Frage von PuzzlesChoice, 91

Hund, was ist los mit dir?

Meine 10,5 Jahre alte Bullterrierhündin raubt mir seit Tagen den nächtlichen Schlaf. Anfangs stubste sie mich alle 2 Stunden an. Sie schnupperte mich im Gesicht ab, drückte ihre Nase ganz dolle in´s Gesicht und tat das so lange, bis ich reagierte. Danach gab es Streicheleinheiten von mir mit ruhiger Ansprache, daß alles o.k. wäre. Beim Kraulen schlief ich wieder ein. 2 Stunden später dasselbe Theater bis morgens.

Seit vorgestern macht sie es nur noch 1x, aber immer zur selben Zeit : um 2.30 nachts ! Na gut, ein paar Minuten + / - Gassi muß sie nicht, dann würde sie vom Bett springen und an der Tür stehen.

DAS HAT SIE NOCH NIE GEMACHT :)

Expertenantwort
von Berni74, Community-Experte für Hund, 44

Wenn es wirklich immer nachts zwischen 2 und 3 ist, würde ich mal einen Bluttest machen lassen und vor allem die Leberwerte checken lassen.

Meine ältere Hündin hatte das auch mal. Sie ist nachts immer um diese Zeit aufgewacht, hat 10 Minuten gehechelt und dann weitergeschlafen. Mein TA erzählte mir von der Organuhr (http://die-organuhr.de/) und überprüfte die Leberwerte. Und sieheda - einige waren auffällig. Wir haben das mit Medikamenten und Futter wieder in den Griff bekommen, und sie schlief nachts durch.

Laß sie einfach mal gründlich durchchecken. Wenn dabei rauskommt, daß alles in Ordnung ist, dann weißt Du, daß sie wahrscheinlich einfach nur "wunderlich" wird. ;-)


Antwort
von xttenere, 25

Alte Hunde, und dazu gehört Deine Hündin, werden schon mal etwas wunderlich. Unserer hat mit 13 plötzlich angefangen um Mitternacht rum zu bellen. Wir haben dann in der Diele das Licht brennen lassen, und seit dem schläft er wieder durch. 

Stell sie dem TA vor, und wenn der nichts findet, dann versuch mal nachts in der Nähe des Schlafplatzes Deiner Hündin ein Licht brennen zu lassen. Du kannst ihr aber auch erlauben, bei Dir zu schlafen. Alte Hunde sind nicht mehr gerne alleine und suchen gerne die Wärme ihrer Herrchen und Frauchen

Antwort
von Muellermaus, 34

Da Bullterrier eine Lebenserwartung von ca. 12 Jahren haben, gehört Deine Hündin zu den "betagten Damen" und dann kommt es schon vor, dass sie etwas wunderlich werden - wie wir Menschen auch.

Wenn sie sonst keinerlei Auffälligkeiten aufweist, wäre auch ein Gang zum Tierarzt unnütz, denn er würde Dir nichts anderes sagen können.

Die einzige Möglichkeit die ich sehe, wäre mit dem Tierarzt über ein leichtes Beruhigungsmittel zu sprechen, dass sie nachts bekommen könnte, damit sie ruhiger ist.

Antwort
von douschka, 6

Stell Dich darauf ein und verstehe zu begreifen, dass das Alter ein Wesen verändert. Das geht schleichend, bemerken tun wir es aber erst erst bei Verhaltensveränderung. Da hat sich schon lange was vorher im Tier abgezeichnet, was vom Menschen unbemerkt blieb. Tiere versuchen Schwächen so lange wie möglich zu verbergen, das ist angeborende Überlebensstrategie. Logisch, dass sie nicht der Wildnis ausgesetzt, Schutz und Hilfe bei ihren Menschen suchen. Seniorenhunde entwickeln andere Bedürfnisse. Mehr Ruhe, mehr kleine Gassigänge, mehr Zuwendung, andere Fütterung. Beim ersten alternden Hund ist es nicht so leicht sich darauf einzustellen. Kann den Verfall des Alterns noch nicht wahrhaben, verstehen und trotzdem fängt es an.

Ein hilfloses Wesen, was süss und klein auf die Welt kommt braucht alle Fürsoge um stark und gesund groß zu werden. Ein Wesen, was altert entwickelt sich in ein oft  hilsfbedürftiges Stadium "zurück" und braucht genau diese gleiche Aufmerksam  wie am Anfang seines Lebens. Es ist nicht mehr so niedlich, scwierig mitunter, und dennoch braucht es alle Fürsorge.

Habe alte Hunde zu schätzen gelernt. Nicht immer einfach, doch so schön kauzig und absolut liebenswert. Alle Unbequemlichkeiten sind leichter durch tiefe Bindung zu ertagen. Selbst Wecker stellen um Inkontinez etwas vorzubeugen, wird zum Alltag. Es gehört dazu wenn man sich für einen Hund entschieden hat.   

Antwort
von Capone87er, 39

Nicht das ich dir jetzt Angst machen will, aber es haben schon Hunde bei ihren Haltern Krankheiten erkannt. Weil sich der Körpergeruch dann ändert.

Also wenns nicht am Hund liegt, vielleicht an dir.

MfG Capone87er

Kommentar von PuzzlesChoice ,

Habe ich auch schon drüber nachgedacht. Bin ja Diabetiker, aber an meinen Werten hat sich nichts verändert.

Kommentar von Capone87er ,

Könnte ja etwas anderes sein, von dem du nichts weißt.

Kommentar von Ptomain ,

War gerade gedanklich dabei die Thematik auch niederzuschreiben.

Klingt irgendwie danach dass dort ein Hund sein Herrchen sehr lieb hat und irgendetwas mit dem Herrchen los ist.

Kommentar von Capone87er ,

Jop, so dachte ich auch. : )

Kommentar von Muellermaus ,

Die Idee ist gut.... ich würde mal genau dann den Blutzucker messen, wenn sie Dich wach macht. Eventuell hast Du dann gerade eine leichte Unterzuckerung.

Kommentar von Nebularaza ,

Auch eine Möglichkeit, dann wird sie allerdings vermutlich ohnehin mehr ankommen, denke ich mal …

Antwort
von Nebularaza, 30

Hm, also unser Hund stuppst eigentlich nur nachts an, wenn er ein Bedürfnis hat. Also wenn du sicher bist, dass sie nichts hat, dann würde ich versuchen sie zu ignorieren, ansonsten merkt sie sich ja – ah, um 2:30 Uhr kann ich mir meine regelmäßige Streicheleinheit abholen! :D

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