Frage von SCHNUCKY1985, 68

Ist die Anzahl der Hunde egal, wenn Hundehaltung erlaubt ist?

Hallo!

Unsere Mieter haben beim einziehen einen Hund mitgebracht, was für uns auch vollkommen ok, da besprochen war.

Nun wurde ohne unseres Wissens ein weiterer Hund angeschafft. Kann man ihn denen verbieten, bzw. Sie daraufhin fristlos kündigen? Das wird so doch nicht erlaubt sein?

Im Mietvertrag steht, das wir über haustierhaltung informiert werden müssen.

Danke euch

Antwort
von anitari, 49

Nun ja, Ihr habt den Mieter vertraglich lediglich zur Information, nicht zur vorherigen Einholung einer Erlaubnis,verpflichtet.

Da habt Ihr Euch wohl ein Eigentor geschossen.

Selbst wenn im Vertrag etwas von vorheriger Zustimmung gestanden hätte, würde Euch die unerlaubte Haltung eines 2. Hundes nicht ohne weiteres zur fristlosen Kündigung berechtigen.

Wohnt Ihr zufällig mit dem Mieter im selben Haus welches nur 2 Wohnungen hat?

Kommentar von SCHNUCKY1985 ,

Nein wohnen mit dem Mieter nicht in einem Haus. 

Antwort
von berlina76, 57

Im Mietvertrag steht informiert werden  und nicht genehmigt werden. Das sind verschiedene Bedeutungen. 

Der Mieter muss euch zwar benachrichtigen das er einen Zweithund hält aber er brauch keine Genehmigung von euch.

Desweiteren ist der Passus so ungültig, weil er sämtliche Tiere als Meldungspflichtig bei euch deklariert und nicht nur Hunde. 

Über Mäuse Vögel Fische gibt es keine Informations oder Genehmigungspflicht.

Also ist der Mieter im Recht, solange die Wohnfläche ausreichend ist. 

Kommentar von SCHNUCKY1985 ,

Was wäre eine ausreichende Fläche für 2 hunde ca 50-60cm hoch? 

Kommentar von berlina76 ,

Das kommt auf die Größe der Tiere an und kann dir am besten der Tierschutz beantworten. aber bei z.b. 60 qm und zwei Terriern wird warscheinlich nichts dagegensprechen. bei 5 Doggen auf 30 qm schon.

Antwort
von Kleckerfrau, 68

Der Vermieter darf einen Zweithund verbieten.

Vor Allem muss der Vermieter ausdrücklich die Aufnahme eines zweiten Hundes genehmigen. Aber eine fristlose Kündigung rechtfertigt das nicht.

Kommentar von berlina76 ,

Es kommt drauf an was im Mietvertrag steht. Und hier steht laut auskunft Tiere sind beim Vermieter zu melden und nicht :Tierhaltung bedarf einer Genehmigung.

Kommentar von SCHNUCKY1985 ,

Und informiert wurden wir aber nicht! 

Kommentar von berlina76 ,

brauch er nicht, weil der Passus ungültig ist. Wie oben schon erwähnt. Weil dort Haustierhaltung steht das ist zu ungenau. Es gibt diverse Urteile darüber.

Antwort
von Kandahar, 56

Die Erlaubnis einen Hund halten zu dürfen berechtigt natürlich nicht dazu, weitere Hunde ohne die Zustimmung des Vermieters anzuschaffen. Ihr könnt also verlangen, dass der zweite Hund entfernt wird.

Kommentar von SCHNUCKY1985 ,

Korrigiere: es steht im Mietvertrag es muss schriftlich genehmigt werden! 

Der Hund was beim Einzug dabei war wurde nicht schriftlich genehmigt ist für uns aber ok. Es geht nur um den zweiten der ohne unseres Wissens dazu kam

Kommentar von berlina76 ,

Was steht denn da nu genau drin im Mietvertag zur Tier bzw Hundehaltung. Weil es hierbei um den genauen Wortlaut geht.

Kommentar von SCHNUCKY1985 ,

"Die haustierhaltung bedarf der vorherigen schriftlichen Genehmigung des Vermieters, sofern es sich nicht um artgerecht gehaltene Kleintiere handelt. " steht da

Kommentar von bwhoch2 ,

Fristlose Kündigung ist zunächst einmal ausgeschlossen.

Der Passus ist undeutlich. Wenn im Formularmietvertrag steht, dass Haustierhaltung genehmigt werden muss, gilt dieser Satz nicht, denn hier verlangt man etwas, was der Gesetzgeber so einfach nicht vorgesehen hat. Haustiere können nicht generell verboten werden.

Ihr habt den Einzug des vorhandenen Hundes geduldet. Die Mieter gingen einfach davon aus, dass dann auch ein zweiter dazu darf.

Eure einzige Chance sehe ich nun darin, dass ihr zu einem Rechtsanwalt geht und Euch beraten lasst. Ein guter Rechtsanwalt weiß, wie Eure Chancen stehen und wird vielleicht erst einmal die Mieter aufgrund des Satzes im Mietvertrag auffordern, den zweiten Hund bis (Fristsetzung) wieder weg zu geben. Kommen sie der Aufforderung nicht nach, kann er eine fristlose Kündigung aussprechen und die Mieter können sich wieder still verhalten, bis Du auf Räumung klagen musst, wenn Du sie los haben willst. Spätestens dann werden die Mieter selbst zu einem Rechtsanwalt gehen und dieser wird wohl der Klage widersprechen. Nun ist die Frage, wie ein Richter entscheiden wird. Das kann niemand wirklich vorher sehen.

Willst Du jedoch das Risiko für Dich abschätzen, würde ich sagen, es lohnt sich nicht wirklich, gerichtlich gegen die Mieter vorzugehen. Schaffen sie den Hund nicht ab, würde ich daher nicht kündigen, sondern die Miete legal auf das höchstmögliche Niveau erhöhen. Falls da noch ordentlich Spielraum ist, könnte das dazu führen, dass die Mieter von sich aus eine neue, hundefreundlichere Bleibe suchen. Wenn nicht, hast Du wenigstens mehr Geld.

Kommentar von SCHNUCKY1985 ,

Danke, hat mir sehr geholfen!

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