Frage von bachelorqueen, 42

Hund kann nicht entspannen in Anwesenheit anderer Hunde?

Hallo,

unsere Hündin (2 Jahre) kann in Anwesenheit anderer Hunde nicht entspannen und will die ganze Zeit spielen. Es geht gar nicht darum, dass sie aggressiv gegenüber den anderen Hunde ist, sie lässt einfach nur nicht ab von ihnen und möchte die ganze Zeit Interaktion. Ab und Zu versucht sie auch aufzusteigen, d.h. ein wenig Dominanz spielt auch mit rein. Aber alles im Rahmen. Sie erkennt auch keine "Zeichen" von anderen Hunden wie Knurren oder angedeutetes Schnappen, dass ihr Verhalten zu weit geht.

Wir fahren bald in ein Ferienhaus mit noch einem anderen Hund und ich möchte meine Hündin ungern ins andere Zimmer sperren müssen damit der andere sich mal entspannen kann.

Habt ihr irgendwelche Tips wie ich meiner Hündin beibringen kann "andere Hunde zu ignorieren"?

Danke!

ps: Wir haben so 1-2 mal im Monat einen "Übernachtungsgast, den Hund von Freunden. Wenn er da ist ist es die ersten Stunden auch immer so, beruhigt sich dann jedoch. Das hat sich in den letzten Monaten hier stark gebessert. Ich befürchte nur, dass es mit dem anderen Hund im Ferienhaus wieder bei "null" anfangen wird.

Expertenantwort
von Berni74, Community-Experte für Hund, 21

Ich würde mit der Hündin als erstes mit Boxentraining beginnen.

Holt Euch eine Hundebox und laßt sie diese positiv annehmen - füttert sie immer drin, gebt ihr ihre Knabbereien drin. Dann bringt ihr bei, auf Kommando in diese Box zu gehen und da zu bleiben, bis sie herauskommen darf.

So lernt sie die Box irgendwann als Ort der Ruhe anzunehmen.

Wie beschäftigt Ihr die Maus? Was macht Ihr mit ihr, wenn Ihr auf dem Spaziergang seid? Was für eine Rasse ist Euer Hund? Wie reagieren andere Hunde auf ihre Überschwänglichkeit?

Kommentar von bachelorqueen ,

Eine Box kommt für uns nicht in Frage, da der Hund einen Schlafplatz hat, auf welchem er absolute Ruhe bekommt.  Um ehrlich zu sein finden wir, dass es nichts hässlicheres gibt als diese riesen Hundeboxen die in Wohnzimmern rumstehen. 

Kommentar von Berni74 ,

Dann legt Euren Hund auf seinen Schlafplatz, damit er dort abschaltet, wenn andere Hunde da sind.

Antwort
von uwe4830, 23

Hi,

wie beschäftigst du deinen Hund? Das Warum ist ganz einfach, andere Artgenossen bieten ihr mehr Action. Hier kann sie ihre Übersprungshandlungen los werden, also überschüssige Energie. Leider gibst du die Rasse nicht an. Führe sie an Bindungsspiele - Suchspiele usw ran.

Fang irgend etwas an, damit der Hund ausgeglichener wird. Es kann wirklich sein, ohne dir nahe zu treten wollen, dass er dich absolut langweilig findet.

Gruß uwe4830 

Kommentar von bachelorqueen ,

Hallo Uwe, danke für Deine Antwort.

Wir haben einen Dalmatiner. Körperlich ist sie sehr ausgelastet (ich weiss, dass es viele Dalmatiner nicht sind.. ;-) ), sie läuft jeden Tag definitiv genug. 

Da sie der Hund meiner Eltern ist und ich sie daher immer nur temporär aufnehme muss ich sagen, dass Dein Ansatz wohl schon in die Nähe kommen kann. Meine Eltern bewegen den Hund zwar wirklich genug, aber viel Interaktion in Form von Spielchen bekommt sie nicht. Sie läuft neben dem Fahrrad her, bekomme Waldspaziergänge mit anderen Hunde oder sie gehen auf die Hundewiese. 

