Frage von bellebisaryee, 260

Ist Hundehaltung generell verboten?

Hallo,

mein Freund und ich wollen uns einen kleinen Hund anschaffen (Schulterhöhe ca. 25 cm, also nicht größer als eine Katze). Wir leben zur Miete und unser Mietvertrag besagt, dass das Halten von Hunden und Katzen „nach Vereinbarung“ geregelt wird. Nun habe ich meinem Vermieter von meinem Vorhaben erzählt und um Erlaubnis für den Hund gebeten. Daraufhin sollte ich ihm die Rasse des Hundes nennen - es handelt sich um einen kleinen Mischlingshund, ich habe ihn selbst schon besucht, der Hund ist super lieb und gehorsam. Dies schrieb ich dem Vermieter und er hat mir die Haltung des Hundes verboten, grundlos. Ich fragte dann, welche Rasse denn erlaubt wäre und er sagte mir, dass Hundehaltung generell nicht erlaubt ist. Ist das so zulässig, wenn im Mietvertrag doch „nach Vereinbarung“ steht?! Muss er mir nicht immerhin die Störfaktoren aufzählen? Mir kommt die Entscheidung sehr willkürlich vor. Hätte ich gewusst, dass die Haltung eines Hundes generell verboten ist, wäre ich nicht in die Wohnung eingezogen! Was meint ihr..Habe ich noch eine Chance, den Hund bei mir aufnehmen zu dürfen?

Vielen Dank!

LG, Belle

Antwort
von FeeGoToCof, 139

Meine ehrliche Meinung:

Wer bereits bei Abschluss eines Mietvertrages plant, sich einen Hund anschaffen zu wollen, spricht dies unverzüglich an und lässt es sich ggf. zusichern. Weigert sich der Vermieter, der Bitte nachzukommen, kann man seine Konsequenzen ziehen und lässt die Unterschrift im schlimmsten Falle bleiben.

Jetzt damit anzukommen, bringt nichts. Es steht - "nach Vereinbarung" - .

Nun, wie es aussieht, hat der Vermieter jetzt entschieden, dass vereinbart ist, keine Hunde halten zu dürfen.

Theorie und Praxis klaffen hier wieder mal weit auseinander. Langfristig wird es wohl nur Ärger geben und ich würde eine Entscheidung treffen. Für Hund, dann kündigen, oder gegen Hund, dann bleiben.

Antwort
von TrudiMeier, 67

Generell kann der Vermieter die Hundehaltung nicht verweigern. Schlauerweise hat er das aber nicht in den Mietvertrag geschrieben. Ebenso kann er die Hundehaltung nur begründet verweigern. Das hat er nicht getan.  Das ist allerdings jetzt kein Freibrief für die Hundehaltung. Du hast die Möglichkeit auf Zustimmung zu klagen. Ob das von Erfolg gekrönt ist, sei dahingestellt, denn bis dahin fällt deinem Vermieter eine plausible Begründung ein. Außerdem kannst du nicht nachweisen, dass er Hundehaltung  generell verweigert, genaugenommen kannst du nicht einmal nachweisen, dass du überhaupt gefragt hast. Hättest du den ganzen Kram schriftlich, würden deine Chancen vor Gericht deutlich steigen. Allerdings würde unter diesen Umständen das Mietverhältnis erheblich belastet und dein Vermieter wird sich mit der Beseitigung von irgendwelchen, im Laufe der Zeit auftretenden Mängeln, bis zum Sanktnimmerleinstag Zeit lassen.

Tatsächlich wäre es sinnvoller, sich eine Wohnung zu suchen, in der Hundehaltung von vornherein gestattet ist. Ist halt einfach stressfreier.

Antwort
von Arya87, 36

Ein generelles Hundeverbot ist nicht zulässig. "Nach Vereinbarung" heißt aber, dass er das im Einzelfall verbieten kann. Wenn es tatsächlich vor Gericht geht, sollte er sich aber einen Grund überlegen. Denn erst nach der Rasse zu fragen und dann ohne Grund einen kleinen Hund zu verbieten sieht nicht gut aus. Das Verbot ist aber bei diesem Mietvertrag rechtmäßig, selbst wenn andere Mieter im selben haus Hunde halten dürfen.

