig, wo essbare Nutzpflanzen gedeihen. In der Tundra oder auf Grönland lebt man wiederum ökonomischer von Fleisch und Fisch. Sowohl wohl die klimatischen Anforderungen an den Menschen betreffen als auch die Anbaumöglichkeiten.

Viele Grüße von Dietrich Wachsmuth


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