Frage von namenvorname, 192

Hund ist lustlos, ängstlich, distanziert, zieht den Schwanz ein: Was ist los?

Liebe Hundefreunde, ich weiß gerade nicht weiter... Mein Hund (Chihuahua Mix, 6 Jahre alt) ist seit fast 2 Wochen lustlos, isst kaum, bewegt sich sehr langsam und will nicht mehr spielen. Seine Ohren und Nase ist kalt und manchmal zittert er, obwohl es warm ist zu Hause. Außerdem schreit er immer auf, wenn ich ihn ausführen möchte. Jedes Mal wenn wir raus aus der Tür und wieder rein kommen schreit er auf obwohl ich ihn nicht anfasse :( Sein Schwanz ist dauernd unten, seine Ohren angelegt und auch sein Kopf ist eher grade zum Rücken anstatt aufrecht. Ich merke, dass er gestresst ist aber ich kann nicht herausfinden wovon? Er ist sehr distanziert und wollte bis vor kurzem auch nicht mehr in seinem Körbchen schlafen, als ich ihn nachts mal dort reintragen wollte schrie er wieder auf (Und ich habe WIRKLICH aufgepasst, wie ich ihn hochnehme, sodass ihm nichts wehtut). Wir waren schon beim Arzt, der meinte es ist alles in Ordnung mit ihm, er hat nur etwas Übergewicht. Er verschrieb ihm Tabletten zur Beruhigung und gab noch ein Gerät mit, dass die Luft verändern sollte, auch zur Beruhigung. Wir sollten, wenn er sich nicht bessert in 2 Wochen dann noch mal zum Arzt... Aber ich halte es nicht mehr aus, er tut mir so leid ich fühle mich hilflos :(

EDIT

Ich danke für jede Antwort! Ich werde schnellst möglich zu einem anderen Arzt gehen. Dennoch stellt sich mir die Frage, wieso er beim hinein/-hinausgehen von Türen so aufschreit, als hätte er ein Trauma erlitten. Die Antworten waren sehr auf das Aufschreien beim Hochheben bezogen: Hier muss ich sagen, dass er es nicht immer beim Hochheben tut. Ich glaube, das ist eher damit verbunden, dass er Angst hat, ich würde ihn irgendwohin tragen, wo er nicht hin möchte. Aber bei Türen schreit er immer auf! Obwohl keiner ihn anfässt... :/

Expertenantwort
von Naninja, Community-Experte für Hund, 137

Das, was Du beschreibst, sind deutliche Anzeichen für Schmerz. Wenn der Haustierarzt nicht dazu in der Lage ist, die Ursache zu erkennen, würde ich einen anderen Arzt suchen, und zwar nicht erst in zwei Wochen!

Ich würde mit dem Hund heute noch in eine Tierklinik fahren, ihn untersuchen lassen, in Absprache mit dem Tierarzt ein Schmerzmittel verabreichen und gucken, ob sich der Zustand verbessert.

Ein großes Blutbild, Ultraschall und Röntgen würde ich unbedingt zur Abklärung machen lassen (spätestens nach Weihnachten). Sofern der Verdacht darauf fällt, dass die Ursache im Bewegungsapparat liegt und der Arzt zu einem MRT rät, würde ich mir vor der teuren Untersuchung + Narkose einen guten Osteopathen suchen, der sich den Hund ansieht.

Gute Besserung für die arme Maus!

Kommentar von namenvorname ,

Ja du hast Recht. Aber dazu muss man noch sagen, dass der Tierazt seinen Rücken und sogar seine Pfoten untersucht hat, dabei hat er nicht aufgeschrien und irgendwelche Anzeichen auf Schmerz gemacht. Vielleicht klingt das blöd, aber ich glaube er hat eher psychische anstatt physische Probleme :( Kann man das auch beim normalen Tierazt/bei der Tierklinik untersuchen lassen oder an wen muss ich mich dann eher wenden? 

Kommentar von Naninja ,

Dass der Hund bei der Untersuchung keine Schmerzen gezeigt hat, bedeutet nicht, dass er keine hatte. An psychische Probleme glaube ich bei dem, was Du beschrieben hast, nicht. Eher an ein Problem mit der (Hals-) Wirbelsäule. Vielleicht ein verkeilter Wirbel, ein eingeklemmter und entzündeter Nerv oder ähnliches. Ist aber letztendlich Kaffeesatzleserei.

Wenn möglich, würde ich heute noch eine Tierklinik aufsuchen, um mir Schmerzmittel zu holen, und dort die weitere Behandlung absprechen. Ultraschall, Röntgengerät und u.U. eigenes Labor sind dort vorhanden. Dort wird man sich dann mit Dir über das weitere Vorgehen absprechen.

Antwort
von brandon, 111

Ich bin kein Tierarzt und möchte auch keine Diagnose stellen.

Meine kleine Mischlingshündin hatte mal sehr ähnliche Symptome, sie bekam dann ein Schmerzmittel und mit der Zeit ging es auch wieder weg.

