Frage von DogTapBusiness Profil - Light, 166

Hundeweibchen - kastrieren, oder nicht kastrieren ?

Es gibt sicher viele Argumente dafür und dagegen. Wie seht Ihr das ?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Foerdepfoten, 29

Darüber habe ich einen Artikel geschrieben: http://www.sonjakubovcsik.de/gut-zu-wissen/un-sinn-einer-kastration/ Das Buch, aus dem ich zitiere, kann ich jedem Hundehalter nur ans Herz legen!

Kommentar von Xineobe ,

Das ist aber sehr einseitig und leider ohne wissenschaftliche Quellen. Ein Buch kann leider jeder schreiben. Die wissenschaftlichen Artikel die angebliche höhere Tumorriskiken beschreiben wären interessant.

Auch dass viele Rüden hypersexen und durchaus mit der Kastration leiden vermindert werden kann.

Es gibt Kastrationschips, mit denen man wunderbar testen kann, ob ein Verhalten oder Symptome mit einer Kastration verbessert würden

Kommentar von Xineobe ,

Ohje, mal alles durchgelesen.

Wieder so eine Anti-Tierarzt-pauschalisierung. Das geht wirklich gar nicht.

Impfung:
- Ist auch nur ein Tollwutverdacht vorhanden, wird jedes Tier ohne Impfung direkt euthanasiert.

- Tollwut ist für den Menschen zu 100% tödlich, ist die Krankheit einmal ausgebrochen.

- Es ist nachweislich, dass gerade bei Junghunden, sowie alten Hunden der 3 Jahresrythmus nicht ausreichend ist. Es gibt dafür verlässliche Titerbestimmung.

- Druch die ganzen geretteten Straßenhunde kommen Pavo und co. wieder vermehrt nach Deutschland. Wer mal ein Tier hat verenden sehen, weiß wovon man da spricht.

- Wir sind ein "so gesundes Land" ohne große Tierseuchen, WEIL wir impfen. Impfmüdigkeit oder gehaltlose Panikmache gegen Impfungen werden auf langer sicht wieder zu Seuchenzügen führen.

Wurmkur:

- Chemie ist nicht gleich böse, Bio nicht gleich gut ;)

- Kotproben können einen Befall anzeigen, eine negative Probe heißt aber nicht gleich keine Würmer.

- Einfach mal durchlesen : http://www.tierarzt-rueckert.de/blog/details.php?Kunde=1489&Modul=3&ID=1...

Ich rate wirklich mal nicht die 2 großen "Anti-weil-dagegen-Bücher" nur zu nutzen. Sondern wirklich einmal die wissenschaftlichen Artikel lesen.

Denn nicht nur "Halbgötter in weiß" ist ein akutelles Schimpfwort, sondern "Biofanatiker ohne medinisches Wissen" ebenso ;) Man sollte einen Mittelweg finden

Kommentar von Foerdepfoten ,

Zum Stichwort: "Biofanatiker ohne medizinisches Wissen" kannst ja mal hier gucken: http://www.ganslosser.de/Literaturliste.pdf ;)

In meinen Augen hat das auch nichts mit Bionfantiker, sondern mit bewusstem Umgang vom Medikamenten, Kastrationen oder was auch immer zu tun... Es ist und bleibt immer eine Einzelfallentscheidung für jeden Hund!

Antwort
von VanyVeggie, 37

Hallo, 

bei diesem Thema gehen die Meinungen ganz schön auseinander. Meiner Ansicht nach hat eine Kastration nur Nachteile. 

Ich finde es sehr traurig, dass es inzwischen so selbstverständlich ist gesunden Tieren gesunde Organe raus zu operieren. Bei Katzen und Frettchen z.B hat man keine andere Möglichkeit, die Tiere würden dauerrollig/dauerranzig werden. Aber eine Hündin wird durch ihre Läufigkeit idR nicht gesundheitlich beeinträchtigt (gibt natürlich u.u auch Ausnahmen). 

Die meisten kastrieren entweder aus Bequemlichkeit, weil man zu faul ist die zwei Male Läufigkeit im Jahr auf die Hündin aufzupassen. Oder es wird aus Vorsorge kastriert um Gebärmuttervereiterungen zu verhindern. Allerdings finde ich vor allem Letzteres fraglich. Wie viele Hündinnen erleiden eine beispielsweise eine Gebärmuttervereiterung? Eine Kastration beim weiblichen Tier ist eine richtige OP wo der Bauchraum geöffnet wird, das ist ein Risiko für vielleicht nix. Wenn der Hund dabei drauf geht, dann ist das meist umsonst gewesen. Wenn man vorsorglich kastriert, dann müsste man vorsorglich den ganzen Hund auseinandernehmen, weil er könnte sich ja das Bein brechen, Herzprobleme bekommen und und und. 

Nein also meiner Meinung nach gibt es nur einen Grund zu kastrieren: Wenn wirklich ein gesundheitliches Problem vorliegt. 

