Frage von KuroiTaiyo, 61

Hund verhält sich nur daneben wenn Frauchen da ist?

Hallo!

Ich lebe mit meiner Familie in einem kleinen Dorf Schon seit ich denken kann haben wir Hunde. Und bisher gab es auch nie wirklich ernste Probleme mit ihnen, die sich nicht in den Griff hätten kriegen lassen.

Seit einem halben Jahr wohnt nun auch eine Freundin bei uns, die sich ebenfalls einen Hund zugelegt hat. Einen Zwergspitz, was ja schon ein bisschen auf den Charakter der Hündin schließen lassen kann. Sie ist eigentlich nicht schwer zu handhaben, es gibt nur ein paar Probleme die Überwiegend dann auftreten, wenn meine Freundin nach einigen Tagen Abwesenheit (zuletzt eine Klassenfahrt) wieder kommt. Zum einen ist das ein ständiges bellen und kläffen wenn jemand auch nur den Flur betritt. Dazu macht sie auch (wieder) in die Wohnung. Beobachten konnten wir das jetzt bereits bei mehreren Gelegenheiten.

Also kurz: Wenn meine Freundin nicht da ist, dann kläfft ihre Hündin nur dann, wenn es klingelt und das auch nicht immer und weit weniger penetrant, sie macht dann auch nicht in die Wohnung ,schafft es mühelos die ganze Nacht "durchzuhalten". Anders wenn meine Freundin zuhause ist. Da wird gekläfft und in die Wohnung gemacht.

Ich bin der Meinung das das alles eine Erziehungssache ist, aber wir können uns an dem Hund ja dumm und dämlich erziehen, wenn nur die Anwesenheit meiner Freundin ausreicht, das alles wieder zu nichte zu machen...

Habt ihr da vielleicht Ideen?

Expertenantwort
von Naninja, Community-Experte für Hund, 23

Wenn der Hund plötzlich nicht mehr stubenrein ist, sobald Deine Freundin/ die Besitzerin da ist, ist das ein Zeichen dafür, dass der Hund massiv gestresst ist. Gleiches gilt für das ständige Gekläffe.


So, wie Du es beschreibst, hört es sich für mich (ebenfalls) so an, als wäre der Hund in Eurer/ Deiner Obhut gut ausgelastet und ausgeglichen, in Anwesenheit Deiner Freundin vollkommen gestresst und überfordert. Vom Prinzip her denke ich, dass man sich in die (Hunde-)Erziehung anderer Halter nicht einmischen soll. In Deinem Fall gibt es aber gleich zwei Gründe, es doch zu tun: 1. Handelt es sich um den Hund einer Freundin und 2. bist Du, weil Ihr gemeinsam unter einem Dach wohnt und Du den Hund betreust, selbst von den Konsequenzen betroffen.

An Deiner Stelle würde ich meine Freundin nicht nur offen auf die Probleme ansprechen, sondern ein deutliches Ultimatum stellen: Wenn sie nicht mit einem Trainer an den Baustellen arbeitet, würde ich sie samt Hund vor die Tür setzen und auch nicht mehr zur Betreuung zur Verfügung stellen. Damit, dass Du Dich nicht traust, klare Worte zu sprechen, unterstützt Du den jetzigen Missstand aktiv.

Und auf rein persönlicher Ebene: einen Menschen, der ein Tier zur reinen Unterhaltung nutzt, seiner Verantwortung nicht nachkommt, mich dem daraus resultierenden Stress aussetzt, mich als Hundesitter benutzt und obendrauf nicht dazu in der Lage ist, konstruktive Kritik anzunehmen und zu überdenken, wäre ganz sicher nicht mein Freund. Das ist, entschuldige die heftigen Worte, ziemlich egozentrisches Schmarotzertum.

Antwort
von MiraAnui, 33

Die Freundin soll mit dem Hund arbeiten, sie ist ja das Problem nicht ihr.

Kommentar von KuroiTaiyo ,

Hah das ist leider so viel leichter gesagt als getan. 

Meine Freundin kümmert sich um den Hund, solange eine Kamera in der Nähe ist, oder sie ihn in sonst einer Art und Weise vorführen kann. 

Ich weiß aber auch nicht wie ich darüber mit ihr reden soll. Denn das habe ich bereits versucht. Man diskutiert gegen die Wand. 

Leider scheint es auch nicht wirklich zu funktionieren, das zu übernehmen, denn wie man sieht ist das alles egal, sobald "Frauchen" wieder da ist. Frustrierend ... 

Kommentar von MiraAnui ,

Das ist echt schwierig..

Der Hund gehört in andere Hände, sie tut ihm nicht gut

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