Frage von annika0304l, 71

Hund ohne Leine beibringen zu laufen, älterer Hund?

Hallo, Unzwar, folgendes Problem.. Ich habe einen 7 jährigen Westhighland-Terrier Mix. Terrier haben ja sehr viel Jagd Instinkt und davon hat er sehr viel! Wir konnten ihn (wir haben ihn jetzt 5 Jahre) in der ganzen Zeit nie ohne Leine laufen lassen, weil sobald er ein Hase oder irgendwas in der Art sieht rennt er weg. Wir haben das schon mal versucht uns da war er 2 stunden "mit sich selber spazieren" und kam einfach als wenn nichts gewesen wäre ins Haus zurück, hat jemand eine Idee wie wir ihm das eventuell noch beibringen könnten? Liebe grüße

Expertenantwort
von Naninja, Community-Experte für Hund, 25

Wie Anti-Jagd-Training funktioniert kann Dir niemand schriftlich und in Kürze beantworten.

Gerade Jagdhunde wie Terrier kann man in diesem Punkt absolut zuverlässig trainieren, denn sonst wären sie für die Jagd nicht zu gebrauchen.

Das Training funktioniert über Wissen des Halters, der die Jagdsequenzen des Hundes kennen, sehen und sehr früh umlenken können muss, über eine Alternative, mit der der Hund seinen Jagdtrieb spielerisch und kontrolliert ausleben kann, über Schleppleinentraining und über Rückruf, Reizangel und zB Zeigen und Benennen. Und es dauert und ist nicht in wenigen Wochen erledigt.

Such Dir eine Hundeschule, die einen ATJ- Kurs anbietet. Pia Gröning wäre meine erste Wahl dafür.

Expertenantwort
von Buddhishi, Community-Experte für Psychologie, 36

Hallo Annika0304l,

ich hatte eine 13jährige Hündin aus dem Tierheim, die durchaus noch Neues lernen konnte, also dürfte es bei einem 7jährigen Hund wohl auch klappen.

Tipp: Hundtrainer, Hundeschule, Schleppleine, Videos von Clarissa von Reinhardt. Aber: Geduld, Ausdauer, Konsequenz von Dir - sonst geht leider gar nix ;-)

Viel Erfolg wünscht Dir

Buddhishi

Antwort
von Turbomann, 37

Sorry, aber ihr habt das sieben Jahre schleifen lassen und nichts getan, dass er ohne Leine laufen kann?

Klar rennt er kurz weg, wenn er eine Spur in der Nase hat, das haben viele Hunde nicht nur Terrier.

Wir haben das schon mal versucht uns da war er 2 stunden "mit sich
selber spazieren" und kam einfach als wenn nichts gewesen wäre ins Haus
zurück.

Das ist zu wenig, bei einem Terrier muss man das von Anfang probieren bist zu Vergasung (sagt man so), bis das sitzt.

Zumindest hat er ja den Weg nachhause gefunden

Vielleicht solltet ihr mal nach einem guten Hundetrainer schauen. Auch älteren Hunden kann man noch was beibringen, sofern ihr alle konsequent seid und alle am selben Strang zieht.

Dazu muss man dich, euch und den Hund vor Ort sehen, warum es von euch aus nicht klappt. Der Hund macht nur das, was von euch gelernt hat.

Aus der Ferne kann man ganz schlecht einfach ein paar Tipps rüberreichen, da sollte ein Fachmann ran. Jeder gibt andere Ratschläge und das kann auch nach hinten los gehen.

Kommentar von annika0304l ,

danke

Kommentar von Turbomann ,

Gern geschehen. Aber stellt euch mal darauf ein, dass ihr viel Zeit investieren müsst. Was in so vielen Jahren versäumt wurde, kann man nicht in ein paar Wochen erwarten.

Aber es lohnt sich für die Fellnase.

Er wird trotzdem immer mal kurz weg sein, wenn er was schnuppert. Aber man es trotzdem hinbekommen, dass sich das in Grenzen halten kann.


