Frage von babsist, 60

Hundehaftpflichtversicherung - ab wann?

Eine Hundehaftpflichtversicherung ist in der Regel nach den Hundegesetzen der Länder vorgeschrieben. Habt ihr Tipps, ab wann man die Versicherung abschliessen sollte? (Welpe) Und wo? Gibts es Unterschiede (außer der Prämie)? Danke im Voraus.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von pxker, 31

Ja, eine Hundehaftpflicht ist wichtig. Und wie Du schreibst, oft auch vorgeschrieben. Macht aus meiner Sicht absoluten Sinn. Und sofort abschließen. Auch ein Welpe kann einmal auf die Straße laufen und "verantwortlich" für einen teuren Schaden (Unfall) sein. Suche nach einem Preivergleich Anbieter, es gibt erhebliche Unterschiede, z.B. http://goo.gl/EvB1bh

Viel Freude mit Deinem Hund! :-)

Antwort
von SusanneV, 21

Die Hundehalterhaftpflicht solltest Du sofort abschließen. Sicherlich ist es sinnvoll Leistungen und Beträge zu vergleichen, ich würde Dir allerdings dazu raten, zu der Versicherung zu gehen, wo Du auch Deine anderen Sachen versichert hast. Wenn's zu einem Schaden kommt, dann hast Du einen festen Ansprechpartner, der alles für Dich regelt.

Expertenantwort
von dsupper, Community-Experte für Hund, 42

Hallo,

die Versicherung sollte in dem Moment abgeschlossen werden, in dem der Hund daheim einzieht, bzw. in dem Moment, wenn man den Hund übernimmt.

Bereits auf dem Weg zum Auto kann er Hund vom Arm springen und einen Verkehrsunfall verursachen - dann ist man schon dran.

Also: am besten schon vorher eine Versicherung abschließen.

Doch, neben der Prämie gibt es auch noch andere Unterschiede. Wohnt man zur Miete sollte man Schäden am Mietobjekt mit versichern, hat man ein Eigenheim, ist das überflüssig. Geht der Hund auch mit anderen Personen als der Familie spazieren? Dann muss auch das oft versichert werden. Manchmal ist das "ohne-Leine-laufen" nicht mitversichert, ein anders Mal nicht der Auslandsaufenthalt.

Also muss man die Versicherungen genau vergleichen - was man braucht und was nicht.

Viele Versicherer bieten auch Versicherungen mit Selbstbeteiligung an - dabei muss man bedenken, dass die meisten Schäden, die der Hund verursacht, Bagatellschäden sind - man also ständig selbst zahlt. Ob sich das lohnt, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Gutes Gelingen

Daniela

Kommentar von planplants2 ,

Sehr guter Kommentar, nur ein Kleine Ergänzung aus Sicht einer Hundehalterin, aber auch einer Versicherungskauffrau: Der SB ist gerade dazu da, damit nicht jeder kleine Bagatellschaden gemeldet wird. Denn eine Haftpflicht ist nicht besonderes teuer, wenn man da ständig kleine Schäden meldet, hat die Versicherung bald nix mehr vom Beitrag, wenn das jeder macht, ist der Sinn einer Versicherung verloren. Ich hatte im Tagesgeschäft auch schon Fälle, wo zu viele Bagatellschäden gemeldet worden waren, daraufhin wurde dem Kunden gekündigt, mit dem Vorschlag den Vertrag mit einem SB von 150 EUR weiterzuführen. Der Gesetzgeber rät nicht dringend zu einer Haftpflicht um jeden 50 Euro Schaden zu begleichen, sondern um im Ernstfall nicht in den finanziellen Ruin zu geraten, wenn man in der Haftung ist (bsp: Hund zerbeißt Kind das Gesicht, Hund rennt vor ein Auto und verursacht schweren Verkehrsunfall etc) bei solchen Dingen sind auch die 150 Euro SB nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Der SB reduziert ja auch den Beitrag, deshalb immer eine Überlegung wert.

Kommentar von dsupper ,

Na ja, aber die Reduzierung des Beitrages, wenn eine SB verankert ist, ist doch recht gering. Diese "Ersparnis" wird dann schnell aufgefressen, wenn es nur einen kleinen Bagatellschaden im Jahr gibt, oder eben auch einen größeren Schaden, wo die SB dann ja auch anfällt.

Schon klar, dass Versicherungen diese vielen kleinen Schäden sicher lieber nicht zahlen wollen - das vermindert den "Gewinn".

Natürlich bekommt man Probleme, wenn man viele kleine Schäden meldet, aber die bekommt man meistens auch, wenn man zwei oder drei größere Schäden meldet, SB hin oder her.

Kommentar von Dahika ,

Bagatellschäden bis 100 Euro zahle ich generell selbst, da ich keine Lust habe, irgendwann aus der Versicherung geschmissen zu werden.

Kommentar von dsupper ,

wie gesagt, muss jeder für sich selbst entscheiden. Vllt. habe ich auch nur Glück mit meinen Hunden. Bis auf eine kaputte Brille (die vor Freude von der Nase gestoßen wurde) ist - trotz meiner vielen Hunde - seit Jahren nichts passiert. Toi toi toi

Kommentar von Menuett ,

Nein, so arbeitet die Versicherung nicht.

Es kommt schon darauf an, um welche Art von Schäden es sich handelt.

Ich hatte schon mal einen 50 000€ Schaden - und bin nicht aus der Versicherung geflogen.

Es hat schon etwas damit zu tun, ob da jemand achtlos ist und diese Achtlosigkeit dann ständig zu Schäden führt.

Antwort
von Dahika, 27

ab wann? Ab der ersten Sekunde. Als ich meinen Hund abholte von der PFlegestelle, war er bereits versichert. Shit happens... der neue liebe Hund kann sich auf dem Heimweg losreißen, rennt über die Straße. Gefahrguttransporter bremst, gerät ins Schleudern, kippt um und das Gift läuft in einen Trinkwassersee.... Zig Millionen Schaden.

Ne danke.

Mein Hund ist bei der Ülzener versichert. Hoch versichert.

Antwort
von planplants2, 25

Dass du es sofort abschließen solltest und es bei den Anbietern auch erhebliche Unterschiede gibt, wurde dir dargelegt und dem kann ich mich nur anschließen.
Ich würde dir aber, eben gerade wegen der Leistungsunterschiede, raten, zu einem unabhängigen Versicherungsmakler zu gehen und dich beraten zu lassen. Die Haftpflicht ist ein extrem breites Spektrum und der Makler kann dir genau sagen wo, was, wie gut abgedeckt ist.

Antwort
von Loroth, 18

Hallo,

man könnte (fälschlicherweise) argumentieren: "Was brauche ich schon für einen Welpen eine Haftpflicht? Der kann doch noch gar keine großen Schäden schuldhaft verursachen!"

Das wäre aber zu kurz gesprungen, da bei Hunden (ähnlich wie bei Pferden) die sog. "Gefährdungshaftung" greift. Dies bedeutet, dass man als Hundehalter auch OHNE Verschulden für die Schäden seines Schützlings haften muss. Und damit öffnet sich der Feld der möglichen Schäden (und der damit verbundenen finanziellen Folgen) doch auf ein unüberschaubares - und damit unkalkulierbares - Maß.

Daher der uneingeschränkte Tipp: Abschluss der Hundehalter-Haftpflichtversicherung möglichst ab dem ersten Tag!

Viele Grüße

Loroth

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