Frage von Oranzada, 122

Hundephobie was tun hilfe :/?

Also ich habe folgendes problem. Seit meiner Kindheit habe ich eine starke hundephobie. Wenn ich einen Hund sehe dann renne ich sofort weg. Ich gehe immer zu geregelten Zeiten aus dem Haus weil ich schon weiss wer wann mit welchem hund spazieren geht. Mein Freund versteht dies ja ist aber immer genevt wenn ich weglaufe. Ist ja fuer einen aussenstehenden echt seltsam. Es wird immer schlimmer. Ich wurde oft deswegen ausgelacht. Meine Eltern haben mich immer angeschrien dass ich mich nicht so haben soll. Den satz:"der tut nichts" kann ich nicht mehr hoeren. Wieso kommen Hundebesitzer auf die idee ihren Hund in der stadt freilaufen zu lassen? Is ja ni so dass es keine hundewiesen gibt-.- Seit dem ich 18 bin versuche ich einen Psychologen zu finden. Steh fast ueberall auf der Warteliste. Die wartezeiten sind :1,5-2 Jahre. Damit waere schon mal meine Jugend versaut. Auch in meiner Berufswahl schränkt mich dies ein. Ich gehe fast nirgends raus und Freunde treffen is auch nich drin. Ich denke mir immer etwas aus z.b.ich hab ne allergie au f hundehaare und so.... Es gibt ja sogennante angstblocker... Kann mir die auch mein hausarzt verschreiben? Wuerden die mir ueberhaupt helfen? Besonders macht mir angst dass wenn ich dann mal selber verantwortung übernehme z.b wenn ich irgendwann mal kinder habe dass ich nie mit ihnen rausgehen werde. Oder wenn ein hund kommt das kind alleine zurück lasse weil ich weglaufe... Ich bin in solchen Situationen nicht mehr ich selbst und habe nur eines im kopf: weglaufen. Gibt es hier welche mit ähnlichen Erfahrungen?

Antwort
von OoCanoO, 56

Hey du :)

Ich glaub hier gibt es sicher viele Trolls oder so die hier nicht deine Frage richtig beantworten oder Ähnliches.
Ich versuch dir mit meiner Antwort einen Rat zu geben aber ich sag jetzt schonmal.. Ich kann dir warscheinlich nicht helfen :/

Ersteinmal ist das echt belastend ich selbst hatte mal ne Spinnenphobie (dann auchnoch als Junge :D) und hab dadurch echt Probleme gehabt in Wäldern, Klo's etc.
Meine Lösung damals war einfach: Hey Can (mein Name) wenn du dich jetzt nicht raffst wirst du niemals die Spinnen vor denen deine Freundin selbst auch Angst hat weg räumen können. (Das ist für mich als Junge echt belastend gewesen weil ich mir dachte, ich kann mich doch nicht Weichei nennen lassen).

Naja so hab ich damals meine bekämpft. Um zu deiner zu kommen:

Ich selbst liebe Hunde aber eigentlich herrscht in Deutschland nein warte bei mir in Stuttgart herrscht Leinenpflicht für die Hunde außer auf Wiesen usw.
Falls du wirklich so große Angst hast wie ich damals... Such dir jemanden den du vertraust und einen Hund hat der auch wirklich brav ist und niemanden was tun kann. Vielleicht wirst du ja zur Hundeliebhaberin. Da musst du nun wirklich deinen eigenen!!! Willen ergreifen und das tun. Wenn ich dir das jetzt sage und du eigentlich das selber nicht tun willst dann wird es nichts.
Du musst von dir aus sagen Ja ich gehe jetzt zu dem Hund.

Es kann dir wirklich eine große Hilfe sein wenn du zu jemanden mit einem Hund gehst dem du sehr vertraust. Ansonsten musst du wohl oder übel warten :/ Und das willst du ja nicht :D

Liebe Grüße Can :)

Kommentar von Oranzada ,

Danke dir:) 

Antwort
von KIttyHR, 42

Das effektivste, was du jetzt tun kannst, ist die Konfrontation. In deinem Bekanntenkreis gibt es doch sicherlich Menschen mit super lieben Hunden. Am besten ist dieser Hund auch noch relativ klein, das gibt dir ein besseres Gefühl.

