Hund in Mietwohmung?

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10 Antworten

Hallo, unser Vermieter möchte keine Hunde. Im Mietvertrag ist die Haltung gar nicht geregelt 

Auch wenn zu Hundehaltung nichts im Mietvertrag vereinbart ist, muss man um Erlaubnis fragen.

und selbst wenn, ist die Klausel doch eh gekippt worden. 

Nein, die Klausel zum generellen Hundeverbot ist unwirksam; bedeutet aber immer noch nicht, das man sich einfach einen Hund anschafft!

Wir haben uns jetzt einen zugelegt und er meint uns kündigen zu wollen.

Er kann verlangen dass der Hund abgeschafft wird oder er kann Euch kündigen.

 Nach unserem Verständnis hat er keine Möglichkeit. 

Nach meinem Wissen kann er es.

Hat jemand Erfahrung damit? 

Jahrelange Erfahrung.

Kann jemand Rat geben? Wie sollen wir uns verhalten?

Sich mit dem Vermieter zusammensetzen, reden und sich einigen. Zeigen, dass der Hund ein ganz lieber ist und ihm damit kommen, dass Ihr dachtet, wenn da nichts im  Mietvertrag steht, das man Hunde halten darf.

Vorsorglich schon mal eine neue Wohnung suchen.

LG

johnnymcmuff

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Im Standardmietvertrag steht, dass Hundehaltung der Rücksprache bedarf. Das ist ausreichend um die Hundehaltung auch zu untersagen. 

Wenn ihr euch einfach darüber hinweg setzt, riskiert ihr die ordentliche Kündigung

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Kommentar von Kirsche77
01.05.2016, 11:46

Bei uns ist die Haustierhaltung gar nicht geregelt.

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Tja, da ist euer Vermieter wohl im Recht!  Denn laut BGH bedarf die Hundehaltung immer der Zustimmung des Vermieters, es sei denn es ist laut Mietvertrag erlaubt. Seine Ablehnung muss der Vermieter allerdings begründen. Nun kann man sich aber nicht einfach so mal eben einen Hund anschaffen, auch wenn viele der Ansicht sind. Somit kann der Vermieter euch abmahnen und verlangen, dass der Hund wieder abgeschafft wird. Kommt ihr dem nicht nach, kann er fristlos kündigen. 

Das Urteil des BGH ist kein Freifahrtschein zur Hundehaltung! Es besagt ausschließlich, dass Tierhaltung nicht mehr generell verboten werden darf und dass der Vermieter seine Ablehnung genehmigungspflichtiger Tierhaltung begründen muss. Auch wenn er keine Begründung liefert oder euch diese nicht schlüssig erscheint, könnt ihr nicht einfach so einen Hund anschaffen.

Abgesehen davon habt ihr euch mit der Anschaffung des Hundes selbst ins Knie geschossen. Denn nun braucht der Vermieter eine Ablehnung nicht mehr zu begründen. Es ist ausreichend, dass ihr zur Hundehaltung keine Zustimmung habt und trotzdem einen Hund angeschafft habt.


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"Die Haltung größerer Tiere wie Hunde oder Katzen bedarf der
Zustimmung bzw. der Erlaubnis des Vermieters, auch wenn nichts im
Mietvertrag steht. Dies liegt vor allem daran, dass diese Tiere
Belästigungen anderer Hausbewohner verursachen können oder eine Gefahr
für die Mietsache darstellen können. Beispiele sind lautes oder
ständiges Gebell oder Gejaule oder Möglichkeit der Verunreinigung des
Hausgrundstücks durch die Tiere."
aus
http://anwalt-im-netz.de/mietrecht/tierhaltung.html

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Lediglich eine Klausel wonach der Vermieter die Hundehaltung generell und ohne Grund verbieten darf ist "gekippt" worden.

Auch wenn nichts im Mietvertrag steht muß nach wie vor der Vermieter um Zustimmung gebeten werden. Und das bevor man sich einen Hund anschafft.

Und nach wie vor darf der Vermieter die Zustimmung, wenn er einen nachvollziehbaren Grund nennt, verweigern.

Nach unserem Verständnis hat er keine Möglichkeit.

Doch hat er.

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Besonders klug wart Ihr nicht, als Ihr Euch den Hund ohne Zustimmung des Vermieters zugelegt habt.

http://www.mietrechtslexikon.de/a1lexikon2/h1/hund.htm

Noch weniger klug ist es, dass ihr nicht realisiert, dass die Rasse und Größe des Hundes und die Haltungsumstände relevant sein könnten und das Du diese wesentlichen Infos nicht in der Frage mitteilst.

Der Fiffi bekommt ein neues Herrchen oder Frauchen oder Ihr könnt Euch auf dem Wohnungsmarkt voll entfalten.


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Kommentar von Kirsche77
01.05.2016, 10:53

160 qm und 6 Zimmer. keine weiteren Mieter im Haus. separater Eingang. etc.

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Kommentar von Kirsche77
01.05.2016, 11:05

Altbau ist es auch. unsaniert. etc. Katzen sind auch nicht erlaubt, aber andere von seinen Mietern halten sich welche.

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Also, unser Vermieter hat eingelenkt. Ihm wurde vom Anwalt mitgeteilt, das er keine Chance hat. 

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Und wer ist wieder der Leidtragende ... natürlich der Hund. Und warum? Weil Menschen bevor sie handeln einfach nicht denken. Ich finde es einfach nur traurig.

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Generell gilt: Ist im Mietvertrag nichts geregelt, kann der Vermieter auch nicht mitreden. Dabei spielt es keine Rolle ob es sich um eine zahme Hausratte, Hund, Katze oder eine Zwergkrokodil handelt.

Zitat: Claus Deese, Vorsitzender Mieterschutzbund Recklinghausen

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Wenn der Vermieter nein sagt, hat man sich daran zu halten.
Finde das schon etwas dreist.

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Kommentar von Kirsche77
01.05.2016, 10:44

er sagt auch Nein zu Katzen und mehrere Familien halten sich hier welche.

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Kommentar von Basti6000
01.05.2016, 10:49

wenn jemand von einer brücke springt, springst du auch hinterher? euer Vermieter ist im recht, wie du bei den anderen antworten sehen kannst, ich an deiner Stelle würde mir jetzt ne Wohnung suchen wo Hunde erlaubt sind um ihn nicht wieder abgeben zu müssen!

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