Frage von Scheenyy, 122

Hundewunsch und Beruf, wie kann man das vereinbaren?

Hallo ihr Lieben, ich schreib hier, weil ich eure Melnungen, Antworten etc. hören will. Ich wünsche mir schon seit ich ein Kind war einen Hund. Jetzt bin ich 22 und wünsche ihn mir wieder bzw. immer noch. Als Kind konnte ich meine Eltern natürlich nicht verstehn, wieso sie einen Hund ablehnten. Jetzt tu ich das natürlich.

Jetzt wäre ich ja alt genug, um das selbst zu entscheiden und mich auch selbst darum zu kümmern.

Ich mache eine Ausbildung zu Erzieherin und werde in ca. einem Jahr fertig sein, wohne aber noch bei meinen Eltern. Natürlich werde ich dann irgendwann vollzeit, also 8 Std täglich arbeiten.

Meine frage an euch: wie vereinbart ihr Hund und beruf? Ist ein Hundesitter überhaupt sinnvoll? oder nehmt ihr den Hund mit zur Arbeit?

Ich brauch hier jetzt keine Moralaposteln, denn ich weiß, dass 8 Std zu lang für einen Hund sind. Mich würde eure Situation einfach interessieren:)

Dankeschön

Expertenantwort
von Berni74, Community-Experte für Hund, 37

Früher konnte ich meine Hunde mit zur Arbeit nehmen.

Dann hatte ich eine Zeit in meinem Leben, wo ich voll berufstätig war, da waren die Hunde wirklich die ganze Zeit (etwas mehr als 8 Stunden) daheim. Allerdings waren sie nicht alleine, ich hatte zu dieser Zeit 2 Hunde.

Aktuell habe ich "nur" einen Hund, und mein Mann ist fast jeden Tag daheim. Wenn er wirlich mal 2 Tage nicht da ist, was schon einmal im Monat vorkommt, ist meine Hündin die 8 Stunden alleine. Sie hat das Alleinesein langsam und über einen längeren Zeitraum aufgebaut gelernt und schläft die ganze Zeit entspannt.

Eine Freundin von mir hat ihren Hund 2 Tage in der Woche in einer Hundepension zur Tagesbetreuung, so daß er nicht jeden Tag alleine ist. Und nach dem Tag im "Kindergarten" kommt er auch ganz gut klar, wenn er sich mal nen Tag daheim ausruhen darf.

Wenn ich nur einen Hund hätte und voll arbeiten würde, dann würde ich mir eine Tagesbetreuung für meinen Hund suchen oder wenigstens einen Gassigänger, damit die Fellnase nicht an 5 Tagen in der Woche 8 Stunden alleine bleiben muß. Da hätte ich Angst, daß er seelisch vereinsamt...

Mir ist bewußt, daß das viele hier anders sehen. Aber ich finde, es gibt bei dem Thema (wie auch bei vielen anderen Themen) kein schwarz und weiß.

Wichtig ist für mich, daß die Zeit, in der ich mit dem Hund zusammen bin, intensiv gelebt und nur auf den Hund ausgerichtet ist, daß er geistig und köperlich ausgelastet wird. Außerdem muß der Hund das Alleinesein über einen längeren Zeitraum hin in ganz kleinen Schritten lernen.


Antwort
von Viowow, 40

hey:) mein hund kommt vormittags mit und nachmittags bleibt er ca 3-4 stunden allein. allerdings wohnen meine eltern gleich nebenan, sind also sofort zur stelle wenn mal was ist.

hundesitter hab ich ein/zwei mal versucht und letztendlich gelassen. "ich liebe hunde" reicht einfach nicht aus um mit unserem manchmal.nicht ganz einfachen kandidaten zu arbeiten. einzig eine freundin von mir bekommt das hin.

ich würde dir als idee vorschlagen: warte, bis du fertig bist(facharbeit ist kein zuckerschlecken) guck nach einem job, wo dein hund mit darf. (z.b. wohnhaus für menschen mit assistensbedarf) wenn du nicht unbedingt in kiga willst)

lg vio

Kommentar von wotan0000 ,

**hundesitter hab ich ein/zwei mal versucht und letztendlich gelassen. "ich liebe hunde" reicht einfach nicht aus**

Tja, ich hätte auf dem Nachbargrundstück auch eine *Hundesitterin*. Die käme nicht näher als 1 m an meinen Kleinen ran.