Eine Freundin von mir hatte auch immer Angst vor Hunden, da sie als Kind mal gebissen wurde. Ihre Angst war nicht so schlimm wie deine, aber sie musste meistens die Straßenseite wechseln, wenn ihr ein Hund entgegen kam.
Meine Rhodesian Ridgeback Hündin ist sehr groß, hat aber eine extrem ruhiger Ausstrahlung. Als die Freundin dann mal zu mir kam, haben wir es ausprobiert. Sie hat sich zu meiner Hündin ans Körbchen gesetzt und sich langsam mit ihr angefreundet. Jetzt freut sie sich immer, wenn sie meine Hunde sieht. Sie hat mir mal gesagt, dass meine Hündin der größte Hund ist, den sie kennt und dem sie am meisten vertraut.
Mittlerweile konnte sie ihre Angst dadurch gut in den Griff bekommen. Meine Hündin hat ihr beigebracht, wie man Verhalten deutet und wie man darauf reagiert. Außerdem hat sie gelernt, dass auch große, angsteinflößende Hunde ganz lieb sein können.

Am besten du suchst dir einen Menschen mit Hund, dem du vertraust und versuchst, dich ganz langsam heranzutasten. Stell dich erst einmal weit von dem Hund weg und komme Schritt für Schritt näher. Du wirst sehen, dass es garnicht schlimm ist. 😌

Antwort
von Dackodil, 20

Die einzige Therapieform, die ihre Erfolge wirklich wissenschaftlich belegen kann ist die Verhaltenstherapie.

Such im Internet oder Telefonbuch nach Therapeuten die diese Methode anbieten.

Von Konfrontation in Eigenregie kann ich nur abraten. Wenn man es nicht richtig macht, wird es eher schlimmer.

Glaub mir, ich weiß wovon ich rede. Ich habe lange unter einer Spinnenphobie gelitten. Ich will immer noch nicht mit ihnen kuscheln, aber sie beeinträchtigen mein Leben nicht mehr und ich kann sie rausbringen, wenn sie mich stören.

Kommentar von xttenere ,

Meine Worte !

Antwort
von Dahika, 11

Mach eine Verhaltenstherapie. Keine tiefenpsych. fundierte Therapie. Und Wartezeiten von anderthalb Jahren? Nein, das glaube ich nicht! Dann ruf den nächsten Verhaltenstherapeuten auf der Liste an.

Eine Verhaltenstherapie bei solch deutlich umrissenen Phobien dauert nie sehr lange.

Antwort
von FelixFoxx, 52

Wie wäre es mit Konfrontationstherapie? Such Dir einen Menschen mit einem gut erzogenen, lieben Hund, mit dem Du Dich ganz behutsam anfreunden kannst. Außerdem muss es für die Angst vor Hunden ja einen Grund geben, z.B. dass Du mal von einem gebissen wurdest.

Kommentar von Oranzada ,

Das ist es ja eben : ich weiss es nicht genau. Meine Schwester wurde mal von einem hund gebissen. Ich vermute dass icj als kind dabei war es aber nicht mehr weiss.

Antwort
von grandtheftsammy, 28

Hi Oranzada :)

Ich kann deine Angst voll und ganz nachvollziehen. Immer wenn du einen Hund siehst, meldet dein Gehirn Gefahr. Daraufhin versuchst du zu flüchten. An sich ist das vollkommen normal. Ohne Angst würden wir nicht leben. Wenn vor uns ein riesiger aggressiver Bär wäre, und wir keine Angst vor ihm hätten, na dann Prost Mahlzeit. Oder auch die Angst vor Höhen. Wenn wir keine Höhenangst hätten, würden wir ja auch die Klippe einfach hinunterspringen ohne uns was dabei zu denken :)

Die Angst ist also eigentlich etwas, was dich schützt oder besser gesagt beschützen möchte. Jedoch kommt es bei manchen Menschen so vor, dass die Angst falsch angesetzt wird. Passieren kann das durch ein Trauma in der Kindheit oder eine schlechte Erfahrung. Es kann auch durch einen anderen Einfluss entstanden sein, durch die Erziehung deiner Eltern oder ähnliches.

Auf jeden Fall kann dir in einer Therapie geholfen werden. Ich denke auch das eine Konfrontationstherapie richtig ist. Das hört sich für dich bestimmt beängstigend an, aber glaub mir, es wirkt.

