Frage von BeTiBeLe, 166

Hunde greifen sich an, wie das vermeiden?

Ich reite auf einem Hof und nehme meinen Hund immer mit, es gibt noch weitere Besitzer die ihre Hunde mitnehmen aber mit einem Hund gibt es immer Probleme. Beide sind unkastrierte Rüden ca 11/2 Jahre alt und fast gleich stark, meiner(Ben)ist bisschen stärker. Ben ist eigentlich zurückhaltend wenn es um streitereien geht und hält sich raus. Aber der andere Hund bellt und knurrt ihn immer an und Ben nervt das und fängt meistens auch an zu knurren und zu bellen, sie haben dann einen Sicherheitsabstand von mindestens einem Meter. Doch heute zog der andere Ben am Schwanz als Ben zu mir kam, das ging ein paar mal so und dann verloren wir die Kontrolle über die beiden. Sie verbissen sich und waren wie taub und blind, haben nur noch sich mitbekommen. Wenn der eine Hund kurz aufhörte griff der andere an. Nach ein paar Minuten griff einer ein, der beide Hunde total mag, er trennte die beiden durch Tritte, ist zwar nicht optimal aber es funktionierte. Keiner hatte sich verletzt und die Hunde kamen schnell wieder runter. Jetzt aber zur Frage, kann man sowas vermeiden? Wir wollen weiterhin die Hunde mitnehmen ohne sie an der Leine halten zu müssen. Wir wollen nicht jedes mal einen Kampf haben, das muss doch auch anders gehen. Könnt ihr Tipps geben? Aber nur von Leuten die Erfahrung haben und bitte gebt keine blöden Kommentare ab.

Expertenantwort
von Berni74, Community-Experte für Hund, 91

Dieses Problem wird Euch leider auch in Zukunft begleiten.

Du schreibst, die Hofhündin ist 6 Monate. Das bedeutet, daß sie im nächsten halben Jahr läufig werden wird und Ihr spätestens dann Eure Jungs auf jeden Fall für etwa 4 Wochen daheim lassen solltet.

Wie man mit dem Problem umgehen kann, hängt davon ab, wie genau die Umstände bei Euch auf dem Reiterhof sind.

Wenn Ihr - die Besitzerin des anderen Hundes und Du - gemeinsam ins Gelände reiten und die Hunde mitnehmen wollt, sehe ich nur die Möglichkeit, daß Ihr Euch absprecht und abwechselnd immer nur einen der beiden mitnehmt.

Auf dem Hof selber würde ich die beiden Hunde nur noch angeleint rumlaufen lassen, damit sie sich nicht zu nahe kommen können, und wenn ich mit dem Pferd beschäftigt wäre, würde ich sie irgendwo anbinden.

Seid Ihr, wenn Ihr auf dem Hof seid, nur auf dem Reitplatz und beim Putzen und Ausmisten, würde ich den Hund gar nicht mehr mitnehmen, denn er hat da eh nichts davon, wenn er nur angebunden irgendwo warten muß.

Sollte es wirklich irgendwann mal wieder zu einem Kampf zwischen den beiden kommen, greift bitte nicht mit Euren Händen ein - die Verletzungsgefahr für Euch ist dabei zu groß. Selbst, wenn man zutritt, läuft man Gefahr, mindestens einen der beiden im Bein hängen zu haben. Am gefahrlosesten für Euch ist es, die Streithähne mit Wasser zu trennen - entweder mit einem Gartenschlauch oder einen Eimer Wasser drüberschütten.

Aber, wie gesagt, besser ist es, wenn es gar nicht erst dazu kommt...

Kommentar von beglo1705 ,

Berni, ich stimme deiner Antwort voll und ganz zu. Dennoch sehe ich das Problem in der Abrufbarkeit der Hunde. Wenn dann hernach ausgeritten wird, auch wenn nur einer der Hunde dabei ist, kann das ganz schnell nach hinten losgehen zumal die Besitzerin ja auch noch mit dem Pferd beschäftigt ist und wenn der Hund dann nicht hört, macht kein Ausritt mehr Spaß und ist gefährlich.

Es ist unabdingbar, einen Hund mit in´s Gelände zu nehmen, der nur teilweise folgt: Er muss bei Fuß gehen können beim Pferd, er muss sich jederzeit zurück rufen lassen können und warten können.