Wenn ich sehe wie die ständig an der Leine reisst, bleibe ich dabei: "kein Fremder bekommt meinen Hund an die Leine". :-)  (solange ich zumindest noch kriechen kann).

Kommentar von Viowow ,

ja, darauf kann man echt verzichten;)

Antwort
von ettchen, 24

Mein Hund ist fast immer dabei. Ich lasse ihn maximal zwei Stunden alleine, woran ich ihn aber auch ganz langsam herangeführt hatte.

Wenn man sich jobmäßig bedingt über längere Zeit nicht um seinen Hund kümmern kann, dann kann man leider keinen Hund halten. Als Alternative böte sich dann eine nebenberufliche Mitarbeit bei einem Tierschutzverein, Tierheim oder Hundeverein an.

Antwort
von auchmama, 35

Biete doch Deine Dienste als Hundesitter am Wochenende an! Tierheime sind auch immer dankbar, wenn jemand die Hunde ausführt.....

In Deiner jetzigen Lebenssituation möchte ich Dir dringend von einem eigenen Hund abraten. Du bist in einem Jahr fertig mit Deiner Ausbildung - und dann? Wo findest Du Arbeit, wie weit ist die Anfahrt......wo wohnst Du dann?

Selbst wenn man "nur" 8 Stunden arbeitet, muss man noch den Weg nach Hause, die Einkäufe und die vielen anderen Termine mit einplanen. Man ist also niemals nach 8 Stunden zu Hause und kann sich seinem Hund vollkommen widmen!

Würdest Du jetzt auch ein Kind wollen? Einen Hund kann man in gewisser Weise mit einem Kind vergleichen. Man ist für ganz viele Jahre in all seinen Entscheidungen gebunden!

Ich hoffe meine Worte wirken nicht so "moralapostelig" auf Dich - es ist aber die Realität ;-)

Kommentar von Scheenyy ,

Ich würde mir aus vernunftsgründen jetzt sofort sowieso keinen Hund anschaffen. Aber arbeiten muss man ja lange noch 8 Stunden am Tag, daher interessiere ich mich einfach für euren Alltag:)
Auch das mit dem Tierheim hab ich mir schon überlegt, aber man baut ja auch eine Bindung zu den Tieren auf.. Und wenn sie dann vermittelt werden.. ist es zwar für die Hunde das Schönste, aber da ich mich selbst kenne, weiß ich, dass mir das wohl sehr nahe gehen würde. Aber danke für deine Antwort:))

Kommentar von auchmama ,

Ist es nicht aber so, dass der Mensch in der Regel zu ALLEN Lebenwesen in seiner Umgebung eine Bindung aufbaut?

Wie lange diese Bindung besteht, weiß man doch im Voraus nie! Du kannst Dir also morgen einen eigenen Hund holen und dieser Hund ist in wenigen Monaten nicht mehr da, weil krank o.ä.!

Verstehst Du was ich Dir damit sagen will? Nichts ist für die Ewigkeit........denk mal drüber nach!

Hunde sind eigentlich die besten Vorbilder für Menschen wie Dich - sie leben im Hier und Jetzt und planen nicht im Voraus! Jedes Lebewesen, dem Du Deine Aufmerksamkeit schenkst genießt diese und Du bekommst etwas zurück - egal wie lange dieser Moment dauert ;-)

Antwort
von Binani, 18

Hallo,
Ich bin selbst Erzieherin und habe einen Cocker Spaniel. Ich bin 25 Jahre alt und habe eine eigene Wohnung, aber ich habe einen bzw. mehrere nette Nachbarn (Rentner) welche um die Mittagszeit mit meiner kleinen Maus raus gehen. Am Morgen und nachmittags bin ich dann für sie da.
Einen Hund mit zur Arbeit in den Kindergarten oder Hort zu nehmen ist fast unmöglich, denn es gibt ja auch gewisse Hygieneregeln.
Hoffe konnte helfen. LG

Kommentar von Scheenyy ,

Meine Hoffnung wäre vllt dpäter ein Waldkindergarten, da wäre es gut vereinbar.
Schön, dass es bei dir so gut klappt:)

Antwort
von MiraAnui, 36

Meine Eltern kümmern sich um die Hunde wenn ich arbeite.

Sollten diese irgendwann nicht mehr da sein und meine Hunde noch such ich mir eine Huta.

