Frage von KKatalka, 74

Hunde Psychologe, was soll ich sonst tun?

Also, wie manche vieleicht schon mitbekommen haben, habe ich einen Langstockhaar - Schäferhund. Er ist sehr verspielt und zutraulich mit seinen 4 Jahren. Er geht zwar stürmisch auf andere Hunde los, was aber letztendlich ins Spielen ausahnt. Kinder mag er gar nicht weil er als Welpe Schlechte erfahrungen machen musste. Desgalb geh ich beim Gassi gehen auch Kindern aus dem weg.

Er läuft bei Fuss und horcht aufs wort, auch ohne leine... doch vor kurzem ist etwas ganz schlimmes Passiert. Er hat von jetzt auf nachher eine Fussgängerin die an uns vorbei gelaufen ist angreifen Wollen. Zum Glück konnte ich ihn noch rechtzeitig weg ziehen bevor er sie verletzt. Dennoch, wollte ich für eventuell entstandene beschädigungen aufkommen... weswegen ich ihr riet sich untersuchen zu lassen. (Weil man unter schock oft nicht merkt das man verletzt wurde) und falls reinigungskosten aufkommen sollten auf der Hose sollte sie mich ebenfalls informieren. Ich gab ihr meine Nummer und eine Kopie seiner ausweispapiere in der auch alle Impfungen drin standen.

Nach 2 tagen rief mich die Dame an und meinte (gott sei dank) das nichts passiert sei, aber mein hund wohl ein Psychisches Problem hätte weil er aus dem nichts meinte sie angreifen zu wollen. Sie riet mir einen Tierpsychologen... meine Spaar Box sichert Zwar jegliche Tierartzt besuche und Tierfutter ab aber wenn ich jetzt einen Psychologe aufsuchen würde, müsste ich wohl neu mit dem Sparen beginnen. Gibt es auch noch eine andere möglichkeit. Ich möchte nicht das so was noch mal vorkommt! ??? Hilfe!

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Shoshin, 21

Hallo,

wie peinlich und verständlich! Ich habe meinem Hund beigebracht und das kann man in jedem Hundealter, Auto seite, Fahrrad seite und dann nur Seite, gegen Leckerlie, z.B. Käse, oder einfach nur z.B. Hähnchen oder Putenschnitzel, die schneide ich klein in Streifen, auf Backpapier bei 200 Grand ober- und Unterhitze im Backofen als besonderes Leckerlie. Damit klappt das. Ansonsten noch mal Hundeschule auffrischen. Mein Superhund, boh, gut erzogen, hört dann manchmal nicht auf mich und ignoriert mich. Echt blöd! Ist schon 7 Jahre alt, dann hat er manchmal Aussetzer als wäre er nie erzogen. Ich mach viel Futter-Beutelarbeit und ich füttere ihn oft nur draußen damit er besser hört. Zudem ist mein Abruf - ja lach mich aus - ich kaufe bei Edeka Käse an Stangen und klebe den an Bäumen, da ich ja nicht bellen kann rufe ich "au au" und schnüffele langsam und dann immer schneller dann kommt mein Hund angerannt. Nach jedem 5. Käse am Baum kleben nehme ich den wieder ab und stecke den in meine Tasche zurück, damit der Hund weiß warum meine Tasche nach Käse riecht. Ist blöd, ich guck auch immer, dass mich keiner beobachtet, weil mir das peinlich ist, klappt aber als gute Übung! Mein Hund ist perfekt, er geht trotz jahrelanger Übung auf andere Hunde los, ist ein tut-nix, will nur spielen. Hier führe ich nach erfolgloser Übung ihn in der Zwischenzeit an der Nase vorbei mit Hühnerherzen, gefriergetrocknet vom Futterhaus, Wildkind. Klappt. Psychisches Problem nein. Tatsache sind Kleinigkeiten: Ich gehe nie aufgeregt mit dem Hund raus. Sondern nur wenn er ruhig ist, wenn ich das Halsband anlege. Ich kann ihm Futter Knochen wegnehmen, ich sage "du darfst" vorher geht er ans Futter nicht ran, er ist Bettschläfer, darf aber nur ins Bett, wenn ich ihn auffordere. Ich gehe zur Tür als erste raus, er als erster rein (weil er ja aufs Haus aufpassen soll), ich bin ganztägig berufstätig, könnte ihn nachmittags zur Arbeit mitnehmen, dort fühlt er sich nicht wohl, folglich: Wichtig ist morgens 1 Stunde Gassi gehen, mittags kurz, nach Feierabend gegen vier Uhr gehe ich 1 bis 1/2 Stunden Gassi. Manchmal auch mit Rucksack, das ist Arbeit für Hunde. Die müssen durch toben, laufen ausgelastet sein und durch z.B. Hundetricks = Arbeit geistige Arbeit für Hunde, dann sind die ruhiger- da wird kein Psychologe benötigt! Obwohl ich sehr hundeerfahren bin, habe ich mir dennoch das sehr teure Hundebuch "ich lauf schon mal vor zugelegt". Das beschreibt meinen Labby identisch, ist für alle Hundebesitzer sehr informativ. Einfach mal zum Geburtstag z.B. schenken lassen. Tierarzt und dessen teures Hundefutter quatsch. Ich kaufe schon Hundefutter getreidefrei. Reicht. Tierpsychologe quatsch. Es gibt aber auch günstige Hundeschulen, z.B. für 5 €, die man beanspruchen kann.

Zusammenfassend ist mit deinem Hund alles in Ordnung. Trotz guter Erziehung, machen die manchmal Sachen, die man nicht will, aber darüber kann man doch lachen.