Kommentar von Berni74 ,

Auf jeden Fall! Da bin ich voll und ganz bei Dir.

Kommentar von BeTiBeLe ,

Sie lassen sich beide gut abrufen außer wenn sie kämpfen. Die Besi des anderen ist der Meinung das die zwei kämpfen sollten um den ranghöheren auszumachen, sie ist sich auch bewusst das Ben stärker ist als ihrer. Aber ich bin mir unsicher ob das dann jemals aufhören wird.

Kommentar von Berni74 ,

Dann gäbe es für mich nur einen Weg - beide nicht mehr unangeleint aufeinander stoßen lassen.

Ich würde sie es auf keinen Fall austragen lassen. Das Risiko wäre mir viel zu groß. Und eine "Rangordnung" in dem Sinne gibt es auch nur innerhalb eines Rudels - das seid Ihr nicht, nur, weil Ihr Euch ab und an mal auf dem Reiterhof trefft....

Die Jungs sind beide über 11 - wenn da nicht während des Kampfes schon einer "draufgeht", müssen sie im schlimmsten Fall unter Narkose wieder zusammengeflickt werden. Das Narkoserisiko wird im Alter nicht weniger. :-/

Kommentar von BeTiBeLe ,

Sorry wohl schlecht geschrieben sind beide ca 1 Jahr und 6 Monate, also mitten in dem zweiten Flegelalter

Kommentar von Berni74 ,

Dann würde ich erst recht nicht riskieren, daß sie durch den Kampf eine Erfahrung machen, mit der ihr dann ein Hundeleben lang zu kämpfen habt.

Der Verlierer wird möglicherweise seinen Menschen bei Hundebegegnungen nie mehr vertrauen, weil sie die Situation nicht im Griff hatten und er das Problem selber lösen mußte. Der Sieger lernt dadurch, daß er alle schaffen kann und wird wahrscheinlich auch andere Hunde herausfordern.

Glaub mir, das willst du nicht.  

Antwort
von beglo1705, 80

Ja, sowas kann man vermeiden auch wenn das schwierig ist. Dein Hund muss vorher schon abrufbar sein und der andere ebenfalls und wenn das nicht funktioniert müssen entweder beide an die Leine oder eben zu hause bleiben, wenn räumliche Distanz auch nichts bringt.

Ich kenn diese Situationen durchaus, in unserem Stall haben wir auch einen Kandidaten, der´s einfach nicht lassen kann alle anderen anzustänkern dazu kommt dann noch, dass wir auch noch einen relativ jungen Rüden haben, der recht verspielt ist und das nervt den "alten" Rüden auf Dauer einfach nur.

Ich putz und sattel mein Pferd eben hinter dem Gebäude und lege meinen Hund in meiner Reichweite ab, bis ich fertig bin. Sollte sich der andere Rüde zu uns "verlaufen", gibt´s nen lauten Pfiff als Warnung und wenn er (was bis jetzt einmal passiert ist) trotzdem herkommt, gibt´s einfach Ärger mit mir, weil mein Hund schlichtweg viel kleiner ist als der Rottimix und da riskiere ich nichts.

Schaff räumliche Distanz zwischen den Hunden und arbeitet an der Abrufbarkeit deiner Hunde, dann kann es funktionieren.

Antwort
von Anaschia, 104

Die Beiden mögen sich nicht, und das solltet Ihr immer im Hinterkopf haben. Noch dazu habt Ihr es zugelassen, dass sie sich prügeln konnten. Heißt also, das wird immer wieder passieren sobald sie die Gelegenheit dazu bekommen.

Auch der Geruch von einer Hündin, die wahrscheinlich mal läufig wird verschärft diese Situation noch.

Entweder habt Ihr die beiden Rüpel ständig unter Beobachtung, und schreitet bei jeder Pöbelei sofort ein, oder Leinenzwang für beide ist angesagt.

Sie kämpfen zu lassen bis einer von ihnen sich unterwirft, halte ich für keine gute Idee. Das könnte schnell außer Kontrolle geraten, und niemand braucht TA-Kosten die man hätte vermeiden können.

