Hundehaltung nicht erlaubt. Wie umgehen?

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12 Antworten

Das mit dem herum reichen wäre für den Hund eine Qual! So ein Tier braucht einen sicheren Platz wo er sich einleben kann und nicht alle paar Tage ein wächsel zwischen zwei Wohnungen.

Was du machen kannst ist dir eine Wohnung suchen wo Hunde erlaubt sind. 

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In meinem Mietvertrag steht, dass ich eine Hunde- oder Katzenhaltung mit meinem Vermieter absprechen soll. Dieser hat nun nein gesagt. 

Einfach nur nein sagen reicht als Begründung nicht aus. Laut aktuellem BGH-Urteil muss der Vermieter die Interessen aller Parteien berücksichtigen, Schau mal hier rein:

Zu Besuch wäre dieses kein Problem. Wie definiert man Besuch?
Welche Rechte habe? Darf der Hund hier auch "übernachten", sodass er vielleicht paar Tage hier ist und dann mal wieder 1 oder 2 Tage bei meinem Bruder?

Die Rechtsprechung besagt, das Besuch mit Hund in der Regel geduldet werden muss; Besuch eines Hundes ohne " Herrchen" nicht.

Wenn Dein Vermieter es trotzdem erlaubt, ist das ein Zugeständnis.

 Wann mache ich mich strafbar bzw wann ist es ein Kündigungsgrund? 

Wenn Du keinen Hund halten darfst ( mit entsprechender Begündung).

Du könntest jetzt versuchen gerichtlich durchzusetzen, dass Du einen Hund halten darfst; aber niemand kann Dir Garantie geben, das Du damit durchkommst und der Vermieter wird nicht erfreut sein.

Vielleicht mal mit dem Vermieter reden und fragen wieso Du keinen Hund halten darfst; mit entsprechender Begründung deinerseits kann man ihn vielleicht umstimmen.

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Wenn ein Hund zu Besuch ist, müßte  auch sein Herrchen oder Frauchen zu Besuch kommen.

So sehen es bzw. verschiedene Gerichte:

Der Besuch des Mieters darf sein Haustier für die Zeit des Besuchs
mitbringen. Die kurzzeitige Aufnahme von Tieren durch den Mieter,
beispielsweise als Notquartier für die Dauer des Urlaubs von Bekannten
oder Verwandten, soll dagegen nicht zulässig sein, AG Frankfurt/M. WuM
1988, S.157.Dies erklärt sich dadurch, dass zur vertragsgemäßen Nutzung einer Mietwohnung zwar sehr wohl der Empfang von Besuch gehört der auch mal länger als einen Nachmittag bleibt, aber nicht das Bedürfnis des
Mieters, Bekannten oder Verwandten eine Gefälligkeit zu erweisen. Für
solche Fälle gibt es Tierpensionen.

In diesem Sinne urteilte das Amtsgericht Rheine  (Az. 4 C 673/03). Es
verbot den Besuch eines Hundes, wenn der Besucher regelmäßig sein Tier
mitbringt, der Hund häufig auch nachts in der Wohnung verbleibt oder
sich dort täglich mehrere Stunden auffällt. Dann handele es sich eben
nicht mehr um einen vorübergehenden Aufenthalt.

Auch das LG
Frankfurt ging von einer Hundehaltung ist aus, wenn der Besucher eines
Mieters ständig einen Hund mit in die Wohnung bringt und der Hund dort
über Nacht bleibt  (LG Frankfurt, Urt.v.12.1.1988, Az: 2/11 S 276/87).

Ist laut Mietvertrag  die Hundehaltung ausdrücklich verboten, soll es dem
Mieter auch nicht gestattet sein, einen Hund im Durchschnitt zwei- bis
dreimal in der Woche für jeweils ca. 3 bis 4 Stunden in die Mietwohnung
aufzunehmen (AG Hamburg, Az. 49 C 29/05). Auch darf der Mieter einen
fremden Hund für den Zeitraum von lediglich 3 Tagen nicht beaufsichtigen
(AG Bergisch Gladbach, Az. 23 C 662/93).

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Ein Besuchshund ist ein Hund der mit seinem Menschen bei dir zu Besuch ist. Ein Hund der sich ohne seinen Menschen bei dir aufhält und auch ohne diesen über Nacht bleibt, ist ein Pflegehund. Auch diese sind genehmigungspflichtig.

Verweigert der Vermieter seine Zustimmung zur Hundehaltung, muss er dies begründen. "Ich will keine Hunde im Haus" ist keine Begründung. Du kannst auf Zustimmung klagen. (Was für das Mietverhältnis nicht unbedingt förderlich ist.)

Schaffst du dir ohne Erlaubnis des Vermieters einen Hund an, dann wird er dich abmahnen und verlangen, dass du den Hund wieder abschaffst. Tust du das nicht, folgt die fristlose Kündigung.

Schaffst du dir einen Hund an, den du immer für ein paar Tage zu deinem Bruder gibst, schießt du dir selbst ins Knie. Denn auch wenn du versuchst ihn als "Besuchshund" auszugeben, bleibt es bei einer regelmäßigen Hundebetreuung und ist damit wiederum genehmigungspflichtig. Ohne Genehmigung, folgt die Abmahnung, dann die fristlose Kündigung.

Wenn dein Vermieter das Hundeverbot ausreichend begründet hat, hast du keine Chance.

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Kommentar von ChicoMRC
24.03.2016, 13:06

meine Freundin die des öfteren bei mir schläft, hier aber nicht wohnt hat den Hund jetzt genommen. also zählt dies dann als Besuchs Hund?

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Generell dürfen Haustiere nicht verboten werden (Bundesgerichtshof, Az. VIII ZR 168/12). Allerdings müssen die Belange von Mieter, Vermieter und Nachbarn berücksichtigt werden. Außerdem kommt es auf die Größe des Tiers, sein Verhalten und auf die Wohnungsgröße an. Ebenfalls kommt es darauf an, was im Mietvertrag steht.

Die Tierhaltung erfordert laut Mietvertrag Zustimmung: Hier muss der Vermieter dann begründen wieso er ein bestimmtes Haustier nicht im Haus haben möchte. Gründe könnten dann beispielsweise Allergien von Hausbewohnern oder beengte Wohnverhältnisse sein. Kleintiere (Hamster, Goldfische, Schildkröten) sind nicht zustimmungspflichtig, da von ihnen keine Beeinträchtigungen ausgehen. Hunde und Katzen können ebenfalls erlaubt sein. Solange von ihnen keine Störung / Gefahr ausgeht (BGH, Urteil vom 14.11.2007, LG Freiburg WuM 1997, S. 175) oder Blindenhunde.

Hunde und Katzen dürfen generell nicht verboten werden (BGH VIII ZR 168/12). Allerdings dürfen Katzen und Hunde auch nicht ausnahmslos gehalten werden. Da auch die Interessen der Nachbarn berücksichtigt werden müssen, kommt es immer auf den Einzelfall an. Für Hunde gelten strenge Regeln als für Katzen. Hunde dürfen beispielsweise nicht alleine unterwegs sein (Verwaltungsgericht Schwerin, Az. 7 B 1076/01).

Siehe www.immobilien-einblick.de/haustiere

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Hi, wie wäre es mit einen Umzug? Das wäre wohl das unkompliziertere, vielleicht lässt sich so auch der Vermieter eher drauf ein, wenn du sagst das der Hundewunsch so gross ist, das du dann eben auch ausziehen willst. Zumal du ihn auch auf die rechtliche Situation hinweisen kannst, würde ihn schriftlich auffordern eine sachliche Argumentation für sein Verbot abzugeben, denn dazu ist er verpflichtet. Wenn du da eine schriftliche Antwort bekommst die immer noch im Verbot endet, kannst du damit zum Rechtsanwalt, Verbraucherschutz oder Mieterschutzbund, die beenden das ganze dann in deinen Sinne ;)

ABER verurteile bitte kein Tier dazu ein Wanderpokal zu werden, das hat nix mit einer verantwortungsbewussten Tierhaltung zu tun, sondern wäre Egoistisch.

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sodass er vielleicht paar Tage hier ist und dann mal wieder 1 oder 2 Tage bei meinem Bruder?

ein hund lebt ca. 15 Jahre, willst Du sowas so lange durchziehen und Dir und auch dem Hund ein solches Theater so lange zumuten? 

Such Dir doch einfach eine hundefreundliche Wohnung samt Vermieter und diese Sorge ist vergessen.

Wenn der Vermieter Hundehaltung untersagt, dann wirst Du sicherlich auch Ärger mit ihm bekommen. denn er wird diesen Hickhack sehr schnell durchschaut haben.

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Hallo ChicoMRC,

wenn du es ohnehin mit dem Vermieter absprechen sollst dann solltest du ihm doch auch folgenden Fragen:

Wie definiert man Besuch? Welche Rechte habe? Darf der Hund hier auch
"übernachten", sodass er vielleicht paar Tage hier ist und dann mal
wieder 1 oder 2 Tage bei meinem Bruder?

direkt stellen.

Bzgl Recht usw solltest du dir wohl ein "geeignetes" Rechtsforum oder direkt einen Anwalt suchen. Wer weiß ob die hier gegebenen Antworten auch so mit dem Gesetz übereinstimmen.

Lg

HelpfulMasked

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Es ist ein Kündigungsgrund, wenn Sie gegen das ausdrückliche  Verbot des Vermieters handeln. Er wird die Hundehaltung abmahnen und Ihnen für den Fall der Mißachtung seiner Abmahnung die fristlose Kündigung in Aussicht stellen.

Mit Ihrer Entscheidung zur Hundehaltung gegen den Willen des Vermeiters handeln Sie sich eine Menge Ärger ein. Sie fliegen letzlich raus oder müssen das Tier wieder abgeben.


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Dein Plan ist nachvollziehbar, aber überleg mal: so wird der Hund ständig hin- und hergeschoben. Paar Tage bei Dir, paar Tage bei Deinem Bruder.

Das wäre auch keine zufriedenstellende Lösung für das Tier, da es dann ständig einen anderen "Rudelführer" hätte.

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Solange ihr vermieter nicht gesagt hat wie lange ein Besuch für ihn ist kann ein besuch auch über eine Woche bleiben nur man sollte nicht übertreiben

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