Frage von albtraum8tage, 128

hund macht draußen ärger?

ich habe ein problem mit meiner 6 jährigen Jack russel mix hündin,wir haben sie seit ca 2 jahren aus schlechter haltung geholt,damals war sie sehr bissig und scheu vor menschen,diese probleme haben wir selber hinbekommen,doch ein sehr unschönes ist geblieben. Sie zeigt hohe aggression gegenüber anderen hunden und möchte auf alle los gehen,die ihr zu nahe kommen,dass ist sehr schade ,da sie eigendlich sehr gut hört und ohne leine laufen könnte. bitte um Hilfe

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von dwarf, 65

Ihr habt schon viel erreicht. Sicher hat Dein Hund viel durchgemacht. Trotzdem sollte sie an die Leine, wenn andere Hunde kommen. Vielleicht sagt ihr das Anleinen auch erst, dass Gefahr droht? Vielleicht gibt es bei Euch einen guten Hundeverein. Eventuell hilft Dir der Kft weiter um richtige Ansprechpartner zu finden. Oft sind Hundetrainer oder Ausbilder mit kleinen Terriern überfordert. Wirst nen bisschen suchen müssen, bis Du da wen gutes findest. 



Kommentar von ac1970 ,

@dward.... wieso sind Hundetrainer, welche Ausbilder?- mit kleinen Terriern  überfordert..?

Kommentar von dwarf ,

Warum weiss ich nicht, kann nur leider aus Erfahrungen berichten. Meine Vermutung ist, dass einfach die Hunde unterschätzt werden, falsch eingeordnet werden, zu weing Rassekenntnisse vorliegen, mangelnde Ausbildung diese oder fehlendes Wissen haben oder auch erfahrung.Beispiele: Vorstandsmitglied eines Hundevereins und Inhaber eines Ausbilder/sachkundenachweise für Vpg hat mir empfohlen meinem damalig 1 jährigen niederläufien Terrier ein Schüttelruckhalsband anzulegen und zu verwenden. Erlebnis in Hundeschule: Trainer hat Aussi mit Kette beworfen. 2x erfolgreich, beim 3 x hatte er denHund am Arm,  im nächsten Fall wurde Jacki wie Schäferhund ausgebildet. Eine Aussage, welch ein Hundetrainer getroffen hatte, diese Hunde müssen nicht erzogen werden, zu Halter von einem Jack Russel , der sich erkundigt hat, wie es nach der Welpenspielstunde weiter geht. Da fallen mir noch viele andere Beispiele ein. Es gibt aber auch viele gute Hundetrainer. 

Kommentar von ac1970 ,

Jetzt verstehe ich mehr als deutlich was du meinst. Kann deine Erfahrungen nur aus der Praxis teilen

Kommentar von dwarf ,

Alle in einen Topf werfen will ich auch nicht. Ich kann aber wirklich empfehlen sich vorher gut zu informieren und im Verein oder der Hundeschule Besuche ohne Hund zu machen. Auch schauen gute Hundeschulen die Halter und die Hunde vorher in Einzelstunden an.

Antwort
von DevilsLilSister, 64

Ich schließe mich Silberwind58 an, ich würde auch sagen geh in die Hundeschule, die ist ja nicht nur dazu da um Übungen und Kommandos zu lernen sondern um in Kontakt mit anderen Hunden zu treten und das Sozialverhalten zu stärken.

Ansonsten wenn ihr auf der Straße einem anderen Hund begegnet nimm sie einfach wortlos auf die andere Seite von dir, so das zu zwischen ihr und dem anderen Hund bist und geh wortlos weiter, ohne zu schimpfen oder irgendwie auf sie einzureden.

LG :)

Antwort
von silberwind58, 64

Geh doch zur Hundeschule mit Ihr. da lernt Sie das Verhalten anderen Hunden gegenüber. Das scheint Sie ja nie gelernt zu haben.

Antwort
von brandon, 35

In einem Hundeverein oder einer Hundeschule kannst Du die Begegnung mit anderen Hunden trainieren mit einem Übungsleiter(in) oder Hundetrainer(in) der Dir zeigt wie's geht.

Wenn Du das konsequent übst wirst Du auch Erfolg haben.

LG

Antwort
von ac1970, 34

Pauschal eine Hundeschule ( trainieren in der Gruppe) mit Artgenossen rate ich hier nicht an.Hier gilt es erst einmal  zu analysieren was genau den Hund zu solch einer Abwehrhaltung veranlasst......

...."alle los gehen,die ihr zu nahe kommen...,

ob in diesem Fall die direkte Konfrontation mit Artgenossen Sinn macht - möchte ich bezweifeln, schlimmsten Falls eskaliert so das Verhalten.

So wie der Hund sich verhält wird er komplett durch drehen. Er wird in eine Situation gezwungen, in der er sich überfordert fühlt.Wie soll er da seinem Besitzer vertrauen lernen.

