Frage von pascaLLo1, 111

Hund in Mietwohnung abgelehnt trotz Zusage ?

Guten Tag,

wir beziehen am 31.10.2016 unsere neue Wohnung. Auf Anfrage ob wir uns einen Hund anschaffen dürfen, teilte uns der neue Vermieter mit : "Solange es kein Bull-Terrier, bzw. kein Kampfhund ist, ist es erlaubt."

Somit kauften wir uns einen Hund ( Old english Bulldog ), welcher kein Kampfhund ist.

Heute ( kurz vor Umzug ) rief mich der Vermieter an und teilte mir mit, das es jetzt doch nicht mehr möglich sei, den Hund mit in die neue Wohnung zu bringen, da der Hausverwalter die andere Mietparteien ( darunter auch Wohnungseigentümer ) befragt hat, ob es ok wäre, wenn der neue Mieter einen Hund mitbringe. Alle Mietparteien samt Eigentümer sind nicht damit einverstanden das wir mit dem Hund in die Wohnung einziehen.

Wie gehen wir jetzt vor ? Wir geben unseren Hund definitiv nicht ab, da uns der Vermieter vor Wochen schon einen Hund zugesagt hat ( im Vorvertrag steht auch keine Klausel drin, das wir keinen Hund halten dürfen.) Jedoch steht jetzt im neuen Mietvertrag drin, das wir uns die Unterschriften der anderen Mieter Bzw Eigentümer einholen sollen. Die sind aber nicht einverstanden, wie ist vorzugehen ?

Mit freundlichen Grüßen PL

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von zeihger56, 40

Frag beim Mieterverein nach. Könnte mir vorstellen das er eine kleine Entschädigung für die Suche einer neuen Wohnung zahlen muss.... wenn die Zusage auch schriftlich oder unter Zeugen gemacht wurde

Kommentar von pascaLLo1 ,

Moin, danke erstmal für die Antwort.

Wir haben unter Zeugen eine mündliche Zusage bekommen, wäre das laut Rechtslage nicht schon ausreichend ?

Mit freundlichen Grüßen

Expertenantwort
von Einafets2808, Community-Experte für Hund, 69

Habt ihr die Zusage Schriftlich? 

Naja auch wenn blöd gelaufen. Wenn er noch die anderen Mieter befragt hat und alle stimmten für nein. Kann er durchaus dir Erlaubnis zurück ziehen mit ordentlicher Begründung. Wieso habt ihr nicht bis zum Einzug gewartet? Auch wenn die Erlaubnis erteilt wurde,ist das ein Riesen Umstellung für den Hund. Erst gewöhnt er sich an die eine Wohnung dann ein Umzug und wieder neu eingewöhnen. 

Finde die Anschaffung total über eeilt obwohl dieser erst zugestimmt hat. 

Was hat der Vermieter gesagt,habt ihr ihm schon mitgeteilt das ihr schon einen Hund habt? 

Antwort
von uwe4830, 56

Hi,

wenn bei einer Eigentümerversammlung ein Mehrheitsbeschluss ein Hunde oder Katzenverbot ausgesprochen wurde kann man es euch verbieten mit dem Hund ein zu ziehen. Hier haben aber nur die Eigentümer ein Stimmrecht.

Sollte so etwas in der Vergangenheit der Fall gewesen sein, kann die Hausverwaltung, die ebenfalls nur durch Eigentümer eingesetzt wird euch den Hund verweigern.

Gruß uwe4830

Antwort
von AchIchBins, 10

Wieder eine verzwickte Sache. Klar ist, der Hund wurde zu früh angeschafft, so etwas macht man wenn man vollständig eingezogen ist. Der Vermieter hat sich bei der Zusage wohl nichts weiter gedacht und erst später ist ihm die Idee gekommen die anderen Parteien zu fragen. Mit "Parteien" sind aber die Eigentümer gemeint, Mieter haben hier nichts mitzubestimmen. Bezüglich "Vorvertrag", was stand da drin? war das wie ein Mietvertag? wer hat da alles unterschrieben? ... und wie lief das mit dem Mietvertrag ab? hat der Vermieter da schon unterschrieben? habt ihr da schon unterschrieben? Ihr habt die Zusage schon vor Zeugen bekommen, das ist gut, aber der Vermieter darf so ohne weiteres nicht gegen Beschlüsse der Eigentümergemeinschaft handeln. Unter Umständen ist er zu Schadensersatz für die Suche für eine neue Wohnung verpflichtet, aber eindeutig ist das alles nicht zu beantworten.

Kommentar von pascaLLo1 ,

Hi,

der Vorvertrag sieht 1:1 aus wie der Mietvertrag.
Beide haben unterschrieben.
Wieso ist der Hund zu früh angeschafft worden ? Mit dem OK des Vermieters haben wir uns den Hund angeschafft und somit war das für uns gegessen.

Er hat unter Zeugen sein OK gegeben.

Vorvertrag ist von uns und auch von ihm unterschrieben worden.

Kommentar von pascaLLo1 ,

Der Vermieter hat uns beim Gespräch nur gesagt: sagen Sie mir Bescheid wenn sie sich den Hund angeschafft haben, damit ich die anderen Mieter in Kenntnis setzen kann.

Dies taten wir.

Kommentar von AchIchBins ,

Also wenn es da noch andere Eigentümer gibt war er einfach zu voreilig. Er kann nicht einfach über die Beschlüsse der WEG hinweggehen. Das mit dem Vorvertrag ist auch seltsam. Was ist der Sinn davon? Steht da explizit "Vorvertrag" drüber? Also ich "entwerfe" den Mietvertrag, übersende ihn an die Mieter zur Durchsicht und lasse diesen MV dann von den zukünftigen Mietern zuerst unterschreiben. Die Arbeitsweise mit einem "Vorvertrag" find ich seltsam, ob der eine Rechtskraft hat bzw. hätte bezweifle ich auch.

Antwort
von marla80, 56

Wenn du die Zusage nicht schriftlich hast, hat du schlechte Chancen

Kommentar von pascaLLo1 ,

Aber mündlich gilt doch genauso, haben sogar Zeugen die das belegen können.

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