Mein Hund ist absolut kinderfreundlich, unterwürfig, Jagd habe ich umleiten können auf seinen Futterbeutel. Dennoch macht der so viel Blödsinn, wie der Hund von meiner Freundin, da sagen wir manchmal " wenn die absolut hören, was sie auch tun, das ist ja langweilig. Unser Puls schnellt auch oft hoch, wenn manches nicht klappt, trotz Übung. Na und? Ist ein Tier! Wir lachen uns im Nachhinein oft tot...Lass dich niemals durch solche kleinen Aussetzer verunsichern. Ist quatsch! Deine eigene Unsicherheit und Ängste übertragen sich sofort auf den Hund. Solltest du Ängste entwickeln, aufgrund eines solchen Vorfalls "hö, das kann wieder passieren" passiert das auch, Hunde haben ein solches Einfühlungsvermögen. Dann besuche eine Hundeschule. Denn, die kümmern sich gar nicht um den Hund, sondern um deine Ängste, die ja gar nicht nötig sind. Keine Panik

LG Shoshin

Kommentar von KKatalka ,

Geniale Antwort ... lieben Dank :)

Kommentar von Einafets2808 ,

Die Antwort ist super dennoch finde ich es bedenklich das der Hund aus dem nichts einen Menschen angreift. 

Antwort
von Lapushish, 41

Ein Hundetrainer tuts auch... Eine Einzelstunde bei meiner kostet zum Beispiel 'nur' 40€, und ich empfinde sein Problem nicht als besonders tief liegend. Klar; das darf nicht passieren, aber die Gründe dafür findet der Trainer bestimmt schnell raus. Ich denke, die paar Einzelstunden solltest du dir nehmen.

Antwort
von Jule59, 25

Vorab: "Hundepsychologe" oder "Tierpsychologe" darf sich jeder nennen. Auch du, wenn du Lust darauf hast.

Im Gegensatz zur Berufsbezeichnung "Psychologe", welche man nur führen darf, wenn man ein Psychologiestudium an einer Universität erfolgreich abgeschlossen hat, gibt es für Hunde-/ Tier- /Hamster-/ oder Kaninchenpsychologen keine geregelte Ausbildung.

Es gibt noch nicht mal die Verpflichtung, ÜBERHAUPT eine irgendwie geregelte Ausbildung gemacht zu haben. Genau aus diesem Grund solltest du vorsichtig sein. Leute, die sich klangvolle Titel geben, die die Tinte auf dem Papier nicht wert sind, sind meistens Möchtegerne ohne Ahnung.

Deswegen suche dir lieber einen soliden Hundetrainer oder Verhaltensberater.

Warum dein Hund die Frau angegriffen hat, wird sich nicht mehr klären lassen. Man kann aber herausfinden, ob der Hund beim Spazierengehen unter Stress steht und ob er auf bestimmte Auslösereize reagiert. Du selbst kannst lernen, seine Körpersprache richtig zu deuten und entsprechend zu reagieren.

Bis du hier eine Klärung hast , solltest du deinen Vierbeiner mit Maulkorb sichern und angeleint lassen. Möglicherweise bist du beim nächsten Mal nicht schnell genug.

Kommentar von KKatalka ,

ich danke dir.. ich war zum glück schnell genug.. es ist zum glück nichts passiert. Das mit dem Trainer und dem Maulkotb ist eine Gute Idee ... danke dafür :)

Antwort
von Peppi26, 26

Versuch es doch mal mit einer hundeschule? Da kann man noch einiges lernen! Ein Psychologe kostet nicht so viel wie man denkt! Ruf doch einfach mal einen an und frag nach!

Expertenantwort
von Einafets2808, Community-Experte für Hund, 11

Finde die Antwort von Shoshin genial. 

Aber dennoch finde ich das Verhalten bedenklich, das dein Hund aus dem nichts Leute angreift. 

Mein erster Gang wäre zum Tierarzt. Und ich würde alles tierärztlich abklären lassen. Und dann vielleicht nochmal eine einzelstunde beim Trainer nehmen.

Antwort
von SerenaEvans, 37

Wichtig: Ein Hund gehört an die Leine, immer. Es gibt Hundewiesen, wo er Laufen kann, aber das auch nur, wenn er vernünftig erzogen ist.

Zudem wäre eine Hundeschule sinnvoller als irgendwelche selbsternannten Hundepsychologen.

Kommentar von Jule59 ,

Ein Hund gehört an die Leine, immer.

Nein. Ein gut erzogener Hund darf überall dort, wo kein Leinenzwang ausgewiesen ist, frei laufen. 

Kommentar von KKatalka ,

ich danke dir... ja ich hab ihn nur von der leine gelassen wenn er das auch durfte und er hat ja auch immer gehört. An diesem Tag war er gott sei dank mit leine sonst hätte ich ihn nicht abhalten können... lieben dank für deine Antwort Hundeschule finde ich eine Super idee... da war er auch bis zu seinem 2. Lebensjahr... weshal ich ihn auch nis dato gut im Griff hatte. Glaubst du ich sollte noch mal eine aufsuchen?

Kommentar von SerenaEvans ,

Eine Erziehung ist für nichts eine Garantie, wie man an diesem Fall sieht.
Es gibt lang Leinen, so dass der Hund sich relativ frei bewegen kann, außerdem Hundwiesen oder - idealerweise - ein großer Garten.

Und ja, du solltest dringend mit ihm noch mal in die Hundeschule.

Kommentar von KKatalka ,

da hast du wohl rechz ich schäme mich aich dafür und halte ihn seit her nur noch an der leine... allein schon deshaln weil ich ihm nicht mehr vertraue ... was mir irgendwie auch weh tut ...

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