Hundepäärchen - Rüde wurd eingeschläfert, Hündin dran riechen lassen?
Bei einem Hundepaar ist der Rüde heute morgen eingeschläfert worden ( Tumor im Bauchraum ). Er war 14 Jahre alt. Die Hündin ist 13 Jahre alt, die haben ihr ganzes Leben gemeinsam verbracht. Jetzt die Frage: Wie geht man jetzt mit der Hündin um? Soll man sie an den toten Rüden schnuppern lassen, dass sie vielleicht instinktiv begreift, was passiert ist oder soll man ihr den toten Rüden komplett vorenthalten? Für Antworten wäre ich echt dankbar, denn dieses Thema kenne ich so gar nicht.
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Mein Beileid.
Ich habe auch schon mehrere Hunde beerdigen müssen und bin der Meinung, das man die anderen Hunde kurz Abschied nehmen lassen muss, indem man sie den verstorbenen Hund beschnüffeln lassen. Nur wenn sie von alleine hingehen, nicht zwingen und nicht locken, sich selber beobachtend im Hintergrund aufhalten.
Ich bin selber auch durch eine Hundefreundin darauf gekommen, dieses "zu wagen" vorher traute ich mich nicht..... "Beseitigt" man unbesehen den verstorbenen Hund, suchen die anderen ihn und verstehen nicht wo er ist. So wie Du es gemacht hast ist es gut! lg
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Also wir haben es gemacht, dass sie dran geschnüffelt hat. Sie hat sofort angefangen, den toten Rüden abzulecken. Dann stand sie kurz davor und ist wieder gegangen. Ich denke, es war richtig. Jetzt bekommt er ein schönes Grab und ich hoffe, dass sie nicht allzusehr leiden wird.
Kommentar von heligirlheligirl 08.07.2010Ich drücke euch die Daumen, dass sie gut drüber wegkommt. Für mich fühlt es auch so an als hättet ihr es richtig gemacht.
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Ich würde ise auf alle Fälle schnüffeln lassen! Habe diesbezüglich zwar noch keine eigenen Erfahrungen aber im Freundes- und Bekanntenkreis sowie der Fachliteratur ist man sich relativ einig, dass es zumindest nicht schadet sie an ihrem toten Gefährten schnüffeln zu lassen.
Gerade wo beide Hunde eine Ewigkeit zusammen lebten würde ich es zulassen! Den toten Hund einfach mal 1-2 Stunden an eine kühle Stelle auf den Boden legen und die Gefährtin abschied nehmen lassen!
Mein Beileid an dieser Stelle!
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Meine Hündin hat den toten Rüden gerochen.Sie war sehr sehr traurig....Drei Wochen später wurde auch sie eingeschläfert,sie hatte Krebs....und nach dem Tod des Rüden hatte sie auch keine Lust mehr zu leben.
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das gleiche problem hatte ich vor einigen jahren auch....wenn der rüde plötzlich weg ist, dann kann es sein, dass die hündin ihn sucht....woher soll sie auch wissen, dass er tot ist....mein rüde hat mächtig gelitten, als seine schwester nach 13 jahren plötzlich nicht mehr nach hause kam...er hat sie gesucht und traurig in der ecke gelegen....mein fehler....ein freund von mir hat seinen lebenden hund an seinem toten kumpel noch schnuffeln lassen....der hat das dann einfach akzeptiert und auch nicht sonderlich gelitten...ich würde aus heutiger sicht, den partnerhund an seinem toten freund schnuppern lassen...
Kommentar von crittercritter 08.07.2010Interessant, diese unterschiedlichen Erfahrungen. Liegt es vielleicht an der Tierrase?
Kommentar von heligirlheligirl 08.07.2010Vielleicht hat es tatsächlich auch damit zu tun, ob sie die Krankheit vorher schon mitbekommen, oder ob das Einschläfern plötzlich ist.
Kommentar von malschauenmalschauen 08.07.2010das könnte ich mir auch gut vorstellen...und es ist vielleicht auch ein unterschied, wie lange die tiere als partner zusammen waren...ob sie sich sehr mochten oder sich nur geduldet haben...bei meinem rüden habe ich nach einigen wochen gemerkt, dass er die neue situation einfach akzeptiert, nach vielem warten an der tür auf seine schwester....heute genießt er es, dass er jetzt die alleinige hauptperson ist und natürlich verwöhnt wird...aber er ist auch schon ziemlich alt und wird auch deshalb etwas mehr hofiert :-)
Kommentar von heligirlheligirl 08.07.2010Meine waren auch 13 Jahre zusammen. Mein 2. ist uns zugelaufen. Die Dackeldame war immer der Chef. Aber die Distanzierung find eben schon an, als sie nicht mehr fit war. Ich habe das Gefühl, dass mein 2. es jetzt auch sehr genießt, weil er vorher natürlich durch die Krankheit definitiv immer Nummer 2 war.
