Frage von Sonnenstern321, 62

Hund ist sehr aggressiv. Was kann ich tun?

Hallo! Unser Chihuahua, 2 1/2 Jahre alt, ist mir gegenüber extremst aggressiv. Es ist so: Meine Mutter erlaubt ihm einfach ALLES und sie verhält sich auch falsch, sie denkt der Hund ist ein Mensch. Tja und ich behandle ihn genau gegenteilig. Ich bin also die strenge, und sie die nette, und deshalb liebt er sie auch mehr logischerweise. Zum Problem: ich habe dem Hund nie was getan, außer das ich ihn eben versuche zu erziehen. Er knurrt mich jeden Tag an und will mich beißen. Ich steh nur normal da und er geht einfach los auf mich, beißt mir in den Fuß, aber sehr fest, und er will mir sogar ins Gesicht springen und bellt extremst und zeigt die Zähne. Wenn ich mich wo hinsetze geht er auf mich los, egal was ich mache. Und meine Mutter nimmt ihn immer gleich hoch, sie bestärkt in also nur. Ich hab schon mit ihr darüber gestritten aber es ist hoffnungslos. Was kann ich tun das mein Hund mich nicht mehr zerfleischen will? Ich liebe ihn ja trotzdem, und kann ihm nicht lange böse sein, das ist wahrscheinlich auch ein Problem...

Expertenantwort
von jww28, Community-Experte für Hund, 60

Hi, ich glaube ja das ihr beide was falsch macht, ihr seit euch nämlich nicht einig. Das ist wie beim Autofahren, da kann es auch nur in eine Richtung gehen, im Moment habt ihr aber beide den Lenker in der Hand und das Auto weiss nun nicht mehr wo es lang fahren soll. 

Gut wäre ein Mittelweg zu finden, womit ihr beide was anfangen könnt, ein Hund braucht weder übertriebene Strenge, noch Mitleidsbekundungen. Das verwirrt ihn nur und dieser Zustand kann ein Hund in den Wahnsinn treiben. 

Setze dich mit deiner Mutter mal ganz in Ruhe zusamnen, verabredet euch dazu richtig, macht es euch gemütlich dabei. Erstellt dann zusammen mal eine Liste, einmal mit deinen Wünschen was sie mit den Hund nicht machen soll und einmal mit ihren Vorstellungen wie du den Hund begegnen sollst und was du nicht machen sollst. Versucht da wirklich mal in Waage zu kommen. Vielleicht findet ihr auch gemeinsam eine Trainingsart die euch beide anspricht? Vielleicht klickern, also lernen mit positiver Bestätigung? Auch solltet ihr mal schauen das ihr eine gemeinsame Übung findet, die euch beiden Spass macht mit den Hund, zB Leckerchen verstecken etc, etwas wo der Hund mit euch zusammen arbeiten muss, das wäre wichtig damit überhaupt wieder ein Vertrauensverhältnis hergestellt wird, im Moment ist er nämlich führungslos und muss sich selber vor Übergriffen schützen, deswegen greift er dich an, du bist mit deinen inneren Ärger in seinen Augen sehr schwach. Und deine Mutter muss in seinen Augen wahrscheinlich beschützt werden, weil sie nicht für sich selber sorgen kann. 

Um da erstmal rauszukommen, entweder Bisse hinnehmen oder Maulkorb holen, greift der Hund dich an, mache dich selber gross und bestehe auf deine Position, auf keinen Fall zurückweichen, eher das Gegenteil richtig aufbauen und mit den Körper den Hund wegdrängen, solange bis er sich von alleine zurückzieht. Er muss nun erstmal lernen das das Gebeisse ihn nicht im Geringsten weiter hilft, so kann er lernen anders zu reagieren. Wichtig ist dabei selber die Ruhe selbst zu sein, nix sagen und nicht ärgern, nur dran denken "das ist mein Platz" und stur auf der Position bleiben. Wenn sich ruhig nähert, keine Aggression zeigt dann natürlich belohnen. 