Außerdem wird das Verhalten des dominanteren Rüden noch bestätigt, und er wird bei ähnlicher Situation noch schneller zuschnappen. - learning by doing -

Ihr seid die Chefs, und nicht die Hunde.

Antwort
von douschka, 77

Es ist ein absoluter Irrglaube, dass sich alle Hunde auch bei bester Sozialisierung verstehen müssen. Die eigenständiche Regulierung unter Hunden kann zu erheblichen Verletzungen führen. Auch bei Straßenhunden finden Kämpfe regelmäßig statt. Da, wo der Mensch Einfluss hat, sollten sie unterbunden werden. Dem echten Rivalenstress, kann man nur mit Distanz und Sicherung begegnen. Die Erziehung zur gegenseitigen Toleranz ist möglich, trotzdem würde es ungesichert krachen. Werdet euch einig, einer von euch muss seinen Hund daheim lassen.

Antwort
von BeTiBeLe, 30

Also ich habe beschlossen die Hunde wenn möglich sich nicht mehr angreifen zu lassen und auch das Geknurre und das Gebelle soll ein Ende haben. Wird es reichen wenn ich Ben jedes Mal anzicke wenn er anfängt zu knurren oder zu bellen? Er ist ein sehr friedliebender Hund und wenn ich ihn mal beschimpfe reagiert er sehr stark drauf. Vorrausgesetzt ist natürlich das der Andere auch nicht nach Ben schnappt. Also wie kann ich unterbinden das er dem anderen droht, denn ich glaube wenn Ben nicht mehr reagiert hat der Andere bald auch keine Lust mehr. 

Antwort
von Dentex, 103

Bedingt dadurch, dass beide Hunde männlich sind (Rüden), und ihr euch auf neutralem Boden befindet, wollen die beiden sich darum streiten, wem das Revier denn nun gehört. Beide sind hier eigentlich nur Gäste, aber wahrscheinlich gibt es auf diesem Reiterhof keinen heimischen Hund, der ganz klar der Revierbesitzer ist. Das würde nämlich vieles leichter machen. Man müsste die beiden entweder zu Ende kämpfen lassen, bis der stärkere das Revier für sich gewonnen hat, oder eben den Kontakt vermeiden, sodass es nicht zum Kampf kommt. Eventuell absprechen mit den anderen Hundebesitzer, sodass ihr an unterschiedlichen Zeitpünkten den Reiterhof betretet. Oder den Reiterhofbesitzern klarmachen, dass es immer wieder zu solchen Problemen kommen würde, wenn sie keinen eigenen Rüden haben, der regelmäßig das Revier makiert, sodass alle Gast-Hunde Bescheid wissen, hier hat der das Sagen.

Kommentar von BeTiBeLe ,

Der Hund auf dem Hof ist eben eine Hündin und erst ein halbes Jahr alt, halt noch ein Welpe. Wir waren beide der Meinung wir lassen sie, allerdings kamen dann versteckte Vorwürfe von anderen wie die Hunde könnten in ein Kind rennen und es gab mehrfach die Meinung dass das die falsche Methode sei und dadurch die Hunde aufhetzen. Wir beide haben den Hunden den Freiraum gelassen und wir sind absichtlich an zwei verschiedenen Stellen gestanden um den Hunden ein Rückzugsort zu ermöglichen. Absprechen wird schwierig da wir beide Spontan gehen.

Kommentar von Dentex ,

Ja, das ist natürlich bedauerlich. Ein unglücklicher Zufall. Spontan fällt mir da auch keine bessere Lösung ein.

Antwort
von Georg63, 85

Vorwürfe von anderen wie die Hunde könnten in ein Kind rennen

Wenn dort auch Kinder sind und die (oder deren Eltern) sich bedroht fühlen, müssen die Hunde sowieso an die Leine.

Kommentar von BeTiBeLe ,

Es war kein Elternteil und auch kein Kind, es war eine außenstehende die das mir gesagt hat. Die Hunde sind auch in niemand rein gerannt trotz reger Betrieb von Pferden einem weiteren Hund und mehreren Menschen und einem Traktor sie waren auf ca zwei Quadratmeter zum kämpfen mehr haben sie nicht benötigt aber das Problem muss aus der Welt geschafft werden, denn jedes Mal dieses Theater ist nervig. 

