Hund in Katzenhaushalt integrieren?

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8 Antworten

Hi,

Hab das direkt zweimal hintereinander gemacht, hatte auch erst nur Katzen :) 

Dann kam Hund Nummer 1 (Strassenhund aus Rumänien, damals 4 Jahre jung, der Kater war 5 Jahre und die Katze 4Jahre jung) , haben zunächst den Hund ankommen lassen und beide Parteien getrennt, wenn wir Gassi waren war die Tür auf so das die Katzen in den Raum rein konnten wo der Hund sich aufhielt, so konnten sie sich an den fremden Geruch schon mal gewöhnen ohne direkt konfrontiert zu werden. Nach den Gassigang ist mein Freund dann vor hat diese Tür geschlossen und ich bin mit Hund rein. Nach einer Woche habe ich mein Kater auf den Kratzbaum gesetzt und den Hund an der langen Leine reingeführt und beide zusammen gefüttert. Kleinste Ansätze die mir aggressiv erschienen hab ich sofort unterbunden, wie anstarren oder steif werden, da muss man sehr auf die Körpersprache achten. Auch bei der Katze, sieht man nur blankes Ersetzen geht man besser wieder auf Abstand  mit den Hund. Habe auch mein Kater gewählt weil er erfahrener und sozial kompetenter als meine Katze ist und ich oft beobachtet habe das er ihr vieles auch zeigt, wo er sich sicher gefühlt hat habe ich die Katze auch dazu gelassen :) also auch da den ersten Hundentdecker weise wählen :) am Besten den wählen der nicht schreckhaft ist und dazu auch wesensfest und neugierig ist. Den Hund am Anfang auf jeden Fall an einer Leine halten (ruhig lang lassen) falls doch hinstürmen will, da direkt die Regel festlegen das man nicht auf die Katzen zurennt,egal wie interessant sie sind. Und natürlich lässt man sie auch nach der Zusammenführung nicht unbeobachtet, einfach weil die Kommunikation zwischen beiden Arten nicht zu 100% funktioniert. So trenne ich zb Hunde und Katzen, wenn wir mal nicht da sind. Für die Katzen wäre es auch gut ein festen Rückzugsort zu haben wo der Hund nicht hin darf. 

Bei unseren zweiten Hund hat das ganze etwas länger gedauert, wegen den Jagdtrieb haben wir uns da etwas mehr Zeit gelassen, er kam mit 1 Jahr zu uns und ist ein mittlerer Podencomix, am Anfang konnten wir nur extrem kurze Übungen machen, weil ihn die bloße Anwesenheit sehr stresste, was sich dann am hecheln, kratzen oder fiepen  bemerkbar macht, da geht nur Abbruch und am nächsten Tag das noch kürzer gestalten das der Hund ruhig und mit positiver Stimmung aus der Übung rauskommt. Er hat bei uns so gelernt das Katze Ruhe heißt, Spielaufforderungen usw müssen ebenfalls unterbunden werden,hier muss verhindert werden das der Hund hochkocht.Hat zwar gute 6-8 Monate gedauert aber nun ein paar Jahre später liegt der mit den Katzen zusammen auf der Couch und lässt sich sogar von mein Kater putzen und erwidert das auch :)

Erwarte nur am Wochenende nicht zuviel, an ein paar Tagen kann man leider nicht ausmachen ob das Zusammenleben am Ende auch wirklich funktioniert. Es gibt sehr triebstarke Hunde, wo es nahezu unmöglich ist und auch nach Jahren Training das Tier unter Stress steht, auch wenn er die Katzen meidet. Da muss man dann im Sinne des Hundes entscheiden und sich ggf trennen :( 

Auch manche Katzen sind nicht ohne, hätte ich zB nur meine Katze wäre das gemeingefährlich gewesen, weil sie zu Übersprungshandlungen neigt und unter Umständen beide Hunde verprügelt hätte anstatt erstmal zu gucken was das für welche sind. Der Kater gibt ihr da sehr viel Sicherheit.

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Kommentar von deenay
19.06.2016, 15:07

Vielen Dank für Deine Antwort! Haben sich nach der Zusammenführung die Katzen Dir gegenüber verändert? Waren Sie noch zutraulich wie vorher oder waren sie eingeschnappt?