Letztendlich entscheidet jeder selbst. Wenn du deine Hündin unbedingt kastrieren lassen möchtest, dann mach es aber bitte erst ab dem 2ten Lebensjahr. Bis dahin produzieren Hunde noch wichtige Hormone. Ansonsten sind sie nicht richtig entwickelt und haben meist im erwachsenem Alter noch ein typisches Welpen-Verhalten. 

Mit freundliche Grüßen

VanyVeggie

Antwort
von Buddhishi, 65

Hallo DogTap,

ich hatte neben Rüden auch zwei Hündinnen aus Tierheimen. Die erste habe ich kastrieren lassen, weil sie zu Scheinträchtigkeiten neigte und extrem darunter gelitten hat. Die zweite blieb unkastriert.

Beide sind sehr alt geworden und waren im hohen Alter inkontinent. Geholfen hat das Medikament 'Propalin'.

Ich denke, ohne Grund sollte keine Hündin kastriert werden. Risiken bestehen ja auch schon bei der OP einer Kastration und die Tage danach sind für die Hündin selbstverständlich auch nicht schön. Wenn möglich, würde ich das dem Mädel ersparen.

Alles Gute für Dich und Deine 'Fellnase' :-)

Buddhishi

Antwort
von KIttyHR, 49

Meine Rhodesian Ridgeback Hündin ist kastriert, da sie Verhaltensauffälligkeiten während ihrer Läufigkeit zeigte. Sie ist ohnehin schon kein einfacher Hund und daher haben wir uns dazu entschieden. Mittlerweile ist sie fast 7 Jahre alt und super gesund, schlank und fitt, wie immer schon. Meine nächste Hündin würde ich erstmal nicht kastrieren lassen. Wirklich nur, wenn es sein muss.
Ich finde, dass Kastrieren bei Hündinnen Vor- und Nachteile hat. Einerseits schütze ich meinen Hund vor Mamatumoren und anderen "Frauenkrankheiten" und erspare ihr den Stress während der Läufigkeit. Andererseits birgt eine OP natürlich auch immer Risiken und es kann nach der Kastration zb zu Inkontinenz führen. Es gibt noch viel mehr Faktoren, die dafür und dagegen sprechen.

Allerdings habe ich noch einen Rüden, den ich auf jeden Fall kastrieren lasse. Ich wohne mitten in Hamburg, wo es unglaublich viele Hunde gibt. Für Rüden ist es echt Dauerstress, wenn das ganze Jahr über läufige Hündinnen in der Nachbarschaft rumlaufen. Deshalb würde ich meine Rüden auch in Zukunft eher kastrieren lassen.

Kommentar von DogTap ,

Ist wirklich sehr schwierig zu entscheiden...

Kommentar von HannahHi ,

Das würde ich nicht puschal sagen ;) 

Nicht jeder Rüde reagiert gleich. Für viele ist es nicht einmal so ein Stress.

Ich würde niemals von anfang an schon entscheiden, ohne den Hund zu kennen.

Antwort
von MiraAnui, 54

Meine Hündin ist nur kastriert, weil wir einen Rüden dazu bekommen haben.

Sonst würde ich es nicht machen. Meine Hündin ist seit der Kastration inkontinet.

Ich halte null davon Tiere ohne medezinischen Grund zu kastrieren. Auch diese Begründung würde gegen Krebs helfen ist schwachsinn...

Freunde mussten ihre Hündinnen kastrieren lassen, da sie zu sehr starker Scheinträchtigkeit neigten (Milcheinschuss, etc)

Eine andere Hündin wurde während der Läufigkeit extrem unsicher und neigte zum schnappen, was außerhalb der Läufigkeit nie auftrat.

Fakt ist: eine Kastation ersetzt nie Erzeihung.

Kommentar von hauseltr ,

Ich halte null davon Tiere ohne medezinischen Grund zu kastrieren. Auch diese Begründung würde gegen Krebs helfen ist schwachsinn...

Die Kastration hilft nicht gegen Krebs, sondern sie verhindert bzw. erschwert die Bildung von Krebs in den Milchleisten. Soviel zum Schwachsinn!

Kommentar von MiraAnui ,

ich lass mir auch nicht meine Gebährmutter, Darm und Brüste abnehmen, weil vlt irgendwann krebs kommen könnte

Kommentar von Rothskuckuck ,

@MiraAnui

..Angelina Jolie hat's gemacht. ;)))

ich finde es auch nicht gut, ohne medinisch einleuchtende Argumente für eine Kastration zu kastrieren.

Kommentar von MiraAnui ,

Aber bei ihr wars ja in der familie...

