Frage von shepherdgrey, 70

Hund verstorben. Einen anderen in die Familie holen?

Hallo zusammen,

unser Familienhund ist vor kurzem plötzlich verstorben. Es hat mir wirklich den Boden unter den Füßen weggerissen. Alles so unerwartet und einfach nur schrecklich. Ich denke es gibt einige gleichgesinnte die meine Gefühlslage genau verstehen.

Alles ist so still und ich sehe sie überall. Ich vermisse sie so extrem das kann man nicht in Worte fassen.

Wir haben uns mit der Familie zusammengesetzt und uns entschieden einen anderen Hund zu holen. Nicht als ein Ersatz das geht nicht aber vielleicht damit es einem wieder besser geht. Wir machen uns momentan schon etwas auf die Suche da ich den Sommer über noch Ferien habe und erst im Oktober mit meinem Studium anfange. Bis der Welpe zu uns kommen würde wären 2 Monate nach ihrem Tod vergangen.

Sind wir schlechte Menschen dass wir uns so früh schon darum kümmern welcher Züchter Welpen in Planung hat? Ich fühle mich so schrecklich und respektlos ihr gegenüber, mir fällt es schwer in den Spiegel zu gucken. Wie denkt ihr über diese Situation?

Expertenantwort
von Berni74, Community-Experte für Hund, 12

Ihr seid überhaupt keine schlechten Menschen! Jeder geht mit dem Schmerz anders um.

Es gibt Leute, die sich nie wieder einen Hund holen, andere dagegen fangen bereits eine Woche später schon an, wieder auf die Suche zu gehen.

Egal wie - es hat doch nichts damit zu tun, wie sehr Ihr Eure Fellnase geliebt habt. Der neue Hund wird ihren Platz in Euren Herzen nicht einnehmen, sondern sein Platz wird neben Eurem alten Hund sein.

Also zögert nicht - wenn Ihr bereit für einen neuen Hund seid, dann ist das der richtige Weg. Ich wünsche Euch ganz viel Glück dabei.

Expertenantwort
von friesennarr, Community-Experte für Hund, 10

Mein Westi ist im Oktober 2014 mit 15,5 Jahren gestorben - im November habe ich schon mal vorsichtig geguckt, wer Welpen in Planung hat.

Zufällig habe ich eine Züchterin entdeckt deren Hündin am Todestag meiner Hündin gedeckt wurde und den gleichen Namen hatte wie meine verstorbene Hündin. Ich sah das als positives Zeichen und wir liesen uns einen Welpen reservieren.

Im Dezember wurde unser jetziger Hund dann geboren und Ende Februar ist sie bei uns eingezogen.

Ich würde es wieder genau so machen.

Erst hatte ich genau so gedacht, das es zu schnell war, im nachhinein war es aber genau richtig so.

Antwort
von Rose456, 49

Ich finde es nicht schlimm da du ja sagtest das ihr den neuen Hund nicht als Ersatz haben wollt. Allerdings würde ich nicht bei einem Züchter einen Welpen holen sondern bei so einer Tierschutz Organisation. Da hat man auch gleich ein gutes Gewissen :)

Antwort
von DonCredo, 14

Hey! Erstmal mein Beileid - ich verstehe genau was Du meinst. Wir mussten schon drei Hunde gehen lassen und es ist eigentlich jedesmal anders. Als unsere Bonnie mit 17 gehen musste, konnten wir erstmal keinen anderen Hund nehmen. Das hatte z.T. Gründe in geänderter beruflicher Situation aber auch darin, dass uns unsere Kleine so gefehlt hat, dass wir uns keinen neuen Gefährten vorstellen konnten. Nach knapp drei Jahren haben wir uns dann doch wieder einen Wuffi adoptiert und sind absolut glücklich mit ihm. Was ich damit sagen will: da ist jeder anders und jeder muss das so machen, wie es gut für ihn ist. Manchmal hilft ein neuer Hund über den Schmerz hinweg, schwierig wird es, wenn man noch nicht bereit ist, sich unvoreingenommen auf ein neues Tier einzulassen. Und damit meine ich nicht, dass man auch mal vergleicht, das kommt durch Erinnerungen bei bestimmten Situationen automatisch mal hoch, nein, ich meine damit, dass man in dem neuen Hund nur den alten sucht. Aber eins musst Du sicher nicht: dich deswegen als "Verräter" fühlen. Der Lebensweg des Hundes ist zu Ende und er stellt keine Forderungen, seinen Platz auf ewig freizuhalten. Im Herzen hat er ihn ja nach Deinem Text und das ist es was zählt. Ich wünsche Dir alles Gute. Gruss Don

