Frage von ABCfrageantwort, 82

Hund will ungern in das Auto: Ist das eine Reisekrankheit oder ein Trauma?

Hallo, als wir unseren Schäferhund mit 8 Wochen von der Züchterin abholten, machte der Hund wohl vor Angst "groß" ins Auto... Der Hund is richtig "ausgeflippt", als wir es bemerkten hielten wir an und machten sie sauber und kamen ohne weitere Zwischenfälle daheim an.

Nun ist sie 6 Monate und möchte immernoch nicht Auto fahren. Sie schpeichelt alles voll und hat im Auto immer die Zunge draußen und hechelt! Manchmal muss sie auch brechen!

Antwort
von brandon, 27

Ich würde sagen Dein Hund ist traumatisiert.

Du schreibst das er im Auto “ausgeflippt“ ist. Was kann ich mir den darunter vorstellen?

Wenn ein Hund aus Angst kotet dann hat er Todesangst.

Wie lange seit ihr den gefahren als ihr ihn abgeholt hat? Wie habt ihr ihn transportiert? Bei meinen Hunden habe ich es immer so gemacht das ich mich zu dem Hund auf den Rücksitz gesetzt habe weil es für jeden Hund problematisch ist wenn er von fremden Menschen aus seinem gewohnten Umfeld herausgerissen wird. Hunde sind verschieden. Der eine Hund steckt das locker weg ein anderer ist ein Sensibilchen und kann den Schock nicht so leicht verkraften.

Das er sich im Auto übergibt muß nicht unbedingt vom Trauma her kommen, manche werden reisekrank und andere nicht, genau so wie bei uns Menschen.

Das sie so hechelt und sabbert liegt an ihrer Angst und Unsicherheit. Bei YouTube gibt es ein paar Videos über das Problem vielleicht hilft Dir das weiter.

LG

Antwort
von Negreira, 12

Vielleicht würde es helfen, wenn Du eine große Hundebox ins Auto stellst. Hunde mögen gerne Hütten, etwas, wo sie sich hineinlegen können. Die Eindrücke, die ein Tier im Kofferraum hat, wenn es "lose" hin und her schaukelt, sind furchtbar, so ähnlich, als würdest Du Achterbahn fahren.

Du müßtest es ausprobieren, vielleicht kann Dir jemand so eine Box leihen? Du hast dann ja auch diesen guten Tipp von Ulrike, so habe ich es bei einem sehr ängstlichen Tier auch mal gemacht, es hat prima geklappt, aber, wie Ulrike auch sagt, es braucht alles Zeit und Geduld. Grüß mit Deinen Hund.

Antwort
von UlrikeLasserre, 44

Stell Dir ein kleines Kind vor, das wirklich noch nie draussen war. Das Kind kennt wirklich nichts. Und dann kommt einfach eine fremde Person, nimmt das Kind an der Hand und läuft damit durch die Geisterbahn. Glaubst Du, das das Kind Angst hat und heult? Bestimmt und so ist es Eurem kleinen Hund gegangen. Und jedesmal wenn der Hund in das Auto muß hat er einfach Angst. Versuche ihm die Angst langsam zu nehmen. Spiel mit dem Hund am Auto und lobe wenn er dem nahe kommt. Setze Dich ins Auto und spiele aus dem Auto herraus.(evtl. Leckerlie) Nähert sich der Hund--loben. Das wiederholst Du ein paar Tage. Zeigt er keine große Anst mehr, spiele im Auto und lobe. Laß Dir Zeit(dem Hund) Akzeptiert er das, kannst Du mal das Auto starten( nicht fahren) Bleibt er ruhig kann man ein paar Meter fahren. Loben und Leckerlie nie vergessen. Das alles dauert lange und Du darfst nie die Geduld verlieren. Mach lieber kleine Schritte und gehe auch mal ein zwei Schritte zurück.

Kommentar von ABCfrageantwort ,

Vielen Dank,

werde mir nun die Zeit nehmen und deinem Rat folgen.

Dann hoffe ich mal das die Tipps gut anschlag.

Nochmals danke :)

Kommentar von UlrikeLasserre ,

Zeit ist ein wichtiger Faktor. Und habe Geduld. Wenn mal was nicht so klappt, niemals strafen oder laut werden. Alles mit positiver Verstärkung loben. Mit Lob(und Leckerlie :-) ) klappt es meist viel schneller und besser. Und es hat den Nebeneffekt, das die Bindung zu Deinem Hund stärker wird. Er wird es Dir mit Liebe bezahlen.

Antwort
von pinacolada42, 18

Jetzt frag ich mich : was hat der Züchter bezüglich Sozialisierung für den Hund getan? Wir hatten hie bei GF schon das eine oder andere Mal so einen ängstlichen Welpen und dann stellte sich heraus, dass das so osteuropäische Vermehrerhunde waren. Das ist in sofern extrem wichtig, dass mit diesen verstörten Kreaturen der Welpenmafia ganz anders umgegangen werden muss als mit fein sozialisierten Welpen eines FCI Züchters.

Kommentar von ABCfrageantwort ,

Die Züchterin hatte die Welpen (8 Stück) mit Mutter in einem Zwinger mit einem großem Haus darin um Unterschlupf zu finden wenn sie es wollen...

Nun ist die Züchterin auch mit dem Umbau ihres Hauses und ihrer eigentlich Arbeit beschäftigt... 

Sie nahm sich 4 Wochen Urlaub um sich anfangs um die Welpen zu kümmern...

Aber bei 8 Welpen ist es doch ziemlich schwer einzeln bzw. Alle ins Auto zu bekommen...

PS.: Sind nich von einer Hundemafia sonst hätte sie wohl noch andere Prrobleme aber trotzdem danke für die Hilfe.

LG

Kommentar von pinacolada42 ,

Trotzdem klingt es nicht nach vorbildlicher Sozialisierung...mit solch einen Hund hat man es natürlich doppelt und dreifach schwer

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten