Frage von MinaKh, 119

Hundeverbot im Miethaus, darf jeder Hund verboten werden?

In unserem Mietvertrag steht das Hunde verboten sind, jedoch hab ich gelesen das Vermieter nicht mehr alle Hunde verbieten dürfen, sondern nur wenn der Hund z.B ständig bellt also gegen einen richtigen Grund.. Kann mir jemand helfen?

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Expertenantwort
von dsupper, Community-Experte für Hund, 22

Hallo,

nein, so stimmt die Aussage nicht.

Es ist nur nicht mehr erlaubt, dass in einem Mietvertrag grundsätzlich pauschal die Haustierhaltung verboten ist.

Vielmehr muss man nun selbst mit dem Vermieter in Kontakt treten und um die (möglichst) schriftliche Erlaubnis zur Hundehaltung nachfragen.

Selbstverständlich kann der Vermieter dies mit gutem Grund ablehen, er kann auch nur bestimmte Hunderassen (z.B. Listenhunde) ablehen, er kann jeweils einen Hund erlauben, einen Zweithund aber nicht etc. pp.

Und selbstverständlich kann diese Erlaubnis jederzeit widerrufen werden, wenn der Hund den Hausfrieden erheblich stört, sei es, weil er dauerhaft oder längeranhaltend bellt und jault, weil der Besitzer die Hinterlassenschaften nicht beseitigt, das Treppenhaus verunreinigt wird, ohne, dass sich der Halter darum kümmert, der Hund so schlecht erzogen ist, dass er die Mitbewohner ängstigt (weil er bellt und springt und knurrt) oder ähnliches.

Und nur, weil Nachbarn einen Hund halten, bedeutet dies nicht zwingend, dass auch den anderen Mietern die Hundehaltung erlaubt werden muss. Allerdings braucht es dann zur Ablehnung schon sehr gute, nachvollziehbare Gründe.

Gutes Gelingen

Daniela

Kommentar von MinaKh ,

Ich würde gerne meine Vermieterin drauf ansprechen und irgendwie eine Erlaubnis bekommen, nur leider weiß ich nicht wie ich ihr das sagen soll.. 

Ich habe ab und zu 2 Pflegehunde bei mir & gegen die wurde auch nie etwas gesagt von den Nachbarn aus.. 

Ein eigenen Hund zu haben ist schon sehr lange mein wusch gewesen.. Aber da ich schon seid 14 Jahren dort wohne konnte ich mir diesen Traum nie erfüllen 😔

Gibt es denn garkeinen weg außer umziehen? .. 

Kommentar von dsupper ,

Frag sie doch einfach - mit ein paar guten Gründen und den Zusagen, dass es zu keinerlei Belästigungen der Nachbarn kommen wird, sind die Aussichten, die Erlaubnis zu bekommen, doch sicher gar nicht so schlecht.

Antwort
von anitari, 27

Hund ist Hund. Egal ob ein Bernhardiner oder  Yorkshire Terrier, da macht der BGH keinen Unterschied.

Ein generelles Hundeverbot ist zwar unwirksam, dennoch warne ich vor Anschaffung eines Hundes ohne Zustimmung des Vermieters.

Der könnte dich  nämlich auf  Abschaffung des Hundes verklagen und Erfolg haben.

Dann mußt Du entweder umziehen oder das arme Tier weg geben.

Expertenantwort
von inicio, Community-Experte für Hund, 17

ob du einen hund halten darfst oder nicht haengst vom einverstaendinis des vermieters ab.

nicht vom verhalten das hundes.

der vermieter muss vor dem einzug eines hundes gefragt werden und muss einen grund nennen fuer die ablehnung. leider gibt es fuer vermieter unendlich viele gruende einen hund abzulehnen (verschmutzung von teppich oder dielen, verunreinigung von treppenhaus etc larm durch bellen...

ich nahm bei wohnungsbesichtigungen meine hunde immer mit. ausserdem habe ich eine gute hundehaftpflicht, die fuer evtl schaden aufkommt.

wir fanden immer eine wohnung -auch wenn es erst hiess: keine hunde!