Vertrauen ist die Basis die dieser Hund erst einmal benötigt um zu lernen solchen Situationen anders zu bewältigen.

Ob es sich hier um eine beschützende Funktion handelt kann man ja ganz schnell fest stellen. Geht eine Person(externe Person) -kein Familienangehöriger- mit dem Hund raus an anderen Hunden vorbei und er reagiert 

a) gelassener/gleichgültiger- weniger aggressiv

.... muss das andere Ende der Leine in erster Linie sich einer Beratung unterziehen.

b) bleibt das Verhalten gleich

..... sollte zuerst einmal im Einzeltraining erortiert werden was den Hund veranlasst so zu reagieren.... auch hier gibt es eine Unmenge von möglichen Ursachen

u.a  mangelnde Sozialisierung, Angst- Aggression, Dominanz, Leinen-Aggression, traumatisches Erlebnis um nur einige wenige Ursachen auf zu zählen. Jede Ursache für sich beinhaltet eine andere Vorgehensweise in der Verhaltenstherapie.

Beispiel: Handelt sich es z.B um eine Angst-Aggression vor Artgenossen, 

kann der Hund lernen diese in so weit zu bewältigen das er lernt an Hunden angeleint vorbei zu gehen mit dem Vertrauen in seine Besitzer das beide gemeinsam die Situation meistern. Der Hund lernt es passiert ihm nichts. Dies geschieht z.B langsam. Mit  zuerst einmal einem Hund aus der Ferne. Der Hund sollte erst einmal in der Lage sein einen Artgenossen aus einer gewissen Distanz heraus(wie weit diese ist entscheidet der Hund) zu tolerieren ohne gleich durch zu drehen..... (weiteres sprengt hier den Rahmen)

Wenn es sich um solch eine Angst- Aggression( ARTGENOSSEN) handelt und man ihn direkt am besten gleich noch mit mehreren Artgenossen konfrontiert führt dies sicherlich nicht zu einer Verbesserung bei- IM GEGENTEIL.

Stellt Euch mal vor Ihr habt eine  ausgeprägte  SPINNENPHOBIE und Euch setzt einfach jemand eine solche direkt vor die Nase. Na ,glaubt Ihr wirklich das Ihr danach geheilt seit?

Kommentar von floppy232 ,

Du hast das größtenteils gut formuliert, aber (das ist meine Meinung und aus meiner Erfahrung) ich sehe ein paar Logikfehler bzw. ist dein vorgeschlagenes Training zu früh angesetzt, das würde im Nachhinein sicherlich gut sein, aber nicht im jetzigen Stadium.

Mal gleich an die Spinnenphobie angelehnt: 
Diese wird auch mit Konfrontation behandelt, anders ist das nicht "heilbar". Ich habe Arachnophopie, ich weiß sogar wovon ich rede ;-)

Der Hund braucht den Umgang mit anderen Hunden um zu lernen, wie er sich überhaupt verhalten soll, das geht nicht mit Training, das ist Erfahrung.

Ein Training an der Leine finde ich wiederrum für unangebracht, der Hund ist in seiner Körpersprache eingeschränkt, außerdem besteht dann für den Hund nicht die Möglichkeit auszuweichen, wenn er/sie das denn will. An der Leine werden genau aus diesem Grund die meisten Hunde wild, weil sie nicht weg können, also gehen sie in den "Angriff" über. 

Das Training was du vorschlägst, kann im Nachhinein gemacht werden, wenn der Hund weiß, was zu tun ist. Auf einem Hundeplatz sind (bei guten) Trainer dabei, die auch anweisen, d.h. es ist ja nicht gleich eine unbedachte Konfrontation, sondern eine angeleitete die dem Halter auch etwas Sicherheit geben soll. Jemand der das von außen betrachten kann, ist dann in der Lage objektiv einzugreifen und Tipps zu geben. Hier kann dann langsam aufgebaut werden, dabei wird auch das Vertrauen zum Halter deutlich gesteigert, wenn er merkt, dass andere Hunde gar nicht so schlimm sind und der Halter Sicherheit geben kann. Das muss aber aufgebaut werden und ist nichts, was von heute auf morgen klappt, wie eigentlich jedes Training mit Hunden.

Kommentar von ac1970 ,

.... eine Phobie wird im Normalfall ebenfalls Schritt für Schritt behandelt, und nicht wie früher mit .... Hau Ruck( Kind hat Angst vorm Wasser, also Schwupps rein damit...), wie bei mir. Die Angst hab ich bis heute noch in den Knochen.

Hunde werden langsam ans Wasser gewöhnt(schwimmen) zumindest die ,die nicht schon von Natur aus Wasserratten sind.Unsere Schäferhündin wurde mit 8 Wochen vom Züchter mit all ihren Geschwistern mal kurz in die Mosel geworfen,..... so sollten sie ihre Scheu vorm Wasser verlieren. Super, unsere Maus haben wir erst im Alter von drei Jahren mit viel Geduld dazu bekommen das diese überhaupt ins Wasser ging.

