Hund verursacht einen Unfall wer haftet?

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7 Antworten

Hallo,

tut mir sehr leid für den Hund.

Ihr solltet dringend die Versicherung der Eltern kontaktieren.

SO rechtssicher ist der BGB 834 nämlich nicht. Hier kommt u.U. auch zum Tragen, dass es den riesengroßen Unterschied der Aufsicht über das Tier aus reiner Gefälligkeit – sog. Gefälligkeitsverhältnis ohne Rechtsbindung – gibt. Und damit würde die Haftung des Tieraufsehers = der Eltern nach § 834 BGB nicht greifen. So ein Gefälligkeitsverhältnis wird häufig angenommen, wenn die tatsächliche Aufsicht über das Tier nur kurzzeitig übernommen wird oder eben auch unter Familienangehörigen und Freunden.

Dies gilt es abzuklären.

Gutes Gelingen

Daniela

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Ich würde einfach mal bei der Versicherung nachfragen. Das Tier hat ja nicht deinen Eltern gehört und wenn das hüten fremder Tiere mit dazu gehört, sollte der Schaden durch die Versicherung abgedeckt sein.

Ich denke es ist ganz ok bei der Versicherung die Wahrheit zu sagen, das der Hund euch gehört hat. Für deine Eltern ist er ja trotzdem fremd gewesen da ihr nicht zusammen lebt.

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Mein Beileid zum Verlust des Hundes.

Ich würde erstmal in Erfahrung bringen, ob jemand von euch eine Rechtschutzversicherung hat. Wenn ihr keine Halterversicherung habt, sollte eigentlich die Private Haftpflichtversicherung deiner Eltern für den Sachschaden aufkommen. Allerdings würde ich hier dringend die Ausgangssituation klären und eruieren, ob Fahrlässigkeit hier irgendeine Rolle spielt.

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In erster Linie haftet der Besitzer des Hundes und sollte eigentlich dafür eine Versicherung haben. Wenn nicht, und die Eltern haben tatsächlich eine private Haftpflicht, die das Hüten fremder Tiere einschließt, dann übernimmt sie die Kosten. Falls auch das nicht greift, werdet ihr für den Schaden aufkommen müssen.

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Wenn ihr Glück habt, springt tatsächlich die Haftpflicht euer Eltern ein. Sonst bleibt ihr natürlich auf den Kosten sitzen.

Deine Eltern sollten bei ihrer Versicherung anrufen und nachfragen.

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Die Versicherung der Eltern sollte greifen. Die Tierhüterhaftung ist in § 834 BGB geregelt und besagt, dass derjenige, der sich vertraglich verpflichtet hat (auch mündlich) die Aufsicht über das Tier eines anderen zu übernehmen, Dritten gegenüber für Schäden haftet, welche durch das Tier entstanden sind. Dabei bedeutet Übernahme der Aufsichtsführung, dass dem Tieraufseher beziehungsweise Tierhüter die selbständige allgemeine Gewalt und Aufsicht über das Tier übertragen worden ist. Dies setzt voraus, dass dem Aufsichtsführenden die tatsächliche Gewalt und Aufsicht und damit auch die Beherrschung der Tiergefahr für eine gewisse Dauer zu selbständigen Ausübung überlassen worden ist.

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Kommentar von Messkreisfehler
23.08.2016, 15:31

Ganz wichtig in dem Paragraph ist aber noch dieser Satz

Die Verantwortlichkeit tritt nicht ein, wenn er bei der Führung der
Aufsicht die im Verkehr erforderliche Sorgfalt beobachtet oder wenn der
Schaden auch bei Anwendung dieser Sorgfalt entstanden sein würde.


Es ist also gut möglich, dass hier der Eigentümer des Hundes auf den Kosten sitzen bleibt.

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Ich glaube das muss immer der Besitzer zahlen. Also ihr.

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Kommentar von Jerne79
23.08.2016, 15:24

Vorsicht! Rechtlich gesehen waren zuletzt die Eltern Besitzer des Hundes, auch wenn der Fragesteller der Eigentümer ist.

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Kommentar von Motzknolle91
23.08.2016, 15:44

Ich meinte auch eher den Eigentümer 😉

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