Auf die Arbeit kann und will ich meinen Rüden nicht mit nehmen, er würde sich dort zu Totelangweilen. Meiner Hündin würde sowas gefallen, dennoch bleiben sie zu hause bei meinen Eltern. Diese arbeiten zwar auch jedoch sind sie max 5 Std alleine

Antwort
von SarahHohnen, 13

Huhu, leg dir den Hund zu wenn du einige tage frei oder Urlaub hast, dann kann er sich an dich und die Umgebung gewöhnen, und du kannst ihn an das allein bleiben ein wenig gewöhnen, die 8h allein sind kein Problem wenn er sich dran gewöhnt hat, im Schnitt schlafen Hunde ca 20h täglich. Solange er wenn du da bist dann ausreichend körperlich und geistig ausgelastet wird , ist alles in Ordnung

Antwort
von marissahenke, 57

Hallo :)
Wir haben auch einen Hund und mein Papa und ich sind immer von 8 bis 18 uhr arbeiten meine Mama ist aber den ganzen Tag zuhause und so ist der Hund nie länger als 4 stunden alleine, wenn du alleine lebst und sonst niemand wirklich da ist würde ich davon abraten denn der hund braucht ja auch erziehung und alles und eine bezugsperson :)

Kommentar von Scheenyy ,

Ja, das ist natürlich perfekt. Meine Eltern arbeiten beide... aber auch wenn sie es nicht tun würden, würde ich ihnen diese Aufgabe nicht zumuten wollen. Es sit ja mein Wunsch und sie würden sich beide von sich aus keinen Hund zulegen wollen. 4 Stunden finde ich für den Hund in Ordnung

Antwort
von wotan0000, 30

Ich arbeite Vollzeit und mein Mann ist Zuhause. Bei Problemen nehme ich den Hund mit ins Büro.

Mein Hund zog ein, da war ich 44. Manche Wünsche müssen warten, vor allem, wenn es um ein Lebewesen geht.

Kommentar von Scheenyy ,

Tja das sagt mein Kopf auch. auch wenn mein Herz natürlich was anderes sagt. Dann muss ich entweder auf eine Stelle warten, bei der der Hund mitdarf. Oder eben bis man weniger Arbeitet..

Kommentar von MiraAnui ,

Oder geh stattdessen ins Tierheim, das hab ich gemacht bis ich meine eigenen Hunden bekam.

So sammelst du schonmal Erfahrungen 

Antwort
von Miri291, 43

Kennst du jemanden, evtl. Eltern, Rentner.. bei denen du deinen Hund in der Früh abgeben könntest und nach der Arbeit wieder holen könntest?

Kommentar von Scheenyy ,

Das war auch mein Gedanke. Es gibt bestimmt einige Familien/ Rentner die sich über einen Halbtags-Hund freuen würden. Nur ist das auch für den Hund sinnvoll? 

Kommentar von Miri291 ,

Naja, die perfekte Lösung ist das bestimmt nicht aber immer noch besser als wie wenn er 8 Stunden alleine ist. Und wenn sie sich mit ihm in der Zeit abgeben, spazieren gehen, spielen usw. dann ist das für den Hund doch auch gut.

Kommentar von Impressu ,

Ich finde es keine gute Lösung weil der Hund dann kein festes Zuhause hat und diese Abwechslung Stress verursacht, allerdings kommt das auch auf den Charakter des Hundes an

Antwort
von Johannisbeergel, 48

Eine jüngste Umfrage hat gezeigt, dass sich viele Arbeitnehmer wünschen, ihren Hund mit zur Arbeit nehmen zu können, aber nur etwa jeder 10. Arbeitgeber lässt dies zu. Inwiefern das vereinbar wäre mit deinem Beruf (wegen Allergien usw) ließe sich jetzt aus meiner Sicht nicht beurteilen. 

Ich persönlich bin in der gleichen Situation, wollte "Rahmenbedingungen" schaffen also große Wohnung mit Gartenstück usw bin grundsätzlich gerne viele Stunden in der Natur, aber bei mir scheitert es eben auch (noch) an den Verpflichtungen, mal mehrere Stunden abwesend zu sein. 

Ein Hundesitter wäre für mich keine Option. 

Kommentar von Scheenyy ,

Ich versteh dich. Ich denke 4 Stunden wären für den Hund in Ordnung. aber wer kann es sich schon leisten, sooo wenig zu arbeiten

Antwort
von Mesmeric, 43

hol dir keinen wenn du alleine lebst. hundesitter kostet geld

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