".... dieser Hund wurde im Alter von zwei Jahren aus schlechter Haltung geholt...." Welche/ob  negativen Erfahrung er- ggf mit Artgenossen- bereits gemacht hat ist aus dem Fallbeispiel nicht zu entnehmen. Fakt ist aber das er negative Erfahrungen machte.

Dieser Trainingsvorgang stellt ja schließlich erst den Anfang dar.

....."mit zuerst einmal EINEM Hund aus der  Ferne... (angeleint).." "Der Hund sollte erst einmal aus der FERNE....

EIN HUND der Angst hat ist nicht in der Lage ein angepasstes Verhalten zu zeigen. Er muss erst lernen durch positive Erfahrung mit seiner Angst umzugehen um diese überwinden zu können

Deine Trainingsmethode würde ich bei einem Hund der nicht aus schlechter Haltung kommt unterschreiben. Wenn lediglich der Hund im Umgang mit Artgenossen nicht ausreichend oder gar nicht sozialisiert wurde.Es gibt aber Erfahrungen die Hunde gemacht haben die zu einem tiefen Trauma führen können,oder?

Ein Hund ist in seiner Körpersprache absolut nicht eingeschränkt wenn er angeleint ist.!!!!!

Gesichtszüge, Schwanzhaltung, Ohren, Kopfhaltung, der ganze Körper ist frei. Auch die Stellung der Beine( durchgestreckt/gebeugt).Angeleinte Hunde sind schon aus weiter Ferne in der Lage die Körpersprache( und damit verbundene Absicht)  anderer ebenfalls angeleinter Artgenossen die auf sie zukommen zu deuten.

Der Hund kann - ...stimmt...nicht weglaufen und den Rückzug antreten. Aber genau das soll er auch nicht. Mit wem soll denn der Besitzer dann trainieren? Wenn der Hund weg ist und die Flucht ergreift lernt er ebenfalls nicht den Umgang mit Artgenossen. Er lernt ich kann weglaufen..., ist sicher auch kein Erfolg der ihm hilft seine Angst zu überwinden

Ein Einzeltraining in einer Hundeschule mit entsprechend gut sozialisiertem Hund und entsprechend fachlich qualifiziertem Trainer...,ok, kann ich befürworten,

Aber wenn Du noch mal  ließt schließe ich Hundeschule nur im ZUSAMMENHANG MIT GRUPPENTRAINING AUS.

Leider mache ich immer und immer wider die Erfahrung das zumindest in unseren Hundeschule oftmals immer zuerst ungeachtet der grundlegenden Problematik mit Training in der Gruppe begonnen wird. 

Viele die sich bei mir melden waren vorher in diversen Hundeschulen. Das Ergebnis was ich dann sehe ist katastrophal.

Hunde die zuvor nur nicht ordentlich Leinen führig waren( Anamnese-bogen) haben dann erfolgreich eine Leinen- Aggression entwickelt

Welpen/Junghunde die die Welpenschule besucht haben sind durch zu große Gruppen/ falsch zusammen gestellte Gruppen, immer wieder negative Erfahrungen mit Artgenossen,tlw. Verletzungen genau das Gegenteil von sozial verträglich geworden.

Besitzer meinen es gut, wollen alles richtig machen und erhalten dann solche Ergebnisse.Das kann und darf nicht sein. 

Natürlich gibt es auch super gute Hundeschule und richtig gute Trainer!!!!!! Aber dem Laien fällt es schwer rechtzeitig zu erkennen ob es sich um eine solche handelt. Das sieht der < Laie> erst mit dem Ergebnis des Trainings.

Kommentar von ac1970 ,

.... Siehe bitte mal ERFAHRUNG VON @dwarf...... genau das ist es was ich meine ...., solche Erfahrungen braucht niemand der seinem Hund gutes tun will.

Kommentar von floppy232 ,

Klar, ich gehe von guten Hundeschulen aus, dass das nicht alle sind, ist mir auch klar. Ich bin heilfroh eine sehr gute gefunden zu haben :)

Kommentar von floppy232 ,

Gut ja, damit wäre das klargestellt, ich habe es anders gelesen, als du es gemeint hast, sowas kommt vor. Ich meinte ja auch absolut keine Aktion mit "Schmeiß den Hund in die Gruppe" sondern, wie du gesagt hast, Einzeltraining. Vielleicht hätte ich einfach "einen Trainer" schreiben sollen ^^

So kann ich deine Aussage schon auch befürworten, aber zumindest einen Trainer empfehle ich aber in jedem Fall, damit ein Außenstehender ein Auge auf Verhaltensweisen hat, die der Halter einfach nicht erkennt oder übersieht durch die eigene Aufregung und Konzentriertheit auf bestimmte schon gewohnte Verhaltensmuster.

Antwort
von Moosbiene, 67

Das ist Beschützer Instinkt..  Sie müssen zeigen das sie der rudelführer sind und sich sozusagen alleine verteidigen können.. 

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten