Frage von LaRue1995, 185

Hunde wieder ins Tierheim abgeben?

Hallo,

wir haben jetzt seit 5 Tagen einen Hund aus dem Tierheim. Ich habe davor auch bereits einen Hund gehabt und einige Erfahrung im Umgang.

Zuhause bei uns wohnt auch noch unser Kater der Hunde gewöhnt ist.

Leider bin ich aktuell depressiv und hatte vor zwei Tagen dann auch eine Panikattacke. Der Hund scheint nicht ganz gesund zu sein und das macht mir zu schaffen. Zudem steht immernoch nicht fest, ob er mit Katzen kann.

Mir gehts es seit seiner Ankunft leider noch schlechter und ich schaffe es nicht Gefühle für ihn zu entwickeln, obwohl er an sich ganz toll ist.

Ich denke er würde sehr schnell wieder ejn zuhause finden, in dem er es gut hat.

Was würdet ihr in einer solchen Situation machen ?

Und bitte nicht dieses "das hätte man sich vorher überlegen sollen".

Expertenantwort
von dsupper, Community-Experte für Hund, 40

Auch wenn du es - natürlich - nicht hören willst! Aber das hättest du dir tatsächlich besser überlegen sollen.

Es ist unmöglich, ein Tier zu "benutzen" - geholt - ausprobiert - für schlecht befunden - abgeschoben!

Wer nach 5 Tagen schon solche Überlegungen anstellt, der hat sich vorher nicht die Mühe gemacht, gründlich zu überlegen und das Tier gut kennenzulernen. Doch - das geht in jedem Tierheim! Man kann wochenlang gemeinsam spazieren gehen etc.

Bitte gib den Hund sofort ins Tierheim zurück - er hat etwas Besseres verdient!! Und du solltest dich gründlich mit deinem Fehlverhalten auseinandersetzen und dir klarmachen, dass ein Hund keine Sache ist - nach dem Motto: bei Nichtgefallen Rückgabe.

Expertenantwort
von Berni74, Community-Experte für Hund, 54

Ich denke, es ist besser, Du gibst den Hund ab, bevor er sich noch mehr an Euch bindet.

Und dann empfehle ich Dir, erstmal mit Deiner Depression klar zu kommen, bevor Du wieder eine Fellnase aufnimmst. Hunde merken Deinen Gemütszustand, und gerade ein Tierschutzhund braucht Sicherheit - die kannst Du ihm aktuell nicht bieten.

Besprich das weitere Vorgehen am besten mit dem Tierheim, aus dem Du ihn übernommen hast.

Und bitte - erstmal keinen Hund wieder anschaffen!

Expertenantwort
von Naninja, Community-Experte für Hund, 104

Wenn der Hund nicht ganz gesund ist, sollte Dir das nicht zu schaffen machen, sondern Dich ganz zügig zum nächsten Tierarzt führen!

Dass Du nach 5 Tagen keine großen Gefühle für den Hund entwickelt hast, finde ich nicht ungewöhnlich. Vertrauen und Bindung müssen auf beiden Seiten wachsen und dafür musst Du als verantwortlicher Halter aktiv etwas tun. Das fliegt weder Dir, noch dem Hund zu. Such Dir eine Hundeschule, um mit dem Hund zu arbeiten, geh mit dem Hund raus, um etwas Schönes mit ihm zu erleben, such Dir Menschen mit Hund, um gemeinsam Spaziergänge zu machen. Als Hundehalter findest Du leicht Kontakt.

Den Hund nach 5 Tagen wieder dem Stress auszusetzen, ins Tierheim zu müssen, weil es nicht läuft wie in der Cäsar- Werbung, finde ich unter aller Kanone. Damit, dass der Hund ein schönes neues zu Hause finden wird, schiebst Du die Verantwortung, die Du übernommen hast, auf den Zufall ab, und zwar zu Lasten des Hundes. Er könnte auch jetzt ein zu Hause haben, in dem es ihm gut geht, wenn Du aktiv dafür sorgen würdest.

Kommentar von malour ,

Such Dir eine Hundeschule, um mit dem Hund zu arbeiten, geh mit dem Hund
raus, um etwas Schönes mit ihm zu erleben, such Dir Menschen mit Hund,
um gemeinsam Spaziergänge zu machen. Als Hundehalter findest Du leicht
Kontakt.

Also ich glaube nicht das ein depressiver Mensch, in der Lage ist das zu bewältigen und daher wäre dem Hund auch nicht geholfen.

Kommentar von leomaus11 ,

ich denke zwar das es schwer für den Halter ist, das umzusetzen, aber so wie alles, nicht unmöglich. Vor allem wenn er schon Erfahrung im Umgang mit Hunden hat, das heißt ja, das davor auch schon Hunde da waren. Wenn der Halter mehr mit dem Hund unternimmt, wird es ihm auch besser gehen, schließlich macht er irgendwelche Aktivitäten und auch wenn es nur Spaziergänge sind, ist das doch auch was Gutes. 