Kommentar von Georg63 ,

Na denn bis auf weiteres Leine an nen Pfosten, wenn der andere auch da ist, oder Maulkorb.

Kommentar von Berni74 ,

Aber die Leinenpflicht dann für beide! Ich nehme mal an, daß du das so gemeint hast, Georg.

Antwort
von Sheogorath, 102

In so einer Situation, die ich zum Glück in dieser Ernsthaftigkeit noch nie hatte, würde ich die Technik von Cesar verwenden, das ist besser als Treten.

Aber das ist auf eigene Gefahr, nur anwenden, wenn man sich dabei auch sicher fühlt!

Kommentar von Berni74 ,

Du empfiehlst der Fragestellerin doch nicht allen Ernstes, sich 2 kämpfende Hund mit jeweils einer Hand im Nacken zu schnappen und zu trennen??? Bist du dir bewusst, was da alles passieren kann? Den Zusatz "auf eigene Gefahr kannst du dir dann auch sparen. So ein Irrsinn (wie das meiste von Cesar Milan) gehört weder ins Fernsehen, noch ins Internet und schon gar nicht an so einer Stelle empfohlen.

Stell dir vor, die Fragestellerin probiert das aus und wird von beiden Hunden massiv gebissen. Sie kann bleibende Schäden davotragen, und keine Versicherung der Welt zahlt auch nur einen Cent, weil sie grob fahrlässig gehandelt hat.

Kommentar von Sheogorath ,

Ich würde es so machen. Es ist meine ehrliche Meinung und es ist besser, als die Hunde zu treten. Zumindest aus der Sicht eines Tierfreundes. Dass du meinen Zusatz nur halb zitierst, zeigt, dass du hier eine Hexenjagd veranstalten willst, dass kannst du dir sparen.

Keine Ahnung,was du für ein Problem mit Cesar hast, aber das dürfte die Ursache für deine selektive Zitatweise sein. Jeder muss selber wissen, was er von solchen gezeigten Techniken übernimmt.

Eine allgemeine Zensur, wie du sie vorschlägst ist eine Überreaktion und meiner Meinung nach kompletter Unfug.

Kommentar von Berni74 ,

Kompletter Unfug ist es, solche Handlungsweisen im Fernsehen und Internet zu zeigen, denn es wird sicherlich Nachahmer geben, die meinen, das Problem so lösen zu können.

Deine Antwort zeigt mir, daß Du Dir der Tragweite gar nicht bewußt bist. Hast Du schonmal versucht, Hunde zu trennen, die sich ernsthaft beißen? Um das so hinzubekommen, wie in dem Video gezeigt, gehört sehr, sehr viel Erfahrung, Reaktionsschnelligkeit und Kraft dazu. Das kriegt vielleicht ein erfahrener Hundetrainer ohne Verletzungen hin, aber garantiert nicht der "Normalo-Hundehalter".

Es ist mehr als töricht, solche Empfehlungen zu geben, ohne die Fragestellerin,  die Hunde und die Gesamtsituation beurteilen zu können.

Kommentar von Sheogorath ,

Du hast das Problem, sehr selektiv zu lesen. Ich habe es ihr nicht uneingeschrämkt empfohlen, sondern gesagt wie ICH es machen würde, mit dem Hinweis, dass diese Technik meiner Meinung nach nur angewandt werden sollte, wenn man sich dabei SICHER fühlt.

Ja, ich habe so schon kämpfende Hunde getrennt, aber es war nie so, dass einer der beiden ständig wiederangefangen hat, wie vom Fragesteller beschrieben. Es war immer schnell vorbei, nach dem Einschreiten.

Du bist anscheinend der Meinung, man muss alle Methoden zur Hundeerziehung, die dir nicht passen, aus der Öffentlichkeit verbannen. Ich hingegen bin für eine offene Diskussion ohne Zensur und apelliere an den mündigen, vernunftbegabten Hundebesitzer. Natürlich muss derjenige, der die Gesamtsituation kennt, entscheiden, was für ihn das Richtige ist. SO IST DAS HIER BEI JEDER FRAGE, OHNE AUSNAHME!! Jemand der Bronze hat, sollte das eigentlich wissen.