Ansonsten wenn das Gespräch nicht fruchtet, schenk deiner Mutter doch zu Weihnachten mal ein Hundebuch oder ne DVD zB von Martin Rütter, er bringt die Problematik in seiner Show recht lustig rüber, so kann deine Mutter beim videoabend noch lernen und das mit positiver Bestärkung in Form von Humor ;) 

Antwort
von brandon, 13

Schau Dir mal die Folge von den aggressivsten Chihuahuas an mit denen Cesar Milan zu tun hatte.

LG

Antwort
von FrauStressfrei, 53

Auch ein Minihund ist ein Hund! Der denkt und fühlt genau wie ein großer und muss auch so erzogen werden. Definitiv macht es nichts (!!!) wenn deine Mutter ihn nicht erziehst, du aber schon! Dass er deswegen aggressiv zu dir ist, ist völlig absurd. Ganz im Gegenteil: Hunden sind klare Grenzen und Regeln sehr wichtig! Und da ist was schief gelaufen! Fang also von vorne an! Kauf dir ein, zwei Bücher über die aller erste Ausbildungsschritte! Es ist überhaupt nicht zu spät. Ich habe mal mit einen 6 Jährigen Hund angefangen, der nichts konnte und Mega aggressiv war. 2 Jahre später haben wir die Begleithundeprüfung gemacht.

Antwort
von brandon, 17

Ich fürchte so lange Deine Mutter da mitspielt kannst Du nicht viel tun. Du hast ja schon selbst gemerkt das sie ihn in seinem Verhalten bestärkt.

Die Frage ist also wie macht man Deiner Mutter klar das sie dafür verantwortlich ist das Du (ihr eigenes Kind) gebissen wirst.

LG

Antwort
von Jerne79, 36

Daß ihr mit diesem Konzept Probleme bekommt, ist nicht überraschend. Was mich allerdings wundert, ist der Grad an Aggressivität, den der Hund da an den Tag legt. Und die Tatsache, daß deine Mutter damit kein Problem hat.

Hier hilft eigentlich nur eine konsequente Umstellung der Erziehung ALLER Beteiligten. Der Hund muß Hund sein dürfen, bei geradliniger Erziehung. Und in einer Familie darf sich der Hund nicht anmaßen, über einem der Menschen zu stehen, schon gar nicht mit so einem Verhalten. Der Hund stellt derzeit eine Gefahr für dich und andere Menschen dar. Wenn deine Mutter das nicht einsieht, stimmt bei euch wirklich etwas nicht.

Du für deinen Teil darfst dich von dem Hund nicht einschüchtern lassen. Bleib ruhig und konsequent. Der Hund muß wieder lernen, daß er sich an dir zu orientieren hat, nicht umgekehrt.

Wie äußert sich "nicht lange böse sein"? Daß der Hund dich anknurrt und du kurz darauf wieder sein bester Freund sein willst? Dann bestätigst du ihn in seinem Verhalten.

Wirklich zu helfen ist euch aber nur, wenn deine Mutter am gleichen Strang zieht.

Antwort
von wotan0000, 31

Dass Dein Hund Dich beisst tut mir ehrlich nur für den Hund leid, der bei Euch keine klare Führung erhält und gar nicht wissen kann, was richtig und was falsch ist.

Wenn Ihr keine Einigung über Hundeerziehung hinbekommt, dann schaltet einen guten Hundetrainer ein, damit er EUCH trainieren kann.

Antwort
von Tybalt9999, 46

Da wirst du nicht viel machen können. Deine Mutter ist vollkommen unfähig, einen Hund zu halten. Sie bestätigt ihn, wenn er dich angreift, also kommt beim Hund an: "Ich habe das gut gemacht. Ich muß den Menschen angreifen, dann werde ich vom Rudelführer gelobt."

Tja.

Du mußt halt warten bis die kleine Ratte stirbt. Alternativ könntest du das kleine Vieh treten, wenn es dich angreift. Ist nur Selbstverteidigung. (Ja, ich kann so auf Aggro trainierte Kampfratten nicht ab...)

Kommentar von wotan0000 ,

Was kann der Hund für die Unfähigkeit seiner Halter?

Kommentar von Tybalt9999 ,

Nichts. Das Leben ist nicht fair.

Antwort
von Geisterstunde, 36

Am Beste wäre folgendes: Deine Mutter, Du und der Hund besuchen eine Hundeschule.

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