Jeder der schon mal einen steifen Hals hatte z.B. durch Zugluft kennt den plötzlichen starken Schmerz wenn man eine falsche Kopfbewegung macht.

So stelle ich mir diesen Schmerz vor.

Wenn Du eine Rotlichtlampe hast würde ich sie mal davor setzen ich könnte mir vorstellen das die Wärme ihr gut tut. Schaden wird es ihr jedenfalls nicht.

Gute Besserung für Deinen Hund.

LG

Antwort
von LukaUndShiba, 102

Bitte fahr noch mal zu einem anderen Arzt und hol dir eine zweite Meinung ein, gesund wirkt der Hund von dem was du beschreibst nicht. 

Antwort
von XWissenX, 111

Hallo,

wenn der Arzt bei Ihrem Hund nichts festgestellt hat, scheint gesundheitlich alles in Ordnung zu sein. Ich könnte es mir nur so erklären, sofern er sonst auch immer Angst vor Böllern, also Silvester hatte, dass er spürt das sich das Jahr dem Ende neigt und er so wieder angst vor den Böllern hat. Das würde erklären warum er zittert und nicht raus will.

XWissenX

Kommentar von brandon ,

Diesen Gedanken hatte ich auch aber diese Schreie deuten eher auf Schmerzen hin.

Expertenantwort
von inicio, Community-Experte für Hund, 78

ich wuerde mit dem hund in eine tierklinik fahren, blutbild machen lassen und roentgen.

ich habe den eindruck, dass der hund nicht umfassend untersucht wurde und 2 wochen warten wuerde ich an deiner stelle nicht. der hund zeigt schmerzanzeichen -evtl nicht immer....

Antwort
von MiraAnui, 88

Vlt hat er sich vertreten oder so. Vlt liegt es mit am Wetter.

Ich hatte mal das Problem, das meine Hündin die Treppe nicht runter wollte. Egal was ich getan hab. Ich natürlich mein TA angerufen er soll vorbei kommen bevor er in die Praxis fährt.

Kaum steht er im Flur flitzt sie die Treppe runter als wäre nichts.

Er hat dennoch alles angetastet und gemeint das es am Wetter liegen kann ich soll ihr mal paar Tage Schmerzmittel geben.

Ich würde mal eine Tierphysio aufsuchen. Meiner Hündin hilft das gut. 

Antwort
von namenvorname, 68

Ihr Lieben, ich danke für eure Antworten! Ich werde schnellst möglich zu einem anderen Arzt gehen. Dennoch stellt sich mir die Frage, wieso er beim hinein/-hinausgehen von Türen so aufschreit, als hätte er ein Trauma erlitten. 

Die Antworten waren sehr auf das Aufschreien beim hochheben bezogen: Hier muss ich sagen, dass er es nicht immer beim Hochheben tut. Ich glaube, das ist eher damit verbunden, dass er Angst hat, ich würde ihn irgendwohin tragen, wo er nicht hin möchte. Aber bei Türen schreit er immer auf! Obwohl keiner ihn anfässt... :/

Antwort
von stey1954, 75

Er hat wahrscheinlich Bauchweh, oder Blase tut Weh, da er aufschrieh, als Du ihn hoch nahmst (man kann ihn nicht hochheben, ohne Bauch anzufassen, oder?).

Hat der TA auch den Bauch und Blase angetastet, ob die schmerzempfindlicher sind?

Ist sein Stuhlgang ok.?

Macht er Pippi genau so lang und genau so viel, wie früher?

Trinkt er so viel, wie immer? 

Also, wenn meine Pippa so leiden würde, würde ich sie auf ein Heizkissen legen, einkuscheln, mich auch dazu legen und höllisch aufpassen, dass sie sich nicht überheizt oder anfängt zu hecheln - gleich alles ausschalten und sie ganz kurz abdecken. Wenn sie nicht mehr hechelt, wieder einwickeln und  it ihr liegen bleiben einpaar Stunden. Danach würde ich sie wieder hochheben jm zu sehen, ob unten noch immer so schmerzempfindlich ist. Wenn JA, würde ich wirklich mit ihr in die Tierklinik fahren.

Ich hoffe, daß Deinem Hund besser wird!!!!

Liebe Grüsse, friedvolle Weihnachten und einen guten Rutsch wünschen <(●_●)>  Pippa & Rozina

Antwort
von rosacanina45, 76

In Ordnung kann er ja nicht sein. Komischer Tierarzt.

Ich würd mal in die Tierklinik fahren und mal checken lassen, ob er nicht evtl einen Bandscheibenvorfall hat.

Antwort
von eggenberg1, 54

ist  draussen irgend  wann  etwas  passiert --  hat  er  sich  erschrocken  hat  oder  einen vorfall gehabt , der ihn traumatisiert haben könnte. ist ja  schon eigenartig , das er  das verlasen bzw.  das durchqueren einer tür mit schmerzen verbindet--  wurde ihm mal der schwanz eingeklemmt ?

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