Kommentar von Berni74 ,

Es gibt aber auch Ratschläge, mit denen man die Fragesteller und ihre Hunde unnötig in Gefahr bringt.

Ich mache auch manche Dinge, die ich vertreten und kontrollieren kann aber niemals jemandem raten würde, den ich nicht kenne und nicht einschätzen kann. So ist das nunmal - manchmal ist weniger mehr.

Kommentar von Sheogorath ,

Da kann ich nicht zustimmen. Ein Ratschlag kann niemals jemanden in Gefahr bringen.  Es ist die Person selbst, die sich in Gefahr bringt, wenn sie die Technik anwendet, ohne sich dabei sicher zu sein, dass es das Richtige in dieser Situation ist.

Außerdem ist die Situation an sich natürlich schon gefährlich für die Hunde. Wenn sie sich richtig fest verbeissen, wird es immer schwieriger sie zu trennen, je länger man daneben steht und nichts tut. Manchmal ist Weniger zu Wenig.

Wenn jemand zB fragt, wie rette ich eine Person aus einem umgekippten Auto nach einem Unfall, dann dürfte ich nach deiner Logik nur eine mögliche Antwort geben: Lass es, der Tank könnte auslaufen und explodieren, halte Abstand und tu garnichts.

Aber so einfach ist es nicht im echten Leben. Menschen sind bereit, etwas zu riskieren, um andere Menschen oder Tiere vor Schaden zu bewahren. Und wenn man trotz des Risikos etwas unternehmen will, dann ist es besser, eine entsprechende Technik zu kennen, anstatt aus purem Instinkt zu handeln.

Kommentar von beglo1705 ,

Du hast doch in der Frage gelesen, dass "ein anderer" eingegriffen hat um die Hunde zu trennen, oder? Das lässt darauf schließen, dass die Fragestellerin sich wohl auch nicht getraut hat, in die Beisserei hinein zu fassen, sonst hätte sie sicher ihrem Hund geholfen. Wenn man aber Angst hat, geht das einfach nicht und da hilft auch kein Ceasar Milan, weil man sonst 100%ig gebissen wird, wenn das nicht aus vollster innerster Überzeugung kommt, das Richtige zu tun.

Kommentar von Berni74 ,

Wenn jemand zB fragt, wie rette ich eine Person aus einem umgekippten
Auto nach einem Unfall, dann dürfte ich nach deiner Logik nur eine
mögliche Antwort geben: Lass es, der Tank könnte auslaufen und
explodieren, halte Abstand und tu garnichts.

Du wirst in jeder Sanitäterausbildung lernen, daß an erster Stelle immer der Eigenschutz steht. Wenn Du selbst das für Dich nicht so umsetzt, ist das Deine Sache.

Es ist die Person selbst, die sich in Gefahr bringt, wenn sie die
Technik anwendet, ohne sich dabei sicher zu sein, dass es das Richtige
in dieser Situation ist.

Na da bist Du ja dann fein aus dem Schneider.... hier schreiben Leute, die Hilfe suchen. Man hat als "Antworter" auch eine Verantwortung. Und dazu gehört, keine Ratschläge zu geben, deren Folgen für den Fragesteller offenbar nicht abzuschätzen sind. Die Fragesteller sind meist unerfahren, sonst würden sie nämlich keine Fragen stellen. Sie suchen nach für sie praktikablen Lösungen.

Kommentar von Sheogorath ,

Ist meine letzte Antwort hier, für 3 Leute ist diese Kommentarfunktion nicht ausgelegt und ich glaube auch nicht, dass meine Antworten sehr gründlich von euch gelesen werden. Wir gehen einfach von unterschiedlichen Menschenbildern aus. ich setze Verantwortungsbewusstsein und Vernunft voraus, während ihr Schwäche und Inkompetenz als Grundeigenschaften vorraussetzt, da ist es natürlich schwer, auf einen Nenner zu kommen.

Jemandem eine Technik zu zeigen, heisst nicht, ihm zu empfehlen, sie bei jeder möglichen Gelegenheit einzusetzen, sondern sie ist ein Werkzeug, dass man bei sich trägt, und man sollte sich immer über mögliche Folgen klar sein, wenn man sie einsetzt.

