Frage von juliaaYJNA, 85

Hund zieht an der Leine und springt?

Hallo! Mein Hund (huskymix, 1 Jahr, 65cm, 35kg) freut sich immer so extrem wenn uns beim gassi gehen Menschen mit Hunden entgegen kommen, dass er aufeinmal anfängt zu ziehen und alles dafür tut um zu dem Hund zu kommen. Ich habe keine Ahnung wie ich ihm beibringen soll das zu lassen. Er ist sehr stürmisch und springt auch andere Leute gerne an vor Freude, was bei so einem großen Hund sehr unangenehm ist, wie kann ich ihm die beiden probleme abgewöhnen?

Bei der Hundeschule haben wir uns schon angemeldet, der erste Termin ist jedoch erst im Dezember

Antwort
von Secretstory2015, 37

Den wichtigsten Schritt bist Du ja schon gegangen, indem Du Dich in der Hundeschule angemeldet hast, das ist sehr gut :D

Dein Hund ist aufgeregt, das ist der Grund für sein Verhalten. Wenn man
es schafft, dieses Verhalten in Ruhe umzuwandeln, dann wird er auf
andere Menschen und Hunde auch ruhiger zugehen können.

Hast Du ein Halsband oder ein Geschirr am Hund? Eventuell lässt sich das durch eine einfache Übung lösen, aber dafür bräuchtest Du unbedingt verschiedene Trainingspartner.

Ein guter "Trick", um das zu üben, besteht meiner Erfahrung nach darin, dass man stehen bleibt, in dem Moment, wo der Hund zu aufgeregt wird. Man lässt den Hund rumhampeln, bis er merkt, dass er nicht voran kommt. Sobald er die Spannung in der Leine selbst behebt, indem er beginnt, sich an Dir zu orientieren und zu Dir zu kommen, sobald Du stehen bleibst, kann es weiter gehen, jedoch nicht vorher. Auch nicht, wenn er es tut und dabei noch hektisch ist, habt soviel Geduld, dass er ein wenig runter kommen kann.

Die meisten Hunde verstehen dieses Konzept relativ schnell. Sie lernen: "Wenn ich ruhig bin, geht es weiter, und dann darf ich auch dahin, wo ich gerade unbedingt hin möchte."

Wichtig dafür sind vier Dinge:

  • Ihr braucht Trainingspartner, die dann selbst auch stehen bleiben, damit er sich nicht daran hochspult, dass der andere Hund vorbei geht.
  • Arbeitet hierbei bitte unbedingt mit einem Geschirr, ein Halsband übt einen zu punktuellen Druck aus und kann die Wirbelsäule schädigen, solange Dein Hund an der Leine aufdreht.
  • Seid unbedingt konsequent und zieht das durch! Bleibe immer gelassen in diesen Situationen und atme möglichst tief in den Bauchraum, das erleichtert die Entspannung für Deinen Hund.
  • Hör auf, Dich schlecht zu fühlen, wenn er andere Menschen anspringt. Ihr übt ja noch, es ist ja nicht so, dass Du es einfach zulässt und Dich gar nicht drum kümmerst. Die Leute, die er anspringt, sollen in dem Moment vorwärts gehen, nicht zurück weichen. Wenn sie das tun, lernt er ebenfalls, dass dieses Verhalten nicht erwünscht ist.

Ich hoffe, ich konnte Dir ein wenig weiter helfen. Meiner Erfahrung nach klappt es auf diesem Weg immer recht gut. Man muss halt konsequent sein und das ganze durchziehen, aber das gehört in der Erziehung ja dazu und sollte daher normal sein.

Expertenantwort
von Einafets2808, Community-Experte für Hund, 28

Eine Hundeschule die im Dezember Kurse anbietet? Sorry ich kenne keine die das macht. Durch das Schnee und Match Wetter ,werden oft die Plätze feucht und nass und kein Hund setzt sich gerne in eine matsch Pfütze rein. 

Bring deinem Power Paket Impulskontrolle bei. Und das er erst Leute begrüßen darf ,wenn er ruhig und geduldig ist. 

Und ich hoffe du gehst dem Drang nicht nach ,wenn der Hund zieht das er noch Erfolg hat dabei und zum Hund darf an der Leine? 

Falls ja hat der Hund noch Erfolg beim ziehen ,weil er das bekommt was er möchte. Nämlich zum anderen Hund. 

Besorgt euch einen mobilen Hundetrainer der euch zusammen begleitet. 