Wann immer ich sie sehe mache ich mit ihr Suchspiele oder andere Spielchen im Garten, aber meine Eltern sind für so etwas eher nicht zu begeistern. Leider.

Kommentar von bachelorqueen ,

Daher sehe ich deinen Ansatz auf jeden Fall, und er ist in unserem Falle bestimmt und teilweise richtig. (Also wenn wir mit unsere einfach so einen Hund sehen, dann stimmt er bekommt, Ohne dass sie vorher besondere Auslastung erhalten hat)

Neulich hatten wir nun aber diese Situation: Wir waren bei Freunden zu Gast welche auch einen Hund haben. Die Hunde haben bestimmt 1 bis 1,5 Stunden fröhlich und ausgelassen im Garten getollt, mit ein paar Pausen, die aber von beiden Hunden ausgingen.

Als wir uns wieder ins Haus bewegt haben legte sich der Hund unserer Freunde sichtlich erschöpft in seinen Kopf, auch unsere legte sich hin und schien sich augenscheinlich zu entspannen. Sie war ja auch wirklich ausgelassen. Nach nichtmals 5 Minuten sprang sie jedoch auf und fing wieder an den anderen Hund zu "nerven" sprich den Kopf zu necken und schwanzwedelnd vor ihm zu stehen. Ich habe sie mehrere Male korrigiert und irgendwann war es mir zu blöd, da hab ich sie an die Treppe geleint. Nach kurzem Beschwerdebellen legte sie sich auch hin und fing an zu schlafen. 

Ich möchte erreichen, dass sie zu dieser Entspannung nicht gezwungen werden muss, da es in diesem Falle denke ich nicht am fehlenden Interesse zu mir oder meinen Eltern gelegen haben sollte.

Kommentar von uwe4830 ,

noch eine kleine Anmerkung, manchmal mußt du deinen Hund zu seinem Glück zwingen, aber ohne Druck. Durch das rumtollen mit Artgenossen dreht euer Hund total auf, wenn du ihn nun in seinem Korb, Decke haben möchtest, geleitest du ihn dort hin. Sollte er wieder aufstehen, drängst du ihn dort hin zurück ohne Worte. Diese Übung erfordert Konsequenz von dir. Nach geraumer Zeit wirst du merken, das er seinen Zwergenaufstand aufgibt. Gruß uwe4830

Kommentar von uwe4830 ,

aber da hast du doch schon die Lösung: Hundewiese, tolle Sozialkontakte, Action. Fahrrad fahren Spaziergänge usw dienen der körperlichen Auslastung, aber langweilig. Dein Hund muss mehr geistig beschäftigt werden, und wenn er nur zu Beginn sein Futter suchen soll, dient das für Ausgeglichenheit und Bereitschaft mit dem Menschen zu arbeiten. 

Gruß uwe4830

Expertenantwort
von YarlungTsangpo, Community-Experte für Hund, 6

Das Problem Deiner Hündin ist durch unsachgemäß ausgeführte "Welpenspielstunden" entstanden.

Das mündet nicht selten in Frustrationsaggressionen an der Leine.

Bitte frag nicht lange im Internet herum, sondern suche Dir und Deiner Hündin einen versierten und gut ausgebildeten Hundefachmenschen.

Für Deine Hündin gibt es Spannung, Spaß und Spiel nur bei Hunden. Langweilige Übungen beim Menschen...

Bitte IBH-hundeschulen und Deine Postleitzahl in die Suchmaschine. Anrufen, Termin ausmachen und lernen mit Deinem Hund eine kommunikative Bindung aufzubauen.

Arbeiten mit Deinem Hund, artgerecht beschäftigen. Ihm etwas zum Auslasten seiner Instinkte anzubieten, anstatt nur Einregelungsübungen und langweiliges neben Dir dahin laufen!

Ein kleiner Einblick wie das aussehen kann:

Antwort
von Secretstory2015, 24

Am besten sucht ihr euch einen Trainer, sonst wird das nichts.

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