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Kommentar von deenay
19.06.2016, 18:16

Das sind super Inputs von Dir vielen Dank!! Ich werde mal schauen wie sich das entwickelt. Mit Feingefühl und gesundem Menschenverstand werde ich sicher gleich erkennen ob meine Übung da Sinn macht oder nicht:)

Es soll ja für alle stimmen. Tut aber sehr gut zu hören, dass es auch Fälle gibt die sich positiv entwickelt haben. Wünsche Dir weiterhin alles Liebe und Gute mit Deinen 4-Beinern:)

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Nimm eine Decke von den Hund mit zu dir und lege sie auf den kratzbaum etc, damit die Katzen sich an den Geruch gewöhnen können. Dann an dem Wochenende langsam herantasten und den Hund am besten nicht ohne Aufsicht in die Nähe der Katzen lassen. Ein Zimmer für die Katzen einrichten, in das der Hund nicht kann. Und dann bleibt nur noch hoffen

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Kommentar von deenay
19.06.2016, 14:13

Vielen Dank! Habe vorhin mal auf Youtube "Hundegebell" laufen lassen und meinen Pullover hingelegt der noch nach Hund riecht. Irgendwie intressierts meine Katzen so gar nicht. Sie schlafen einfach weiter:)

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Zu meinen Katzen würde ich nie wieder einen Hund dazu nehmen, denn die vergraulen eher die Hunde aus ihrem Revier, als Angst zu haben.

Ich bekam mal vor ein paar Jahren ein Findelhundchen, sehr klein, Rassen unbekannt und das arme Kerlchen musste ich nach 3 Wochen an einen guten Platz abgeben, wo er noch heute ist.

Meine Katzen haben das Kerlchen gemobbt, wo sie konnten. Er hatte keine Ruhe beim Fressen, ausser ich habe die Katzen ausgeschlossen. Nicht mal in Ruhe pinkeln konnte der Kleine, denn selbst beim Gassigehen waren immer ein paar Katzen dabei, die ihn nicht in Ruhe liessen.

Meine Katzen verjagen auch frei laufende Hunde aus unserer Strasse, nämlich indem sie den Hunden mit gesträubtem Fell und laut knurrend nachlaufen. Sogar unser Nachbarshund, traut sich nicht, meinen Katzen zu nahe zu kommen.

Angeleinte Hunde werden nur von der Mauer herab beobachtet und die lassen meine Katzen auch in Ruhe.

Zu Deinem Fall: hier sollte der Hund von Anfang an wissen, dass er die Katzen nicht jagen darf. Also heisst das erst Mal, den Hund auch im Haus an der kurzen Leine halten und den Katzen unbedingt Gelegenheit geben, den Hund kennen zu lernen, allerdings ohne Zwang und die Katzen müssen selbst kommen.

Hier kannst Du auf die Neugier der Katzen zählen, aber wenn der Hund sich falsch benimmt, kann es aus sein, mit der Übung.

Auch reicht ein Wochenende nicht aus, um Hund und Katzen aneinander zu gewöhnen.

Leider schreibst Du nur, dass Deine Katzen Angst vor dem Hund hatten, als mal einer zu Euch kam. Wie reagieren Deine Katzen sonst?

Probiere es aus, aber zwinge die Katzen zu nichts. Ich halte Dir die Daumen.

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Kommentar von deenay
19.06.2016, 17:48

Ja meine Katzen sind grundsätzlich sehr umgänglich. Die ältere Katze haben wir auch erst seit einem Jahr und die Eingewöhnugszeit war aufgrund der Zuzügerin ein bisschen länger, weil sie das Problem hatte und nicht meine Jungs. Vor ihrer Zeit hatten wir auch mal einen Hund zu Besuch. Der hatte allerdings Angst vor den Katzen. Meine Katzen gingen da aber nicht aus dem Haus. Sie beobachteten den Hund und verfolgten ihn auf Schritt und Tritt:) Hätten aber nie etwas gemacht. Naja es ist schwierig. Auf der einen Seite sage ich mir "wer nicht wagt der nicht gewinnt" und auf der anderen Seite frage ich mich, ob ich den Tieren nicht doch zu viel zumute...

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Also ich habe bei Bekannten miterlebt, wie sie 3 Katzen,die schon länger im Haus lebten an einen Welpen gewöhnt haben. Das ging bestimmt aus dem Grund etwas leichter, da der Welpe die `Fremdsprache`der Katzen gleich mit lernte. Aber sie hatten ein Katzenzimmer mit einem Türgitter abgesperrt,dass dort die Katzen ihren sicheren Bereich hatten, und trotzdem den Hund beobachten konnten.