Ich hoffe du lastest deinen Hund ordentlich aus,dann sind Hunde auch allgemein ruhig und ausgeglichen. 

Zughundesport,20-30 km Fahrrad fahren pro Tag. Mit normal Gassi gehen an der Leine ist so ein Hund nicht zu Frieden. 

Antwort
von Jana88, 25

Das Verhalten zeigt unser Hund auch und das obwohl wir in der hundeschule waren. Nach einem Kurs der sieben Stunden geht, ist das Problem natürlich nicht gelöst, vor allem weil das Problem oft nicht da liegt, wo man es vermutet. Oft muss man ganz woanders ansetzen wie bei der Bindung, so dass dein Hund erst mal lernt auf dich zu achten und dir zu folgen.
Ich habe mir jetzt ne Trainerin nach Hause geholt und das war das beste was ich machen konnte. In der hundeschule geht es oft nur um Grundkommandos und viele Dinge werden nur kurz angeschnitten. Mir persönlich hat das nicht ausreichend geholfen. Ich finde es immer sinnvoller, wenn sich der Trainer nur auf den einen Hund konzentrieren kann.

Ich wünsch dir viel Erfolg!

Antwort
von Sternfunzel, 25

Ich habe es meinen Hunden so beigebracht. Mit Halsband und langer Leine.

Wenn man auf Grundstück oder auf einer Wiese oder Feldweg üben kann, ist das gut. Lange Leine und Halsband. 5 Meter Leinen sind gut, diese nutz ich auch.

Bring dem Hund bei durch Rückruf, erst an Deiner Seite locker zu gehen. Dann übe, dass er hinter Dir geht und Sitz und Platz. . 

Zieht er weg, ruf ihn "hier". Schaut er, lockst Du ihn,rufst ihn wieder." Fein,Hier".. kommt er, folgt sofort Belohnung.

Ein Hund ,der hinter seinem Besitzer geht,--gibt die Führung ab-

Solch ein Hund lässt sich führen.

MfG 

Antwort
von TeddySocke, 41

Wir haben von der Hundeschule den Tipp bekommen, dass wir dann anhalten sollen und sofort wieder weiter, nur dass der Hund mitbekommt, das du kurz stehen geblieben ist. Manchml drehen sich die Hunde um, manchmal verlangsamen sie auch nur ihr Tempo, bevor sie wieder schneller gehen. Das so oft machen, bis sie kaum noch zieht. Am besten mit Geschirr, da daas am Hals ganz schön weh tun könnte. 

Wenn das nicht hilft, dann lass dein Hund sitzt machen und sich das in Ruhe anschauen, bevor ihr weiter geht. 

vllt. hilft es ja 

mfg

Kommentar von Sternfunzel ,

Ein Husky mit 35 kg kann sich sehr ins Zeug legen.  Er kann mit Geschirr viel mehr Kraft einbringen. Meine Hunde haben alle mit Halsband gelernt. Und auch in unseren Hundeschulen ist es erforderlich mit Halsband zu lernen.

Mfg :-)

Kommentar von TeddySocke ,

Wir haben den Tipp mit dem Geschirr bekommen, kann aber auch sein, dass wir den Tipp bekommen weil unsere Shepherd Hündin nicht mal ein Jahr alt war. Außer dem hatte sie schon Halsprobleme, da wäre das wahrscheinlich nicht sinnvoll gewesen aber ja, wenn mein einen großen/kraftvollen Hund hat, ist ein Halsband vielleicht doch sinniger :D

mfg

Antwort
von serologie, 20

Na ja, ich kann da nicht ganz mitreden, da ich eine deutsche Dogge habe und hatte. Die sind ja relativ ruhig. Leine ist da kein großes Thema, aber sie will natürlich auch zu vielen Hunden die wir begegnen hingehen, bzw zieht hin. Na dann gehen wir halt hin (sofern es den anderen Besitzer nicht stört, es haben ja fast nie Hunde Angst, sondern ihre Besitzer, die übertragen das dann) Kurzes schnuppern, beide sind zufrieden. Ich lasse ja auch meine Kinder zu ihren Freunden laufen wenn sie uns begegnen, warum sollte es mein Hund nicht.

