Hund tötet Rehkitz-Welche Konsequenzen erwarten mich?

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20 Antworten

Zunächst kannst Du immer noch den zuständigen Forst- / oder Jagdaufseher der betreffenden Region ausfindig machen und ihn über den Vorfall unterrichten. Dann zeigst Du ihm auf Anfrage die Stelle des Geschehens.

Da es laut Deinen Ausführungen wohl fahrlässig geschah , ( der Hund riss sich los ), so wird Dir niemand den Kopf abreissen. Einen möglicherweise geforderten Schadenersatz dürfte dann Deine Tierhalter-Haftpflicht übernehmen. ( die müsstest Du ja normalerweise haben )

Dann ist der Vorwurf der Wilderei schon mal vom Tisch, da dieser Tatbestand vorsätzliches Handeln voraus setzt.

Eventuell bekommst Du dann noch eine Auflage zur Wesensbetestung o.ä. für Deinen Hund.

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Kommentar von Sonnenschein865
16.08.2016, 07:51

Ich werde diesen Vorfall gleich dem zuständigen Jäger melden. Ich konnte eben heraus finden welchem Jäger das Gebiet gehört. Mal sehen was dabei raus kommt. Ich habe echt Angst 

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An Deiner Stelle würde ich ganz zügig Kontakt mit dem zuständigen Ordnungsamt und Forstamt bzw dem Jäger aufnehmen und das Ganze selbst zur Anzeige bringen.
Bei uns gehen regelmäßig nach solchen Vorfällen Personenbeschreibungen und Beschreibungen der wildernden Hunde durch die Presse und die sozialen Netzwerke und wenn Du dann ausfindig gemacht wirst, wird es richtig böse. Hundehalter kennen sich untereinander und die Chance, dass Dich jemand identifizieren kann, ist nicht klein.
Rechne mit einer Geldbuße und Auflagen für den Hund (Maulkorb- u. Leinenzwang).

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Kommentar von TheFreakz
16.08.2016, 08:27

Wobei ein Maulkorb nicht schlimm ist. In vielen Bundesländern heißt es Leine - Oder Maulkorb und dieser hätte schon in manchen Fällen was gebracht, wenn man sich daran gehalten hätte. Bei uns ist es zB Pflicht - aber fast niemand hält sich daran. Sogar unsere Malteserhündin trägt einen Maulkorb..

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Auf dich selbst werden keine dramatischen Konsequenzen zukommen. Du hast allenfalls fahrlässig gehandelt.

Für deinen Hund könnte es brenzliger werden hier steht zumindest Leine und Maulkorb im Raum. Für einen Hund mit entsprechendem Jagdtrieb wäre dies bei einem verantwortungsvollen Hundehalter eh angesagt.

Was ich nicht verstehe, ist deine Sorglosigkeit. Jeder Mensch, der einigermaßen geradeaus denken kann, weiss doch, dass hohes Gras ein natürliches Rückzugsgebiet ist. Dort einen Hund mit starkem Jagdtrieb reinzulassen und in dieser Situation auch noch die viel zu lange Leine nur zwischen die Beine zu klemmen, ist derart verantwortungslos, dafür fehlen mir die Worte.

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Wilderei ist es nicht, dazu hättest du ein Motiv und auch Absicht ggf. eine Vorstrafe wg. Wilderei gebraucht. Fahrlässig ist es, so wie du es beschreibst und auch gefährlich für deinen Hund. Wer mit seinem Hund spazieren geht, muss ihn entweder an der Leine haben oder einen Maulkorb tragen lassen im Wald. Jäger sind in der Brut und Setzzeit berechtigt, ihr Wild vor streunenden Hunden und Katzen zu verteidigen (s. hierzu §23 Jagdrecht), wer hier an einen übermotivierten Jäger gerät, hat u.U. ganz schnell keinen wildernden Hund mehr.

Richtig wäre gewesen, bei der Gemeinde umgehend Meldung über den Vorfall zu machen, so dass der zuständige Jäger das Kitz hätte aufsuchen und (sofern es noch gelebt hätte) auch abnicken könnte, um unnötiges Tierleid zu vermeiden. Das kann man in etwa mit einem Wildschaden am Auto vergleichen, der z.B. Nachts unbeabsichtigt passiert. Da fährt im Normalfall ja auch niemand ein Reh oder einen Dachs mit Absicht über den Haufen.

Konsequenzen? Na, wo kein Kläger, da kein Richter, wo kein Richter, da kein Urteil, sofern unbeobachtet.

Ich rate dir, zukünftig dein Telefon zu Hause zu lassen, selbiges nicht so wichtig zu nehmen und deinen Hund dafür anständig zu erziehen und wenn das nicht klappt, lass ihn an der Leine und lass die SMS eben SMS sein.