Ich habe mal eine Zeitlang Selbstverteidigungskurse für Frauen geleitet und mir war dabei stets bewusst, dass die falsche Anwendung im Ernstfall die Situation sogar noch verschlimmern kann, weil zB die Aggression eines Angreifers erhöht wird, wenn das Opfer sich wehrt.

Aber trotzdem muss man diese Techniken lehren, warum? Weil ich nicht das Recht habe, jemandem den Zugriff auf dieses Wissen zu verweigern, nur weil ich ihn/sie für zu schwach oder zu dumm halte.

Jeder verfügt frei über sein eigenes Leben und trifft seine eigenen Entscheidungen, und wenn er sich auf mögliche Gefahrsituationen vorbereiten möchte, indem er verschiedene Techniken kennenlernt, dann sollte er auch Zugriff auf dieses Wissen haben. Du kannst Leute nicht ihr ganzes Leben in Watte einpacken und ihnen sagen ,dass sie niemals etwas riskieren dürfen("Du wirst 100prozentig gebissen", großartige Angstmotivation). Dabei entstehen unselbstständige Menschen, die immer auf Andere angewiesen sein werden.

Die Fragestellerin hat hier eine große Auswahl an Lösungsvorschlägen von der Community erhalten und es steht ihr völlig frei, einige davon als für sie ungeeignet abzutun. Wenn sie sich nicht traut, dazwischenzugehen ist das völlig ok, aber sie sollte wenigstens wissen, wie man es richtig macht, für den Fall dass sie DOCH spontan entscheidet, Initiative zu ergreifen. Das ist tausendmal besser als rein instinktiv zu handeln und im Nachhinein zu bereuen, dass man sich nicht mit einer entsprechenden Technik "bewaffnet" war.

Eine kennengelernte Technik darf nie der Grund sein, DASS man etwas unternimmt. Sondern sie dient, um zu verbessern, WIE man etwas unternimmt.

Kommentar von Anaschia ,

@Sheogorath! Vom Grundsatz her ist dein Kommentar nicht verkehrt, aber Du kennst weder den FS noch weißt Du wie der Hund gestrickt ist. Hundeerziehung lernt man nun mal nicht wie Kochen nach Rezept. Auch ich halte Cesar Milan`s Vorschläge  sehr fragwürdig und teilweise auch gefährlich. Meinen Hund kann ich zum Beispiel ohne Probleme bei einer Beißerei trennen. Er würde bei mir nie zubeißen. Diese Eigenschaft wurde aber auch dieser Rasse angezüchtet. Bei einem anderen Hund (Rasse)würde ich nicht so agieren, auch nicht wenn es mein eigener wäre. Die meisten Hunde stehen bei einer Prügelei so unter Strom, dass sie blindlinks nach allem beißen was unmittelbar in ihrer Nähe ist. Diese schmerzliche Erfahrung mußte ich vor 30 Jahren bei einer meiner Jagdhunde selber machen.

Kommentar von beglo1705 ,

Das ist aber sehr gefährlich da einfach hinein zu greifen. Ich würd eine Stange/Stock nehmen zum dazwischen gehen, um nicht selbst gebissen zu werden.

Kommentar von BeTiBeLe ,

Ich werde das nie machen das ist mir zu gefährlich außerdem bin ich weiblich und erst 17 und hätte nicht die Kraft dazu die zwei Hunde auseinander zu zerren. Würde auch lieber irgendeinen Gegenstand oder Wasser oder so benutzen und zu dem Kommentar aus Sicht eines Tierfreundes einen Hund in solch einer Situation mit den Händen auseinander zu ziehen, könnte ich jetzt als Beleidigung aufnehmen aber ich will mal nicht so sein. Ganz unerfahren in Sachen Hundehaltung bin ich nicht aber so eine Situation hatte ich noch nie und wusste auch nicht was ich tun soll. Stehe momentan trotzdem noch zwischen zwei Seiten. Die einen sagen lass kämpfen und andere nehmt die Hunde am Besten gar nicht mehr mit. Noch bin ich unentschlossen.

Kommentar von Sheogorath ,

Ok, wenn du davor Angst hast, die Kontrolle zu übernehmen, dann lass ihn zu Hause. Du hattest Glück, dass jemand anders deinen Job gemacht hat.