Kommentar von Tarsia ,

Mal als Tipp gegen die Inkontinenz deiner Hündin: dadurch, dass die Gebärmutter entfernt wurde, fehlt Östrogen, das in der Region der harnblase für bestimmte Abläufe gebraucht wird. Gib ihr Östrogen dazu oder Alpha-Rezeptorblocker, dann hört die Inkontinenz auf :)

Antwort
von Repwf, 58

Ich kann nur von mir selber sprechen (bin quasi kastriert ;-) und würde es immer wieder tun!

Sollten Tiere ähnliche Krämpfe und Co bei ihrer Regel haben, dann kann es nur besser sein und merken das die Gebärmutter fehlt tut man nicht...

Von daher haben ich alle meine Tiere ohne schlechtes Gewissen kastrieren lassen 

Kommentar von Rothskuckuck ,

ist ja auch in Ordnung, wenn es medizinisch indiziert ist. Ansonsten ein klares Nein zur Kastration.

Kommentar von Repwf ,

War es bei mir nicht, war reine "Bequemlichkeit" in Bezug auf meine Periode!

ABER ich muss mich in sofern korrigieren das ich nicht kastriert bin sondern sterilisiert! Sonst müsste "Frau" Hormone nehmen ;-) 

Warum bist du so dagegen? Was siehst du als "Risiko" oder "Problem" ?

Kommentar von Rothskuckuck ,

äh, ich rede von Hunden.😉Was Menschen machen, können sie selbst entscheiden, aber bei Hunden finde ich es einfach nicht angebracht, ohne Not zu kastrieren.

Kommentar von Repwf ,

Ja, das ist mir klar ;-) ich schrieb es nur weil ich denke das ich es irgendwie "nachfühlen" kann bzw weiß das man eben nichts spürt ;-) 

Das Zusammenleben macht es gerade bei einer großen Hündin zB deutlich "Blutfreier" 

Kommentar von Rothskuckuck ,

😳😉

Antwort
von AnnaTeresaLe, 70

Also ich habe meine Kastrieren lassen aus dem einfach Grund, dass sie unglaubliche Schmerzen gehabt hat, wenn sie läufig war und darunter stark gelitten hat.

Es wird ja immer gesagt, dass das  Kastrieren gegen Krebs hilft und ähnliches. Komplett einig sind sich die Wissenschaftler bei diesem Thema allerdings nicht.

Ich würde das entscheiden je nachdem wie es deiner Hündin während der Läufigkeit geht.

Denn man muss wissen es ist halt ein Eingriff mit einer Vollnarkose und daher muss der Körper das ja auch verkraften.

Liebe Grüße

AnnaTeresa

Kommentar von DogTap ,

ein schwieriges Thema für das es verwirrend viele Antworten gibt...

Kommentar von AnnaTeresaLe ,

Oh ja, ich glaube auch, dass es nicht die eine richtige Antwort gibt, sondern das es einfach alles Einzelfallentscheidungen sind. Selbst wenn man vier Tierärzte aufsucht bekommt man wahrscheinlich vier verschiedene Meinungen.

Antwort
von Bimmarie, 19

Ich musste meine Hündin leider kastrieren lassen :( ich hätte es eigentlich nicht gemacht, aber sie war Schein trächtig. Sie hat nichts mehr gefressen , hatte Milch im gesäuge und hatte so ein Spielzeug was sie IMMER mit geschleppt hat. Und wenn man ihr es weggenommen hat , hat sie nur rum geheult.

Aber eigentlich bin ich gegen kastrieren , aber hier musste das sein :(

Antwort
von FuehledasMeer, 48

Wir haben unsere Schäferhündin kastrieren lassen, aus dem einfachen Grund weil wir noch nen Rüden haben und keinen Nachwuchs möchten. Sonst bin ich dafür, dass eine Kastration nur aus medizinischen Gründen gemacht werden sollte. Eine Kastration ersetzt keine Erziehung!!!

Antwort
von winnso, 23

Einen echt süßen Hund hast du!
Wir haben auch einen sehr süßen Hund:)

Antwort
von hauseltr, 42

Meine kastrierte Hündin ist mittlerweile 16 1/2 Jahre alt.

Bis auf alterbedingte Wehwechen geht es ihr gut und sie macht noch immer gerne ihre 2 km Spaziergänge mit viel Interesse an allen "Nachrichten", die man unterwegs so begutachten kann. Nur das Gehör ist gleich 0.

Kommentar von winnso ,

Schön, dass sie noch so gut dabei ist! Wünsche euch viele weitere glückliche Jahre!;)

Kommentar von Rothskuckuck ,

ich denke mal, du hast sie aus med. Gründen kastrieren lassen, nicht einfach so.

Warum sollten kastrierte Hunde nicht genauso lange leben wie unkastrierte?

Antwort
von Wohlfuehlerin, 48

ich denke, die frage wird an vielen orten im internet diskutiert.. schau doch mal in hundeforen nach.

Kommentar von Dackodil ,

Oder guck doch mal in dem beworbenen Buch nach, das auch die HA bekommen hat.

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