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50m?! Das ist definitiv ein zu großer Radius, denn du hast null Einwirkung bei der Entfernung. Außerdem kann ich aus Erfahrung sagen, dass sxhleppleinen generell schnell Sträucher, Felder und Wiesen beschädigen, da meine 7 Meter lang ist. Da will ich nicht wissen, wie es mit so ner Leine aussieht. Dazu kommt, dass du weißt, dass dein Hund einen ausgeprägten jagdtrieb hat und du dir nichts bei denkst, wenn er an der Leine ist. An der Stelle nochmal: 50 Meter. Ich denke aber auch, dass du deine Fahrlässigkeit einsiehst und diese Situation kann man leider nicht mehr ungeschehen machen. Du musst das definitiv melden, bevor es noch mehr Probleme gibt. Rechne mit Maulkorb- und/oder leinenpflicht für deinen Hund und einer Geldstrafe für dich. Außerdem könnte es sein, dass der Hund einen wesenstest machen muss.

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Kommentar von veronicapaco
16.08.2016, 09:03

Meine Hunde Trainerin hat mir eine 10m Schleppleine empfohlen und meinte das wäre optimal.. 15m wären zu viel..

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Kommentar von miriamkelzer
16.08.2016, 09:10

Wie du richtig gehandelt hättest: erstmal aus den 50 Metern 5 Meter machen! Mit dem Handy hättest du sofort den Förster benachrichtigen müssen, denn das Handy ist nicht nur zum sms-lesen da. Wenn dein Hund schon wie eine Tarantel wegläuft und nichtmal kommt wenn du rufst, dann kannst du dich nicht auf die Leine verlassen!! Dein Hund hat sehr eindeutig was fixiert und das hättest du sofort unterbinden müssen. Eine schleppleine hat ja schon seinen Sinn, wobei der ja bei der Länge verloren geht.

@veronicapaco stimme deiner Trainerin zu. Hatte selbst auch mal 10 Meter, aber da ich hier viel feld, Wald und andere Spaziergänger habe war sie einfach zu lange. Habe sie dann auf 7 gekürzt. Ab einer gewissen Länge hat man einfach keinen Einfluss mehr auf den Hund.

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Welche Konsequenzen ziehst denn Du?

Bei einer Granate, wie Du sie hast, besitzt eine 50m Schleppleine doch wohl eher Alibifunktion. Wenn sich über 40 kg lebend Dynamit mit Allradantrieb in Bewegung setzt, dann hältst Du auch nix mehr an einer 10m Schleppe.

Shit happens, lern draus und bring mal den Mumm auf, für den Bockmist, den Du verzapft hast, auch gerade zu stehen. Hoffentlich war das Kitz auch tatsächlich tot und hat sich nicht nur tot gestellt.

Nimm Kontakt zu dem zuständigen Förster auf und mach Meldung, das ist das beste, was Du tun kannst, um Dein schlechtes Gewissen zu beruhigen.

Vor allem: absolviert zusammen ein fundiertes Anti-Jagdtraining, das ist jetzt bitter nötig, vor allem, nachdem Deine Granate sich so einen schönen selbstbelohnenden Erfolg gegönnt hat.

Lern draus und mach's zukünftig besser.

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Laut Aussage des zuständigen Jägers wird mir und meinem Hund nicht viel passieren, da es nicht mit Absicht passiert ist und mein Hund angeleint war. Alles weite werde ich die Tage erfahren. 

Mit meinem Hund besuche ich jetzt zwei mal die Woche ein ,, Anti Jagdkurs " in der Hundeschule. Und die Schleppleine habe ich vorerst auf 10m eingekürzt. 

Ich danke jeden der mir eine sachliche Antwort zu dem bedauerlichen Vorfall gab. Liebe grüße 

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Nachweislich wildernde Hunde werden zb. in NRW als gefährliche Hunde eingestuft und dürfen nur noch mit Maulkorb und Leine geführt werden. Obendrein dürfte dem Besitzer noch Ärger wegen Wilderei erwarten.

Ich hoffe, du hast dich selber der Polizei gestellt..... sonst wird es noch böser!

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Du kannst/solltest das dem Forstamt melden. Aber es wird meines Erachtens nach keine rechtlichen Konsequenzen nach sich ziehen.

Zur Jagdwilderei hättest Du vorsätzlich handeln müssen. Da müsste man Dir unterstellen, dass Du Deinen Hund absichtlich auf das Rehkitz gehetzt hast. Dann könnte man über die sogenannte Werkzeugtheorie auf eine vorsätzlich begangene Tat kommen. Dies ist in meinen Augen aber derart absurd, dass das keiner verfolgen wird. Und, Dein Hund war angeleint, hat sich jedoch von Dir losgerissen. Allein das spricht schon gegen eine vorsätzliche Jagdwilderei durch Deinen Hund als Werkzeug. 

Somit kommt hier nur Fahrlässigkeit in Betracht und diese ist bezüglich Jagdwilderei nicht strafbar, siehe § 292 StGB in Verbindung mit § 15 StGB.

Jagdwilderei ist es auf jeden Fall nicht.
Eine Sachbeschädigung ist es auch nicht, da wilde Tiere herrenlos und somit nicht fremd sind.