Und wenn man tatsächlich nicht dazu in der Lage ist einen Hund so Artgerecht zu halten und mit ihm das zu machen, was @Naninja so treffend beschrieben hat tut es mir leid, aber DAS hätte man sich dann definitiv vorher überlegen müssen. Im Endeffekt leidet ja wie immer das Tier drunter

Antwort
von xttenere, 59

Es braucht schon einige Zeit, bis Ihr Beide ein Team seit...5 Tage reichen da sicherlich nicht....das dauert mehrere Wochen.

Du hast A gesagt...Du soltest jetzt auch B sagen...Du kannst das Tier nicht einfach wieder zurück schicken...es würde es nicht verstehen.

Geh mit Deinem Hund zum Tierarzt, damit er ihn behandeln kann, und dann in eine gute und gewaltfreie Hundeschule, damit Ihr beiden ein Team werdet.

Noch was zu Deinen Depressionen....Ein Hund kann Dir sooo viel Wärme und Trost geben...er hört Dir zu und spricht auf seine Weise mit Dir. Als ich 2009 meinen Lebenspartner verlor, war mein Hund meine grösste Stütze...er war da...er spürte, wie`s mir ging...er tröstete mich.

Gebt Euch beiden eine Chance....mit Geduld wirst Du einen wunderbaren Kammeraden an Deiner Seite haben.

Antwort
von malour, 70

Wenn du nicht in der Lage bist , solltst du dich mit dem Tierheim in Verbindung setzen. Wenn du aktuell keine Gefühle für ihn entwickeln kannst ist es besser das er die Chance bekommt , schnell wieder in andere gute Hände zu kommen.

(Und bitte nicht dieses "das hätte man sich vorher überlegen sollen".)

Auch wenn es dir nicht gefällt, doch das hättest du schon sollen.Zuerst solltest du dich um deine Gesundheit kümmern , eh du Verantwortung für ein Tier übernehmen kannst. Natürlich sind Tiere für die Seele gut, du hast ja einen Kater, nur wenn man dann damit noch zusätzlich belastet ist, ist das für beide nicht toll u.das Tier der Verlierer und das sollte nicht sein.

gute Besserung

Antwort
von minahenry, 59

Ruf im Tierheim an und berichte davon ihn zurückzubringen. Dein Gesundheitszustand wird davon nicht besser. Suche dir schnellstmöglichst einen Arzt und lass dich behandeln.

Normalerweise merkt man beim 1. zusammentreffen ob er mit Katzen kann, diese fehlende Einschätzung sollte dir zu denken geben, das du dem Hund momentan nicht gerecht werden kannst.

Gute Besserung

Antwort
von Dahika, 38

Doch, das hätte man sich vorher überlegen sollen. Das macht mich wütend. Gib ihn ab und hol dir keinen Neuen mehr. Ein Tier ist kein Gegenstand, den man sich holt und dann wieder abgibt.

Antwort
von heidemarie510, 65

Sowas kann ich schlicht nicht nachvollziehen! Du bist aktuell depressiv? Und dann muss ein Hund her, ja? Gehts noch?

Bringe das arme Tier ganz schnell wieder zurück ins Tierheim und gehe Du besser in Therapie . Dem Hund tut das nämlich überhaupt nicht gut. Er tut mir unendlich leid.

Kommentar von xttenere ,

Das Ganze könnte man auch ein klein bisschen höflicher formulieren................

Kommentar von heidemarie510 ,

Da gebe ich Dir Recht! Nur Hunde einfach mal so aus dem Tierheim holen und wieder zurück bringen und überhaupt....da geht mir der Hut hoch. Sorry.

Kommentar von dsupper ,

Da stimme ich dir voll und ganz zu. Wenn ein Tier "benutzt" wird - dann kann man dazu auch klare Worte finden. Denn wer muss mal wieder unter einem solchen Verhalten leiden - der Hund. Geholt - ausprobiert - für schlecht befunden - abgeschoben!

Warum soll man dafür verständnisvolle, nett verpackte Worte finden?

Kommentar von heidemarie510 ,

weißt Du, einen Hund aus dem Tierheim als "Therapeut" zu missbrauchen, finde ich...ich weiß nicht...einfach indiskutabel. Diese Hunde sind uns Menschen ausgeliefert, absolut hilflos. Sie brauchen unsere Hilfe.

Kommentar von Dahika ,

Genauso geht es mir auch.

Antwort
von MissLeMiChel, 21

1. Hättest du dir das früher überlegen können
2. Hast du dir mal Gedanken gemacht in was für Depressionen der Hund dann versinkt?! Er versteht doch dann die Welt nicht mehr!
3. Wenn ein Tier nicht gesund ist dann geht man zum Arzt!!!
4. Die Frage ist das allerletzte keine Ahnung wieso das Tierheim dir ein Tier gegeben hat!!!

Antwort
von mubsi13, 54

Bei Depression solltest Du zuerst an Dich denken. Der Hund braucht Zuwendungen und Erziehung. Meiner Meinung nach ist ein Hund bei Dir nicht angebracht oder Du hat einen Partner oder Familie, der Dich unterstützt. Dann kann der Hund bei der Bewältigung der Depression helfen.