Kommentar von annika0304l ,

ja natürlich, diese zeit nehmen wir uns auch gerne..

Antwort
von SusanneV, 17

Du hast ja schon einige tolle Ratschläge bekommen. Probier's aus. Ich denke nicht, dass Du Deinen Hund jemals richtig frei laufen lassen kannst. Kauf Dir eine 15m Schleppleine, geht zu zweit spazieren und dann soll in immer derjenige der die Leine nicht hat in einem Abstand von anfangs 5 Meter mit dem Kommando HIER abrufen. Dann , wenn es klappt, den Abstand vergrößern. Gleichzeitig würde ich ihn auf einen Ball oder eine Frisbee Scheibe fixieren. Wenn das alles passt, könnt ihr ihn auf einer Wiese mit diesem Spielzeug auspowern. Eine Hundeschule wäre natürlich auch zu empfehlen, damit er das Grundkommando HIER perfekt beherrscht. Wenn ihr das schafft, werdet ihr zwar trotzdem nicht auf die Leine ganz verzichten können, aber es bedeutet für den Hund schon, dass er ein bißchen mehr Freiheit hat.

Viel Erfolg!

Antwort
von douschka, 18

Ein Hund ist bis zu seinem Lebensende, soweit es die Gesundheit zulässt,  lernfähig.

Alle Hunde haben Jagdinstinkt, die einen mehr, die anderen weniger. Kein Hund kommt an gutem Grundgerhorsam vorbei, so sollte es zumindest sein. Zum Grundgehorsam gehören nicht nur die Beherrschung der Grundkommandos, sondern auch der sichere Rückruf. Dieser muss über längeren Zeitraum (manchmal Jahre) konsequent in allen Situationen (auch bei Ablenkung) trainiert werden. Am besten geht das mit Schleppleine und Belohnungssystem. Dazu gibt es zahlreiche Videos mit Erklärungen. Die von animal learn tv finde ich mit am brauchbarsten.

Ich bin dafür, dass sämtliche Übungen erst im kleinsten Raum, also in der Wohnung, kleinschrittig durchgeführt werden. Klappt es da, dann gehts raus in reizarme Umgebung. Dann mit Reizen und später auf größere Distanz, aber immer gesichert mit Schleppleine. Max. tägl. 10 min. üben und andere schon beherrschte Kommandos mit einbauen. Stets mit Erfolg abschliessen, nie mit Frust. Lieber einen Schritt zurück. Geduld, Geduld.

Die viele Zeit zur Übung lohnt sich, da Hund nur an der Leine kein schönes Hundeleben ist. LIEBE IST ERZIEHUNG!

Bin ganz ehrlich und möchte meinen Hunden auch die Freude an Hatz und Jagd gern gönnen, denn was Schöneres gibt es kaum für sie. Aber (!) Regeln und Gefahren. Und dann der Gedanke, dass ein hochträchtiges oder sehr junges oder vom Winter ausgezehrtes Wildtier von übermütigen Hunden gejagt wird, passt mir überhaupt nicht. Auf bange Stunden, ob mein Hund wohlbehalten wieder zurückfindet, will ich verzichten, auch auf die Mordsgelüste auf ihn.

Antwort
von veronicapaco, 34

Ich denke das hilft nur der Hunde Trainer.. er kann die Situation auch viel besser einschätzen.. das mit dem jagt Instinkt ist ein schwere Sache

Antwort
von froeschliundco, 9

@douschka u.naninja haben dir gute tips gegeben...was bei all dem nicht vergessen werden darf ist,das ein hund triebe hat die sich auch stauen u.bei nicht abbauen zu übersprungs-/kompensationshandlungen kommt...deshalb würde ich dir NEBST dem anti-jagdtraining empfehlen mit dem hund zu fährten u.suchspiele zumachen,damit der hund in geregelten bahnen seine triebe ausleben kann, ebenso braucht er sehr viel bewegung u.gehorsamübungen...er darf das jagen nicht missen...

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