Frage von tktuffi,

Hunde, die Schatten jagen.

Also liebe Tierfreunde,

ich habe vor kurzem eine gute Freundin besucht, die ebenfalls einen jungen Hund besitzt. Nun ist dieser kleine Hund wie verrückt auf Schatten und jegliche Lichtspiele. Bei den Bewegungen rastet der regelrecht aus und möchte die Schatten oder auch Wellen im Wasser fangen. Mein Hund hingegen reagiert auf nichts von alledem. Jetzt Frage ich mich, woran es liegt, dass manche Hunde auf Schatten, Wellen, Lichter reagieren und andere nicht. Sehen manche Hunde so schlecht oder wissen sie, das es greifbar ist? Ha, eigentlich eine unwichtige Frage, aber ich finde das irgendwie doch sehr interessant ;).

Hilfreichste Antwort von tinwagner,
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Meiner Erfahrung nach hat das Schattenjagen (oder auch sonstiges "unsinniges" Jagen) mit einem Trieb zu tun - z.B. Huetetrieb oder Jagd-/Apportiertrieb. Verschiedene Rassen sind eben lange Zeit auf spezielle Eigenschaften gezuechtet worden, so dass die Triebe verstaerkt ausgepraegt sind (s. Border Collie). Wenn sie dann nicht artgerecht genutzt werden koennen, also brachliegen, muss der Hund eine Moeglichkeit finden, sie auszuleben. Manchmal kann das gefaehrlich sein (Autoreifen fahrender Autos jagen), und manchmal nur nervig. Es liegt am Besitzer, wie er damit umgeht. Rechtzeitig angefangen, kann man das sehr gut umlenken auf etwas Wuenschenswertes, wie z.B. immer wenn ein Auto kommt "Sitz" machen oder sowas. Nur muss dem Hund etwas angeboten werden, was er machen kann, sonst sucht er sich selber was. :)

Antwort von slideagain,
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Jeder Hund ist charakterlich eben anders, genauso wie es bei den Menschen der Fall ist. Die einen lieben Ballspiele, die anderen interessiert ein Ball gar nicht. Auch die Rasse spielt eine Rolle, je nachdem ob der Hund sehr agil ist wie z.B. ein Jack Russel oder ein ganz ruhiger Hund.

Antwort von Sonnenblume104,
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Das Thema ist zwar schon fast uralt :D aber...

Wenn Hunde ganz extrem Schatten und Lichtspielen hinterherrennen, könnte das auch ein anzeichen von Stress sein. Ein hund sollte seinen Jagdtrieb mit seinem Menschen ausleben und das möglichst draußen in der Natur. Wenn er dann also zu hause ist, sollte der hund sich dann entspannen. Evtl. könnte einen Unterforderung oder auch Überforderung dafür verantwortlich sein.

Ok, genug Staub aufgewirbelt =)

Antwort von niska,
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Zum einen mal ist jeder Hund charakterlich anders, zum anderen macht jeder Hund seine eigenen Erfahrungen und zu guter Letzt hat jeder Hund auch so seine Triebe. Wenn der Hund aber schon nach Schatten jagd würde mich auch interessieren ob er generell allem was sich bewegt hinterher hetzt - sollte das so sein, kann sich deine Freundin auf nen Packen Arbeit freuen, weil ihr Hund nen ziemlichen Jagdtrieb hat.

Hunde machen ihre eigenen Erfahrungen: Für meine Hündin ist z.B. essentiell ob und wie sich etwas für sie lohnt. Letztes Jahr hat sie noch interessiert auf den Fernseher geschaut und immer fleißig mitgebellt wenn sie dort einen Hund gehört hat - nachdem sie irgendwann begriffen hat, dass da nichts interessantes oder lohnendes für sie rausspringt juckt der Fernseher und darin bellende Hunde sie nichtmehr die Bohne. Sie wacht vom Fernsehgebell höchstens mal auf, aber wenn das Gebell explizit vom Fernseher kommt interessiert es sie nicht. Wenn ich mal Hundegebell über den Laptop laufen lasse, ist sie noch daran interessiert - mittlerweile hat sie aber wohl auch gemerkt dass mein Laptop bellen kann und wufft nur noch probeweise.

Wenn ich mit ihr spiele, kann sich meine Hündin komplett reinsteigern - sobald ich (oder jemand anderes) ihr aber etwas zu fressen in Aussicht stellt, juckt das Spielzeug sie überhaupt nichtmehr.

Und zum Charakter: wie gesagt, manche Hunde begeistern sich schnell für absolut alles, manche interessieren sich für rein gar nichts was um sie herum so passiert und manche selektieren eben nach ihren eigenen Wertmaßstäben, sei das Futter, Jagdreize, Menschen, Hunde, etc.