Ich kann hier nicht sehen, dass Du mit rechtlichen Konsequenzen rechnen müsstest.

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Dir hätte bewußt sein müssen, daß im hohen Gras und noch Wald, viele Tiere leben. Unverständlich für mich, den Hund in so einem Gebiet an der 50m langen Leine laufen zu lassen. Da sollte der Hund kurz gehalten werden.

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M.E. liegt fahrlässiges Handeln vor, das kaum straf- oder ordnungsrechtliche Folgen erwarten lässt. 

Die Frage dürfte sein, was der Radfahrer machen kann. Er hat vermutlich keine Daten von dir, oder?

Btw: eine 50m Schleppleine halte ich als für zu lang. Ein Wildern wird nur bedingt unterbunden. 

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Kommentar von Sonnenschein865
16.08.2016, 08:08

Ich kannte den Radfahrer nicht, aber das muss ja nicht zwangsläufig bedeuten das es umgedreht genauso ist. 

Die 50m Schleppi nutze ich nur in offenem Gelände, aber ich denke das ich diese auch etwas kürzer machen werde 

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50m? Noch nie davon gehört! Aber zum Thema. Du weisst selbst dass dein Hund einen starken jagdtrieb hat! Du musst auch IMMER! damit rechnen dass im Wald wilde Tiere herumstreunen! Deshalb jetzt am besten zum Ordnungsamt gehen und das beichten. Der Fahrradfahrer hat recht! Das wird Konsequenzen haben... Kürz die Leine mal auf 5m. Und eine Hundetrainerin würde euch 2 auch nicht schaden. Ich habe eine 4m Schleppleine und mir reicht das völlig aus.

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Du hast einen Hund mit Jagdtrieb (ist Dir offfenbar bewußt) und verhälst Dich so dass er sich losreissen udn ein Wildtier töten kann ....

sorry für mich ist das Jagdwilderei ...

Du hattest Glück, dass kein Jäger in der Nähe war, der hätte den Hund erschossen ..

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50 Meter Schleppleine?  Hast Du Dich da vermacht?  Auch ohne Sms, lesen kann damit niemand den Hund kontrollieren. Denke das wird so gehandhabt, als wenn keine Leine dran war.... Die Ente geht doch auch auf das Konto Deines Hundes? Wart Ihr schon auffällig? Leider hast Du Dich vom Ort entfernt. Sicher hast Du ein Mobiles Netz.. Jagtpächter haben Notfallrufnr. 

Wenn Du noch nicht den Jagtpächter oder die Forstbehörde informiert hast, dann hole es unverzüglich nach. Was auf Dich zukommt hängt vom Bundesland ab. Auch spielt es eine Rolle, ob es ein Naturschutzgebiet ist. 

Geldstrafe, Tierhaltungsverbot usw...

Für den Hund: Maulkorb und Leinenzwang (keine Schleppleine!) Tierheim oder gar Schlimmeres. 

Such Dir einen Hundetrainer, um Euch auf die Test vorzubereiten.

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Mir ist noch nichts derartiges passiert, aber einer Bekannten. Nur dass bei ihr das Halsband riss! Und der Hund das Reh nur verletzt hat, da er dann zu seinem Frauchen zurück kam. Sie rief den zuständigen Jäger an und hatte Zeugen dabei und das gerissene Halsband. Sie musste einen Wesenstest machen und der Hund muss immer beim freilaufen einen Maulkorb tragen und sonst immer eine Leine.

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Wie konnte eig der Radfahrer das sehen ? Und wenn der Radfahrer dich nicht kennt oder ihm nicht deine Papiere gegeben hast.Dann wird es für ihm schwer dich anzuzeigen

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wenn du dich beim zuständigen Forstamt selber meldest, könntest mit einer geringen Strafe davonkommen und eine Mahnung kriegen.

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Vermutlich ein Wesenstest mit Aussicht auf Leinen- und Maulkorbpflicht

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Kommentar von Blacksnow87
16.08.2016, 06:47

ja denk ich auch. und man hätte das rehkitz nicht einfach liegen lassen sollen

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Kommentar von Lapushish
16.08.2016, 06:48

Sondern einen Förster/die Polizei rufen sollen

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Kommentar von Lapushish
16.08.2016, 06:51

Ich hab mir die Gesetze nicht ausgedacht.

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Kommentar von Blacksnow87
16.08.2016, 06:57

ist doch nur ein tier... !?!?! bei solchen aussagen kommt mir das kotzen!!!

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Irgendwie glaube ich die Story nicht.

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Kommentar von HerrVonRibbeck
16.08.2016, 11:30

Die ist durchaus realistisch... leider.

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Du  bist unverantwortlich. Nicht Du wirst die Konsequenzen tragen, sondern dein Hund, wenn er denn noch Leben darf.

Du wusstest genau, er hat einen starken Jagdtrieb und war aus  gutem Grunde an der Schleppleine und Du **** Lässt die Leine Locker zwischen Deinen Beinen, weil SMS ach so wichtig ist. Siehst ja was dabei raus kommt.

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