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Zuerst einmal - ich trauere mit dir. Wir haben das gleiche vor einigen Jahren durch. Allerdings konnten wir beobachten, dass die Tiere auch auf zig Kilometer Entfernung wußten, was passiert. Unsere Cassy (Schnauzermix) ist mit dem Dackel meiner Eltern aufgewachsen. Die beiden Hündinnen waren ein Herz und eine Seele. Obwohl wir in Schleswig-Holstein leben und meine Eltern in Thüringen haben die beiden ständig irgendwie eine innere Verbindung gehabt. Ich wußte genau das Datum,nicht die Uhrzeit, wann unsere Dackeldame eingeschläfert werden sollte - sie war sehr alt und konnte nimmer laufen und, und, und .... auf alle Fälle war für sie die Spritze eine Erlösung. Na ja es war jedenfalls so, dass wir nachmittags zum Einkaufen fahren mußten, da sprang meine Cassy im Auto auf, jaulte wie wahnsinnig und sprang mir auf den Schoß. Abends rief ich dann meine Eltern an, es war genau der Zeitpunkt, als Heidi die Spritze gesetzt bekam... Unsere Cassy war von dem Zeitpunkt an nicht mehr der gleiche Hund... vor allem auch deshalb, weil unser Kater - Cassys Pflegekind - zu diesem Zeitpunkt auch schon sehr krank war mit Katzenaids. Er starb dann einige Wochen später. Cassy hat ihn auch beschnuppert, sich kurz neben ihn gelegt und ist dann weggegangen... Sie lebte übrigens auch nur noch ein paar Wochen, sie hatte sämtlichen Lebenswillen verloren, weil ihre beiden besten Freunde nicht mehr waren. Es war für mich erschütternd das mit ansehen zu müssen... Du solltest dich also nicht wundern, wenn deine Hündin jetzt depressiv wird. Die Tiere haben einen unheimlich sensiblen Draht zu einander und ich denke, sie weiss was passiert ist. Auf alle Fälle ist es gut, wenn sie Abschied nehmen kann - auch wenn sich das sehr menschlich anhört - aber unsere Hunde haben eine sehr empfindliche Seele. Viel Kraft in der nächsten Zeit euch allen. LG von Kerstin samt zwei- und vierbeinigem Anhang
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Erst einmal mein herzliches Beleid....habe auch 2. Hunde....kann deine Bedenken nachvollziehen. Meine Freundin hat den Rüden an ihrer ( auch wg. Krebs) 11.jährige Hündin auch einschläfernlasen und den Rüden anschließend die Möglichkeit des Abschieds gegeben. Er schien ihr sehr desinteressiert, aber es kann auch daran liegen daß er die Krankheit bei ihr auch schon länger mitbekam. Die 2. waren auch ein Leben lang zusammen. Ich würde es so machen.....Abschied ermöglichen...jeder Hund reagiert vlt. anders, doch es sind schon sensible Tiere, welche somit zumindest den Partner nicht weiter suchen. Einen Ersatzhund würde ich eher nicht empfehlen....lieber eine schöne Restzeit als "Einzelhund", gerade wenn die Hunde schon sehr betagt sind.Wünsche dir viiiiieeel Kraft für diesen schweren Verlust.
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Hallo Kaufe doch einen zweiten Hund! Was ich mir schwierig vorstelle, ist die Tatsache, das die Hündin immer einen anderen Hund um sich hatte, und nun nicht mehr. Das empfindet Sie als ungewonnt und macht traurig, würde ich mal behaupten.
Ansonsten würde ich die Hündin da auch nicht dran riechen lassen. Er ist einfach weg und fertig. Das ist in der freien Wildniss auch so....
Kommentar von ilsemarieilsemarie 08.07.2010Einfach einen anderen Hund kaufen finde ich nicht so gut. Das kann auch ziehmlich in die Hose gehen. Nach einer bestimmten Zeit vielleicht einen anderen Hund erstmal kennenlernen. Tierheim würde sich da anbieten.
Kommentar von AlleZeitderWeltAlleZeitderWelt 08.07.2010oder ne Welpe. Hündinnen verstehen sich eigentlich schneller mit anderen Hunden, als Rüden.