Kommentar von tktuffi,

ja sie hat sehr viel zu tun...es handelt sich um einen norfolk terrier und man kann die kleine nicht stoppen ;). in situationen, in denen jeder "normale" hund was zu viel bekommen würde, fühlt sie sich pudelwohl! klar ist jeder hund anders und manche begeistern sich mehr und andere weniger, aber mein hund und ihrer könnten unterschiedlicher kaum sein. mein hundchenr eagiert gar nicht auf licht, schatten ect., ist aber trotzdem neugierig und wild. aber er nimmt das einfach nicht wahr (da ist er ja nicht der einzige hund). das ist es halt, was mich interessiert. wieso reagieren auch hunde mit ähnlichem wesen und jagdreizen, so unterschiedlich. vllt. sehen sie ja nicht gut oder sie verstehen, was da vorgeht ;). also blind oder clever, natürlich trifft auf meinen hund letzteres zu^^

Kommentar von niska,

Naja, ich würde aber nicht sagen, dass dein Hund Lichtreize und Schatten nicht wahrnimmt. Er hat vielleicht nur die Erfahrung gemacht, dass solche Dinge eben nur dass sind als was wir sie wahrnehmen, eben Licht und Schattenreize und nichts weiter und dass es nur Energie kostet denen hinterher zu turnen. Wie gesagt, für meinen Hund muss sich etwas lohnen. Licht und Schattenreize interessieren sie nicht. Allerdings hat sie einen sehr starken Jagdtrieb und ist ständig aufmerksam, sie reagiert bei kleinsten Bewegungen ob nun Lichtreiz oder ein Wind wehender Grashalm und entscheidet dann eben in Sekundenbruchteilen ob ein "Angriff" sich lohnt. Sie hat schon öfter mal einen unnötigen Hüpfer in die Wiese oder aucheinen Vorhang gemacht, weil sie dachte etwas gesehen zu haben - sei es eine Maus oder eine Fliege, sie nimmt beides. Vielleicht schäumt der Hund deiner Freundin eben einfach über vor Energie und es ist ihm egal ob da wirklich was ist - hauptsache er kann sich abreagieren, vielleicht hat er eine niedrige Reizschwelle und kann sich eben einfach nicht kontrollieren. Das muss aber nichts damit zu tun haben, dass der Hund mit hektischen Situationen zurecht kommt (naja, das widerlegt sogar eher meine These mit der niedrigen Reizschwelle, solche Hunde drehen in hektischen Situationen sogar noch eher auf). Stress muss aber auch erstmal für den einzelnen Hund definiert werden: Mein Hund kommt als ehemaliger Straßenhund z.B. sehr gut mit Straßenverkehr klar - allerdings kann man sie in kein Restaurant mitnehmen, weil bei ihr Fressen eben der absolute Reizauslöser ist. Und dann ist Intelligenz natürlich auch noch ein Faktor: Ich würde meine z.B. nicht als Hundegenie bezeichnen - sie hat eben ihre Straßenschläue, nach dem Prinzip: Wo ein Wille, da auch ein Weg - zumindest wenn´s um Futter geht. Wenn´s zu schwierig ist, dann wird aber keine unnötige Energie vergeudet. Einige Hunde finden sich in ihrer Umwelt eben hervorragend zurecht und können Situationen sehr schnell interpretieren und verstehen. Anderen kannst du ein Leckerchen unter nen Jogurtbecher legen und sobald sie es nichtmehr sehen wissen sie nicht was sie machen sollen (Hab ich bisher aber echt nur einmal gesehen)

Die Persönlichkeit wird eben von einer Kombination von Faktoren bestimmt - beim Menschen genauso wie beim Hund (nur gibt´s da eben unterschiedliche Faktoren)

Antwort von westlb,

Hallo ich habe auch einen hund der sich für z.B.: leserpointer interessiert.... hm.... wenn er aber hinterher läuft ist das nicht tierquelerei?

Antwort von Dackelmann888,

Das ist normal.Meiner jagt im Moment Fliegen,muß immer aufpassen das Er nicht eine Wespe erwischt.

Antwort von Bluebreak13,

Jep ^^ vor allem es bewegt sich und ist neu *g manche ham mehr spieltrieb udn neugier manche weniger:P

Antwort von fraufrings,

Es liegt am Spieltrieb oder am Jagdtrieb. Jeder Hund hat so seine Vorlieben. der eine spielt mit Stofftieren, der andere mit Bällen und manche sind so leicht zu veräppeln, dass sie den Lichtstrahl als flüchtendes Obekt sehen.

Antwort von KanDoo91,

Tiere haben verschiedene Interessen. Genau wie Menschen. Der Eine Hund findet das interessant während es den anderen Hund nicht interessiert. Kinder spielen ja auch nicht immer mit allem gleich gerne.

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