Als der Hund ins Haus kam, waren die Katzen meist in diesem Bereich.Wenn er draußen war kamen sie und schnupperten alles ab, legten sich auch in seinen Korb. Denn sie dann auch für ihren erklärten und der Welpe legte sich davor.

Eins darf man nicht vergessen, man muss trotzdem Neuling an die Katzen denken und sie extra beachten,sonst werden sie evtl. eifersüchtig. Wünsche euch viel Erfolg und genügend Geduld.

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Das muss man echt vorsichtig antesten und kann man nicht pauschal sagen. Bei meiner Katze wüsste ich das es nicht funktionieren würde da sie sehr sehr ängstlich reagiert und wahrscheinlich beim ersten gebelle 8 leben per Herzinfarkt verlieren würde. Bei einer Freundin war es kein Problem die eine Katze geht dem aus dem weg und hat sich den nötigen Respekt verschafft und die andere spielt mit dem neuen Hund. Auch auf den Hund kommt es an...

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Also ich habe Erfahrung, ich hatte eine Katze gehabt und mein jetziger Mann einen Hund und die zwei zusammenzuführen, war zwecklos, der Hund hat die Katze zwei mal angeknabbert. (ja ich weiß die meisten lachen jetzt, ich aber auch) Ich habe dann aber meine Katze in ganz ganz liebe Hände gegeben. Aber glaub mir, Hund und Katze zusammenführen funktioniert nicht, vielleicht wenn beide noch Babys sind, aber sonst nicht.

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Kommentar von inicio
19.06.2016, 15:51

so generell kann man das nicht sagen. es kommt auf die jeweilige katze an und den jeweiligen hund.

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Hat Jemand noch Tipps wie man eine Zusammenführung erleichtern kann?

hier kannst Du Dich informieren:

http://www.pfotenteam.com/?a=1&t=0&y=3001&r=0&n=246&c=25&v=page&o=&s

allerdings klappt eine solche Zusammenführung nur in ganz seltenen Fällen. 

Die Redewendung "wie Hund und Katz" kommt ja auch nicht von ungefähr!

Ich würde keinem der Tiere diesen Stress aussetzen wollen und mein eigenes Vergnügen daher nicht in den Vordergrund stellen.

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Kommentar von deenay
19.06.2016, 18:08

Vielen Dank für Deine Worte. Naja...Nein, das will ich auch nicht. Das Wohl des Tieres ist mir in jedem Fall wichtiger.

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das ist immer sehr unterschiedlich. in vielen faellen klappt es gut -ind anderen gar nicht.

es kommt auf die erfahrungen der katzen mit hunden an und umgekehrt.

deb hund solltem an anfangs imme an der leine haben, die katzen immer einen hundesicheren rueckzugsraum..dann kann es im einzlefall klappen.

hast du dich ueber die rasse eines akita inus gut informiert?das ist eine sehr bsondere hunderasse. auf grund ihres eigensinns und unabhaengigen wesens nicht einfach.

sie haben auch starken jagdtrieb, der deinen katzen sehr zusetzen wird.

bitte ueberdenke deinen plan! 

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Kommentar von deenay
19.06.2016, 18:03

Das werde ich auf jeden Fall. Wie gesagt, ich will nicht dass einer der Tiere gefährdet wird oder nur aufgrund meines Wunsches leiden muss. Der Akita Inu kenne ich mittlerweile schon fast besser als mich:) bin ununterbrochen am nachlesen und studieren.

Es wäre von der Art her der Hund der am besten zu uns passt gerade wegen seiner Eigenheit und auch Eigenart:) Als ich im Tierheim war letzte Woche ging ich ja nur zum Aushelfen und mir wurde gesagt "erwarten Sie Nichts von ihr, Sie wird Sie nicht beachten". Stattdessen war sie keine Minute von meiner Seite gewichen. Die ganze Woche nicht. Ich ging bewusst nie auf sie zu und beachtete sie ebenso nicht. Und sie stupste mich an und leckte mir das Gesicht ab und wollte immer mit mir aus dem Gehäge. Naja...vielleicht war es nur eine "magische Woche". Vielleicht war es aber auch ein Zeichen. Wie gesagt ich denke nur darüber nach. Es ist noch Nichts in den Stein gemeisselt.

Sollte sich das mit den Katzen als gut erweisen wäre ich natürlich überglücklich. Und wenn nicht, dann habe ich es wenigstens versucht und muss mir danach nicht ständig sägen "hättest du es wenigstens probiert" :)

Auf jedenfall: Danke viel mal für Deine Antwort!!

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