Antwort
von ChangeMyLifex3, 34

Also ich miete auch ein Haus und hab nen Hund :)In der Hausordnung steht dass es verboten ist aber...Nein nichts!Es könnte nur sein das deine Nachbarn sich beschweren oder so 

VG Ich hoffe ich konnte helfen

Kommentar von inicio ,

hundehaltung ist von der genehigung des vermieters abhaengig. ohne erlaubnis kann man fistlos gekuendigt werden und muss evtl den hund ins tierheim bringen.

bitte gib hier keine falschen antworten!

Antwort
von L3fr3, 71

Wenn im Mietvertrag steht, dass Hunde verboten sind, sind alle Hunde verboten.

Ausnahmen gibt es bestimmt auch.. da musst du mit deinem Vermieter reden :)

Kommentar von AntwortMarkus ,

Die Klausel ist unwirksam. Man darf generell keine Tiere verbieten. http://www.t-online.de/ratgeber/finanzen/recht-steuern/id_68129210/mietrecht-hau...

Kommentar von MinaKh ,

Habe gestern meine Vermieterin angerufen und sie gefragt ob das Hundeverbot immer noch gillt, da ich gerne einen haben möchte was sich aber jetzt auch erledigt hat .. Es kam für mich rüber als könnte man mit der darüber garnicht sprechen.. Dabei sehe ich öfter 2 Nachbarn die selber einen Hund besitzen und im gleichen Haus wohnen .. 

Kommentar von Berni74 ,

Sehr ärgerlich, aber da kannst Du vermutlich nicht viel machen. Kannst Du Dir nicht eine andere Wohnung suchen?

Kommentar von MinaKh ,

Leider kann ich mir keine andere Wohnung suchen da ich noch bei meiner Mutter lebe und sie niemals für so etwas umziehen würde :( 

Kommentar von Dahika ,

WEnn Nachbarn im selben Haus einen Hund besitzen, ist das Hundeverbot hinfällig. Gleiches Recht für alle.

Kommentar von Berni74 ,

Das ist Dein persönliches Gerechtigkeitsempfinden - so ist meins ja auch.

Aber, wie in dem benannten Artikel schon steht, sind das immer Einzelfallentscheidungen, die letztlich dem Vermieter obliegen. Und wenn der im Interesse seiner selbst und der anderen Mieter entscheidet, daß in der Wohnung kein Hund gehalten werden darf, dann ist das so.


Die Interessen von Mietern und Vermieter sowie der übrigen Hausbewohner und Nachbarn müssen gegeneinander abgewogen werden.

Es kann ja auch sein, daß die anderen Hausbewohner keinen weiteren Hund im Haus haben wollen, weil sie Angst um ihren kleinen Pfiffie haben. Ich habe das selbst erlebt. 4 Wohnungen in einem Haus, 2 hatten kein Problem, wenn ich mit meinem Hund eingezogen wäre, die 3. Mietpartei, die selbst einen Westie besaß, war dagegen. Also hab ich die Wohnung nicht bekommen. Und genauso verhält es sich bei der Anschaffung eines Hundes.

Nur, weil Hundehaltung nicht generell verboten werden darf, heißt das leider (oder vielleicht auch zum Glück), daß sie generell erlaubt ist.

Kommentar von anitari ,

Gleiches Recht für alle.

Antwort
von AntwortMarkus, 59
Kommentar von Berni74 ,

In dem Artikel steht aber auch:

Laut "zeit.de" heißt es im Urteil des BGH weiter, dass eine "umfassende
Abwägung der im Einzelfall konkret betroffenen Belange und Interessen
der Mietvertragsparteien, der anderen Hausbewohner und der Nachbarn
erfolgen" müsse. Das heißt: Die Interessen von Mietern und Vermieter sowie der übrigen Hausbewohner und Nachbarn müssen gegeneinander abgewogen werden. Dieter Wall vom Deutschen Mieterbund
rät laut der "Süddeutschen Zeitung", in jedem Fall das Gespräch mit dem
Vermieter zu suchen, bevor Haustiere angeschafft werden.

Ich würde es tunlichst vermeiden, ohne Zustimmung meines Vermieters einen Hund anzuschaffen.

Kommentar von AntwortMarkus ,

Ich nicht. 

Kommentar von DarthMario72 ,

Ich nicht.

Da würdest du bald berechtigterweise eine Abmahnung und dann eine Kündigung wegen unerlaubter Hundehaltung bekommen

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