Antwort
von goldengirl15, 9

Nein, es ist nicht schlimm. Du sagst ja, dass er nicht als Ersatz dienen soll. Hab kein schlechtes Gewissen, denn deinem verstorbenen Hund geht es gut. Er oder sie muss nicht mehr leiden. Das ist doch eigentlich schön zu wissen. Es ist immer schwer sich verabschieden zu müssen, aber es geht dennoch weiter. Der neue Hund freut sich schon auf euch und auch auf tolle, lange, glückliche Jahre :)

Kopf hoch ! Das wird schon 

Antwort
von Susisu82, 28

Nein finde ich überhaupt nicht. Ich denke euer Hund hat seine Ruhe bekommen und bleibt immer in eurem Herzen, doch manchmal kann ein neuer Hund für neuen Schwung sorgen und einem über die Trauer hinweghelfen. Ich denke wenn euer Hund noch da wäre würde er nicht wollen das ihr traurig seit und deshalb es für gut heißen, wenn ein neuer Gefährte in euer Leben kommt, der euch zwar darüber hinweg hilft ohne diesen zu ersetzen. Liebe Grüße

Antwort
von LisaRoFle, 24

Ich finde es nicht schlimm wenn man sich einen neuen Hund holt, ich weiß ja nicht wo also vom Tierschutz oder Tierheim. So kannst du Hunden ein besseres Leben schenken^^ Kein schlechtes Gewissen! Als mein Hund verstarb habe ich einen Welpen aus Rumänien adoptiert.

Antwort
von Physiostudent, 20

Man sollte sich immer eine Zeit nehmen um zu trauern. Das ist auch bei Tieren nötig nicht mit wenn ein Mensch stirbt. Bitte gehe nicht zu einem Züchter und hole dir keinen Welpen. Es gibt so viele liebenswerte Seelchen die in Tierheimen warten in eine liebevolle Familie zu kommen. Auch Tierheimhunde kann man noch formen und erziehen. Benutze nicht die alten Leinen, Näpfe, Körbe uÄ der Hund soll in ein völlig neues zu Hause kommen und nicht den andern Hund riechen. Viel Kraft

Kommentar von Berni74 ,

Meine Hunde haben immer auch die alten Leinen und Körbchen benutzt. Ich finde das absolut nicht schlimm, und die Hunde hat es auch nie gestört.

Kommentar von Physiostudent ,

Ich finde das ist dann auch nochmal ein Abschied wenn die Spielsachen weg sind und man nicht immer daran erinnert wird. Wenn man das Geld nicht nochmal ausgeben will und es einen nicht stört und sich auch die Hunde heimisch fühlen spricht natürlich nichts dagegen. Ich würde die alten Sachen auch nicht wegwerfen sondern vielleicht verschenken. Muss man für sich entscheiden

Antwort
von Astrikas, 24

Nein, das ist natürlich alles andere als respektlos. Da ein geliebtes Famielienmitglied gestorben ist, ist es vollkommen nachvollziehbar, dass ihr/du diese Lücke wieder schließen wollt/willst.

Diese Entscheidung wirft aber einige "Herausforderungen" auf:

Zum einen müsst ihr euch darüber im klaren sein, dass auch euer zukünftiger Hund (höchstwahrscheinlich) vor euch sterben wird.

Andererseits müsst ihr auch aufpassen, dass ihr den Tod eures ehemaligen Hundes zusammen mit der Angst (aus dem obigen Punkt) gekoppelt nicht auf euer neues Familienmitglied projiziert und ihn beispielsweise überfüttert. Genau dies konnte ich bei meiner Großmutter beobachten, nachdem ihr erster Kater gestorben ist.

Wenn ihr euch jedoch darüber im klaren seid, dass ihr euren neuen Hund möglicherweise auch verlieren werdet UND, dass ihr diesen Hund auch nicht allzusehr verwöhnen dürft, dann denke ich, dass ihr noch sehr viel Spaß mit ihm haben werdet :)

Ich bin kein Psychologe, sondern möchte einfach nur ein wenig Hilfe geben.

Das Leben geht weiter und du wirst bestimmt auch noch mehr Menschen, sowie Tiere verabschieden müssen. Aber ihr weltliches Ableben darf nicht zur Pausierung deines Lebens werden.

Ich wünsche euch noch viel Glück :)

Antwort
von mila848, 27

Mein Beileid, tut mir wirklich sehr leid. Ich finde es in Ordnung.. Hatte selbst zwar nie einen Hund, aber die Menschen, die ich kenne, haben alle schnell nach dem Tod des Hundes einen neuen geholt. Ist völlig "normal". Hoffentlich macht euch das wieder ein bisschen glücklicher :)

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