Es gibt einen Fall, in dem der Vermieter die Tierhaltung im Mietvertrag grundsätzlich verboten hat. Da dieses Verbot verboten ist, hat das Gricht in diesem Fall entschieden, dass er dann "zur Strafe" alle Tiere erlauben muss. (Quelle: https://kautionsfrei.de/blog/haustier-und-mietwohnung-tipps-zu-mietrecht-wohnen-...). Wenn du von ihm schriftlich hast, dass er keine Gründe hat, sondern das grundsätzlich verbietet, könnte man damit evtl. vor Gericht durchkommen.

Ist halt die Frage, ob man so viel Geld und Zeit aufwenden möchte für einen Hund, den man sich noch nicht angeschafft hat.

Alles Gute!

Antwort
von Hamburger02, 58

Hier kannst du dich über die aktuelle Rechtslage informieren:

http://www.immonet.de/umzug/wissenswertes-rechtliches-mietvertrag-wohnung-hund.h... 

Antwort
von GravityZero, 86

Ja kann und darf er, im Vertrag ist es richtig formuliert. Nur wenn Tierhaltung laut vertag generell verboten ist, wäre diese Klausel unwirksam. In diesem Fall kannst du nichts machen und musst auf den Hund verzichten.

Kommentar von eggenberg1 ,

aber  er lehnt  doch  die hundehaltung   generell ab  OHNE angabe  von  gründen !

Kommentar von TrudiMeier ,

Kannst du das nachweisen?

Kommentar von GravityZero ,

Nein macht er nicht und begründen muss er nichts. Er muss ja oder nein sagen, mehr aber nicht.

Expertenantwort
von albatros, Community-Experte für Mietrecht, 46

Ein generelles Hundehaltungsverbot ist unzulässig. Der Vermieter muss bei jedem Einzelfall begründen, warum er die Hundehaltung nicht gestatten will. So die Rechtsprechung. Nachzulesen bzw. zu finden über Google.

Nichts anderes besagt die Klausel in deinem Mietvertrag.

Wenn der Hund sich später (nach Gestattung) als unrein oder Krachmacher herausstellt, dürfte der V. seine Elaubnis widerrufen

Kommentar von eggenberg1 ,

dieser meinugn bin ich  aber auch -- denn warum  schreibt  e r im mietvertrag  --nach vereinbarung --  wenn er eh keine tierhaltung haben will könnte er sie auch  prinzipiell auschließen--  sich nach der rasse  zu erkundigen und dann ein NEIn auszusprechen --  ist  für mich kein  grund !

Kommentar von GravityZero ,

Wie schon gesagt sie Klausel ist so formuliert weil alles andere lt. Gesetz ungültig ist. Das hat schon seine Richtigkeit. Du hättest dich einfach vorher besser informieren müssen, den Vermieter trifft keine Schuld.

Antwort
von wotan0000, 41

Jetzt mal unabhängig davon, dass der Vermieter die Ablehnung begründen muss, möchte ich nicht mit einem Tier dort wohnen, wo es nicht auch willkommen ist.

Kommentar von Georg63 ,

Es gibt Gegenden, da hat man bei der Wohnungssuche keine große Auswahl.

Ein Mietvertrag ist übrigens ein Geschäft und muss nichts mit "willkommen" zu tun haben.

Antwort
von dafee01, 87

Wenn im Mietvertrag steht "nach Vereinbarung" und der Vermieter dann letztendlich nicht zustimmt, dann kannst du keinen Hund halten.

Kommentar von eggenberg1 ,

komisch   warum  dann nicht gleich  einen ausschluß  von tierhaltung?? und vor allem --warum fragt er nach  der  rasse-  macht hoffnung -- unfair  sowas . ich würd  da nict  wohnenblieben  wollen !

Kommentar von TrudiMeier ,

warum  dann nicht gleich  einen ausschluß  von tierhaltung??

Weil eine derartige Klausel ungültig wäre.

Kommentar von brandon ,

Und warum fragt er dann erst nach der Rasse?

Antwort
von Bestie10, 81

warum muß der einen Grund angeben ?

und in deinem Mietvertrag ist das doch alles klar geregelt

nach Vereinbarung ... 

und seine Vereinbarung heißt NEIN

kauf die eine Haus, dann kannst du (fast alles) machen was du willst


und wenn du Gründe brauchst


Bellen ? ist das auszuschliessen

wenn er in den Hausgang pisst oder größeres hinterläßt

 

verkratzte Türen ...

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