Kommentar von juliaaYJNA ,

Ja aber das Problem ist , auch wenn ich den Hund zu dem anderen Hund lasse ist er immernoch aufgeregt und springt die ganze Zeit rum davon wird er leider nicht ruhiger, weil er die ganze Zeit spielen will

Antwort
von Gargoyle74, 29


einentraining mit Spaßfaktor


Vor allem für Hunde, die permanent an der Leine ziehen, kann unser
folgendes Leinentraining eine geradezu therapeutische Wirkung haben.
Viele Hunde mögen ihre Leine nämlich überhaupt nicht und leiden unter
Stress, sobald sie  angeleint sind. Wenn dies bei Ihrem Hund der Fall
ist, dann bringen Sie ihm doch mal bei, seine Leine zu suchen und zu
bringen. Eventuell wird es anfangs nicht leicht werden, sie ihm
schmackhaft zu machen, aber genau darum geht es ja. Geben Sie auf keinen
Fall auf! Arbeiten Sie mit Clicker oder Belohnungswort und ganz
besonderen Leckerchen. Richten Sie über den Tag verteilt mehrfach ganz
kurze Trainingseinheiten ein.


Es gibt zwei sehr verschiedene Wege, unser Ziel zu erreichen. Der
erste basiert auf dem freien Formen mit Hilfe unseres sekundären
Bestärkers, der zweite nutzt den Beutetrieb des Hundes.

Für das freie Formen legen Sie die Leine auf den Boden und belohnen
anfangs jeden Blick Ihres Hundes zu ihr mit einem Click oder
Bestärkerwort. (Achtung: Hierzu sollte Ihr Hund diese sekundären
Bestärker kennen, d. h. Sie sollten sie konditioniert haben.)
Allmählich wird er immer näher herangehen, die Leine beschnüffeln,
eventuell sogar mit den Pfoten oder der Nase berühren. Belohnen Sie
jeden zusätzlichen Schritt, der Sie Ihrem Ziel näher bringt. Haben Sie
Geduld, lassen Sie ihm Zeit. Irgendwann wird er zum ersten Mal
vorsichtig oder spielerisch die Leine in den Fang nehmen. Nun bekommt
er einen Jackpot und Sie beenden die Übung. Dieses Training sollten Sie
in kurzen, regelmäßigen Einheiten wiederholen.


Das Training über den Trieb bringt uns meistens schneller voran.
Hierzu sollten Sie die Leine zu einem Knäuel zusammenknoten, damit der
Hund sie besser tragen kann. Wecken Sie das Interesse des zukünftigen
Leinenapporteurs, indem Sie das Knäuel vor seiner Nase hin und her
wedeln, dann werfen Sie es (nicht zu weit) fort. Ermutigen Sie ihn,
sofort hinterherzulaufen. Standruhe ist hier nicht gefragt, sondern
erst einmal großer Spaß. Die meisten Hunde rennen sofort los und fassen
die Leine reflexartig. Warten Sie nun nicht, bis ihr Hund beginnt,
darüber nachzudenken, was er mit diesem Gebilde machen soll, sondern
gehen Sie in die Hocke und rufen Sie ihn sofort mit Komm oder Hier zu sich.


Die Vokabel fürs Leine-Bringen fügen Sie bei beiden Übungsvarianten
erst zu, wenn Ihr Hund sicher bringt. Nutzen Sie hierfür gerne das
Wort, das er bereits als Vokabel fürs Bringen kennt und fügen Sie Leine hinzu, also zum Beispiel Such die Leine oder Apport Leine.

Ob Sie die erste oder zweite Trainingsmethode wählen, hängt von Ihrem
Geschmack ab, aber auch vom Typ Ihres Hundes. Wenn er einen geringen
Hetz- oder Beutetrieb hat oder nicht gerne apportiert, dann könnte der
erste Weg der bessere sein. Ansonsten kommen Sie mit dem zweiten
schneller ans Ziel. Probieren Sie es einfach aus.


Sie werden sehen, dass sich Ihr Hund an der Leine wesentlich wohler
fühlt und daher sich an ihr wahrscheinlich auch besser benimmt. Ich
kenne nicht nur einen notorischen Leinenzieher und Leinenrambo, der nur
durch dieses Training zu einem normalen Leinengeher wurde. Dies ist
immer dann möglich, wenn die Ursache ausschließlich darin liegt, dass
der Hund – aus welchen Gründen auch immer – die Leine sehr negativ
empfindet. Sagen Sie ihm stattdessen ab sofort: Die Leine ist unser
größter Spaßfaktor!


Viel Spaß beim Üben wünscht Ihnen


Ihre Martina Nau


 


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allerdings benutze ich statt den albernen und ohrenbeteubenen Cllicker lieber eine hohe Stimmlage zur  Belohnung !



Antwort
von Fuchssprung, 12

Schau mal hier. 

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