Frage von rosalita96, 52

Hund schlechte Krallen?

Hallo!
Unser alter Beagle-Herr Billy hat seit einiger Zeit Probleme mit seinen Krallen. Sie haben sich so stark zurückgebildet, dass er teilweise auf weichen Stummeln geht und sie ihm sehr leicht ab-/ausreißen, was einerseits eine sehr blutige und andererseits eine wahnsinnig unangenehme Angelegenheit für ihn ist. Wir waren mittlerweile bei vier verschiedenen Tierärzten, wovon drei gar keinen Rat hatten, außer ihm regelmäßig die Krallen zu schneiden, was allerdings überhaupt nicht half. Die letzte hat ihm dann Biotin-Tabletten verschrieben die seine Krallen beim Wiederaufbau unterstützen sollen. Er bekommt zwei Stück pro Tag, das nun seit ungefähr sechs Monaten. Es hat sich zwar insofern gebessert, dass die Krallen viel seltener bis gar nicht mehr ausreißen aber sie verformen sich abnormal und sind nicht viel härter geworden..
Hat jemand etwas Ähnliches erlebt und eventuell einen Tipp wie wir ihn weiter behandeln können ? Wir wären sehr dankbar für jede Hilfe.
Liebe Grüße, Rosi

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von marit123456, 16

Liebe Rosi,

dieses Erscheinungsbild ist typisch für die Erkrankung SLO (symmetrische lupoide Onychodystrophie), auf deutsch Krallenbildungstörung bei Hunden.

Ich hatte einen erkrankten Hund und kenne das Elend nur zu gut.

Bei uns hat die Futterumstellung seinerzeit eine erhebliche Verbesserung gebracht, Nahrungsmittelzusätze, wie Lachsöl, Biotin und Bierhefe ebenso.

Falls du noch weitere Fragen dazu hast, stehe ich dir gerne zur Verfügung.

VLG Marit

Kommentar von rosalita96 ,

Vielen Dank für deine Antwort! Hast du deinem die Bierhefe und das Lachsöl ins Futter gemischt? Und darf ich fragen, was du deinem generell gefüttert hast?
Liebe Grüße und herzlichen Dank

Kommentar von marit123456 ,

Als die Erkrankung ausbrach, habe ich auf Rohfütterung umgestellt. Die Nahrungsergänzung habe ich dann ins das Futter gerührt, oder einfach oben drüber gestreut / gekippt.

Hier mal Vergleichsbilder von google, aber bitte nicht erschrecken. Mirt tut es in der Seele weh, wenn ich das sehe. Wir haben fünf Jahre zusammen gelitten.

https://www.google.de/search?hl=de&authuser=0&site=imghp&tbm=isch&am...

Kommentar von rosalita96 ,

Vielen Dank für deine Hilfe.. Ich hoffe, wir können unserem Buben damit das Leben ein wenig erleichtern!

Kommentar von marit123456 ,

Ich danke dir für den Stern und wünsche dir und euch von Herzen, daß ihr noch eine lange und möglichst beschwerdefreie Zeit habt.

Eins noch, auch das aus bitterer Erfahrung:

SLO ist eine Autoimmunerkrankung. Die Milz hat sehr viel mit dem Immunsystem zu tun. Wenn ihr euch einen Gefallen tun wollt, dann lasst in regelmäßigen Abständen, am besten im Sommer, einen Bauch-Ultraschall machen, um mögliche Entwicklungen hinsichtlich eines Tumors gleich sehen zu können. Zusätzlich, bei entsprechendem Verdacht, kann eine Blutuntersuchung auf spezielle Tumormarker eine Diagnose absichern. Leider weiß ich das erst, seit dem meine Schöne nicht mehr lebt.

Ich drücke euch ganz fest alle Daumen und Zehen, daß dieser Kelch an euch vorübergehen möge!

Liebe Grüße

Antwort
von beglo1705, 19

Oh, ich kenne das. Unser "alter" Alano hatte auch immer blutige Krallen, ganz schlimm war´s immer im Winter, wenn die Kälte noch zusätzlich das eh schon brüchige Horn bröckelig gemacht hat. 

Der Gute wurde 17 und ich hab immer mit meinem Mann versucht, mit einer Feile die Krallen relativ kurz zu halte, was aber auch nicht immer unblutig geklappt hat, da die Blutgefäße so weit vorne waren bei ihm.

Bin dann mal zum Tierarzt, weil ich mich nicht mehr feilen/knipsen getraut habe (2 Zehen blutig, da hätt ich mich selbst ohrfeigen können) . Der meinte, dass Bierhefe, Zink und Biotin helfen sollen. Leider mussten wir ihn aber 4 Wochen drauf einschläfern, somit kann ich über die Wirksamkeit nichts sagen.

Ein Pilz ist ausgeschlossen an den Krallen, oder?

Kommentar von rosalita96 ,

Das tut mir sehr leid! Billy kommt mit seinen 10 Jahren leider auch langsam in ein Alter wo solche Dinge gleich noch bedenklicher und beschwerlicher werden.
Der erste Tierarzt hat einen Pilz vermutet, den hat die letzte allerdings ausgeschlossen!
Liebe Grüße

Antwort
von asta311, 25

Viel fällt mir auch nicht ein, aber was bei Menschen hilft, könnt ja auch hier funktionieren, also Gelantine und Kieselerdetabletten

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