Kommentar von xttenere ,

Als 2009 mein Lebenspartner starb, fiel ich in tiefe Depressionen. Ohne meinen Hund hätte ich den Weg zurück nicht geschafft...er war meine grösste Stütze, im Gegensatz zu den ach soooo gueten Menschen....ich hatte eine Verantwortung gegenüber dem Tier und musste wieder aufraffen.

Kommentar von Berni74 ,


ich hatte eine Verantwortung gegenüber dem Tier und musste wieder aufraffen.

Du hast diese aber auch offenbar wahrgenommen. Darin liegt der Unterschied. Es gibt viele depressive Leute, die genau dazu nicht in der Lage sind. Und dort ist ein Hund definitiv fehl am Platz. :-/

Kommentar von heidemarie510 ,

Ein Hund aus dem Tierheim ist kein Therapeut....die brauchen selber Hilfe!

Kommentar von xttenere ,

Der FS spricht von *wir*...das  heisst, es sind noch mehrere Personen betroffen, welche ihn vielleicht unterstützen könnten.

wir wissen auch nicht, ob seine Depression eine Krankheit ist, oder ob er nur im Moment depressiv ist.

Den Hund nach 5 Tagen wieder zurückzuschicken, ist auch keine optimale Lösung.

Was mich am meisten wundert ist, dass es keine Kontrolle des Tierheims gab, bevor der Hund übergeben wurde...dann wäre nämlich etwas aufgefallen, falls der FS krankheitsbedingte Depressionen hat.

 

 

Kommentar von Berni74 ,

Der FS spricht von *wir*...das  heisst, es sind noch mehrere Personen betroffen, welche ihn vielleicht unterstützen könnten.

Das stimmt. Aber wenn diese Leute den Fragesteller wirklich unterstützen würden, dann würde sich die Frage, den Hund wieder abzugeben, ja gar nicht erst stellen. Von daher denke ich schon, daß es für den Hund das beste ist - jetzt, bevor er erst eine Bindung aufbaut.

Antwort
von Kandahar, 64

Sorry, aber das hätte man auf jeden Fall vorher gründlicher überlegen sollen. Nicht nur das mit deinen Depressionen, sondern auch ob der Hund mit Katzen klar kommt.

So etwas testet man vorher!

Jetzt muss der Hund die Dummheit des Menschen wieder mal ausbaden und wird nach ein paar Tagen zurück ins Tierheim abgeschoben.

Aber das ist sicher besser, als wenn er bei dir bleiben würde. So hat er die Chance doch noch verantwortungsbewusste Halter zu finden.

Bevor du dir wieder ein Tier anschaffst und Verantwortung für ein Lebewesen übernimmst, komm erst mal mit deinem eigenen Leben klar!


Kommentar von dolo89 ,

arme maus. tut mir sooo leid für den wufi

Kommentar von Kandahar ,

Mir auch!

Kommentar von xttenere ,

das Ganze könnte man auch etwas freundlicher formulieren.

Kommentar von Cococookie24 ,

was kann er denn für seine Depressionen? warst du mal in so einer Situation? vermutlich nicht, sonst wüsstest du wie es einem wirklich geht in der Situation!

Kommentar von Kandahar ,

Ich habe Verständnis für kranke Menschen, aber ich habe kein Verständnis dafür, dass man sich in einer solchen Situation auch noch ein neues Tier anschafft.

Kommentar von Berni74 ,

Es ist unverantwortlich, sind während der Depression den Hund zu holen, wenn man nicht garantieren kann, daß man seiner Verantwortung gerecht wird.

Kommentar von heidemarie510 ,

Natürlich kann er NICHTS für seine Depression! Aber genau dafür ist kein Hund verantwortlich, dafür gibt es Therapeuten. Das einzuschätzen, erwarte ich auch von einem depressiven Menschen. Ein gesunder ausgeglichener Mensch tut auch einem Hund gut. Alles andere ist egoistisch. (Noch höflich ausgedrückt)

Kommentar von Virgilia ,

Ja, ich hatte schwere Depressionen (+Panikattacken) und wir hatten immer Hunde. Und nein, ich habe kein Verständnis. 

Wenn ich nicht 100% sicher sein kann, dass ich mich die nächsten Jahre gut um den Hund kümmern kann (und sich nicht nur zum Nötigsten zwingen muss) oder Eltern/Geschwister/Partner hat, die sich gerne mit um den Hund kümmern (und wahrscheinlich als Bezugsperson angesehen werden), holt man sich keinen! 

Ich bin auch der Meinung,  dass man Depressionen nie ganz heilen kann, aber man kann sie, wie viele andere psychischen Krankheiten auch, in den Griff bekommen und ein "normales" Leben führen. Natürlich nur, wenn man will und den A**** hoch bekommt. Ich weiß aus Erfahrung wie schwer das ist. Aber erst wenn man sein eigenes Leben wirklich im Griff hat, kann man Verantwortung für ein anderes Lebewesen übernehmen! 

Ein Hund KANN bei Depressionen helfen, er ersetzt aber KEINEN Therapeuten! 

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