Kommentar von fischerhundefanfischerhundefan 08.07.2010auch Hunde können Trauer empfinden..........
Kommentar von timbo86timbo86 08.07.2010der alten dame nen welpen vorzusetzen halte ich nicht für verantwortbar
Kommentar von FellbatzFellbatz 09.07.2010Prima Ilsemarie,sehe ich ganauso wie du!Überhaupt,das ist ein sensibles Thema...es gibt nicht mal eben so einen Ersatz für einen jahrelangen Hundekumpel...ist ja keine kaputtgegangene Hose.Vor allem in solch hohen Alter, und einen Welpen schonmal garnicht, der braucht die komplettte Aufmerksamkeit sowie viel Zeit für Lernen und Erziehen...wo bitte würde das alte Hundchen bleiben....Nein bloß kein Welpe!
Kommentar von AlleZeitderWeltAlleZeitderWelt 09.07.2010Ich sehe das anders! Es gibt dort kein Königsweg. Es muss individuell vom Beitragsteller abgewogen werden. Auch Du Fellbatz schaust nicht in den Kopf des betreffenden Hundes rein... Ob das mit der Welpe richtig oder falsch ist..ich weiß es auch nicht. Aber mir scheint es so, als wenn hier einige Sachen zu sehr aus menschlicher Sicht gesehen werden. Aber der alte Hund...fühlt sich nun nartürlich einsam, ob dies der Mensch auffangen kann ist die Frage. Das Hunde auch Trauer empfinden können....ist doch wohl klar...niemand hat was anderes gesagt.
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Antwort von Fernrothund 08.07.2010
Na da müsste schon der Verwesungsgeruch eingesetzt haben,daß sich das evt. lohnen würde.
Hab aber aus Tierdokus (Mutter bleibt bei totem Kind...) mitgekriegt, das sich selbst das nicht wirklich lohnt.
Am besten ist denke ich noch ABLENKUNG . Noch besser, direkt nen neuen Hund!
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Erst einmal: Das tut mir sehr Leid! Ich habe heute vor einem Monat meinen Dackel einschläfern lassen müssen - ich weiß, wie schrecklich das ist. Ich hatte eigentlich alles für zuhause geplant, weil ich dachte, es sei wichtig, dass der 2. Hund es "erriecht". Meine Tierärztin sagte aber, die Hunde würden auf anderer Ebene kommunizieren, er wüsste es eh schon, d.h. er hat sie nicht mehr tot gesehen. Und tatsächlich war er auch den ganzen Tag über (vorher) wie depressiv. Aber seitdem stelle ich keine Veränderung an seinem Verhalten fest, eher Erleichterung. Mein Dackel hatte Cushing und Diabetes, war also lange schon krank. Und bei den Tieren ist es eben so, dass die das so mitbekommen und ein anderer ja dann auch schnell die Alpharolle übernimmt. Ich wünsch dir viel Kraft! Und sei froh, dass der 2. Hund da ist. Ist zwar kein Ersatz, aber man hat nihct plötzlich eine komplett leere Wohnung.
Kommentar von BabylonPunkBabylonPunk 10.07.2010Trägt zwar nichts bei, aber vielleicht interessierts dich... http://www.lausitz-wolf.de/index.php?id=544
lg :-D
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Sie merkt das schon,wenn er nichtr mehr da ist,aber sie weiss halt nicht warum...blöde Sache,ich würd das vielleicht tatsächlich so machen,wie Du das vielleicht vorhast... trauern wird der Hund so oder so,wahrscheinlich besser wenn Ihr es dem Hund so begreiflich macht,vielleicht erholt sie sich nur auf die Weisse wieder,wenn er einfach nur ohne einen ihr klaren Grund weg ist,dann ist sie auch traurig und das könnte sie noch trauriger/kränker machen...aber ich weiss es auch nich
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Ich würde es an Deiner Stelle nicht machen. Mit einer eingeschläferten Katze habe ich es mal erlebt, dass die zweite Katze von mir ungeplant in die Nähe der toten kam. Das arme Tier hat fast einen Anfall bekommen, alle Haare haben sich vom Kinn bis zum Schwanz aufgestellt. Sie stakste auf steifen Beinen nach einiger Zeit weiter und hat sich nicht mehr eingekriegt.
Kommentar von fischerhundefanfischerhundefan 08.07.2010Hunde sind Rudeltiere und haben ein gänzlich anderes Sozialverhalten als Katzen.
Kommentar von crittercritter 08.07.2010Das leuchtet mir ein. Danke für den Hinweis.
Gute Antwort. Nicht zwingen und abschied nehmen lassen. ilsemarie