Ich bin übrigens selbst ein Hundebesitzer. Ich wohne zwar auf dem Land und laufe nie mit Leine, da mein Hund hört und nicht wegrennt. Nur wenn ich in der Stadt bin mach ich ihn dran. Als Hundebesitzer will man seinen Hund die Freiheit gönnen, naja zumindest ich ;) Ich möchte es mir nicht vorstellen wie es ist sein ganzes Leben lang nur an einem Strick befestigt herumzulaufen. Klar ist es ein Tier, jedoch merke ich wie mein Hund ohne Leine viel glücklicher ist. Und wenn mein Hund glücklich ist bin ich es auch :D

Der Satz der tut nichts hört man an sich schon ziemlich oft. Ja. Man will einfach damit vermitteln das das Tier einem nichts tut. Eine 100 prozentige Sicherheit gibt es nicht, ein Tier handelt halt nach Instinkten. Es kommt darauf an wie der Besitzer den Hund auch erzogen hat. Ich denke mal das ich meinen Hund gut hinbekommen hab. Er ist ein kleiner Jack Russel Rauhaardackel und an sich ein verspielter und friedlicher Geselle. Und du wirst es mir vielleicht glauben oder nicht, ich hatte selber mal Angst vor Hunden. Zwar nicht in dem selben Ausmaß, aber dennoch schon so das ich mich nicht getraut habe sie zu streicheln. Erst als ich per Zufall bei einem Züchter war, und mein kleiner 12 Wochen alter Sammy auf mich zu gerannt kam verliebte ich mich <3 :D Dieses kleine süße Würmchen wich mir nicht mehr von der Seite. Ich überredete meine Mom dazu ihn zu kaufen ;) Seitdem liebe ich Hunde, egal ob groß oder klein. Sobald ich jemanden kennen lerne der einen großen Hund hat will ich ihn sofort sehen und streicheln. Ich hätte nie gedacht das ich mal ein Besitzer eines Hundes wäre. Nun bin ich es seit 9 Jahren und möchte es auch immer bleiben :)

Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg in der Zukunft. Du schaffst das! Glaub an dich, das wird schon. Es gibt immer Mittel und Wege es zu schaffen :) Liebe Grüße von grandtheftsammy ;)

Antwort
von xttenere, 30

Phobien ...egal welcher Art, sind eine Krankheit und können nur  mit Hilfe eines Facharztes geheilt, oder zumindest gelindert werden....( Gesprächstherapien...Hypnosen etc )

Scheue Dich nicht, die Hilfe eines Psychotherapeuten oder eines Psychiaters zu suchen.

Alle Kommentare, wie...das wird schon werden...Du brauchst nur Geduld...oder tu doch nicht so dumm, meiner tut nichts...etc. werden dir nicht helfen...im Gegenteil...Du wirst Dich immer mehr verkrampfen, wenn Du einem Hund begegnest.

Schäm Dich nicht, und such Dir einen guten Arzt ( Psychiater )....Du stehst nicht alleine da mit solch einer Angst....viele wollen`s nur nicht zugeben..

Antwort
von WolvesQueen, 18

Hast du Verwandte oder Freunde die einen Hund haben, der brav ist? Wenn ja dann könntest du mit diesem üben und zuerst mal viel Abstand zum Hund haben. Danach kommt ihr euch immer näher, aber nur so weit, wie es für dich noch geht. Wenn es dir zu viel wird kannst du abbrechen und es ein anderes mal wieder versuchen und wieder ein Stück näher gehen. Vielleicht wirst du es sogar schaffen neben ihm zu stehen und ihm vorsichtig zu streicheln. Der Hund muss aber wirklich gut erzogen sein und damit du dich sicherer fühlst, kann der Verwandte oder Freund ja neben dir oder dem Hund stehen. :)
Ich hoffe das hilft dir irgendwie weiter.

Antwort
von Welfenfee, 26

Diese Angst kann Dir kein Medikament nehmen. Sicher wird die irgendwie begründet sein und wenn man dann Situationen meidet, dass verfestigt sich die Angst.

Eine Freundin von mir hatte panische Angst vor Katzen, doch da ist es ja nicht so schlimm, weil die ja z.B. Draußen meistens nicht auf einen zukommen. Mittlerweile hat sie selber 2 Katzen als Haustiere.

Wenn man Tiere und deren Verhalten und Reaktionen nicht einschätzen kann, dann ist man ja eh vorsichtig. Dir kann da wirklich nur helfen, wenn Du einen Hund kennenlernst und zwar so richtig und nicht nur ein paar Stunden mit dem verbringst, sondern regelmäßig und dann mit dem Besitzer und dem Hund viel Zeit verbringst, gemeinsam spazieren geht usw. Aber erst mal vielleicht im Garten eine Zeit verbringen. Es gibt Rassen, da sind die Hunde vom Wesen her sehr sanft und auch nicht übermütig.

Schaue Dir auch kurze Videos an, die schöne Szenen mit Hunden zeigen, denn auch nur durch zusehen kannst Du viel lernen und einschätzen.

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