Aber man sollte sich nie auf Andere verlassen, wenn es um die Sicherheit deines Tieres geht, du trägst die volle Verantwortung. Und wer sagt, man sollte sie einfach kämpfen lassen, den sollte man nackt in einem Kriegsgebiet aussetzen.

Kommentar von BeTiBeLe ,

Willst du jetzt auch noch ernsthaft behaupten das wenn ich nicht fähig bin die Hunde mit der Hand auseinander zu ziehen, das ich ihn nicht mehr mitnehmen kann/darf? 

Schon in deinen oberen Kommentaren hat mich gestört das es immer darum ging das man schwach ist und inkompetent und weiß was ich was wenn man sich nicht traut/kann/will die Hunde mit dem Risiko sich selbst zu verletzen auseinander zu zerren. Ich brauch noch ca 60 Jahre lang einen vollständigen, gebrauchsfähigen Körper und wenn manche das auch anders sehen, will sich doch trotzdem jeder schützen und so wenig verletzen wie möglich. Ich darf nicht einmal eine Woche wegen einer Verletzung bei der ich selbst schuld bin aussetzten, denn ich habe eine riesen Verantwortung Zuhause. 

Kommentar von Sheogorath ,

Ich bin ehrlich gesagt ein wenig geschockt von deiner Antwort, es geht hier doch letztenendes nicht um dich oder mich, sondern um die Unversehrtheit des Hundes!

Du weisst genau, dass es dort wieder zu einem Kampf kommen wird und du willst NICHT anleinen, du willst den Hund NICHT zu Hause lassen, und wenn es ums Einschreiten geht, sprichst du von "zu gefährlich" und bist "unsicher".

Anscheinend hat der erste Schock nicht gereicht, als du gesehen hast, wie ein Familienmitglied gezwungen war, einen Kampf um Leben und Tod zu führen. Wahrscheinlich muss er erst zuckend in einer Lache aus seinem eigenen Blut liegen, bis du begreifst, was es bedeutet, seine eigenen Grenzen zu kennen und dementsprechend verantwortungsbewusst zu handeln.

Mir fehlt jedes Verständnis für solch eine Haltung.

Kommentar von BeTiBeLe ,

Was genau schockt dich denn an meiner Antwort? Das ich nicht verletzt werden will oder das ich große Verantwortung hab? Und wo bitte hab ich geschrieben das ich Ben nicht anleinen will? Ich bin immer die erste die zur Leine greift um den Hund anzubinden, manche sehen das als Übertreibung meinerseits, wobei ich dazu sagen muss das ich sehr schlechte Erfahrung mit meinem ersten Hund hatte und deshalb manchmal zu vorsichtig bin. Ist das ein Problem das ich nicht einsehe den Hund Zuhause zu lassen weil ich nicht Zeit hab für zwei Stunden Pferd und dann noch Ben auszupowern? Nur mal zur Info er ist ein Australien Sheperd und braucht seine Zeit deshalb verbinde ich Reiten und Hund. Und woher willst du herauslesen wie der und gehalten wird? Aber das ist sowieso egal spätestens wenns Temperaturen über 25 grad gibt kann ich nur noch nachts mit ihm raus da er Krank ist und wenn die Behandlung das letzte Jahr nicht gut genug war hab ich sowieso bald kein Hund mehr. Kannst dich ja freuen dann ist ein Hund weniger "gequält". Und noch was meinst du das wenn mir mein Hund nicht wichtig genug wäre ich noch während der Schule arbeiten ginge um die horrenden Tierarztkosten zu zahlen?

Du kennst mich nicht, kennst unsere Situation nicht und hast keine Ahnung was ich schon alles für den Hund tun musste und nur weil ich in der Fragesituation überfordert war, heißt es nicht das ich ein Tierquäler bin, Verantwortungslos und Inkompetent... also bevor du ein Urteil fällst erst mal fragen wie es sonst ist. Ich bin nicht perfekt und mache manchmal Fehler, versuche aber mein bestes und ich würde nicht alles so genau beschreiben wenn ich was zu verbergen hätte. Habe mich ja selbst in der Frage beschrieben und zwar so wies war nicht perfekt.

Kommentar von Sheogorath ,

Das klingt doch schon viel besser, in der Frage sagst du nämlich das Gegenteil.

"Wir wollen weiterhin die Hunde mitnehmen ohne sie an der Leine halten zu müssen"

Richtig, ich kenne die Situation nicht, ich kann nur anhand von dem urteilen, was du hier bis jetzt geschrieben hast und das war nunmal sehr beunruhigend!

Bin ja auch nicht der einzige, der dir sagt, du sollst vermeiden, dass die beiden Hunde aufeinandertreffen, wenn die Kampfsituation für dich nicht kontrollierbar ist, ich sehe hier noch 6(!) andere Leute, die dir genau dasselbe sagen.

Lass ihn zu Hause oder sorg anderweitig dafür, dass es nicht noch einmal zu einem Kampf kommt. Dem Tier zuliebe, bitte nimm das ernst und lass nicht nochmal einen Kampf zu. Wie gesagt, es ist deine Verantwortung.

Oh und nochwas, diese andere Hundebesitzerin ist ein Vollidiot, wenn sie es zu einem Kampf kommen lassen will. Versuch ihr klarzumachen ,dass dass keine Option für einen Tierliebhaber ist. Ich persönlich würde mich beim Hofeigentümer über sie beschweren, damit sie ermahnt wird, ihren Hund auch besser zu kontrollieren.

Kommentar von BeTiBeLe ,

Ich will auch nicht das er kämpft und mit dem an der Leine meinte ich so das Ben sowieso nur noch an der Leine ist sobald ich sehe das der andere da ist. Aber sie war weg und da hab ich rennen lassen, wusste nicht das sie noch mal kommt. Meiner ist wie gesagt sehr friedliebend und kommt wenn ich ihn zurückrufe. Sie sagte ich soll ihn laufen lassen weil das sonst nie endet und bis jetzt sie immer auf Sicherheitsabstand sich anknurrten. Warum er winselte als er kam weiß ich nicht das war an dem Tag als sie sich nur anknurrten, also bevor sie sich verletzen hätten können. Das hab ich noch nie erlebt das er winselt und wedelnd zu mir kommt in der Haltung als hätte er etwas verbrochen. Dabei hab ich nicht aggressiv gerufen sondern ganz normal als würde ich nach Hause wollen vom Spaziergang.

Kommentar von Berni74 ,

Da hat der andere ihn bestimmt doch irgendwo erwischt... :-/

Du machst das schon richtig - gehe denen aus dem Weg und leine Ben an. Wichtig ist nur, daß der andere ihn dann nicht "erwischt". Also die andere Besitzerin sollte sich unbedingt auch dran halte.

Ich drück Dir die Daumen... auch und vor allem für Ben's Gesundheit!

Kommentar von BeTiBeLe ,

Danke habe leider zu oft Pech mit Tieren. Liegt wahrscheinlich daran das ich vorher an alles denke und dann wenn ich es sehe nur noch nach meinem Herz gehe. Hab mir so ein psychisch kranken Ersthund angeschafft und nun noch einen kranken Ben wobei ich den Vorbesitzern keine Vorwürfe mache da sie nicht wissen konnten was für Folgen es haben könnte. Ich weiß wie ich vorbeugen kann das Ben überleben könnte und tue auch alles dafür obwohl viele der Meinung sind das der Hund eingeschläfert gehört. Der Tierarzt hat nur die Behandlung angefangen damit ich weiß das alles dafür getan wurde um ihn zu retten, trotz der Meinung des Tierarztes das wir schon am nächsten Tag einen toten Hund haben. Hat er nur meiner Mutter gesagt. Der Tierarzt sagt das es schon fast an ein Wunder grenzt das Ben noch lebt. 

Sollte vllt doch noch ein Buch über Bens leben schreiben wird hundertpro interressant, da Ben schon viel miterlebt hat. In einen Teich gefallen, angefahren, fast vom Bus erwischt, Atraktion eines Schulwandertages, seine kaum überlende Krankheit und die innige Feindschaft mit einem Pferd...

Kommentar von beglo1705 ,

Ja nicht kämpfen lassen, da kommen übelste Verletzungen raus, wenn das ganze ein Selbstläufer wird ohne Kontrolle.

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